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Punk und Rock in der DDR. Musik als Rebellion einer überwachten Generation

Title: Punk und Rock in der DDR. Musik als Rebellion einer überwachten Generation

Textbook , 2014 , 259 Pages

Autor:in: Gerhard Paleczny (Author), Katrin Wissentz (Author), Robert Winter (Author), Alexander Thurm (Author), Maria Hesse (Author), Sebastian Wagner (Author)

History of Germany - Modern History
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DDR, 1980: Die staatliche Überwachung und das eintönige Leben treiben viele junge Menschen in die rebellische Subkultur des Punk. Die Bands tragen schrille Namen wie „Schleim-Keim“, „Wutanfall“ oder „Koks“. Die Lieder sind schnell, der Gesang laut, die Texte ehrlich und direkt. Zensur und Verbote sind an der Tagesordnung.

Hier wiederholte sich die Geschichte, die 20 Jahre zuvor eine andere Musikrichtung erlebte: der Rock. Von der SED durch den intensiven Freiheitsgedanken ihrer Texte als widerstandsfördernd eingestuft, hatte auch die Rockmusik mit Repressalien zu kämpfen. Dennoch - oder gerade deswegen - fanden beide Stile ihren Weg in die Musikkultur der DDR.

Dieses Buch gibt einen Überblick über die Entwicklungen von Punk und Rock in der DDR.

Aus dem Inhalt:
Musik in der Grauzone 1964 bis 1974
DDR-Rockmusik zwischen Linientreue und Nonkonformismus
Unabhängige Kulturszene. Die Punkbewegung in der DDR
DDR Punker. Gefahr für Bürger und Staat?
Rockmusik in der DDR. Junge Kultur zwischen Repression und Förderung
Punk in der DDR. Entstehung, Entwicklung, Besonderheiten

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Gehard Paleczny: Beat in der DDR: Musik und Politik in der Grauzone – 1964 bis 1974

1. Einleitung

2. Kultur und Jugend in der DDR

3. Der Aufstieg des Beat – 1949 bis 1965

4. Der Beat als Politikum – 1965 bis 1967

5. Tanzmusikalisches Tauwetter – 1967 bis 1972

6. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Katrin Wissentz: Unabhängige Kulturszene ab Ende der 1970er Jahre. Die Punkbewegung in der DDR

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte

3. Erste Phase (1977-1980)

4. Zweite Phase (1981-83)

5. Dritte Phase

6. Schlussbetrachtung

Robert Winter: Geschlossene Gesellschaft. Die DDR-Rockmusik zwischen Linientreue und Nonkonformismus

Vorwort

1. Im Osten nichts Neues

2. Der DDR-Beat

3. Von Fichtelberg bis Kap Arkona

4. Ich bau euch ein Lied

5. Amiga

6. Wir wollten nur Musik machen

Band-Lexikon

Texte umstrittener und verbotener Lieder

In den Westen übergesiedelte DDR-Musiker

Alexander Thrum: DDR Punker. Gefahr für Bürger und Staat? Analyse einer Jugendkultur ihres Selbstverständnisses und ihrer Musik

I. Einleitender Text über die Jugend im Bauern- und Arbeiterstaat

II. Punks in der DDR

III. Der Staat, die Bürger und die Kirche

IV. Situation nach der Wende

V. Resümee

Maria Hesse: Rockmusik in der DDR. Junge Kultur zwischen Repression und Förderung

1. Einleitung

2. Rockmusik – westliche Musik im sozialistischen Osten

3. Rockmusik und das System der DDR- Kulturbürokratie

4. Grauzonen, Abwanderungen und Demonstrationen – Musik als Mittel der Systemkritik

5. Fazit

Sebastian Wagner: Punk in der DDR: Entstehung, Entwicklung und Besonderheiten

1. Einleitung

2. Was eine Jugendkultur ist

3. Die Entstehung des Punk

4. Punk in der DDR

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Publikation beleuchtet die komplexe Wechselwirkung zwischen populärer Musik (Beat, Rock und Punk) und der staatlichen Kulturpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik. Sie untersucht, wie das SED-Regime versuchte, jugendliche Musikkulturen zu kontrollieren, zu instrumentalisieren oder zu unterdrücken, und wie Musiker und Fans auf diese Restriktionen reagierten, indem sie Grauzonen nutzten oder Widerstand leisteten.

  • Staatliche Repression gegenüber populärer Musik in der DDR.
  • Die Instrumentalisierung von Musik durch die staatliche Kulturbürokratie.
  • Entwicklung und politische Ambitionen der Punk-Jugendkultur in der DDR.
  • Musikalische Rebellion als Mittel der Systemkritik und individuellen Selbstverwirklichung.
  • Der Umgang mit "systemkonformen" versus "renitenten" Künstlern.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Es ist heutzutage kein Geheimnis mehr, dass nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) mehr oder weniger der staatlichen Kontrolle unterlagen. Die Bereiche der so genannten Unterhaltungskunst und somit der populären Musik stellten keine Ausnahme dar. Ganz im Gegenteil: die DDR-Führung hat bald begriffen, dass die vom Westen überschwappenden Beatmusik nicht (wie anfangs angenommen) als temporäre Modeerscheinung abgetan werden konnte, sondern tiefe Spuren in den Alltag ganzer Scharen von Mädchen und Buben gegraben hatte.

