"Barfuß" von Zaharia Stancu als Roman des Sozialistischen Realismus in Rumänien


Hausarbeit, 2014
25 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Biographische Notizen zu Zaharia Stancu

3. Die ersten Jahre des Sozialistischen Realismus
3.1 Sowjetunion
3.2 Rumänien
3.3 DDR

4. Der Roman „Barfuß“
4.1 Ausgaben, Fortsetzungen und Übersetzungen Unterschiede zwischen rumänischer und deutscher Ausgabe
4.2 Inhaltsangabe
4.3 Literaturwissenschaftliche Analyse
Aufbau und Struktur
Sprache
Handelnde Personen
Ort(e) der Handlung
Zeit(en) der Handlung
4.4 Das Schwerpunktthema Armut
Gründe der Armut
Ernährung und Hungern
Krankheit und Tod
4.5 Wirkungsgeschichte und Kritiken

5. Würdigung und Kritik

Quellen- und Literaturverzeichnis

Quellen

Literatur

Sonstige Quellen

1. Einführung

„[...] Die Nacht ist grau. Der gefleckte verstümmelte Mond steigt höher. Die Grillen zirpen. Hoch am Himmel zieht kreischend ein Kranichschwarm. Die Kraniche schreien: Kraa, kraa, kraa. Ihr klagendes Gekreisch gleicht dem der Menschen [...]“.1

Diese einfachen, klaren, geradezu kindlichen Sätze sind Symbol einer Welt, in die Zaharia Stancu mit dem Roman „Barfuß“ den Leser entführt: in ein rumänisches Dorf an einer Ei- senbahnstrecke unweit der Donau. Es ist ein Dorf, wie es ihrer Anfang des 20. Jahrhun- derts in Rumänien tausende gab und wie es sie freilich unter anderen politischen Vorzei- chen und mit anderen Problemen auch heute noch gibt. Stancus Dorf ist ein Dorf voller Elend, Gewalt, voller Menschen, die sich im täglichen Kampf ums Überleben verbünden und zerstreiten, bestehlen und versorgen, versammeln und zerstreuen. Ein Dorf mit rau- schenden Pappeln, gebärenden Frauen, erschlagenen Hunden, trinkenden Popen, schuften- den Leibeigenen.

„Barfuß“ ist ein autobiographisches Werk, was den Leser fesselt, ihn unterhält, ihn aber auch verstört zurücklässt. Die Welt, der man darin begegnet, ist einerseits eine ganz normale dörfliche, andererseits eine zutíefst abstoßende. In wenigen Sätzen werden grausame Misshandlungen berichtet, fast unermüdlich auch die Schilderungen der Schwere der bäuerlichen Arbeit. Stancu erzählt aus dem Mund des Sohnes eines Leibeigenen eine Geschichte wie es ihrer wohl auch tausende gab. Das Buch ist ein eindrückliches Zeugnis der Verhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es bleibt zu untersuchen, wie die unfassbare Armut, die sich immer wieder im Leben der Protagonisten manifestiert, dargestellt wird, aber auch, welche Stilmittel der Autor einsetzt und was er damit beabsichtigt. Welche Rolle spielt der sozialistische Realismus für den Roman „Barfuß“?

Er erschien erstmals im Jahre 1948, einer Zeit, in der das frühkommunistische Rumänien gerade zur Volksrepublik geworden war, erste Verstaatlichungen unternommen und den staatlichen Geheimdienst gegründet hatte und kurz vor dem Beginn der Verstaatlichung und Kollektivierung seiner Landwirtschaft stand. Wie ist das Buch „Barfuß“ vor dem politischen Kontext zu sehen, in den hinein es geschrieben wurde? Welche Wirkung hat es entfaltet? Hier wird einerseits nach der rumänischen Originalausgabe und andererseits nach der deutschen Übersetzung (DDR, 1969) zu fragen sein. Neben seiner politischen Pro- grammatik und der spezifischen Art, Geschichte darzustellen, wird zunächst die Person des Autors in einem Kurzportrait zu würdigen sein.

