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Gewerkschaften und Globalisierung. Ein internationaler Vergleich

Titel: Gewerkschaften und Globalisierung. Ein internationaler Vergleich

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Christina Martin (Autor:in)

Soziologie - Wirtschaft und Industrie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit betrachtet die Rolle der Gewerkschaften in einer zunehmend globalisierten Welt. Dabei wird ein Ländervergleich angestellt zwischen Deutschland Großbritannien sowie auch China und Japan. Die Bedeutung der Gewerkschaften wird hinterfragt angesichts der zunehmende Bedeutung von Selbstorganisation durch die neuen Medien.
Im Rahmen des Seminars „Der Wandel des sozialen Konflikts und der Protestkultur in Europa“ wurde die noch immer bestehende Bedeutung der Gewerkschaften im Rahmen der Organisation von politischen Streiks in Europa verdeutlicht. Jedoch wurde auch die zunehmende Bedeutung von Selbstorganisation durch die neuen Medien betrachtet. Medial wird ein immer unpopuläreres Bild der Gewerkschaften transportiert, schwindende Mitgliederzahlen und Machtverlust angesichts transnationaler Konzerne zeichnen wenig optimistische Zukunftsaussichten. Diese Hausarbeit hat das Ziel einen kurzen Überblick zu geben, wie Gewerkschaften im internationalen Vergleich aufgestellt sind. Dabei soll vor allem auch ein Blick außerhalb des westlichen Kulturkreises gewagt werden, der im Großteil der bestehenden Literatur – insbesondere der bestehenden Ländervergleiche - zu diesem Thema vernachlässigt wird. Hierzu betrachten wir die europäischen Länder Deutschland und Großbritannien, sowie Japan und China. Dies ermöglicht weiteren Aufschluss über die Frage nach dem Entwicklungspotenzial der Gewerkschaften weltweit und soll dazu dienen weitere Anforderungen an die Gewerkschaften durch die Globalisierung zu erkennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einordnung und Definitionen

2.1 Mobilisierungstheorie

2.2 Gewerkschaften

2.3 Streik

2.4 Globalisierung

3. Internationaler Vergleich

3.1 Deutschland

3.2 Großbritannien

3.2 Japan

3.4 China

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle und Entwicklung von Gewerkschaften im Kontext einer zunehmend globalisierten Wirtschaft. Das primäre Ziel ist ein internationaler Vergleich, der nicht nur westliche Industrienationen einbezieht, sondern gezielt auch asiatische Märkte betrachtet, um das Entwicklungspotenzial und die neuen Anforderungen an gewerkschaftliche Organisationen weltweit zu analysieren.

  • Die Rolle der Gewerkschaften in einer globalisierten Welt
  • Vergleich der gewerkschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Großbritannien, Japan und China
  • Die Mobilisierungstheorie als theoretische Basis
  • Bedeutung von Arbeitskampf, Streik und Selbstorganisation
  • Einfluss von Globalisierung und transnationalen Unternehmen auf Arbeitnehmerrechte

Auszug aus dem Buch

3.2 Großbritannien

Die Gewerkschaftslandschaft von Großbritannien ist sehr unterschiedlich zur deutschen, genauso wie auch der gesamte Sozialstaat sehr unterschiedlich aufgebaut ist. Wie auch im Sozialstaat ist auch bei den Regelungen zum Arbeitskampf eine minimale staatliche Einmischung charakteristisch. Diese Prinzip des Voluntarismus basiert auf freiwilligen Abmachungen zwischen Arbeiter und Arbeitnehmerbewegung. Das System des Voluntarismus ist stark abhängig vom jeweiligen politischen Klima.

Der Organisierungsgrad ist im öffentlichen Sektor auch um einiges höher als im privaten Sektor. Bei einer gesamten Deckung von 31,2% zeigt sich dass der Privatsektor nur zu 16,8% abgedeckt ist, der öffentliche Sektor aber zu 67,8% (vgl.Gallas; Nowak 2013:65).

