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Umsetzung von Inklusion über Schul- und Unterrichtsentwicklung

Mit einem exemplarischen Blick auf die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen

Title: Umsetzung von Inklusion über Schul- und Unterrichtsentwicklung

Term Paper , 2014 , 27 Pages

Autor:in: B.A. Katharina Kukasch (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Schon seit Menschenbeginn ist es eine existente Tatsache, dass Gesellschaften geprägt sind von Heterogenität ihrer einzelnen Mitglieder. Ein adäquater Umgang damit, vor allem in bildungspolitischer Hinsicht, gerät jedoch erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit in den Fokus der Diskussion und hat auch im Jahr 2014 noch keine zufriedenstellende Vollendung erreicht. Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Teilaspekt der in vielerlei Hinsicht von Heterogenität geprägten Gesellschaft in Deutschland, nämlich die gemeinsame Schulbildung behinderter und nicht behinderter Kinder, mit dem Fokus auf den weiterführenden Schulen, genauer zu betrachten – und zwar im Zuge der Inklusion. Diese Arbeit wird die Inklusion in Deutschland sowohl vor dem Hintergrund der Schul- als auch vor dem Hintergrund der Unterrichtsentwicklung betrachten. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen und welche Maßnahmen ergriffen werden, damit die Inklusion im deutschen Bildungswesen gelingen kann? Da es bereits Beispiele von Schulen gibt, die Inklusion schon über einen langen Zeitraum betreiben, besteht diese Arbeit aus einem theoretischen und einem an einem konkreten Beispiel orientierten Teil.
Im theoretischen Teil wird zunächst der Begriff der Inklusion definiert und bestimmt, um eine fundierte, wissenschaftlich begründete begriffliche Basis der Ausführungen zu schaffen, dann wird die historische Entwicklung der Inklusion nachgezeichnet, um anschließend den Blick auf die notwendigen strukturellen und organisatorischen Veränderungen der Schulentwicklung und der Unterrichtsentwicklung zu richten, die erforderlich sind, damit eine Schule sich in eine inklusive Richtung bewegen kann. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Definition und Ansprüche von Inklusion

2.2 Historische Entwicklung – Von der Separation zur Inklusion

2.3 Notwendige Veränderungen auf struktureller Ebene der Schulentwicklung

2.3.1 Barrierefreies Lernen

2.3.2 Personelle Ausstattung – notwendige Veränderungen in der Lehreraus- und Lehrerweiterbildung

2.3.3 Der Index für Inklusion

2.4 Notwendige Veränderungen auf Ebene der Unterrichtsentwicklung

2.4.1 Organisatorische Aspekte des Unterrichts

2.4.2 Didaktische Aspekte des Unterrichts

2.4.3 Die Lernumgebung

2.4.4 Die Rolle der Lehrperson(en)

3. Die praktische Umsetzung Umsetzung am Beispiel der Georg-Christoph Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Umsetzung inklusiver Schulbildung an weiterführenden Schulen in Deutschland unter Berücksichtigung der notwendigen strukturellen und unterrichtlichen Veränderungen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Inklusion im deutschen Bildungswesen gelingen kann, wobei die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen als langjähriges Praxisbeispiel dient.

  • Definition und historische Entwicklung der Inklusion
  • Strukturelle Anforderungen an die Schulentwicklung (z. B. Index für Inklusion, Personalausstattung)
  • Didaktische und organisatorische Veränderungen in der Unterrichtsentwicklung
  • Rolle der Lehrkräfte und Gestaltung inklusiver Lernumgebungen
  • Analyse der Inklusionspraxis an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule

Auszug aus dem Buch

2.4.4 Die Rolle der Lehrperson(en)

„Es ist unerlässlicher Bestandteil inklusiven Unterrichts, dass alle in einer Klasse Lehrenden kontinuierlich eine Haltung der Selbstachtung und der Anerkennung der anderen fördern und in Klassenregeln und Ritualen, wie zum Beispiel Kreisgesprächen zur Konfliktberarbeitung, vermitteln […].“ Dies ist nicht nur für die Pflege der Peer-Beziehungen wichtig, sondern ist auch förderlich für eine Halt gebende responsive Lehrer-Schüler-Beziehung, die besonders im inklusiven Unterricht wichtig ist, in dem sich Lehrpersonen „intensiv um gute Beziehungen zu allen Mitgliedern der heterogenen Lerngruppe bemühen, Anerkennung sichtbar zum Ausdruck bringen und bewusst auf negative Zuschreibungen aller Art verzichten.“ Lernende brauchen verlässliche und Halt gebende Beziehungen, dies gilt besonders für Kinder mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung oder für all jene SuS, die schlimme und problematische Bindungserfahrungen, z.B. innerhalb der Familie, gemacht haben. Während es in sozialer Hinsicht wichtig ist, dass die Lehrperson(en) den SuS möglichst viel Halt und Unterstützung bietet/bieten, gilt im Hinblick auf den Lernprozess der Lernenden, diesen mit subtiler und minimaler Hilfe zu unterstützen, denn der eigentliche Lernprozess ist ein eigenständiger Prozess, der nicht durch intensive Hilfe beschleunigt werden darf und kann, sondern lediglich durch Strukturierungshilfen unterstützt werden soll, die eventuell die Komplexität einer Problematik reduzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Heterogenität der Gesellschaft ein und formuliert das Ziel, die inklusive Beschulung von Kindern mit und ohne Förderbedarf an weiterführenden Schulen zu betrachten.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Inklusion, zeichnet deren historische Entwicklung nach und analysiert strukturelle sowie unterrichtliche Veränderungen, die für eine inklusive Schulkultur notwendig sind.

3. Die praktische Umsetzung Umsetzung am Beispiel der Georg-Christoph Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen: Hier wird das Konzept der IGS Göttingen vorgestellt, die seit 1975 konsequent Inklusion und Gemeinsamen Unterricht praktiziert.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und die praxisorientierten Erfahrungen der IGS Göttingen als Beleg für die Gelingensbedingungen inklusiven Unterrichts.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachquellen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Schulentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Heterogenität, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Gemeinsamer Unterricht, IGS Göttingen, Lehrperson, Lernumgebung, Index für Inklusion, Kooperatives Lernen, Binnendifferenzierung, Schulkultur, Schulsystem, UN-Konvention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung von Inklusion im deutschen Bildungswesen, insbesondere an weiterführenden Schulen, und beleuchtet die notwendigen Veränderungen auf Ebene der Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung des Inklusionsbegriffs, strukturelle Schulentwicklung, die Gestaltung inklusiven Unterrichts sowie die Rolle der Lehrkräfte in multiprofessionellen Teams.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen und Maßnahmen für ein Gelingen von Inklusion aufzuzeigen und diese am konkreten Praxisbeispiel der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur, ergänzt durch eine Fallbeispielanalyse der IGS Göttingen basierend auf schuleigenen Konzepten und Dokumenten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zu Barrierefreiheit, Lehrerausbildung und Unterrichtsformen sowie einen anwendungsorientierten Teil, der die pädagogische Konzeption der Beispielschule in Göttingen detailliert darstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Inklusion, Schulentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Heterogenität, Gemeinsamer Unterricht und Lehrberuf.

Wie unterscheidet sich das Konzept der Inklusion vom klassischen Integrationsansatz laut Arbeit?

Die Arbeit grenzt Inklusion durch die Abkehr von einer Zwei-Gruppen-Theorie ab; Inklusion geht von einer selbstverständlichen Heterogenität aller Schüler aus, statt behinderte Kinder lediglich in ein bestehendes System zu integrieren.

Warum spielt der „Index für Inklusion“ eine wichtige Rolle in der Schulentwicklung?

Der Index fungiert als Instrument der Selbstevaluation und bietet Schulen einen Orientierungsrahmen, um in fünf Phasen systematisch eine inklusive Schulkultur zu entwickeln und Partizipation zu fördern.

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Details

Title
Umsetzung von Inklusion über Schul- und Unterrichtsentwicklung
Subtitle
Mit einem exemplarischen Blick auf die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Schulentwicklung an Gesamtschulen
Author
B.A. Katharina Kukasch (Author)
Publication Year
2014
Pages
27
Catalog Number
V282450
ISBN (eBook)
9783656768913
ISBN (Book)
9783656838449
Language
German
Tags
umsetzung inklusion schul- unterrichtsentwicklung blick georg-christoph-lichtenberg-gesamtschule göttingen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Katharina Kukasch (Author), 2014, Umsetzung von Inklusion über Schul- und Unterrichtsentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282450
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