2. Biographische Notizen zu Zaharia Stancu

Die Geschichte, die Stancu mit dem vorliegenden Roman erzählt, ist vor allem eines: seine eigene. 1902 in einem kleinen Dorf im Kreis Teleorman in Südrumänien geboren schildert Stancu im Roman seine Geburt wie sie ihm vermutlich von seinen Eltern erzählt worden war: „[...] als weit weg vom Dorf […] auf dem Gut des Cristofor Gogu, beim Maisbre- chen im Oktober, mich meine Mutter im Morgengrauen neben einem Wagen, auf einem Bündel Maisstauden jämmerlich liegend, geboren hat. Mein Vater zerschnitt meine Nabelschnur mit der Sense und band sie mit einem Bindfaden ab [...]“.2

Der Schriftsteller wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitet als Kind selbst auf den Ländereien von Großgrundbesitzern. Vier Jahre lang besucht er die Grundschule, wo er dank der Gunst seines Lehrers die Gelegenheit hat, zahlreiche Bücher zu lesen. Auch diesen Leseeifer und die Freude an der damit verbundenen Entdeckung neuer Welten schildert er später in „Barfuß“. Mit nur knapp zehn Jahren wird Stancu als Lehrjunge in einer Gerberei eingestellt, wo er cirka zwei Jahre zubringt. Im Roman folgt ein detaillierter Bericht über die Härten derartiger Arbeit, über die elende Lage, in der sich Stancu wohl selbst in seiner Gerberlehre befunden haben wird.

Später verdingt er sich als Diener eines Großgrundbesitzers und als Zeitungsverkäufer. Als er mit nur 15 Jahren Archivar in einem Bezirksgericht ist, widmet er sich wieder intensiv dem Lesen. In den zwanziger Jahren beginnt seine schreiberische Tätigkeit mit ersten Arti- keln in diversen Zeitschriften, später auch den literarischen Zeitschriften der Zwischen- kriegszeit, wo er vor allem Gedichte veröffentlicht. 1932 schließt er sein Literatur- und Philosophiestudium an der Philosophischen Fakultät der Universität Bukarest erfolgreich ab. Die Zwischenkriegszeit ist die Zeit, wo Stancu sich von einem eher traditionalistischen Standpunkt weg- und zu einem militanten Sozialismus hinbewegt. Neben weiteren Veröf- fentlichungen und Herausgebertätigkeiten kommt 1940 unter seiner Riege - und dank star- ker Unterstützung seitens der Kommunisten - eine linksgerichtete Zeitschrift heraus, für deren Erscheinen (und seine kommunistischen Sympathien) er ein Jahr lang im Lager Târ- gu Jiu interniert wird. Auch diese Zeit verarbeitet er später in einem Roman3. Nach dem Krieg ist Stancu wieder als Romancier tätig. Außerdem erhält er erste Titel und Ehren, wie den Direktorenposten des Bukarester Nationaltheaters (1964), den Präsidententitel des Schriftstellerverbandes (1947) oder die Mitgliedschaft im Direktorium der Literatur- und Kunstverlage (1948). Zu dieser Zeit schreibt Stancu auch an seinem Roman „Barfuß“, der 1948 in der damaligen Volksrepublik Rumänien erscheint.

Von 1948 bis 1952 ist er Abgeordneter des Parlamentes. Mit der Gründung der Schriftstel- lervereinigung im Jahre 1949 bekommt Stancu ein weiteres Amt: er wird Präsident dieser Vereinigung. Ein Besuch der UdSSR mit der Folge, dass Stancu zu einem Verehrer Stalins wird, kostet ihn 1951 seine Mitgliedschaft in der Arbeiterpartei. Weil man auf den „Intel- lektuellen des Regimes“ (Stelian Tănase) wohl aber doch nicht verzichten konnte, wird er später wieder in die Partei aufgenommen. Weitere Tätigkeiten in Politik und kulturellem Milieu folgen und 1971 erhält Stancu, der auch weiterhin als Romancier und Lyriker tätig ist, den Titel des „Helden der sozialistischen Arbeit“. Drei Jahre später stirbt er in Buka- rest.

3. Die ersten Jahre des sozialistischen Realismus

Für die Betrachtung des Romans „Barfuß“, der zunächst im sowjetische geprägten Rumä- nien, wenig später auch in der DDR und weiteren (Ostblock-)Staaten in Übersetzung veröffentlicht worden war, ist es notwendig, neben den Grundlagen, die in der UdSSR ge- legt worden waren, auch einen kurzen Blick auf die Etablierung der Stilrichtung, bzw. die Politik des Sozialistischen Realismus in Rumänien und der DDR zu richten. Mit dem Lite- raturkritiker Călinescu und dem Schriftsteller Vianu lassen sich Methode und Ziel des so- zialistischen Realismus wohl vorab so zusammenfassen: „[...] Alles musste politisiert wer- den [...]“4.

