Deutsch-Japanische Beziehungen

Wirtschaft und Geschichte


Referat / Aufsatz (Schule), 2014
8 Seiten, Note: 1,25

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1. Rahmenbedingungen

Die guten Beziehungen zwischen Japan und Deutschland auf gesellschaftlicher sowie auch auf politischer Ebene hatten den Ursprung wohl in der gegenseitig geprägten Vergangenheit.

Heute legen das gegenseitige Interesse und die herzliche Offenheit beider Länder wichtige Grundsteine für die wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Des Weiteren streben sie gemeinsame Grundwerte an, wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Und auch der internationalen Zusammenarbeit wird eine große Bedeutung zugemessen.

So können in vielfältigen internationalen Bereichen enge kooperative Beziehungen gepflegt werden, die immer wieder bei gemeinsamen Aufgaben erfordert werden. Beispielsweise kann durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft, der anstehenden Strukturreform nicht mehr weiter aus dem Weg gegangen werden. Auch die Überalterung beider Gesellschaften stellt neue Herausforderungen. So gilt es nun, neue zukunftsweisende Industriezweige zu entdecken und zu fördern.

Doch in den letzten Jahrzehnten veränderten sich die Rahmenbedingungen dramatisch, verbunden mit einem tiefen Umbruch der Weltwirtschaft. Während traditionelle Verflechtungen zweier Länder zunehmend an Bedeutung verloren, stieg die Zahl der Schwellenländer rasant an. Insbesondere in Asien unterlagen Märkte, Warenströme sowie Investitionsbedingungen einem stetigen Wandel, dem es sich anzupassen galt. Auch die Tatsache, dass die weltweite Ressourcenverknappung Hand in Hand mit steigenden Energiekosten ging, machte es der Wirtschaftsbeziehung nicht leichter.

Alles in Allem lautet nun die Kernaufgabe für Japan und Deutschland, sich laufend weiter zu entwickeln um weiterhin eine führende Rolle beibehalten zu können. Denn von den Wachstumsmärkten, von denen Japan und Deutschland in den letzen Jahren dank vieler Chancen profitiert hatten, droht nun neuer Wettbewerb.[1] [2] [3]

2. Export- und Importgüter

Im Folgenden werden die Güter, welche Japan prozentual am meisten importiert bzw. Exportiert näher beleuchtet. Dabei ist auffallend, dass gleiche Güter importiert und auch exportiert werden. So rangiert die Elektronik unter den Importgütern auf Platz 2, gleichzeitig liegt dessen Anteil bei den Exportgütern Japans bei 11%, und somit an 3.Stelle. Da stellt sich natürlich die Frage warum Japan nicht gleich die selbst produzierte Elektronik behält, anstatt sie erst zu exportieren und anschließend Elektronik aus internatonaler Ebene zu importieren. Ähnlich verhält es sich nämlich auch bei Maschinen und chemischen Erzeugnissen. Beide Güter sind sowohl auf der Liste der wichtigsten Importgüter als auch auf der der Exportgütern unter den Top 5. Auch wichtige Importgüter Japans waren, wie bei jeder technisch hoch entwickelten Nation, ohne Bodenschätze; Erdöl, und andere Rohstoffe zur Energiegewinnung. Auch Nahrungsmittel waren mit 7,2% unter den 10 meist importierten Produkten.[4] Dies ist auf die landwirtschaftlich nur eingeschränkte Nutzbarkeit Japans, aufgrund vieler Gebirge zurückzuführen

Bezogen auf den Import und Export zwischen Japan und Deutschland sind ähnliche Produkte von zentraler Bedeutung. Neben pharmazeutischen und chemischen Erzeugnissen, sowie Maschinen, spielen besonders Datenverarbeitungsgeräte und Kraftwagen(teile) eine große Rolle im Handel zwischen Japan und Deutschland.[5] [6] [7] Was der Austausch von gleichen Produkten für einen Sinn haben mag?

