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Bedeutung und Manipulation des LIBOR

Título: Bedeutung und Manipulation des LIBOR

Tesis (Bachelor) , 2013 , 54 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Natalie Brandau (Autor)

Economía - Finanzas
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Die Finanzkrise 2007 – ein Thema, das die Welt auch fünf Jahre später immer noch in Aufruhr hält und dessen Folgen immer noch spürbar sind. Über Jahre hinweg wurden im amerikanischen Immobilienmarkt zahlreiche Kredite ausgegeben, auch an Kreditnehmer mit geringer Bonität. Das Risiko dieser Kredite wurde, verpackt in komplexe Finanzprodukte, zunehmend an andere Banken und Versicherungsinstitutionen weiterverkauft. Die Kreditnehmer hatten jedoch zunehmend Schwierigkeiten ihre Schulden zurückzubezahlen. Kredite fielen reihenweise aus, die Immobilienblase platze. Dies führte zu Milliardenverlusten großer Banken, die in diese Kredite investiert waren. Höhepunkte waren schließlich die Insolvenzen von Northern Rock und Lehman Brothers, zwei der größten Banken Großbritanniens und der USA. Das Vertrauen in das Bankensystem war verloren gegangen. Banken horteten ihre Liquidität und legten diese als Überschussreserven bei den Zentralbanken an, anstatt sich untereinander Geld zu leihen.
Der Interbankenmarkt kam nahezu zum Erliegen. Geldmittel mit einer Laufzeit von mehr als ein paar Tagen waren kaum noch verfügbar. Zu den wichtigsten Finanzmarktindikatoren gehörten die Geldmarktsätze des Interbankenmarktes. Diese stiegen ab 2007 enorm an. Auch die Differenzen (Spreads) zwischen diesen Geldmarktsätzen und Zinssätzen, die üblicherweise eng miteinander korreliert waren, weiteten sich extrem aus. Eindeutige Indikatoren für Unruhen im Interbankenmarkt. Einer dieser Zinssätze, der als wichtiger Indikator diente und stark beobachtet wurde, war der Libor - der London Interbank Offered Rate. Auch er wich ab 2007 stark von seinem vorherigen Verlauf ab. Auch die Korrelationen mit vergleichbaren Zinssätzen nahm stark ab. Der Libor sorgte innerhalb der Turbulenzen zusätzlich für Aufmerksamkeit, als 2008 Berichte über angeblich manipulierte Libor-Zinsen an die Öffentlichkeit kamen. Banken wurde vorgeworfen, die Libor-Zinsen zu ihren Gunsten beeinflusst zu haben, so dass diese Zinsen die Bedingungen im Interbankenmarkt nicht mehr glaubwürdig widerspiegeln konnten. Die Berichte füllen bis heute die Schlagzeilen auf der ganzen Welt, teilweise mit den Worten „einer der größten Skandale in der Finanzmarktgeschichte“. Untersuchungen sind v.a. seit 2011 in Gange. Warum der Skandal um den Libor eine so große Bedeutung hat und welche Konsequenzen dies bis heute nach sich zieht, wird in dieser Arbeit erläutert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Libor als Benchmark im Geldmarkt

2.1 Bedeutung von Benchmarks im Geldmarkt

2.2 Das Libor-System

2.2.1 Steuerung und Kontrolle

2.2.2 Geschichtliche Entwicklung des Libors und globale Bedeutung heute

2.2.3 Definition und Kalkulation des Libors

2.2.4 Schwächen im Libor-System

3 Aktuelle Manipulation

3.1 Unregelmäßige Libor-Zinsen in der Finanzkrise

3.2 Gründe für manipulatives Verhalten

3.3 Beweise für manipulierte Libor-Zinsen

3.4 Konsequenzen

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Libors als zentralen Benchmark im internationalen Geldmarkt sowie die Hintergründe und Folgen des manipulativen Verhaltens zahlreicher Banken im Zuge der Finanzkrise 2007. Ziel ist es, die Schwachstellen des Libor-Systems aufzuzeigen, die Mechanismen der Manipulation zu analysieren und die daraus resultierenden Konsequenzen sowie notwendige Reformen kritisch zu bewerten.