3.1 Sowjetunion

Der Sozrealismus, wie er auch bezeichnet wird, geht auf den Allunionskongress der sowje- tischen Schriftsteller aus dem Jahre 1934 in Moskau zurück, wo er als verbindliche künst- lerische Methode festgeschrieben wurde. Schon zwei Jahre vorher war der „revolutionäre sozialistische Realismus“ als Methode, die die „Grundlage der Sowjetliteratur“ werden müsse, gefordert worden5 und das Zentralkomitee der KPdSU hatte damit begonnen, Gruppierungen der literarischen, musischen, künstlerischen und bildhauerischen Szene mit dem Dekret über „die Umbildung der Literatur- und Kunstorganisationen“6 in ihrem Wirken einzuschränken; cirka 2000 Schriftsteller wurden in den 30er und 40er Jahren verhaftet und in Lager interniert, ein Großteil von ihnen auch hingerichtet7.

Die Verengung künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten fand 1934 - auch vor dem Hinter- grund der Proteste gegen die Zwangskollektivierung und die ihnen folgende Hungersnot - in der Festlegung auf den sozialistischen Realismus ihre Fortsetzung. Im Statut des Alluni- onskongresses heißt es: „[...] Der sozialistische Realismus als Hauptmethode der sowjeti- schen künstlerischen Literatur und Literaturkritik fordert vom Künstler wahrheitsgetreue, historisch konkrete Darstellung der Wirklichkeit in ihrer revolutionären Entwicklung. Wahrheitstreue und historische Konkretheit der künstlerischen Darstellung müssen mit den Aufgaben der ideologischen Umformung und Erziehung der Werktätigen im Geiste des So- zialismus abgestimmt werden [...]“8. Gillen spricht davon, dass „[...] der Sozialistische Realismus von Anfang an eine verklausulierte Bezeichnung für das Primat der Politik in der Kunst war […]“9, womit er auf die propagandistische Absicht hinter dieser zwar nicht als Doktrin verfassten, wohl aber so gemeinten Festlegung anhebt. Im Grunde waren mit dem Sozrealismus sowjetischer Provenienz, dessen Kriterien nicht aus der Kunst selbst stammen, ein Abschied von echter Kunst zugunsten politischer Formung der Massen ein- geleitet worden. In Abgrenzung zum „Schwelgen in Mystizismus, in der Frömmelei und [zur, JV] […] Leidenschaft für Pornographie“10, was für genuin kapitalistisch erachtet wur- de, sollten die Werke der UdSSR Enthusiasmus transportieren, einen positiven Haupthel- den haben und das Leben der arbeitenden und bäuerlichen Bevölkerung möglichst wahr- heitsgetreu wiedergeben. Abstraktion war verpöhnt. Gilles nennt die Eigenschaften „Rea- lismus, Wahrheit, […] Parteilichkeit, Optimismus, Perspektive und Volkstümlichkeit […] Verständlichkeit, Massenwirksamkeit“11 als relevante Kategorien für Werke im Sozialisti- schen Realismus.

3.2 Rumänien

Nach der Niederlage der rumänischen an der Seite der deutschen Truppen 1942 in Stalin- grad hatte Rumänien die Fronten gewechselt, Kontakt zu den Westmächten (1943) und we- nig später zur UdSSR (1944) gesucht. Ein halbes Jahr nach dem Waffenstillstand zwischen Rumänien und der UdSSR vom 12.09.1944 wurde eine kommunistische Koalitionsregie- rung unter dem prosowjetischen Petru Groza installiert. Die Regierungsgeschäfte wurden besonders in den ersten Jahren der Volksrepublik Rumänien (ab 1947) in starker Anbin- dung an Moskau geführt, sodass der Sozialistische Realismus wie in allen Satallitenstaaten der UdSSR als verbindliche Norm eingeführt wurde. Für das Jahr 1948 beobachtet Buzin- cu, dass Moskau „[...] immer aktiver [wurde, JV] in der Ausübung seines politischen Ein- flusses und seiner Kontrolle über die Staaten der ,Volksdemokratien' [...]“12. Mit dazu dürf- te in Bezug auf Rumänien auch der ebenfalls 1948 geschlossene Freundschaftsvertrag zwi- schen der UdSSR und der VR Rumänien beigetragen haben.

