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Der klassische Utilitarismus nach Jeremy Bentham und John Stuart Mill

Título: Der klassische Utilitarismus nach Jeremy Bentham und John Stuart Mill

Trabajo de Seminario , 1999 , 23 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Johannes Kaspar (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Gegenstand der Arbeit ist der klassische Utilitarismus, der seit seiner Ausarbeitung durch Jeremy Bentham und John Stuart Mill Anfang des 19. Jahrhunderts vor allem im angelsächsischen Sprachraum viel Aufmerksamkeit und Zustimmung erfahren hat. Bis heute ist er dort - wenn auch in Form von zahlreichen Abwandlungen und Varianten - eine der wichtigsten und einflussreichsten philosophischen Strömungen.

Aus utilitaristischer Perspektive ist diejenige Handlung gut und moralisch wertvoll, deren Konsequenzen das größte Glück für die größte Zahl der von ihr betroffenen Personen bedeuten („greatest happiness for the greatest number“). Die Attraktivität eines solchen Ansatzes, der ohne Metaphysik auszukommen scheint, liegt auf der Hand: Zum einen baut er auf einem Grundzug des Menschen auf, dem Streben nach Glück. Zum anderen wird Moral als vom Menschen und für den Menschen geschaffene Einrichtung begriffen, die durch die Bezugsgröße „Glück“ rational kalkulierbar und empirisch messbar sein soll.

Anhand der Arbeiten von Bentham und Mill wird die Konzeption des klassischen Utilitarismus vorgestellt und einer kritischen Würdigung unterzogen. Dabei wird am Beispiel des staatlichen Strafens gezeigt, dass manche Kritik am utilitaristischen Denken überzogen ist und insbesondere eine generelle Unvereinbarkeit mit der Idee unveräußerlicher Grund- und Menschenrechte nicht besteht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Jeremy Bentham (1748-1832)

1. Quellen der Benthamschen Konzeption

a) Antike und frühchristliche Quellen

b) Neuzeitliche Quellen

aa) Hobbes (1588-1679)

bb) Spinoza (1632-1677)

cc) Locke (1632-1704)

dd) Hutcheson (1694-1747)

ee) Weitere Quellen

2. Die Ausarbeitung durch Bentham

a) Benthams Ziele

b) Das Prinzip der Nützlichkeit

c) Der Ursprung von Freude und Leid

d) Arten von Freude und Leid

e) Das hedonistische Kalkül

aa) Benthams Konzeption

bb) Schwierigkeiten des hedonistischen Kalküls

III. John Stuart Mill (1806-1873)

1. Mills Konzeption

2. Zur Beweisbarkeit des Nützlichkeitsprinzips

3. Kritik

a) Kritik am Verfahren

b) Kritik am Beweis des utilitaristischen Prinzips

IV. Die Grenzen des utilitaristischen Denkens am Beispiel des Strafrechts

1. Der Gerechtigkeitseinwand

2. Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den klassischen Utilitarismus in der Ausprägung durch Jeremy Bentham und John Stuart Mill, beleuchtet deren philosophische Grundlagen und analysiert kritisch die Anwendbarkeit dieses konsequentialistischen Ansatzes, insbesondere in Bezug auf strafrechtliche Fragestellungen und das Problem der Gerechtigkeit.

  • Historische Wurzeln und Einflüsse des Utilitarismus
  • Unterschiede zwischen quantitativem und qualitativem Hedonismus
  • Die methodischen Herausforderungen des hedonistischen Kalküls
  • Die Kritik am utilitaristischen Beweisverfahren
  • Spannungsfeld zwischen Nützlichkeitsprinzip und Gerechtigkeitsempfinden

Auszug aus dem Buch

e) Das hedonistische Kalkül

Nach dem Prinzip der Nützlichkeit ist für die ethische Richtigkeit einer Handlung auf ihren Nutzen, d. h. auf die Menge an kollektiven Glücks abzustellen, die sie erzeugt. Bentham skizziert in der „Introduction“ ein Verfahren, wie diese Menge festgestellt werden soll. Zunächst gilt es, das durch die Handlung zu erwartende Glück jedes einzelnen zu ermitteln, der von der Handlung betroffen ist. Dabei ist Bentham zufolge auf insgesamt sieben Faktoren abzustellen, nämlich zunächst auf Intensität, Dauer, Gewissheit oder Ungewissheit und Nähe oder Ferne einer Freude. Weiterhin ist die Folgenträchtigkeit zu berücksichtigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Empfindungen derselben Art folgen sowie auf die Reinheit der Freude, d. h., ob auf sie möglicherweise unerwünschte Empfindungen der entgegen gesetzten Art folgen. Zur Ermittlung des Wertes gruppenbezogener Lust ist als letztes noch das Ausmaß der Freude, d. h. die Zahl der von ihr betroffenen Personen zu beachten.