Selbstverständlich muss man zuallererst bedenken, dass „Kraftwagenteile“ für viele verschiedene Teile steht, und es sich somit zwar um den gleichen Bereich, jedoch nicht um das gleiche Erzeugnis handeln muss. Zu nennen wäre da auch noch der Grund, dass es sich um andere Marken handelt, die eben in dem anderen Land beliebt sind, und somit gebraucht werden, trotz vorhandener inländischer Produkte.[8] Somit wäre die immer wieder auftauchende Frage wohl endgültig geklärt.

3. Geschichte

Bereits in der Edo-Zeit Japans von 1603-1868 gab es erste Annährungen der zwei Staaten von Seiten Deutschlands. So nahmen einige wenige deutsche Wissenschaftler und Ärzte ihre Arbeit in Japan auf, und leiteten damit die deutsch-japanische Freundschaft in die Wege. Diese wurde in ihrer Entwicklung weiter durch den Handels-, Schifffahrts- und Freundschaftsvertrag bekräftigt.

Daraufhin übernahm Japan vieles aus der deutschen Kunst, Wissenschaft und nicht zuletzt auch aus dem Recht. Diese Vorbildfunktion Deutschlands auf Japan ist bis heute erhalten geblieben. So verbinden Japaner mit Deutschland qualitativ hochwertige Produkte, und ein sicheres, sauberes und reiches Land, in dem alles geregelt zu sein scheint.

Den nächsten großen Schritt ging Japan durch das Bereitstellen von 50 ha Land für ausländische Handelsniederlassungen. Infolgedessen ließen sich viele deutsche Unternehmen in der Nähe von Kobe nieder und betrieben Handel. Nun waren die ersten Handelsbeziehungen zwischen Japan und Deutschland geboren. 1906 besuchten zum ersten Mal offiziell Delegierte des deutschen Reichtags, diese kleine deutsche Gemeinschaft in der japanischen Präfektur Kobe, und gründeten 3 Jahre später dort eine deutsche Schule. Diese kostbare Freundschaft schien immer mehr aufzublühen, bis Japan 1914 mitten im 1.Weltkrieg, Deutschland den Krieg erklärte. Dies hatte Konsequenzen zur Folge wie der Abbruch der diplomatischen Beziehung und ebenso fatal, die Schließung der deutschen Vertretung in Kobe. Würde die deutsch-japanische Freundschaft diesem standhalten? Ja, glücklicherweise fanden die beiden Länder nach dem Ende dieses Kriegs, der die Kapitulation Deutschlands bedeutete, schnell wieder zueinander. Doch der 2.Weltkrieg ließ nicht lange auf sich warten. 1940, ein Jahr nach Beginn des 2.Weltkriegs gründeten Japan und Deutschland mit Hinzunahme von Italien einen Dreimächtepakt. So kämpften die Länder zusammen im Krieg, was für Japan und Deutschland schließlich in deiner Kapitulation endete, die nicht nur den Stolz der Länder sondern auch ihre Wirtschaft zu Grunde zerstörte. Besonders Japan wurden durch die zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki gänzliche Grundlagen der Wirtschaft und Politik weggefegt. So kam es zu einer Neugestaltung der Politik mit der USA als Vorbild. Die zwei totalitären Staaten mussten nun also ganz neu anfangen, was ihre Beziehung deutlich zusammengeschweißt hat. Auch der gemeinsame Erfolg, denn der Wiederaufbau war recht schnell geglückt, worauf das erhoffet Wirtschaftswunder folgte, festigte die Sympathie füreinander. Dies war wirklich sehr bewundernswert, denn der Weltkrieg war trotz der Verbundenheit ein tiefer Einschnitt in die wirtschaftliche Beziehung und ebenso in die kulturelle Beziehung gewesen, welche eben erst mühsam erschaffen worden war. Tatsächlich ging dabei jedoch nicht die Sympathie der Menschen verloren, was zur rettenden Tatsache der deutsch-japanischen Freundschaft wurde.

In Folge der Wirtschaftswunder rückten Japan und Deutschland schnell zu den führenden Industrienationen auf, obwohl ironischerweise gerade diese zwei Länder die Spätankömmlinge der Industrialisierung waren.

