Das antike Indien aus griechisch-römischer Perspektive


Seminararbeit, 2014
25 Seiten, Note: 1.0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die griechischen Vorstellungen über die Welt und Indien vor der Zeit Alexanders
2.1. Die persischen Quellen der Griechen
2.2. Hekataios von Milet
2.3. Herodot von Halikarnassos
2.4. Ktesias von Knidos

3. Die schriftliche Rezeption des Alexanderzuges
3.1. Die Feldzugsteilnehmer und die Entstehung der Vulgata
3.2. Alexanders Wissen über Indien
3.3. Arrian
3.4. Curtius
3.5. Schlacht am Hydaspes

4. Das Indienbild nach Alexander dem Großen
4.1. Megasthenes
4.2. Diodor
4.3. Strabon

5. Zusammenfassung und Schluss

6. Literaturverzeichnis
6.1. Primärliteratur
6.2. Sekundärliteratur
6.3. Internetquellen

1. Einleitung

Der exotische Subkontinent Indien erscheint uns auch noch in unserer heutigen global vernetzten Welt als Land voller unbekannter Wunder und fremder Dinge. Immerhin fast vierzig Mal so groß wie Österreich haben die über eine Milliarde zählenden Inder mehrere verschiedene klimatische bzw. geographische Regionen als mögliches Zuhause zur Verfügung. Bei solchen Dimensionen bleibt es nicht verwunderlich, dass eine genaue Kenntnis der vielfaltigen und heterogenen geographischen wie ethnischen Verhältnisse nur dem erfahrenen Ethnologen bzw. Indologen vorbehalten bleibt; der überdurchschnittlich interessiert-faszinierte wie langjährige Indientourist verfügt über solch ein Wissen wohl nur im Ansatz. Was weiß allerdings der Normalverbraucher von diesem Land so fern von Österreich und Mitteleuropa?

Eventuell hat dieser noch aus der Schule Kenntnis vom ehemaligen Status als britische Kolonie, dem offiziell verlassenen Kastenwesen oder eine Vorstellung, wer denn Mohandas „Mahatma“ Gandhi war. Vielleicht hat zudem auch Sir Ben Kingsleys mit dem Oscar prämierte Darstellung des indischen Nationalhelden einen gewissen Verdienst am historischen Allgemeinwissen. Zusätzlich tragen wohl auch indische Filmproduktionen, meist fälschlicherweise zusammengefasst unter dem Begriff Bollywood, welcher eigentlich nur für den Film aus Mumbai steht, ihren Teil zu einer Vorstellung des Subkontinentes bei, die, der Natur dieses Kunstmediums gemäß, doch eher verklärt-romantischen Charakters ist.

Diese Aussagen sind dabei allerdings bloß Mutmaßungen, ausgehend von den Tatsachen der großen, geographischen Distanz zwischen Europa und Indien und der schlichtweg nicht im Fokus allgemeinen Interesses bzw. unserer Schulbildung liegenden, jahrtausendealten indischen Geschichte und Kultur.

Das Image des Milliardenstaates als fremdartiges und faszinierendes Reiseziel mag aber gerade in jüngster Zeit etwas gelitten haben. Der mit mehreren Oscars ausgezeichnete Film Slumdog Millionaire entwirft trotz des unbestreitbaren Unterhaltungscharakters und der eindrucksvollen Szenerien ein deutlich negatives Bild eines Landes, in dem obdachlose Kinder zum Alltag gehören.

Damit nicht vergleichbar sind die seit dem letzten Jahr weltweit bekannt gewordenen sexuellen Übergriffe auf die indischen Frauen und ihre erschreckend hohe Frequenz. Die Massenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus stellt nach Medienberichten dabei nur die Spitze des Eisberges dar.[1] In einem Land, in dem solche Übergriffe kaum angezeigt, geschweige denn verfolgt oder bestraft werden, erhoffen sich Millionen nun einen gesellschaftlichen und politischen Wandel.[2]

Nach allen diesen Annahmen über das Indien betreffende, allgemeine Wissen, darf nicht vergessen werden, dass es in unserer heutigen Zeit grundsätzlich jedem von uns offen stehen würde, sich wirklich und umfassend über dieses ferne Land zu informieren, sei es ganz einfach im Internet oder in Bibliotheken. Dafür notwendig wären eigentlich nur das entsprechende Interesse und ausreichend Zeit.

Vor über 2500 Jahren sah dies allerdings ganz anders aus, einem interessierten Europäer standen nur wenige Möglichkeiten offen, sich über weit entfernte Orte schlau zu machen. Da das persönliche Bereisen aus diversen Gründen kaum möglich war, musste sich mit der vorhandenen Literatur begnügt werden, immer im Vertrauen darauf, dass die Autoren nur selber Gesehenes oder aus vertraulichen Quellen Erfahrenes zu Papier bringen.