Das allgemeine politische Klima, so Buzincu, habe sich radikalisiert und die Abgrenzung zur Monarchie, die bis Kriegsbeginn bestanden hatte, sei auch durch die Einführung von Begriffen wie „Klassenkampf“, „genossenschaftliche Hilfe“ oder „proletarischer Interna- tionalismus“ vorangetrieben worden.13 Kunst, die die Mobilisierung der Massen ermöglicht und die Affekte anspricht, hatte auch in Rumänien Konjunktur. „[...] Alles, was [dagegen, JV] Zweifel, Traurigkeit, Nostalgie, überhaupt Untätigkeit, einschließlich der Liebe […] und der Natur […] hervorrufen kann, gerät unter Verdacht [...]“.14 Wie beim sowjetischen Vorbild schrieb der rumänische Sozialistische Realismus einen positiven Haupthelden vor, eine einfache Persönlichkeit, die aber keine Intimsphäre habe, weil dieses - so Buzincu - Egoismus bedeutete.15 Zur Literatur der Nachkriegszeit (vorwiegend Prosa) zählen aus- schließlich „politisch konforme Romane“16, wie Popovici es nennt. Die Zensur wurde 1949 installiert; es ist jedoch mit Buzincu davon auszugehen, dass bereits vorher Mechanismen der Selbstzensur17 wirksam waren, die den Schriftsteller aus Angst vor Repressionen nur systemkonform schreiben oder ihn ganz schweigen ließen. Dabei ist die zumindest in Ru- mänien sehr wirkmächtige Literaturkritik nicht zu unterschlagen, die in der letzten Hälfte der 40er Jahre - sinnbildlich gesprochen - über Leben und Tod eines Literaten entscheiden konnte.

1951 wurden dann auch in Rumänien die neuen künstlerischen Prinzipien des Sozialisti- schen Realismus in einer Textsammlung und im Statut des neugeschaffenen Schriftsteller- verbandes unter dem Titel „Für den sozialistischen Realismus in Literatur und Kunst“ fest- geschrieben.18

3.3 DDR

In der DDR war das Wirken der SED im kulturellen Bereich ebenfalls darauf gerichtet, die Weisungen aus Moskau umzusetzen. Pätzke spricht davon, dass sie „voll und ganz importiert worden“19 waren. 1949 wurde in der DDR anlässlich der ersten Konferenz der SED die Literatur in den Dienst des Zweijahresplans gestellt, um die materielle Arbeit zu stimulieren. Dass auch in der DDR Literatur, Musik und bildende Kunst fortan der Partei zum Gefalle sein sollten, zeigt auch die Rede von Ministerpräsident Grotewohl von 1951: „Literatur und bildende Künste sind der Politik untergeordnet […] die Idee der Kunst muss der Marschrichtung des politischen Kampfes folgen“20. Auch Ulbricht habe den Vorrang des Sozialistischen Realismus bekräftigt, fügt Soldat an.21

Neben den auch in anderen Ostblockstaaten gewünschten Themen Landleben, Kollektivierung und Industrieaufbau beobachtet Olărescu für die Literatur der DDR in dieser Zeit auch das Thema des Wiederaufbaus Berlins.22 Als Aufsichtsbehörde über die Wahrung des sozialistischen Weges (zunächst „sozialistischer Realismus“, später „Kunst im Sozialismus“) fungierte in der DDR ein Institut an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften (Ostberlin) unter Leitung von Kuhirt.23

Was das Erscheinen von rumänischen Werken in der DDR anbelangt, zeigt Olărescu, dass die zwischen 1949 und 1970 veröffentlichten Werke oftmals die Bauernproblematik, den Klassenkampf oder den Kampf gegen den Faschismus thematisierten. Auch waren die übersetzten Autoren meist hohe Politfunktionäre. Beide Beobachtungen treffen auch für Stancu und sein Werk zu.

4. Der Roman „Barfuß“

4.1 Ausgaben, Fortsetzungen und Übersetzungen

Stancus Roman erschien 1948 in Bukarest mit Illustrationen von J. Perahim, einem rumä- nisch-jüdischen Maler24. Die Originalsprache des Werkes ist rumänisch. Nach Erscheinen der ersten Ausgabe modifizierte Stancu den Roman, sodass die zweite Auflage im folgen- den Jahr bereits zwei Bände umfasste. Fünf Auflagen erschienen zwischen 1950 und 1960. Zur Neuauflage 1960 nahm Stancu weitere Modifizierungen und Ergänzungen vor, fügte Stücke ein, die vorher selbständig veröffentlicht worden waren, und erweiterte den Roman auf drei Bände.25 1987 erschien im Verlag Cartea Românească [Das rumänische Buch] die 17. Auflage.26

Die für diese Arbeit vorliegende neunte Auflage stammt aus dem Jahre 1964, wo sie im Verlag für Literatur [Editura pentru Literatură] in Bukarest herausgekommen ist. Sie enthält cirka 15 Illustrationen von D. Cionca. Dabei handelt es sich um Holzschnitte, die Situationen aus dem Leben der Protagonisten zeigen. Teilweise sind sie sehr abstrakt, sodass der Betrachter einige Mühe hat, zu erkennen, welche Szene dargestellt ist.