Nach ihrer Niederlage im 2.Weltkrieg entschieden sich beide gegen eine Machtpolitik, was von den traumatischen Erlebnissen herrührte. Japan wurde 1956 schließlich ein Gründungsmitglied der G7, und sprach dich außerdem gegen eine militärische Nutzung der Atomenergie aus, was mehr als verständlich ist, denn die Narben die die Atombomben hinterlassen haben sind noch immer nicht verheilt und auch nicht zu übersehen.

Aus diesen wechselvollen Beziehungen ist nun eine stabile und harmonische Freundschaft entstanden, die gewiss auch den Herausforderungen der Zukunft Stand hält.[9] [10] [11]

4. Auswirkungen der Dreifachkatastrophe

Am 11.04.2011 ereignete sich eine Kettenreaktion von Natur- und Nuklearkatastrophen immensen Ausmaßes in Japan bei Fukushima. So wurde durch das starke Erdbeben ein Tsunami ausgelöst, was wiederum zum Reaktorunglück führte. (Bild 5)

Ebenso wie die Menschen ist auch die Wirtschaft stark getroffen worden, doch konnte sie sich glücklicherweise schneller als erwartet wieder erholen.

Ein ganz offensichtliches Problem waren zunächst die Transportwege, die komplett blockiert waren. Natürlich betraf dies erstmal die Unternehmen der betroffenen Regionen, doch auch der nationale Handel war damit gestört, sodass es bei Lieferungen zu Zeitdefiziten kam. Da alle Transportwege, somit Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen nicht nutzbar waren, wurden die Unternehmen in den Katastrophengebieten erst langsam wieder beliefert beziehungsweise konnten liefern, sodass die dortige Industrie für mehrere Wochen weitgehend lahm gelegt war. Besonders betroffen zeigte sich hier die Autoindustrie, allen voran Toyota, von der 9 Fabriken beschädigt worden waren, doch auch Nissan und Honda hatten deutliche Einbußen zu verzeichnen. Der Stillstand in Fabriken und Raffinerien erschwerte die problematische Energieversorgung weiter. So mussten Energiesparaktionen durchgeführt werden, die etwa darauf beruhten, die Klimaanlagen ausgestaltet zu lassen. Das Volk beteiligte sich an diesen freiwilligen Aufrufen motiviert, und engagierte sich darüber hinaus zur möglichst sparsamen Alltagsgestaltung. Doch natürlich reichte dies nicht aus, um die ausbleibende Energielieferung zahlreicher Atomkraftwerke auszugleichen. So mussten überdurchschnittlich viele Rohstoffe importiert werden, was zusammen mit der stockenden Produktion im Land und der infolgedessen geschrumpften Exportzahlen zum ersten Handelsbilanzdefizit seit 1980 führte.

Auch die Touristenzahlen waren vor allem wegen der radioaktiven Verseuchung um 75% zurückgegangen. Doch nicht nur Touristen fürchteten sich davor, auch Großreedereien mieden insbesondere Fukushimas Häfen um sich nicht in die Gefahr einer Kontamination ihrer Schiffe zu begeben. Dies wirkte sich auch negativ auf den gesamten Welthandel aus, da Japan auf einen ausgeprägten Schiffsverkehr angewiesen ist, aufgrund der geographischen Lage.

Des Weiteren kam es der japanischen Wirtschaft teuer zu stehen, die Infrastruktur mancherorts gänzlich wiederaufbauen zu müssen. Ein Augenmerk hatte die Wirtschaft auch mit Sorge auf eine eventuelle Schockwelle auf die Bevölkerung gerichtet, welche verständlicherweise doch merklich litt. Denn eine solche Schockwelle hätte die Wirtschaft zusätzlich erheblich belastet, doch blieb diese Sorge zum Glück unbegründet.

5. Auswertung der Umfrageergebnisse

Um einen Einblick auf die Verbreitung japanischer Produkte in Deutschland zu gewinnen, aber auch um Japans Image in Deutschland näher zu untersuchen, wurde im Zeitraum vom 11.03. bis zum 14.03.2014 eine Umfrage mit 22 Freiwilligen in Deutschland durchgeführt. Bewusst wurden die Testpersonen aus dem Altersbereich von 15-20 Jahren gewählt, denn genau diese heranwachsende Generation wird den weiteren Verlauf der deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehung beziehungsweise Freundschaft lenken.

