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Maßnahmen zur Verringerung des Burnout-Risikos in Unternehmen

Titel: Maßnahmen zur Verringerung des Burnout-Risikos in Unternehmen

Masterarbeit , 2014 , 97 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Martin Schwenoha (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Burnout ist nicht nur in den Medien präsent, sondern es ist Teil der heutigen Arbeitswelt geworden. Der volkswirtschaftliche Schaden bedingt durch Arbeitszeitausfälle und Behandlungskosten steigt kontinuierlich an. Die möglichen Einflussfaktoren sind vielzählig und werden nicht nur von der Öffentlichkeit sondern auch von der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Selbst eine anerkannte, allgemein gültige Begriffsdefinition ist dafür nicht verfügbar.
Vor diesem Hintergrund hat der österreichische Gesetzgeber im Rahmen der Novellierung des Arbeitnehmer/Innenschutzgesetzes 2013 die Wichtigkeit von psychischen Belastungen stärker betont und die Arbeitgeber zur Evaluierung dieser Belastungen verpflichtet. Welche Maßnahmen aus den Evaluierungsergebnissen abgeleitet werden, liegt in der Verantwortung der Unternehmen.
Dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen haben ist unbestritten. So nimmt die Veränderungsdynamik in Unternehmen bedingt durch den weltweiten Wettbewerb immer stärker zu. Die Gestaltung solcher Veränderungsprozesse kann das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter im Unternehmen nachhaltig beeinträchtigen. Hier sind neben der professionellen Gestaltung von Veränderungen auch Führung und eine förderliche Unternehmenskultur notwendig, um nachhaltigen Erfolg zu erreichen.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen jene Einflussfaktoren herausgearbeitet werden, welche als Auslöser für das Burnout-Syndrom gelten und im Einflussbereich eines Unternehmens liegen. Dazu werden die Erkenntnisse aus dem aktuellen Stand der Forschung zur Burnout-Thematik im Zusammenhang mit der Arbeitswelt mit den Ergebnissen von Experteninterviews verknüpft, um daraus Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber zu erarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung und Hintergrund