Der vorliegende Beitrag legt hierbei den Fokus auf die schriftlichen Werke antiker griechischer wie römischer Autoren über das zeitgenössische Indien. Angefangen mit dem Weltbild des Hekataios von Milet, bis hin zu den Beschreibungen Indiens in den Aufzeichnungen über Alexander den Großen, Quellen über den heutigen Milliardenstaat gibt es zumindest einige. Welchen Historiographen, Geographen oder in verwandten Berufen Wirkenden kann man hierbei als authentisch einstufen, wer schmückte seine Erzählungen mit besonders vielen ungeprüften Fakten bis hin zu klischeehaften Vorstellungen aus? Solch eine immense geographische Distanz verschuf dem Schriftsteller wohl eine gewisse Sicherheit vor der kritischen Überprüfung mancher Details. Und machten nicht erst einige spannende Geschichten, obwohl nicht absolut wahrheitsgemäß oder vielleicht sogar frei erfunden, auch den Reiz, den Erfolg mancher Autoren aus? Der am meisten gelesene, also unterhaltsamste, muss bei weitem nicht der wahrheitsliebendste Verfasser gewesen sein, dies galt wohl damals wie heute. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen liefen beliebtere Werke Gefahr, in anderen Schriften zumindest ironisch kritisiert bis zynisch herabgesetzt zu werden. Die große Entfernung schützte also nicht vor natürlicher Skepsis vernunftbegabter Menschen. Zudem veränderte sich das Wissen über das ferne Indien naturgemäß im Laufe der Jahre und Jahrhunderte, mehr vermeintlich konkrete Fakten lösten alte Vorurteile ab oder wurden durch neue ersetzt.

Auch die persönlichen Erfahrungen der jeweiligen Autoren mit den Indern, besonders im Falle der Alexanderhistoriker, dürften eine gewisse Rolle während des Schreibprozesses gespielt haben. Inwieweit ein treuer Parteigänger Alexanders die Gesamtheit der Inder als positiv bewerten konnte, bleibt dabei dahingestellt. Entsprechend werfen auch die unterschiedlichen Darstellungen militärischer Ereignisse die Frage nach Authentizität auf. Dass dabei dem Alexanderkritiker allerdings eher geglaubt werden darf als den beteiligten Generälen, lässt sich guten Gewissens unreflektiert wohl auch nicht behaupten.

An Literatur stehen dem Interessierten einmal Werke zeitgenössischer und solche moderner Autoren zur Verfügung: Für die damaligen geographischen Vorstellungen bietet sich unter anderem die verbesserte Erdkarte des Hekataios von Milet an.[3] Seine in zwei Büchern verfasste Erdbeschreibung ist uns leider nur mehr in Fragmenten erhalten. Die Historien des Herodot von Halikarnassos geben, auch in Bezug auf die dem Perserreich steuerpflichtigen Regionen, ein weiteres Bild von den zeitgenössischen Vorstellungen dieses am Rande der Welt liegenden Bereiches.[4] Auch Ktesias von Knidos schrieb neben seinem Hauptwerk Persika eine Indika, die in Fragmenten bei Photios erhalten ist.[5] Eine besondere Rolle in der griechischen Historio- und Ethnographie über Indien darf wohl die Indika des Megasthenes für sich behaupten, der Überlieferung zufolge reiste er nämlich als Botschafter von Seleukos I. Nikator zum mauryanischen König Chandragupta (Sandrokottos) und damit weiter nach Osten als Alexander der Große.[6] Bemerkenswerte Einblicke in die indische Tierwelt erlauben auch Claudius Aelianus‘ De Natura Animalium.[7] Das hinterlassene Schriftgut zu Indien von Diodorus Siculus (Diodor)[8] und Strabon[9] soll im Rahmen dieses Beitrages ebenfalls kurz angesprochen werden. Für den Alexanderzug bieten vor allem die Schilderungen von Lucius Flavius Arrianus (Arrian)[10] und Quintus Curtius Rufus (Curtius)[11] einen vielfältigen Eindruck. Ebenso finden sich in Plutarchs Parallelbiographien entsprechende Beschreibungen der indischen Episoden.[12] Alle drei Autoren konnten für ihre Werke auf damalig noch erhaltene Quellen, verfasst von Alexanders Zeitgenossen, zurückgreifen.

Moderne Sekundärliteratur für die Zeit vor Alexander, insbesondere zu Herodot bieten Reinhold Bichlers Herodots Welt[13] sowie Bichlers und Robert Rollingers Herodot[14]. Für die anderen erwähnten Autoren hat sich Klaus Meisters Die griechische Geschichtsschreibung[15] als sehr hilfreich erwiesen. Zu Alexander dem Großen lässt sich die Literatur im Rahmen einer Seminararbeit kaum überblicken: Angefangen von Johann Gustav Droysens Geschichte Alexanders des Großen[16] und Helmut Berves Das Alexanderreich[17], zu moderneren Werken (hier nur exemplarisch) von Waldemar Heckel[18], oder Johannes Hahn[19]. Besondere Fragestellungen behandeln zum Beispiel David J. Lonsdale[20] oder Wolfgang Ritter[21].