Auf die erste Frage ob, beziehungsweise was für japanische Produkte im Haushalt verwendet würden, bestätigten die meisten dass dies der Fall sei, und gaben besonders Lebensmittel und elektronische Produkte an. Vorne dabei waren Reis, Nintendo und Handy. Bemerkenswert war, dass 0% der Befragten aussagten, keine japanischen Produkte zu Hause zu benutzen, und lediglich 18%[12] waren sich dessen im Unbewussten, und kreuzten somit das „Weiß nicht“ Feld an. Daraus lässt sich schließen, dass Deutschland so viele japanische Produkte importiert, dass mittlerweile so gut wie jeder Haushalt ein oder mehrere japanische Produkte vorweisen kann. Allerdings ist zu erwähnen, dass beim Reis, der mit 29% zu den am meisten genannten japanischen Produkten zählt, schwer bezweifelt werden darf, ob es sich hierbei tatsächlich um Reis aus Japan handelt. Denn aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es hier in Deutschland fast unmöglich ist japanischen Reis zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen, da Japan aufgrund der im Inland kaum zu deckenden, großen Nachfrage, Reis nur sehr wenig exportiert. Doch dies ist völlig normal, dass Japan des Öfteren mit China, Korea, Thailand etc. verwechselt wird. So wurde beispielsweise auch Chinasuppe als japanisches Produkt genannt…

Die zweite Frage, bei der es darum ging die Qualität japanischer Produkte zu beurteilen schien einige zu verunsichern oder es fehlte schlicht und einfach an Erfahrungen mit japanischen Produkten um dessen Qualität schätzungsweise beurteilen zu können. So ließen 19% der Befragten die Frage aus. Errechnete man den Notendurchschnitt, so kam man auf eine Schulnote von 2,03. Dies zeigt, dass japanische Produkte insgesamt eine hohe Qualität beigemessen wird, jedoch auch Noten wie „ausreichend“, oder „mangelhaft“ vergeben wurden.

Bei der nächsten Frage erfüllten die Ergebnisse meine Vermutungen weitgehend. So gab es unter den Befragten 9%, die alle sechs bestplatzierten japanischen Firmen kannten, und der Großteil, 82%, wusste lediglich nichts mit dem Begriff „SoftBank“[13] anzufangen. Die Gewinner die bei allen Befragten einen Haken einkassieren konnten waren Toyota und Sony, dicht gefolgt von Panasonic. Das machte aufs Neue klar, dass eine sehr gute Allgemeinkenntnis über Japan vorliegt. So kennen Jugendliche die Markennamen einer etwa 9000km entfernten völlig anderen Nation, ohne dieses Wissen in der Schule oder auf andere Art und Weise vermittelt bekommen zu haben. Das erstaunt mich wirklich sehr, und ich frage mich ob diese überaus große Kenntnis auch beispielsweise auf das Nachbarland Holland übertragen werden kann. Wie dem auch sei, uns wurde nun noch mal vor Augen geführt, dass die Position als führende Industrienation auf internationaler Ebene nicht zu unterschätzen ist. So bin ich mir sicher, dass auch die deutschen sechs bestplatzierten Firmennamen unter japanischen Jugendlichen dementsprechend bekannt sein werden, doch leider war es zeitlich nicht möglich eine solche Umfrage in Japan durchzuführen, was ich sehr bedauere.

Zurück zur durchgeführten Umfrage, stoßen wir nun auf ein Thema, das allzu viele heiße Diskussionen entfacht(e). Die Frage nach dem Konsum japanischer Lebensmitteln --- nach der Nuklearkatastrophe 2011.[14] Mit dieser Frage wollte ich herausfinden wie groß das Vertrauen der Menschen hier, auf die japanische Regierung & Co ist. Glauben die Menschen hier, dass die Lage in Japan unter Kontrolle ist, und vertrauen die den Sicherheitsmaßnahmen die dort getroffen wurden? Oder wurde das Vertrauen, durch die zu chaotischen politischen Handlungen Monate und Jahre nach der Katastrophe , erschüttert?