1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage

1.3 Methodik:

2 Burnout-Syndrom – Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmung

2.1.1 Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

2.1.2 Burnout

2.1.3 Depression

2.2 Theorien zur Entstehung von Burnout

2.2.1 Intrapersonale Ansätze

2.2.2 Interpersonelle Ansätze

2.2.3 Ansätze auf der Person-Institutionen Ebene

2.2.4 Zusammenfassung

2.3 Symptomatik und Verlauf

2.3.1 Burnout Zyklus nach Freudenberger und North

2.3.2 Burnout Symptomatik nach Burisch

2.3.3 Zusammenfassung

3 Ursachen und Einflussfaktoren

3.1 Die individuelle Persönlichkeit

3.1.1 Persönlichkeitsmerkmale

3.1.2 Freiwillige Selbstausbeutung und Arbeitssucht

3.2 Die Organisation und das Arbeitsumfeld

3.2.1 Arbeitsbelastung

3.2.2 Stress

3.2.3 Unternehmenskultur

3.2.4 Veränderungsprozesse

3.3 Zusammenfassung

4 Führung und Führungsverhalten

4.1 Führungsaufgaben

4.2 Auswirkung des Führungsverhaltens auf die Gesundheit im Unternehmen

4.3 Emotionale Intelligenz und Resonanz

4.4 Gehirngerechte Führung – Neuroleadership

4.5 Zusammenfassung

5 Erkenntnisse aus dem aktuellen Stand der Forschung

5.1 Erkenntnisse zur Unternehmenskultur und Werte

5.2 Erkenntnisse zu Veränderungsprozessen

5.3 Erkenntnisse zum Führungsverhalten

6 Psychische Belastung und Burnout in der Praxis

6.1 Methodische Vorgehensweise

6.2 Auswahl der Interviewpartner

6.3 Durchführung der Datenerhebung

6.4 Darstellung der Erkenntnisse

7 Schlussbetrachtung, Handlungsempfehlungen und Ausblick

7.1 Handlungsempfehlungen zur Unternehmenskultur

7.2 Handlungsempfehlungen zum Führungsverhalten

7.3 Handlungsempfehlungen zu Veränderungsprozessen

7.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat das Ziel, Einflussfaktoren zu identifizieren, die als Auslöser für das Burnout-Syndrom gelten und im Einflussbereich von Unternehmen liegen, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber zur Reduktion des Burnout-Risikos bei Mitarbeitern abzuleiten.

  • Analyse der theoretischen Entstehungsmodelle und Symptomatik des Burnout-Syndroms
  • Untersuchung von Ursachen im Bereich der individuellen Persönlichkeit sowie im Arbeitsumfeld
  • Erforschung der Rolle von Führungskräften und Unternehmenskultur bei der Entstehung und Prävention von Burnout
  • Verknüpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Praxiserfahrungen durch Experteninterviews
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemdarstellung und Hintergrund

Wurde das Phänomen Burnout Anfang der 1970er Jahre im Bereich der Berufsgruppen mit hohem sozialen Engagement und engem Kontakt mit Menschen z.B. im Gesundheitswesen oder im Bildungswesen beobachtet, so weitete sich diese Wahrnehmung im Laufe der Zeit auf immer mehr Berufsgruppen bis hin zu Arbeitnehmern im Bereich der Industrie aus. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Die Unternehmen der europäischen Industrienationen stehen, nicht zuletzt durch die von ihnen selbst in den letzten Jahren vorangetriebene Globalisierung, im Wettbewerb mit Anbietern aus Ländern, in welchen wesentlich geringere Produktionskosten realisierbar sind. Die ursprüngliche Intention, die Wettbewerbsfähigkeit am globalen Markt und nicht zuletzt die Erträge zu steigern, führte zur Verlagerung von wesentlichen Teilen der Produktionskapazitäten in Länder mit deutlich niedrigerem Lohnniveau, aber auch weniger strikten rechtlichen Rahmenbedingungen wie z.B. Arbeitszeit- oder Umweltauflagen.

Dies wiederum lässt die Wettbewerbsfähigkeit der bisherigen Produktionsstandorte sinken. Doch nicht nur die Produktion von Gütern, sondern auch die Erbringung von Dienstleistungen steht mittlerweile im weltweiten Wettbewerb. Nicht nur der privatwirtschaftliche sondern auch der öffentliche Bereich, wie das Gesundheits- und das Bildungswesen stehen bedingt durch immer höhere Budgetdefizite unter enormen Kostendruck. Um die langfristige Wirtschaftlichkeit bzw. Finanzierbarkeit zu gewährleisten, werden in allen Bereichen Wege zur Realisierung von Kosteneinsparungspotenzialen gesucht.

Diese Entwicklung führt zu grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelt und wirkt sich unmittelbar auf die Arbeitsbedingungen aus. Die Notwendigkeit der Effizienzsteigerung und Flexibilität bedingt eine immer schnellere Veränderung von bestehenden Prozessen und Unternehmensstrukturen. Standardisierung von Prozeduren fördert die Unabhängigkeit von Expertenwissen in vielen Bereichen und unterstützt damit die Ersetzbarkeit von Menschen innerhalb von Organisationen. Die daraus resultierende Arbeits- und Einkommensunsicherheit führt zur Bereitschaft, höhere Arbeitsintensität und flexiblere Arbeitsformen zu akzeptieren. Zeitdruck, unklare Entscheidungsspielräume und sinkender sozialer Rückhalt innerhalb des Unternehmens erhöhen zusätzlich die psychische Belastung (Biffl et al. 2011: VIII).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende volkswirtschaftliche Relevanz von Burnout und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz aktiv zu evaluieren.

