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Aufgaben, Methoden und Ziele der sozialpädagogischen Familienhilfe

Titel: Aufgaben, Methoden und Ziele der sozialpädagogischen Familienhilfe

Akademische Arbeit , 2007 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin Esther Ruoß (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die SPFH in Deutschland hatte in den 60er Jahren in Berlin ihren Anfang. Aus einer Notsituation heraus – damals waren alle Heime überbelegt – hatte der damaligen Berliner Heimleiter aller staatlichen Kinderheime – Martin Bonhoeffer – die Idee, fünf Kinder, die vorübergehend Betreuung brauchten, anstatt im Heim, von einem arbeitslosen Freund in der Wohnung der Kinder betreuen zu lassen. Dies wurde damals jedoch nicht vom zuständigen Bezirksamt genehmigt. Aus Bonhoeffers Idee heraus schloss sich 1969 eine Gruppe von Erziehern, Sozialarbeitern, Soziologen und Pädagogen zusammen, die den Verein „Berliner Gesellschaft für Heimerziehung e.V.“ gründeten und deren Anliegen es war, neue erzieherische Konzepte und Strategien zu entwickeln. Die Gruppe um Bonhoeffer entwickelte dessen Idee der Alternative zur Fremdunterbringung weiter und so konnten bald erstmals fünf Kinder, deren Mutter ins Krankenhaus musste, zu Hause betreut werden, anstatt im Heim. Aufgrund dieses erfolgreichen ersten Einsatzes konnten weitere Einsätze des Familienhilfsangebots durchgeführt werden. Die Anfänge der SPFH liegen also in der Familienpflege, um bei Abwesenheit der Mutter oder der Hauptbetreuungs-person, die Versorgung der Kinder und die Haushaltsführung weiter zu gewährleisten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entstehung der Sozialpädagogischen Familienhilfe

2. Modelle von Sozialpädagogischer Familienhilfe

3. Rechtliche Grundlagen

4. Rahmenbedingungen

4.1. Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Familien

4.2. Rahmenbedingungen für die Arbeit der Familienhelfer

5. Zielgruppe

5.1. Lebenswelt

5.2. Problemlagen

6. Aufgaben und Ziele

7. Methoden der Sozialpädagogischen Familienhilfe

7.1. Hilfeplangespräch

7.2. Lebenswelt- oder Alltagsorientierung

7.3. Empowerment und Ressourcenorientierung

7.4. Systemischer Ansatz

8. Ablauf einer Betreuung durch die Sozialpädagogische Familienhilfe

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) als ambulantes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie Methoden der SPFH zur Stärkung der Resilienz in belasteten Familien beitragen können.

  • Historische Entwicklung und gesetzliche Verankerung der SPFH
  • Strukturmodelle und Rahmenbedingungen der praktischen Familienarbeit
  • Charakterisierung der Zielgruppen und deren spezifische Problemlagen
  • Methoden der SPFH wie Hilfeplangespräche, Lebensweltorientierung, Empowerment und systemische Ansätze

Auszug aus dem Buch

Systemischer Ansatz

In eine ganzheitliche und ressourcenorientierte Sichtweise der Familie fügt sich der systemische Ansatz ein, der die Familie als Kommunikations- und Beziehungssystem in den Vordergrund stellt. Der systemische Ansatz ist heute am meisten im methodischen Handeln der SPFH verbreitet und integriert in gewisser Weise auch den Lebensweltorientierten Ansatz und Empowerment. Dies drückt auch Manfred Enders in seiner Beschreibung des systemischen Ansatzes aus: „Bei dem systemischen Ansatz geht es darum, bei den Klienten vorhandene Fähigkeiten, Strukturen und Ressourcen für die Zusammenarbeit zu nutzen. Daher gilt es, den Klienten in ihrem Bezugsrahmen zu begegnen und deren persönliche Kompetenzen zu steigern. Sozialarbeit in diesem Sinne ist ein kommunikativer Prozess für die gemeinsame Entwicklung von Lösungsstrategien.“

Aus systemtheoretischer Sicht lebt die Familie von Kommunikation und Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder (Subsysteme) untereinander. Durch Kommunikation und Interaktion werden Systemgrenzen gezogen, d.h. es gelten z.B. Regeln, Werte und Normen in einer Familie, durch die diese sich von anderen abgrenzt und ihre eigene Identität definiert. Die Systemgrenzen können rigide und starr sein, wenn geltende Regeln, Werte und Normen nicht zur Disposition gestellt werden dürfen, oder durchlässig sein, wenn die Familie offen für Veränderung und den Austausch mit ihrer Umwelt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der SPFH als vielseitiges Arbeitsfeld, das insbesondere Familien mit multipler Risikobelastung durch Einbeziehung der gesamten Familie unterstützt.