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2. Die griechischen Vorstellungen über die Welt und Indien vor der Zeit Alexanders

2.1. Die persischen Quellen der Griechen

Die ersten Zeugnisse von Indien gelangten über Nachrichten der Ausdehnung des Persischen Reiches nach Griechenland. Die von Herodot überlieferte Geschichte des Persers Dareios I., dessen Aufstieg vom Vertrauten des vorigen Machtinhabers Kambyses II. zum neuen König über das Perserreich, beinhaltet wohl alle guten Zutaten für ein dramatisches Meisterwerk.[22] Ironischerweise verdankte Dareios diese Möglichkeit einem Umstürzler, der Fachwelt als der „falsche“ Smerdis bekannt, der gegen Kambyses rebellierte mit der Behauptung dessen Bruder und einem Mordanschlag, befohlen durch Kambyses persönlich, entronnen zu sein.[23] Sieben Monate lang konnte dieser sich an der Macht halten, erfreute er sich doch besonders bei den unterworfenen, steuerpflichtigen Ländern aufgrund einer mehrjährigen Steuerfreiheit größter Beliebtheit.[24] Dareios schloss sich mit anderen Mitgliedern der persischen Adelselite zusammen und konnte nach Entmachtung des Smerdis durch Manipulation eines Orakels die Königsherrschaft für sich selbst behaupten.[25] Im Vorfeld fand noch die berühmte überlieferte Episode statt, in der über die beste mögliche Staatsform diskutiert wurde. Hier konnte trotz des vorigen, zuletzt despotisch herrschenden Machtinhabers Kambyses Dareios von der Königsherrschaft überzeugen.[26]

Nach seiner Inthronisation, war die erste Phase seiner Herrschaft geprägt von einer Hinrichtungswelle, zum Opfer fielen ihr alle ehemals dem „falschen“ Smerdis zugewandten Machtträger, und einer notwendigen Konsolidierung des Reiches. Mit deren Abschluss ließ Dareios seine erste Königsinschrift in Bisutun errichten, die uns über die angesprochenen Ereignisse aus der von ihm gewünschten Sicht informiert. Darin legitimierte Dareios auch seinen Herrschaftsanspruch durch seine familiäre Zugehörigkeit zu den Achämeniden.[27] In drei Sprachen (Altpersisch, Babylonisch und Elamisch) und in bester Lage an einer Karawanenstraße prahlte der neue König auch mit den vielen Provinzen, die ihm steuerpflichtig waren, darunter fiel auch Gandara, was etwa dem heutigen Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan entsprach.[28] Durch die von Dareios betriebene Verbreitung der Inschrift erhielt Gandara auch bei den griechischen Zeitgenossen Eingang in die geographische Literatur.

Der Begriff bzw. das Land „Indien“ verdankte seine Einführung in die griechische Geographie ebenfalls Dareios. Laut Herodot wollte er wissen, wo der Indus in das Meer fließt, wusste er doch, dass es im Indus wie im Nil Krokodile gab.[29] Er beauftragte einen vertrauten Griechen, Skylax aus Karyanda, mit diesem Auftrag. Dieser befuhr, ausgehend von der Stadt Kaspatyros, den Indus bis zu seiner Mündung ins Meer, drehte nach Westen und erreichte nach dreißig Monaten den Arabischen Golf (Rotes Meer).[30] Horneffer schreibt dazu in seinen Anmerkungen, dass man sich die Skylaxfahrt wohl als Teil der persischen Expansion über Gandara ins fruchtbare Industal vorstellen sollte. Während nun das Heer denselben Rückweg auf dem Land einschlug, versuchte Skylax im Auftrage Dareios‘ offenbar erfolgreich im Seeweg sein Glück.[31] Der von ihm verfasste Reisebericht ist leider nicht mehr erhalten, offenbar dürften aber Hekataios und Herodot darauf Zugriff gehabt haben. In späteren Königsinschriften, wie dem Dareios Hamadan, wurde Indien dann als selbstständig und von Gandara getrennt erwähnt, als die Ausmaße des Persischen Reiches beschrieben werden.[32] Einen weiteren Eindruck des von ihm beherrschten Gandara und Indien gibt uns die Königsinschrift Dareios Susa f, welche die Herkunft der Materialen für den Palastbau auflistet. Demzufolge kam das „Jagh-Holz“ aus Gandara und „das Elfenbein, das hier verarbeitet worden ist, […] aus Indien“.[33]

Die nachfolgend zu besprechenden griechischen Autoren verdankten also einen Gutteil ihrer aktuellen Quellen zum östlichen Ende der bekannten Welt den Persern und ihrem König Dareios.