Nur 41% trauten sich hierzu eine eindeutige Meinung zu äußern, davon 23% postiv und 18% negativ, das heißt sie würden unter keinen Umständen japanische Lebensmittel konsumieren. Der Rest der Befragten kreuzte „vielleicht“ an, was wohl davon herrührt, dass sie sich erstens noch nie in dieser Situation befanden, darüber entscheiden zu müssen, und zweitens, je nach Lebensmittel entscheiden würden. Denn es liegt auf der Hand, dass man zum Beispiel von Fischen nicht behaupten kann, sie seien nicht aus Fukushima, da es unmöglich ist mit Sicherheit wissen zu können ob der Fisch vielleicht nicht doch einen kleinen Abstecher nach Fukushima gemacht hat, bevor er dann in Hiroshima gefischt wurde. Eben bei solchen Fällen, muss einfach darauf vertraut werden können, dass durch vorangegangene Maßnamen beziehungsweise Tests, sichergestellt ist, dass es sich um nicht radioaktiv belasteten Fisch handelt. Es ist Ansichtssache wie man diese Ergebnisse interpretiert, doch meiner Meinung nach hat Japan doch enorme Vertrauensverluste von Seiten der Weltbevölkerung beziehungsweise hier der deutschen Bevölkerung zu verzeichnen. Die Tatsache, dass nur 23% der Befragten volles Vertrauen darauf haben, dass nur negativ auf Radioaktivität getestete Waren auf den Markt kommen, ist mehr als traurig. Das sollte schließlich Selbstverständlichkeit sein…

In der letzten Frage sollten die Befragten aufzählen, was sie ohne länger zu überlegen, mit Japan in Verbindung brachten. Mit großem Vorsprung erreichte hier Sushi den 1.Platz, da er 71% der Befragten als erstes in den Sinn kam, wenn ihre Gedanken über Japan schwelgten. Das ist nicht weiter verwunderlich, da Sushi gerade, vor allem unter jungen Menschen, sehr in der Mode ist. (Bild 6) Den 2.Platz belegte mit 29%, Manga. Dies lässt sich leicht erklären, durch die zahlreichen Animeserien, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. In ähnlicher Kategorie wurden auch Zeichentrick, Comics und „Hello Kitty“ genannt. Essen allgemein, war mit 24% nur knapp hinter Manga, und beinhaltete verschiedene Assoziationen zum Thema japanischen Essen, so wurde gesunde Ernährung, exotisches Essen aber auch einseitige Ernährung aufgelistet. Ebenso unter die Top 5, schafften es Fisch, Walfang und die Kirschblüten beziehungsweise das Kirschblütenfest gleichrangig mit jeweils 19%. Ergänzend dazu wurden auch noch vereinzelt Delfinfang und die Wilderei auf aussterbende Haie genannt. Auf Rang 5 kam, traurig aber wahr, Fukushima im Bezug auf die Atomkatastrophe, mit 14%. Nun fragte ich mich was all diese aufgezählten Dinge gemeinsam haben könnten, und kam zu folgendem Schluss: Alles was als „typisch japanisch“ beschrieben wurde, sind Dinge die es nur in Japan gibt. Diese einzigartigen Dinge haben allein in Japan ihren Ursprung, und man findet sie so nirgendwo sonst auf der Welt. Man hätte auch erwarten können, dass bekannte Markennamen wie eben Sony oder Toyota, die ausnahmslos alle Befragten kennen, genannt würden, doch war das nicht ein einziges Mal der Fall. Aus dem einfachen Grund dass Autos überall auf der Welt produziert werden --- und weder ihren Ursprung in Japan hatten, noch auf sonstige Weise für Japan stehen.