1. Entstehung der Sozialpädagogischen Familienhilfe: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge der SPFH in den 60er Jahren in Berlin nach, die aus der Notwendigkeit alternativer Betreuungsformen zur Heimerziehung entstanden.

2. Modelle von Sozialpädagogischer Familienhilfe: Hier werden unterschiedliche Organisationsformen und Qualifikationsanforderungen an Familienhelfer sowie die Auswirkungen von Laienansätzen im Vergleich zu professionellen Teams diskutiert.

3. Rechtliche Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Verankerung der SPFH als gesetzliche Leistung in § 31 SGB VIII sowie die Bedeutung von Kindeswohl und fachlichen Kriterien bei der Hilfeleistung.

4. Rahmenbedingungen: Es werden die spezifischen Settings für die Arbeit in den Familien sowie die notwendigen Supervisions- und Reflexionsstrukturen für Familienhelfer beschrieben.

5. Zielgruppe: Dieser Abschnitt analysiert die Lebenswelt und die Problemlagen der Klienten, insbesondere im Hinblick auf Multiproblemfamilien und deren sozioökonomische Hintergründe.

6. Aufgaben und Ziele: Hier werden die Kernaufgaben der SPFH definiert, die auf die Aktivierung von Ressourcen und Hilfe zur Selbsthilfe ausgerichtet sind.

7. Methoden der Sozialpädagogischen Familienhilfe: Das zentrale Kapitel stellt methodische Ansätze wie das Hilfeplangespräch, die Lebensweltorientierung, Empowerment sowie den systemischen Ansatz in den Kontext der Resilienzförderung.

8. Ablauf einer Betreuung durch die Sozialpädagogische Familienhilfe: Abschließend wird der phasenorientierte Ablauf einer SPFH-Maßnahme von der Probezeit bis zur Ablösungsphase dargestellt.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogische Familienhilfe, SPFH, Erziehungshilfe, Resilienz, Lebensweltorientierung, Empowerment, Systemischer Ansatz, Hilfeplanung, SGB VIII, Multiproblemfamilien, Ressourcenorientierung, Sozialarbeit, Kinder- und Jugendhilfe, Familienhelfer, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Aufgaben, Methoden und Zielen der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) als ambulante Maßnahme der Erziehungshilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entstehung, die rechtliche Basis, die Zielgruppenanalyse sowie die methodische Ausgestaltung der SPFH unter dem Aspekt der Resilienzförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die SPFH Familien in schwierigen Lebenslagen ganzheitlich unterstützt, um deren Kompetenzen zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, gesetzlichen Rahmenbedingungen und fachlichen Konzepten der Sozialen Arbeit basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung von Modellen, Rahmenbedingungen, Zielgruppenmerkmalen sowie ein breites Spektrum an Methoden wie Hilfeplanung, Empowerment und systemische Beratung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind SPFH, Erziehungshilfe, Resilienz, Empowerment, Systemischer Ansatz, Lebensweltorientierung und Ressourcenorientierung.

Welche Bedeutung hat das Hilfeplangespräch für die Praxis?

Das Hilfeplangespräch dient nicht nur der rechtlichen Evaluation, sondern fungiert als sozialpädagogische Methode, um im Dialog mit der Familie Ziele auszuhandeln und Vertrauen aufzubauen.

Wie unterscheidet sich der systemische Ansatz von anderen Methoden?

Der systemische Ansatz betrachtet die Familie als Kommunikationssystem, bei dem nicht das Individuum, sondern die Interaktion und die Funktionalität von Regeln und Beziehungen im Zentrum stehen.

Warum ist Supervision für Familienhelfer essenziell?

Aufgrund der extremen Belastungen im Privatraum der Klienten ist eine systemische Reflexion des beruflichen Handelns notwendig, um die Qualität der Arbeit zu sichern und psychische Entlastung für die Helfer zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aufgaben, Methoden und Ziele der sozialpädagogischen Familienhilfe
Hochschule
Evangelische Hochschule Ludwigsburg (ehem. Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg; Standort Ludwigsburg)
Note
1,3
Autor
Diplom-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin Esther Ruoß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
33
Katalognummer
V282503
ISBN (eBook)
9783656768821
ISBN (Buch)
9783668139473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aufgaben methoden ziele familienhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin Esther Ruoß (Autor:in), 2007, Aufgaben, Methoden und Ziele der sozialpädagogischen Familienhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282503
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Leseprobe aus  33  Seiten
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