2.2. Hekataios von Milet

Geboren ungefähr 560 v.Chr. entstammte Hekataios einer hochadligen Familie und durfte wohl eine dementsprechende Ausbildung genossen haben.[34] Zumindest die von Herodot tradierten biographischen Episoden entwerfen das Bild eines weltoffenen und intellektuellen Gelehrten. Im Vorfeld des Ionischen Aufstandes bemühte sich Hekataios, mit Blick auf die ungleich stärkere militärische Macht des Persischen Reiches im Vergleich zu den Griechen in Kleinasien, erfolglos diesen zu verhindern. Wissend um die Schwäche der Streitkräfte Milets riet er ersatzweise dazu, die Schiffsflotte dermaßen zu verstärken, um wenigstens auf hoher See die Oberhand für die Griechen behaupten zu können.[35] Damit äußerte Hekataios einen Plan, den Themistokles mit seiner Flottenplanung ungefähr zwanzig Jahre später wiederaufnehmen und dadurch den Sieg der Griechen über das Persische Reich einleiten wird.[36] Zur Finanzierung empfahl er die Weihegeschenke des Lyderkönigs Kroisos an das Heiligtum der Branchiden zu verwenden. Nicht nur, um damit die Mittel zum Flottenausbau zur Verfügung zu haben, sondern auch um einem eventuellen Raubzug der Perser zum Heiligtum zuvorzukommen.[37] Herodot beschränkt sich zur Beschreibung der erneuten Absage Milets an die Pläne des Hekataios auf einen neutralen Halbsatz, Meister geht aber wohl mit Recht davon aus, dass solch ein Ratschlag den Milesiern als regelrechtes Sakrileg vorgekommen sein musste und die Antwort auf den Vorschlag also doch recht klar und deutlich ausgefallen sein dürfte.[38] Nach dem Misserfolg des Ionischen Aufstandes weiß Diodor zu berichten, dass Hekataios als Botschafter zum persischen Satrapen Artaphernes in Sardeis geschickt wurde, um für eine bessere Behandlung der Besiegten zu bitten.[39]

Dieser Auszug aus der Biographie Hekataios‘ bezeugt nun seine Rechtschaffenheit, aber auch seinen Pragmatismus, der teilweise auch in seinen Schriften Eingang gefunden hat. Heute bekannt, leider aber nur in Fragmenten erhalten, sind die Erdkarte, die Erdbeschreibung und die Genealogien. Die Erdkarte hat der weitgereiste Geograph, Herodot schreibt zumindest von einer längeren Ägyptenreise[40], wahrscheinlich von Anaximander übernommen, adaptiert und modernisiert.[41] Herodot befasst sich in polemischer Art und Weise mit dieser Erdkarte:

„Ich muß lachen, wenn ich so manche Leute Erdkarten zeichnen sehe, die doch die Gestalt der Erde gar nicht richtig zu erklären wissen. Sie zeichnen den Okeanos rund um die Erde herum fließend und so regelmäßig wie einen Kreis. Und Asien machen sie ebenso groß wie Europa.“[42]

Aus diesen mit großer Wahrscheinlichkeit auf Hekataios gemünzten Aussagen lässt sich die ungefähre Anordnung der Erdkarte reproduzieren: Die Erde ist demnach eine runde Scheibe, um welche sich der Ozean ringsum ausbreitet und deren beide Kontinente Europa und Asien gleich groß sind. Hekataios setzte die Grenze zwischen Europa und Asien im Mittelmeer, dem Schwarzen Meer und einer auf Höhe beider Gewässer laufenden Linie an. Der Nil auf der südlichen Hälfte teilt Asien in einen westlichen und östlichen Abschnitt, Analoges gilt für die Donau im Norden, womit die gesamte Erde insgesamt in vier ungefähr gleich große Quadranten eingeteilt werden könnte.[43] Seine Vorstellungen spiegeln also ein sehr mathematisch-pragmatisches Weltbild wider.[44] Auch den verschiedenen Ländern hat Hekataios geometrische Grenzverläufe zugesprochen, entweder wurden sie quadratisch, rechteckig, kreisrund, trapezförmig oder ähnlich eingezeichnet.[45] Den für diesen Beitrag wichtigen indischen Subkontinent oder zumindest den bekannten oder vorstellbaren Teil davon legt er ganz in den Osten und bildet damit den Rand des südöstlichen Quadranten und der bekannten Welt. Davor lag geographisch das schon erwähnte Gandara. Die Inder selbst sah Hekataios nicht als einheitliches Volk und dementsprechend die Bezeichnung „Indien“ wohl nur als Oberbegriff. Selbst dem Fluss Indus wurde schon seine Aufnahme in die Erdkarte gewährt, als Zeitgenosse Dareios‘ I. gelangten Informationen über die von diesem initiierte Indusfahrt des Skylax sicherlich bis nach Milet und damit auch zu Hekataios.[46]