  • Bedeutung und globale Rolle von Finanzmarkt-Benchmarks
  • Struktur, Steuerung und Kalkulation des Libor-Systems
  • Ursachen für die Manipulationsanreize während der Finanzkrise
  • Nachweis von Marktmanipulation durch empirische Studien und Indikatoren
  • Reformpläne und Auswirkungen auf die künftige Glaubwürdigkeit des Libors

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Schwächen im Libor-System

Der Libor geriet aufgrund der auffälligen Unregelmäßigkeiten und den Spekulationen um manipulierte Zinssätze 2008 mehr und mehr in die Kritik und es wurde auf mehrere Schwachstellen im Libor-System aufmerksam gemacht:

1. Wenn der Interbankenmarkt in Krisenzeiten (wie in der Finanzkrise ab 2007) nahezu zum Erliegen kommt, basieren die Libor-Angaben aufgrund mangelnder Transaktionen nur noch auf Schätzungen und Expertenbewertungen. Dies macht den Libor anfällig für Verzerrungen.

2. Banken leihen sich untereinander Gelder hauptsächlich für eine Laufzeit von einer Woche oder kürzer. Demzufolge beruhen alle Libor-Zinsen mit längeren Laufzeiten, auch wenn sich der Finanzmarkt in einem „normalen“ Zustand befindet, fast ausschließlich auf geschätzten Zahlen. Dasselbe gilt für Währungen, in denen der Libor festgelegt wird, in denen sich Banken aber kaum Gelder leihen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Ausgangslage der Finanzkrise 2007, die Entkoppelung wichtiger Zinsindikatoren und die aufkommenden Vorwürfe der Manipulation des Libors.

2 Der Libor als Benchmark im Geldmarkt: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, Steuerung und historische Entwicklung des Libors sowie dessen immense Bedeutung für globale Finanztransaktionen.

3 Aktuelle Manipulation: Hier werden die Anomalien im Zinsverlauf während der Finanzkrise, die ökonomischen Beweggründe für Manipulationen und die regulatorischen Konsequenzen detailliert untersucht.

4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit sowie die Herausforderungen einer Reform des Libor-Systems gegenüber einer vollständigen Abschaffung.

Schlüsselwörter

Libor, Geldmarkt, Finanzkrise, Benchmark, Zinsmanipulation, Interbankenmarkt, Bankenpanel, Derivate, Zins-Swaps, Finanzmarktregulierung, Referenzzinssatz, Liquiditätsrisiko, Markttransparenz, Compliance, Reformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Libor als Referenzzinssatz im Geldmarkt und beleuchtet den Skandal um dessen Manipulation während und nach der Finanzkrise 2007.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf die Struktur des Libor-Systems, die Gründe für manipulatives Verhalten der Banken sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für das weltweite Finanzsystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein eigentlich vertrauensbasiertes Benchmark-System durch mangelnde Kontrollen anfällig für systemische Manipulationen wurde und welche Reformen nun notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, gestützt auf Fachpublikationen, offizielle Berichte von Finanzmarktaufsichten und empirische Analysen der Zins-Spreads.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Funktionsbeschreibung des Libor-Systems und eine umfassende Untersuchung der Manipulationen, inklusive der Beweisführung durch Vergleich mit CDS-Spreads und anderen Marktindikatoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Libor, Zinsmanipulation, Interbankenmarkt, Finanzkrise und Finanzmarktregulierung.

Warum war der Libor trotz der Krise so schwer zu reformieren?

Da der Libor die Basis für Finanzkontrakte in zweistelliger Billionenhöhe bildet, ist eine einfache Ersetzung mit extremen operativen Risiken, Kosten und Marktunsicherheiten verbunden.

Welche Rolle spielte die Bank of America oder JP Morgan im Kontext der Manipulation?

Die Arbeit untersucht anhand von Daten, wie diese Banken von einem manipulierten Libor bei gleichzeitig hohen Volumina an Zins-Swaps profitierten und wie ihre Zinsmeldungen in bestimmten Zeiträumen signifikant vom Markttrend abwichen.

Final del extracto de 54 páginas  - subir

Detalles

Título
Bedeutung und Manipulation des LIBOR
Universidad
University of Applied Sciences Trier
Calificación
1,3
Autor
Natalie Brandau (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
54
No. de catálogo
V282077
ISBN (Ebook)
9783656768463
ISBN (Libro)
9783656768562
Idioma
Alemán
Etiqueta
bedeutung manipulation libor
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalie Brandau (Autor), 2013, Bedeutung und Manipulation des LIBOR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282077
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