Besonders stark vertreten ist der in Kapital 2.2 angesprochene Gewerkschaftspluralismus. Es herrscht eine große Konkurrenz zwischen den einzelnen Gewerkschaftsverbänden und sie sind untereinander stark zersplittert. Es gibt zwar auch einen Dachverband, aber ebenso existieren viele Verbände parallel dazu.

Die in Deutschland üblichen Betriebsräte gibt es nicht in Großbritannien. In den Firmen sind „shop stewards“ tätig, die die jeweiligen gewerkschaftlichen Interessen vertreten, allerdings auch nur für die Mitglieder der Organisation. Es gibt auch keinen arbeitsrechtlichen Schutz für diese Tätigkeit wie bei den deutschen Betriebsräten. Viele Tarifverhandlungen finden auch dezentral in den Betrieben statt unter Ausschluss der Gewerkschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung nach der Rolle der Gewerkschaften im globalen Wandel und begründet die Auswahl der Vergleichsländer.

2. Theoretische Einordnung und Definitionen: Dieses Kapitel legt mit der Mobilisierungstheorie das theoretische Fundament und definiert die zentralen Begriffe wie Streik, Gewerkschaft und Globalisierung.

3. Internationaler Vergleich: Der Hauptteil analysiert detailliert die arbeitsrechtlichen Systeme und die gewerkschaftliche Organisation in Deutschland, Großbritannien, Japan und China.

4. Fazit: Das Fazit fasst die länderübergreifenden Erkenntnisse zusammen und konstatiert, dass keine eindimensionale Lösung für die Herausforderungen der Globalisierung existiert.

Schlüsselwörter

Gewerkschaften, Globalisierung, Arbeitskampf, Mobilisierungstheorie, Internationaler Vergleich, Streik, Deutschland, Großbritannien, Japan, China, Arbeiterbewegung, Tarifverhandlungen, Arbeitsbeziehungen, Soziale Marktwirtschaft, Prekäre Beschäftigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die veränderte Rolle von Gewerkschaften angesichts der globalisierten Weltwirtschaft und vergleicht dabei unterschiedliche nationale Ansätze der Interessenvertretung.

Welche Länder werden im Rahmen des Vergleichs untersucht?

Die Untersuchung umfasst Deutschland und Großbritannien als europäische Beispiele sowie Japan und China als asiatische Wirtschaftsmächte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Entwicklungspotenzial von Gewerkschaften weltweit zu gewinnen und Anforderungen zu identifizieren, die durch die Globalisierung entstehen.

Welche theoretische Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf der Mobilisierungstheorie, die aus der marxistischen Vorstellung von Kapitalverteilung und Klassenkampf abgeleitet ist.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der theoretischen Einordnung die historisch gewachsenen Strukturen des Arbeitskampfes, die Streikrechte sowie die Organisation der Gewerkschaften in den vier ausgewählten Ländern detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Schlagworte sind Gewerkschaften, Globalisierung, Mobilisierungstheorie, Arbeitskampf und der internationale Vergleich der Mitbestimmungsrechte.

Welche Besonderheit weisen Gewerkschaften in China auf?

In China ist die gewerkschaftliche Organisation stark staatlich geprägt; die Untersuchung zeigt jedoch einen Trend zu informellen Streiks, die sich über neue Medien organisieren.

Wie unterscheidet sich das japanische System von westlichen Modellen?

Das japanische System basiert primär auf dem Grundsatz des "Betriebs als Gemeinschaft", wobei Gewerkschaften weniger als klassische Interessenvertretungen im westlichen Sinne auftreten.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewerkschaften und Globalisierung. Ein internationaler Vergleich
Hochschule
Universität Trier
Note
2,3
Autor
Christina Martin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V282041
ISBN (eBook)
9783656766391
ISBN (Buch)
9783656766407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewerkschaften Streik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Martin (Autor:in), 2014, Gewerkschaften und Globalisierung. Ein internationaler Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282041
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Leseprobe aus  17  Seiten
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