Die Erdbeschreibung gehört inhaltlich entsprechend eng zur Erdkarte. Hekataios folgte in seinem Ablauf dem Verlauf der Küsten und beschrieb über diese auch die dahinter gelegenen Regionen des Festlandes. Ausgehend von Spanien, folgen Darstellungen über Europa, Asien, Ägypten und Libyen, bis er den Reigen wiederum an den Säulen des Herkules (Straße von Gibraltar) enden lässt.[47] Mit diesem Vorgehen stellt sich Hekataios in die Tradition der so genannten Periplus-Literatur, darunter werden entweder konkrete Navigier- und Orientierungshilfen für die Seefahrt oder ausführlichere Reiseberichte von den Seefahrenden subsumiert. Den Fragmenten zufolge führt er dabei die einzelnen Völker auf und beschreibt ihre Länder, Grenzverläufe, Geschichten, Lebensweisen, Riten, Siedlungen, Flora, Fauna sowie geo- bzw. ethnographische Besonderheiten und Kuriosa. Der jeweilige Umfang entsprach naturgemäß der Quellenlage, für Ägypten, das Hekataios sehr wahrscheinlich selbst bereist hat, stand also eine angemessene Fülle an glaubwürdigen Informationen zur Verfügung.[48] Auch die Entfernungen dieser zahlreichen Länder untereinander, versehen mit Himmelsrichtungsangaben des entsprechenden Reiseweges, dürften Teil der Erdbeschreibung gewesen sein.[49]

Kurz soll auch Hekataios‘ drittes überliefertes Werk, die Genealogien, beschrieben werden, um eine erneute Vorstellung seines Ehrgeizes und seiner kritischen Auseinandersetzung mit allen ihn tangierenden Themen zu erfahren: In der Antike zumeist als Heroengeschichte oder Historien bezeichnet, beschreibt der Autor darin die Zeit der mythischen Helden und Halbgötter und hinterfragt deren Geschichten kritisch und vernunftbegabt. Eine für diesen Zeitraum wohl bahnbrechende Herangehensweise, nahmen die Zeitgenossen diese mythische Phase doch zum großen Teil als historisch gegeben an.[50]

2.3. Herodot von Halikarnassos Hist

Auch der wohl bekannteste Historiograph[51] der Antike gibt uns in seinen Historien einen Einblick der ihm bekannten Informationen zu Indien. Die geographischen Vorstellungen dieses „Vater(s) der Geschichtsschreibung“[52] standen in einigem Widerspruch zur bis dahin überlieferten Tradition. Das die Erde aus drei Kontinenten bestehen und dabei auch noch die Namen von Frauen tragen sollte, wollte ihm nicht so recht einleuchten.[53] Gerade die überlieferten Namensgeberinnen versuchte er aus ihrer Rolle zu drängen, so habe zum Beispiel Europa den nach ihr benannten Erdteil gar nie betreten.[54] Mehr noch aber schien ihn die von Anaximander und anderen Geographen vertretene Überzeugung, Libyen als eigenen Kontinent anzuerkennen, zu stören, immerhin sei Europa so lang wie Asien und Libyen zusammen, und laut seinen Berechnungen auch an Breite überlegen, hatte man zu dem Zeitpunkt doch Libyen und Asien, aufgrund der klimatisch schwierigen Konditionen nicht aber Europa umschiffen können.[55] Auch Herodot bemühte sich um kritisches Hinterfragen der ihm zugetragenen und bekannt gemachten Informationen und ähnlich wie Herodot dürfte er einige Regionen der Erde selbst bereits haben. Eine Reise führte ihn ins Schwarzmeergebiet, über den Fluss Hypanis fuhr er in Skythengebiete und nutzte die Gelegenheit, um sich auch die südliche Schwarzmeerküste, sowie Thrakien und Makedonien anzuschauen. Sehr wahrscheinlich hielt er sich auch ungefähr vier Monate lang in Ägypten auf, stand vor den Pyramiden und in Memphis, segelte bis Elephantine und dem ersten Nilkatarakt und nahm wohl dabei auch gleich Kyrene mit, obwohl letzteres auch eine eigene Reise darstellen hätte können. Im Vorderen Orient besuchte Herodot Tyros und Babylon und hat auch den Euphrat gesehen, wobei er offenbar keine persischen Stammlande betrat. Abgesehen von diesen Reisen in die Ferne, hat Herodot wohl auch des Öfteren die griechischen Gebiete bereist und unterhielt Freundschaften mit wichtigen Personen in allen größeren Städten Griechenlands.[56]

Im dritten Buch seiner Historien beschreibt Herodot die dem Perserkönig tributpflichtigen Regionen, eingeteilt in zwanzig Satrapien.[57] Im Anschluss daran nennt er auch solche Völker, welche den Persern aus freien Stücken Geschenke schickten, weil sie grundsätzlich keine Steuern zu zahlen hätten: Zum einen die an Ägypten grenzenden Aithiopen und deren benachbarte Stämme sowie die Kallantiere aus Indien. Wegen ihrer gemeinsamen Herkunft hatten beide Völker laut Herodot auch ihren schwarzen Samen und die Angewohnheit ihre Behausungen unter der Erde zu bauen.