„Barfuß“ ist kein für sich stehender Roman, sondern kann vielmehr mit Micu / Manolescu als in einen größeren Romanzyklus gehörend betrachtet werden. Die Autoren sehen im 1961 erschienenen „Jocul cu moartea“ [„Das Spiel mit dem Tod“] die Fortsetzung des Ro- mans „Barfuß“, die im Bukarest des Jahres 1917 ihren Handlungsort hat. Alsdann wird der Roman „Pădurea nebună” [„Der verrückte Wald“], der 1966 erschien und ebenfalls Darie zum Haupthelden hat, genannt. Nach „Barfuß“ sei dies der beste Roman Stancus, meinen Micu / Manolescu.27 Anderes ist von Diac zu hören, die auch in Anlehnung an Crohmălni- ceanu im Falle des Romans „Barfuß“ von einer permanenten Baustelle spricht. Stancu habe ihn so lange komplettiert und verbessert bis er ihn zerstört habe.28

Bereits 1969 war „Barfuß“ in 28 Sprachen übersetzt, wenn man dem Umschlagtext der deutschen Ausgabe dieses Jahres Glauben schenken darf.29

[...]


1 Stancu (1969), S. 298.

2 Stancu (1969), S. 430.

3 Vgl. Stancu (1945).

4 Calinescu / Vianu (1989), zit. nach Buzincu (2003, S. 82.

5 Gillen führt hier den Leitartikel in der "literaturnaja gaseta" an, der am 29.5.1932 erschien. Dort formuliert sein Autor, Iwan Gronskij, in dieser Form erstmalig: "Die Grundlage der Sowjetliteratur ist die Methode des revolutionären sozialistischen Realismus", Gronskij, zit. nach Gillen (2005), S. 21.

6 Edba., S. 20.

7 Vgl. Soldat (2009), S. 3.

8 Zit. nach ebda.

9 Gillen (2005), S. 21.

10 Ebda., S. 22.

11 Ebda., S. 23.

12 Buzincu (2003), S. 75, Übersetzung: JV.

13 Vgl. ebda., S. 80, Übersetzung: JV.

14 Ebda, S. 84, Übersetzung: JV.

15 Vgl. ebda., Übersetzung: JV.

16 Popovici (o.J.), S. 18.

17 Vgl. Buzincu (2003), S. 85, Übersetzung: JV.

18 Vgl. Olărescu (2007), S. 102, Übersetzung: DO.

19 Pätzke (2003).

20 Grotewohl, zit. nach Soldat (2009), S. 2.

21 Vgl. ebda., S. 3.

22 Vgl. Olărescu (2007), S. 102.

23 Vgl. Pätzke (2003).

24 Vgl. Diac (2007).

25 Vgl. ebda.

26 Vgl. Marcov (2013).

27 Vgl. Micu / Manolescu (1968), S. 194f.

28 Vgl. Crohmălniceanu, zit. nach Diac (2007).

29 Vgl. Stancu (1969).

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
"Barfuß" von Zaharia Stancu als Roman des Sozialistischen Realismus in Rumänien
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Armut auf dem Balkan: politische, gesellschaftliche und ökonomische Krisen im Spiegel der Literatur
Autor
Jahr
2014
Seiten
25
Katalognummer
V282470
ISBN (eBook)
9783656818625
ISBN (Buch)
9783656818687
Dateigröße
649 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rumänien, Roman, Sozialistischer Realismus, Zaharia Stancu, Stancu, Barfuß, Descult, Südosteuropa, Südosteuropastudien, Donau, 1948, Volksrepublik Rumänien, Leibeigenschaft, 20. Jahrhundert, DDR, Sowjetunion, Literatur, Literaturkritik
Arbeit zitieren
Janka Vogel (Autor), 2014, "Barfuß" von Zaharia Stancu als Roman des Sozialistischen Realismus in Rumänien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282470

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