Gerade die Jugend, für deren Erziehung zur „sozialistischen Persönlichkeit“ schon immer große Anstrengungen unternommen wurden, verfiel zusehends dem neuen Lebensgefühl, das die „kapitalistisch-feindliche“ Beatmusik aus dem Westen propagierte - ein herber Schlag für die DDR-Führungsriege. Man erkannte, dass es nicht genügt „die kapitalistische Dekadenz in Worten zu verurteilen, […] gegen die ‚Hotmusik’ und die ekstatischen Gesänge eines Presley zu sprechen. Wir müssen besseres bieten.“ Das offizielle Verhältnis zur Musik ist zwiespältig: So wurde Beatmusik in der DDR zwar einerseits gefördert, jedoch gleichzeitig durch eine Vielzahl an Regelungen und kontrollierenden Institutionen an die sozialistische Ideologie gebunden, zeitweise sogar vollends verboten. Dieser politische Zick-Zack-Kurs der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) sollte zu schweren Komplikationen mit einer sich immer mehr emanzipierenden Jugend führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die staatliche Kontrolle über die Unterhaltungskunst in der DDR und den Zick-Zack-Kurs der SED gegenüber der aufkommenden Beatmusik.

2. Kultur und Jugend in der DDR: Analysiert das ideologische Kulturverständnis des Staates, der Kunst als "Waffe im Klassenkampf" und Mittel zur Erziehung der "sozialistischen Persönlichkeit" betrachtete.

3. Der Aufstieg des Beat – 1949 bis 1965: Dokumentiert das erste musikalische Spannungsfeld zwischen staatlicher Lenkungsversuchen und der Begeisterung der Jugend für westliche Einflüsse wie Rock 'n' Roll und den "Twangy-Sound".

4. Der Beat als Politikum – 1965 bis 1967: Erläutert die Eskalation im Jahr 1965, die in Verboten, Auftrittsverboten und dem "Leipziger Beataufstand" sowie der ideologischen "ideologischen Wende" der 11. Tagung des ZK der SED gipfelte.

5. Tanzmusikalisches Tauwetter – 1967 bis 1972: Untersucht die Phase der zaghaften Entspannung, staatliche Pilzkopf-Studien und die zunehmende Integration bzw. Vereinnahmung des DDR-Rocks durch die SED ab 1970.

6. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Reflektiert das Scheitern der staatlichen Versuche, eine dauerhafte, ideologietreue Lösung für eine widerspenstige Jugendkultur zu finden, und resümiert den Zick-Zack-Kurs der DDR-Kulturpolitik.

Schlüsselwörter

DDR, Rockmusik, Beat, Punk, SED, Kulturpolitik, Jugendkultur, Repression, Zensur, Widerstand, Amiga, staatliche Kontrolle, Musik, Subkultur, Systemkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem E-Book grundsätzlich?

Das Buch analysiert die Geschichte der populären Musik (Beat, Rock, Punk) in der DDR und deren spannungsreiches Verhältnis zur sozialistischen Kulturpolitik und staatlichen Überwachung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die staatlichen Restriktionen wie Spielerlaubnisse und Zensur, der Umgang mit "westlicher" Musik sowie die Rebellion der Jugend durch Musik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie und warum die SED-Führung einen ständigen Zick-Zack-Kurs zwischen Verbot und (vereinnahmender) Förderung verfolgte, um die Jugendkultur zu kontrollieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autoren stützen ihre Analysen auf historische Quellen, Zeitzeugenberichte, Akten aus dem Archiv der BStU und zeitgenössische Musikzeitschriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Entwicklung vom Beat der 1960er Jahre bis hin zur Punk-Bewegung und den Rockproduktionen der 1980er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

DDR, Rockmusik, Zensur, Repression, Jugendkultur, SED, Systemkritik.

Wie reagierte die SED konkret auf das Aufkommen von Beatbands?

Die Reaktion reichte von Verboten und Kriminalisierung über die Einführung staatlicher Spielerlaubnisse (Anordnung Nr. 2) bis hin zu Versuchen, die Musik für sozialistische Propaganda zu nutzen.

Welche Rolle spielte die Punk-Bewegung als Ausdrucksform?

Die Punk-Bewegung in der DDR entwickelte sich als radikale, nonkonformistische Jugendkultur, die sich bewusst vom staatlichen System abgrenzte und oft als "staatsfeindlich" diffamiert wurde.

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Details

Title
Punk und Rock in der DDR. Musik als Rebellion einer überwachten Generation
Authors
Gerhard Paleczny (Author), Katrin Wissentz (Author), Robert Winter (Author), Alexander Thurm (Author), Maria Hesse (Author), Sebastian Wagner (Author)
Publication Year
2014
Pages
259
Catalog Number
V282233
ISBN (eBook)
9783656765646
ISBN (Book)
9783956871528
Language
German
Tags
punk rock musik rebellion generation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerhard Paleczny (Author), Katrin Wissentz (Author), Robert Winter (Author), Alexander Thurm (Author), Maria Hesse (Author), Sebastian Wagner (Author), 2014, Punk und Rock in der DDR. Musik als Rebellion einer überwachten Generation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282233
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