Die Aithiopen und die indischen Kallantiere brachten folgendes als Geschenk: „Alle drei Jahre […] zwei Choinix ungeprägten Goldes, zweihundert Ebenholzstämme[n], fünf aithiopische[n] Knaben und zwanzig große[n] Elefantenzähne[n]“[58]. Ebenfalls freiwillige Geschenke gaben die Kolcher aus dem nördlich angrenzenden Kaukasusgebiet, alle fünf Jahre hundert Knaben und Mädchen, sowie die Araber, jedes Jahr tausend Talente Weihrauch.[59]

Bevor Herodot auf den Ursprung des indischen Goldes eingeht, erfährt der Leser von der Vielfältigkeit der indischen Völker und damit verbundenen Lebensweisen und Sprachen. Trotz dieser Unterschiede fasst Herodot als Erster aber alle diese Länder unter dem Begriff Indien zusammen.[60] Geographisch setzt er ganz im Osten die große Sandwüste an, die sehr wahrscheinlich der heute als Thar bezeichneten Wüste östlich des unteren Industals entspricht.

Im Bereich der Flussniederungen des Indus wohnen gemäß Herodot Inder, welche sich von rohem Fisch ernähren und diesen von Rohrbooten aus fangen. Dieses Volk stellt seine Kleidung aus Binsen her, den sie weich klopfen, flechten und wie einen Panzer tragen.[61]

Auch Nomaden gibt es unter den Indern, die rohes Fleisch essen und Padaier genannt werden. Besonders bemerkenswert erscheint deren Ritual, eine jeden Erkrankten durch die nächsten Angehörigen oder besten Freunde sofort töten und verspeisen zu lassen. Durch zu lange Krankheit würde nämlich das Fleisch schlecht werden. Wenn in diesem Volk es einmal jemand bis ins hohe Alter schafft, wird er feierlich geschlachtet und verzehrt.[62]

Die dritte explizit erwähnte Völkerschaft ernährt sich dafür von nichts Lebendem, baut keine Häuser und nimmt nur pflanzliche, wild wachsende Nahrung zu sich. Kranke Mitglieder verlassen die Gruppe und suchen Ruhe und Einsamkeit zum Sterben, ohne dass ihnen dabei jemand beistehen oder helfen würde.[63]

Diese drei Gruppen von Indern betreiben alle öffentlichen Geschlechtsverkehr, haben schwarzen Samen und dieselbe Hautfarbe wie die Aithiopen.[64]

Die bemerkenswerteste Episode über Indien stellen wohl die Gold schürfenden Ameisen dar. Diejenigen Inder nämlich, die dem Perserkönig freiwillige Tribute zollen, nördlich der drei erwähnten indischen Völker wohnen, Nachbarn der Stadt Kaspatyros und der Paktyer sind und in ihrer Art sehr den Baktriern ähneln, ziehen aus, um das Gold der Ameisen zu beschaffen.[65] Nach dem erwähnten Eroberungszug des Dareios ins Industal und Aufnahme der eingenommenen Völkerschaften ins persische Heer, waren es wohl jene streitbaren Inder, die im Heereskatalog aufschienen.[66] Die drei oben erwähnten Gruppen scheinen doch für einen Krieg kaum verwendbar in ihrer Einfachheit.[67]

Die Ameisen in dieser Region erreichen beinahe die Größe von Hunden, errichten ihre Baue unter der Wüstenoberfläche und müssen dafür permanent Sand nach oben schaffen, welcher goldhaltig ist. Laut Herodot ist nun im Osten nicht während der Mittagszeit, sondern gleich am Morgen die Hitze am größten. Zu dieser Zeit verweilen die Ameisen unter Tage, weswegen dann der perfekte Zeitpunkt für die Inder ist, den heraufgebrachten Sand zu beschaffen. Dafür reiten sie auf einer Kamelstute, möglichst mit einem säugenden Fohlen, und spannen an beide Seiten noch jeweils einen Kamelhengst; Herodot erwähnt hierbei auch, dass die indischen Kamele so schnell wie Pferde, zudem noch wesentlich bessere Transporttiere sind. Während die Ameisen unter der Erde sind, packen die Inder den Goldstaub in ihre Ledersäcke und verschwinden schnellstmöglich wieder, denn ohne Vorsprung würden die Ameisen sie einholen. Dafür brauchen sie auch die Stute in der Mitte, denn diese lässt durch den Gedanken an das Fohlen nicht locker, während die Hengste an der Seite abwechselnd locker gelassen werden können.[68]