2 Burnout-Syndrom – Grundlagen: In diesem Kapitel werden Definitionen von Burnout und psychischen Belastungen erarbeitet sowie die wichtigsten Theorien zur Entstehung und der Verlauf der Symptomatik dargestellt.

3 Ursachen und Einflussfaktoren: Das Kapitel analysiert individuelle Persönlichkeitsmerkmale und organisationale Faktoren wie Arbeitsbelastung, Stress und Unternehmenskultur als Ursachen für die Burnout-Entstehung.

4 Führung und Führungsverhalten: Hier wird die zentrale Rolle der Führungskraft beleuchtet und untersucht, wie Führungsstile und soziale Kompetenz die Gesundheit der Mitarbeiter beeinflussen können.

5 Erkenntnisse aus dem aktuellen Stand der Forschung: Zusammenführung der theoretischen Forschungsergebnisse zu den Themen Unternehmenskultur, Werte und Führung als Grundlage für die praktische Anwendung.

6 Psychische Belastung und Burnout in der Praxis: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei den Experteninterviews und Darstellung der aus der Praxis gewonnenen Erkenntnisse.

7 Schlussbetrachtung, Handlungsempfehlungen und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel leitet aus den Erkenntnissen konkrete Maßnahmen zur Burnout-Prävention in Unternehmen ab und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Burnout, psychische Belastungen, Fehlbelastungen, Unternehmenskultur, Führungsverhalten, Arbeitsplatzunsicherheit, Stress, Präsentismus, Neuroleadership, Emotionale Intelligenz, Arbeitssucht, Veränderungsprozesse, Fehlzeiten, psychische Gesundheit, Arbeitsintensität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen für das Burnout-Syndrom, die im Einflussbereich von Unternehmen liegen, und leitet Maßnahmen ab, um das Burnout-Risiko für Mitarbeiter zu verringern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Burnout-Syndroms, individuelle und organisationale Ursachen, die Bedeutung von Unternehmenskultur sowie den Einfluss von Führungsverhalten und Veränderungsprozessen ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aus der bestehenden Studienlage und Experteninterviews Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber zu erarbeiten, um die psychische Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und Burnout präventiv zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Kombination aus einer umfassenden Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand und qualitativen Experteninterviews angewandt, um die theoretischen Modelle mit der praktischen Realität zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Burnout-Definitionen, Theorien, Symptomatik), eine detaillierte Analyse der Ursachen (Individuum, Organisation, Stressmodelle) sowie eine eingehende Betrachtung der Rolle von Führung und Change-Management.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Burnout, Unternehmenskultur, Führungsverhalten, psychische Belastungen, Arbeitsplatzunsicherheit, Stressmanagement, Präsentismus und Neuroleadership.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Führung und Management?

Unter Bezugnahme auf Bennis und Nanus differenziert die Arbeit zwischen Managern, die Dinge richtig tun ("do things right"), und Führungskräften, die die richtigen Dinge tun ("do the right things").

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Burnout-Entstehung?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine Diskrepanz zwischen Wunsch (Leitbilder) und Realität (gelebte Kultur) sowie ein Mangel an Transparenz und Wertschätzung wesentlich zur psychischen Belastung und damit zum Burnout-Risiko beitragen können.

Ende der Leseprobe aus 97 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Maßnahmen zur Verringerung des Burnout-Risikos in Unternehmen
Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung  (Wirtschaft und Unternehmensführung)
Veranstaltung
Leadership and Management
Note
2,0
Autor
Martin Schwenoha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
97
Katalognummer
V282375
ISBN (eBook)
9783656767121
ISBN (Buch)
9783656767107
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Burnout psychische Belastungen Führung Veränderungen Unternehmenskultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Schwenoha (Autor:in), 2014, Maßnahmen zur Verringerung des Burnout-Risikos in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282375
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Leseprobe aus  97  Seiten
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