Ein zweites Mal zeigte ich mich zutiefst positiv überrascht, von dem vielfältigen Wissen über die japanische Kultur und Tradition, das mir erst mit dieser Umfrage in ihrem vollen Umfang bewusst wurde. Die Bandbreite reichte über geschichtliche Epochen (Samurai), Ess- und Schlafgewohnheiten (z.B.Futon[15] ), geographischen „High-lights“ (Fujiyama[16] ) bis hin zum spezifischen Aussehen (klein ,gelb[17] …) und den Charaktereigenschaften (höflich ,bescheiden…). Nicht zuletzt gab es wieder einige groteske Verwechslungen wie Pandas in japanischen Wäldern, getrocknete Insekten als Delikatesse oder Kung Fu als japanischen Kampfsport; die darauf hindeuten dass die einzelnen asiatischen Nationen noch nicht von allen als jeweils für sich unterschiedliche Länder mit eigener Geschichte, Kultur gesehen werden, sondern des Öfteren unter dem Begriff Asien zu sehr verallgemeinert werden.

Alles in Allem rückten die Ziele der deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehung mit dieser kleinen Umfrage ein kleines bisschen näher Richtung Realität, denn es hat sich gezeigt, dass diese Generation, die die kostbare Beziehung dieser zwei Länder schon bald in den Händen halten wird, eine sehr guter Nährboden für die Weiterentwicklung der Beziehungen auf allen Ebenen sein wird. Aufgrund der großen Interesse und der bereits vorhandenen Kenntnisse über das andere Land, wird die Wirtschaft mit Sicherheit durch den gegenseitigen Handel aufblühen.

[...]


[1] Wirtschaft-und-Wissenschaft/0-Wirtschaft.html

[2] http://www.japan.ahk.de/fileadmin/ahk_japan/events_deutschland/Deutsch_Japanischer_Unternehmergipfel_Frankfurt_13.09.2012.pdf

[3] http://www.japan.ahk.de/japan-tipps/markt-im-fokus/

[4] http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.kooperation-international.de%2Ftypo3temp%2Fpics%2F9257048545.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.kooperation-international.de%2Fbuf%2Fjapan%2Fallgemeine-landesinformationen.html&h=351&w=622&tbnid=oA_ju5SnV-aB9M%3A&zoom=1&docid=FI4x0fMF9H8jJM&ei=_WlEU5ffOYfItQaG84C4DQ&tbm=isch&iact=rc&dur=2840&page=1&start=0&ndsp=37&ved=0CLgBEK0DMB8

[5] http://www.een-bayern.de/een/inhalte/Unser-Service-fuer-Sie/Auslandsmarkterschliessung/Laender/Asien/Japan/Export-Import-Statistik-Japan.jsp

[6] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/164506/umfrage/deutscher-export-und-import-im-1-halbjahr-2010-nach-gueterabteilungen/

[7] http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/fischer-weltalmanach/65697/japan?p=all

[8] /frage/was-bringt-es-gleiche-gueter-zu-exportieren-und-importieren#answer120316390

[9] http://www.deutschland-in-japan.de/

[10] http://www.rolfmuetzenich.de/_pdf/Deutsch-Japanische-Beziehungen.pdf

[11] http://www.japan.diplo.de/Vertretung/japan/de/02-GK/Geschichte.html

[12] Alle Prozentangaben wurden mathematisch korrekt gerundet

[13] Japanischer Telekommunikations- und Medienkonzern

[14] Gemeint ist damit das Reaktorunglück in Fukushima, infolge der starken Erdbeben und Tsunami am 11.04.2011

[15] Matratzenähnliche Decke, die anstelle des Bettes als Schlafgelegenheit dient(e)

[16] Höchster Berg Japans

[17] Gemeint ist vermutlich die Hautfarbe

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Details

Titel
Deutsch-Japanische Beziehungen
Untertitel
Wirtschaft und Geschichte
Note
1,25
Autor
Jahr
2014
Seiten
8
Katalognummer
V282019
ISBN (Buch)
9783656819011
Dateigröße
351 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japan, Deutsch-Japanische Beziehungen
Arbeit zitieren
Jamila Huhn (Autor), 2014, Deutsch-Japanische Beziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282019

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