Herodot bietet dem Leser in seinen Historien nun allerhand Informationen zu den indischen Regionen am Rande der Welt. Dabei stellt sich entsprechend die Frage nach der Authentizität seiner Beschreibungen. Besonders interessant ist Herodots eher ungläubige Haltung gegenüber der Geschichte der einäugigen Arimaspen, die im Norden von Greifen bewachtes Gold erbeuten, während gleichzeitig an den indischen Ameisen nicht gezweifelt wird. Eine kritische Grundeinstellung offenbaren die Historien also eher abschnittsweise.[69] Die verschiedenen Völkerschaften bedienen vielfach typische Klischees und Stereotypien von unzivilisierten, „wilden“ Gruppierungen am Rande der Welt und entbehren nicht gewissen Unterhaltungscharakters. Trotzdem erscheinen gerade die sozialen Umgangsformen als primitiv und damit negativ. Der Leser könnte diese Geschichten natürlich auch gleichnishaft verstehen und seine eigene Lebensweise in Bezug auf Kranke, Schwache und Alte überdenken; das wäre allerdings bloße Spekulation. Auffällig scheint aber die Aufteilung Indiens in dem Perserreich nahe, gut beschriebene und mit wenigen unglaubwürdigen Geschichten versehene Regionen und weiter entfernte mit entsprechenden mythischen und ethnographisch-kuriosen Beschreibungen.[70] Das Fantastische wird also immer weiter in Richtung unerforschter Gegenden verschoben.

[...]


[1] Vgl. Männer vergewaltigen Frau in "privatem Schulbus", Die Welt, URL: http://www.welt.de/vermischtes/article112104730/Maenner-vergewaltigen-Frau-in-privatem-Schulbus.html (abgerufen am 13.09.2013).

[2] Vgl. Schulz, Benjamin/Witte, Jens, Vergewaltigungsfall in Indien: Ende der Ignoranz, Spiegel Online, URL: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigungsfall-in-indien-hoffen-auf-gesellschaftliche-wende-a-875609.html (abgerufen am 13.09.2013).

[3] Vgl. Meister, Klaus, Die griechische Geschichtsschreibung. Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus, Stuttgart Berlin Köln 1990, 21.

[4] Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe, übers. v. Horneffer, August, Stuttgart 1971.

[5] Photius, The Bibliotheca, übers. v. Wilson, Nigel Guy, London 1994, 54-78; Nichols, Andrew, Ctesias on India and Fragments of His Minor Works, London 2011.

[6] Vgl. Bosworth, Albert Brian, The Historical Setting of Megasthenes’ Indica, in: Classical Philology (Band 91, Nr. 2, 04/1996), 113-127, 113.

[7] Aelianus, Claudius, De Natura Animalium, URL: http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Aelian/home.html (abgerufen am 30.01.2014).

[8] Diodor, Universal History, übers. v. Thayer, Bill, URL: http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Diodorus_Siculus/home.html (abgerufen am 30.01.2014).

[9] Radt, Stefan (Hg.), Strabons Geographika. Band 4: Buch XIV-XVII, Göttingen 2005.

[10] Arrianus, Lucius, Der Alexanderzug. Indische Geschichte, übers. v. Wirth, Gerhard, Hinüber, Oskar von, München Zürich 1985; Arrianus, Lucius, Alexanders des Großen Siegeszug durch Asien, übers. v. Capelle, Wilhelm, Zürich 1950; Heidrich, Georg, Arrians Anabasis in Auswahl. II. Teil, Wien Leipzig 1911.

[11] Curtius, Rufus, Alexandergeschichte, übers. v. Sibelius, J., Weismann, Heinrich, bearb. v. John, Gabriele, Essen Stuttgart 1987.

[12] Plutarch, Alexander. Der Eroberer, übers. v. Eyth, Eduard, München 2008; Plutarch, Große Griechen und Römer. Band 5, übers. v. Ziegler, Konrat, Zürich 1960.

[13] Bichler, Reinhold, Herodots Welt. Der Aufbau der Historie am Bild der fremden Länder und Völker, ihrer Zivilisation und ihrer Geschichte, Berlin 20012.

[14] Ders., Rollinger, Robert, Herodot, Hildesheim Zürich New York 20113.

[15] Meister, Klaus, Die griechische Geschichtsschreibung. Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus, Stuttgart Berlin Köln 1990.

[16] Droysen, Johann Gustav, Geschichte Alexanders des Großen, Neuried 2004.

[17] Berve, Helmut, Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Band 1-2, München 1926.

[18] Heckel, Waldemar, Alexander the Great. A New History, Chichester 2009; Ders., The Conquests of Alexander the Great, Cambridge 2008; Ders., The Marshals of Alexander’s Empire, London 1992; Ders., Who’s Who in the Age of Alexander the Great. Prosopography of Alexander’s Empire, Malden 2006.

[19] Hahn, Johannes, Alexander in Indien 327-325 v.Chr. (Osterhammel, Jürgen, Reichert, Folker (Hg.), Fremde Kulturen in alten Berichten, Band 8), Stuttgart 2000.

[20] Lonsdale, David J., Alexander the Great. Lessons in strategy, London 2007.

[21] Ritter, Wolfgang, Die Politiker und Feldherren (Lange-Eichbaum, Wilhelm, Kurth, Wolfram (Hg.), Genie, Irrsinn und Ruhm, Band 8), München 1992.

[22] Vgl. Herodot, Historien, III 67-87.