Hat man die „Glücksmenge“ bezüglich einer Person ermittelt, soll nun dieselbe Rechnung bezüglich der Menge an Leid erfolgen, die diese Person durch die Handlung zu erwarten hat. Subtrahiert man nun die Menge des Leids von der Menge des Glücks, so erhält man den Nutzenwert der betreffenden Handlung für die einzelne Person. Auf diese Weise gilt es, den Wert für jedes betroffene Individuum zu berechnen und sodann diese Werte aufzuaddieren. Richtig und geboten ist die Handlung, die den größten Nutzen, d. h. den höchsten Wert „kollektiven Glücks“ hervorbringt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des klassischen Utilitarismus ein und thematisiert dessen schwierige Rezeption im deutschsprachigen Raum sowie den zentralen konsequentialistischen Ansatz.

II. Jeremy Bentham (1748-1832): Dieses Kapitel analysiert die philosophischen Quellen Benthams, seine Zielsetzung für die Gesetzgebung, das Prinzip der Nützlichkeit sowie das theoretische Konstrukt des hedonistischen Kalküls.

III. John Stuart Mill (1806-1873): Dieser Abschnitt behandelt die Weiterentwicklung der utilitaristischen Lehre durch Mill, insbesondere seinen qualitativen Hedonismus und seinen Versuch, das Nützlichkeitsprinzip rational zu begründen.

IV. Die Grenzen des utilitaristischen Denkens am Beispiel des Strafrechts: Das abschließende Kapitel kritisiert die utilitaristische Ethik anhand des Gerechtigkeitseinwands und diskutiert die Konsequenzen für strafrechtliche Theorien und den Rechtsschutz.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Nützlichkeitsprinzip, Hedonismus, Gerechtigkeit, Strafrecht, konsequentialistische Ethik, Gemeinwohl, hedonistisches Kalkül, Glücksbilanz, Inkommensurabilitätsproblem, Grundrechte, Rechtsstaat, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den klassischen Utilitarismus als philosophisches System, das moralisches Handeln ausschließlich an den Folgen – dem größtmöglichen Glück für die größte Zahl – ausrichtet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen bei Bentham und Mill, die Berechnungsmethodik von Glück und Leid sowie die kritische Reflexion des utilitaristischen Ansatzes gegenüber Gerechtigkeitsvorstellungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, die Entwicklung und die theoretischen Defizite des klassischen Utilitarismus aufzuzeigen und seine Anwendbarkeit, insbesondere in juristischen Kontexten, kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsphilosophische und ideengeschichtliche Analyse, die primäre Texte der Utilitaristen sowie deren kritische Rezeption auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Benthamschen Konzeption, die Modifikationen durch Mill und die abschließende kritische Auseinandersetzung mit den moralischen Grenzen dieses Denkstils.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Utilitarismus, Hedonismus, Nützlichkeitsprinzip, kollektives Glück und der Gerechtigkeitseinwand.

Inwieweit unterscheidet sich Mills Auffassung von der Benthams?

Während Bentham einen quantitativen Hedonismus vertrat, führte Mill eine qualitative Differenzierung ein, indem er geistige Freuden als höherwertig gegenüber rein sinnlichen Triebbefriedigungen einstufte.

Warum wird der Utilitarismus oft im Zusammenhang mit dem Strafrecht kritisiert?

Kritiker führen an, dass eine rein nutzenorientierte Strafpraxis – etwa die Bestrafung eines Unschuldigen zur Abschreckung – gegen grundlegende Gerechtigkeitsprinzipien und unveräußerliche Menschenrechte verstößt.

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Detalles

Título
Der klassische Utilitarismus nach Jeremy Bentham und John Stuart Mill
Universidad
LMU Munich  (Institut für Rechtswissenschaften)
Curso
Seminar: Modernes amerikanisches Rechtsdenken
Calificación
sehr gut
Autor
Johannes Kaspar (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
23
No. de catálogo
V281
ISBN (Ebook)
9783638102056
ISBN (Libro)
9783638786553
Idioma
Alemán
Etiqueta
Utilitarismus Jeremy Bentham John Stuart Mill Seminar Modernes Rechtsdenken
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Kaspar (Autor), 1999, Der klassische Utilitarismus nach Jeremy Bentham und John Stuart Mill, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281
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