[23] Vgl. Bichler, Rollinger, Herodot, 93.

[24] Vgl. Herodot, Historien, III 67.

[25] Vgl. Bichler, Rollinger, Herodot, 94.

[26] Vgl. Herodot, Historien, III 80-82.

[27] Vgl. Schmitt, Rüdiger, Die altpersischen Inschriften der Achaimeniden. Editio minor mit deutscher Übersetzung, Wiesbaden 2009, 37.

[28] Vgl. ebd., 39.

[29] Vgl. Herodot, Historien, IV 44.

[30] Vgl. Herodot, Historien, IV 44; Bichler, Rollinger, Herodot, 30.

[31] Vgl. Herodot, Historien, 689.

[32] Vgl. Schmitt, Inschriften, 99: „[…] von Indien bis hin nach Lydien […]“.

[33] Vgl. ebd., 131-132.

[34] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 20.

[35] Vgl. Herodot, Historien, V 36.

[36] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 21.

[37] Vgl. Herodot, Historien, V 36.

[38] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 21.

[39] Vgl. Diodor, Universal History, X 25, 4; Bei Meister, Geschichtsschreibung, 21 fehlt die Erwähnung des expliziten Vermittlungsauftrages Hekataios‘, das heißt, es wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, Hekataios habe als selbstloser Privatmann bei dem Satrapen vorgesprochen.

[40] Vgl. Herodot, Historien, II 143.

[41] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 21.

[42] Vgl. Herodot, Historien, IV 36.

[43] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 21.

[44] Unter Umständen hing dies auch mit der Erziehung in Milet zusammen, die solch bedeutende Mathematiker und Astronomen wie Thales von Milet hervorgebracht hat.

[45] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 21.

[46] Vgl. Dihle, Albrecht, Griechische Literaturgeschichte, München 19983, 105.

[47] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 22.

[48] Vgl. Dihle, Literaturgeschichte, 106.

[49] Vg. ebd.; Damit scheint mir aber Meisters Aussage, Hekataios‘ Werk habe damit im Gegensatz zur Periplus-Literatur keinen praktischen Nutzen für Reisende gehabt, hinterfragenswert zu sein. Seine Intention mag eine andere gewesen sein, aber grundsätzlich dienen Entfernungs- und Richtungsangaben zur Reise, unabhängig der Absichten des Urhebers.

[50] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 23.

[51] Lebensdaten: Zwischen 490 und 480 bis ungefähr 424 vor Christus.

[52] Vgl. Cicero, Marcus Tullius, De legibus, übers. v. Albrecht, Michael von, Ditzingen 2013, I 5.

[53] Vgl. Bichler, Herodots Welt, 19.

[54] Vgl. Herodot, Historien, IV 45.

[55] Vgl. ebd., IV 42; Bichler, Herodots Welt, 19.

[56] Vgl. Meister, Geschichtsschreibung, 26.

[57] Vgl. Herodot, Historien, III 89-95.

[58] Vgl. ebd., III 97.

[59] Vgl. ebd.

[60] Vgl. Dihle, Albrecht, Arabien und Indien, in: Hérodote et les peuples non grecs (Reverdin, Oliver, Grange, Bernard (Hg.), Entretiens sur l’antiquité classique XXXV), 41-61, 53.

[61] Vgl. Herodot, Historien, III 98.

[62] Vgl. ebd., III 99.

[63] Vgl. Herodot, Historien, III 100.

[64] Vgl. ebd., III 101.

[65] Vgl. ebd., III 102.

[66] Vgl. Bichler, Herodots Welt, 62.

[67] Vgl. ebd.

[68] Vgl. Herodot, Historien, III 102-105.

[69] Vgl. Bichler, Herodots Welt, 25.

[70] Vgl. Bucciantini, Veronica, Appunti sulla descrizione dell’India nel terzo libro delle Storie di Erodoto, in: Geus, Klaus, Irwin, Elisabeth, Poiss, Thomas (Hg.), Herodots Wege des Erzählens. Logos und Topos in den Historien (Paul, Ina Ulrike, Puschner, Uwe, Zivilisationen und Geschichte, Band 22), Frankfurt am Main 2013, 43-54.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Das antike Indien aus griechisch-römischer Perspektive
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)
Veranstaltung
Das Indien-Bild in der antiken Historiographie
Note
1.0
Autor
Jahr
2014
Seiten
25
Katalognummer
V282413
ISBN (eBook)
9783656767268
ISBN (Buch)
9783656767275
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alte Geschichte, Antike, Alexander der Große, Indien, Hekataios von Milet, Herodot, Herodot von Halikarnassos, Ktesias von Knidos, Arrian, Curtius, Megasthenes, Diodor, Strabon, Alexanderhistoriker, Alexanderroman, Vulgata, Rom, Griechenland, Perspektive
Arbeit zitieren
Dr.med.univ. Christian Lechner (Autor), 2014, Das antike Indien aus griechisch-römischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282413

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