Die häufigsten Achillessehnenbeschwerden beim Sport werden in dieser Ausarbeitung vorgestellt: Achillodynie, Bursitis subachillea/ Haglund Pseudoexostose sowie dorsaler Versensporn/ distale achilläre Insertionstendopathie. Die Beschwerden werden definiert und vor allem im Hinblick auf Diagnostik und Therapie erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Achillodynie
1.1. Definition:
1.2. Ätiologie und Epidemiologie
1.3. Pathogenese
1.4. Diagnostik:
1.5. Therapie
2. Bursitis subachillea/Haglund Pseudoexostose
2.1. Definition:
2.2. Ätiologie:
2.3. Pathogenese
2.4. Diagnostik:
2.5. Therapie:
3. Dorsaler Fersensporn/distale achilläre Insertionstendopathie
3.1. Definition:
3.2. Ätiologie:
3.3. Pathogenese:
3.4. Diagnostik:
3.5. Therapie:
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen detaillierten Überblick über verschiedene chronische Achillessehnenbeschwerden im sportlichen Kontext zu geben, um deren Ursachen, diagnostische Kriterien und therapeutische Ansätze fundiert darzulegen.
- Definition und Charakterisierung von Achillodynie
- Einfluss von Belastungsfaktoren und anatomischen Prädispositionen
- Differentialdiagnostische Abgrenzung von Bursitis subachillea und Haglund-Pseudoexostose
- Vergleich diagnostischer Verfahren (Palpation, Sonographie, MRT)
- Konservative und operative Therapiestrategien bei Sehnenbeschwerden
Auszug aus dem Buch
1.3. Pathogenese
Die Entwicklung einer Achillodynie beginnt durch „zunehmende degenerative Veränderungen im Zentrum der Achillessehne“ (Wirth 2002), die durch verschiedene Faktoren begünstigt werden (s. Abb. 1.). Diese Achillessehnendegeneration wird durch eine geringere Durchblutung im Bereich 2-6cm proximal des kalkanearen Ansatzes der Sehne initiiert. Dabei kommt es zu einem „Missverhältnis zwischen repetitiver Mikrotraumatisierung und regenerativer Fähigkeit der Sehne“ (Wirth 2002).
Der Verlauf der Achillodynie ist phasenhaft: Zunächst tritt der Schmerz nur zu Beginn der Laufbelastung (Anlaufschmerz) auf, später kommt ein Nachbelastungs- und Ruheschmerz der Sehne dazu, bis die Aufnahme einer Laufbelastung schließlich aufgrund der Schmerzen nicht mehr möglich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Achillodynie: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild als belastungsinduzierten degenerativen Schaden und erläutert dessen ätiologische Ursachen, den phasenhaften Verlauf sowie die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.
2. Bursitis subachillea/Haglund Pseudoexostose: Es wird die entzündliche Reizung der Bursa subachillea durch mechanische Kompression beschrieben, wobei insbesondere auf die anatomische Rolle des Haglund-Höckers eingegangen wird.
3. Dorsaler Fersensporn/distale achilläre Insertionstendopathie: Dieses Kapitel behandelt den degenerativen Schaden am achillären Sehnen-Knochen-Übergang, inklusive der spezifischen histologischen Veränderungen und der Abgrenzung zu anderen Achillessehnenerkrankungen.
Schlüsselwörter
Achillodynie, Achillessehne, Sportorthopädie, Bursitis subachillea, Haglund-Pseudoexostose, Dorsaler Fersensporn, Insertionstendopathie, Pathogenese, Diagnostik, Therapie, Laufbelastung, Degeneration, Mikrotraumata, Sonographie, Konservative Behandlung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der sportorthopädischen Untersuchung und Einordnung chronischer Beschwerden im Bereich der Achillessehne.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Achillodynie, die Bursitis subachillea (in Verbindung mit der Haglund-Pseudoexostose) sowie der dorsale Fersensporn beziehungsweise die distale achilläre Insertionstendopathie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine präzise Differenzierung der genannten Krankheitsbilder hinsichtlich ihrer Definition, ihrer Ursachen und der notwendigen diagnostischen sowie therapeutischen Schritte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse relevanter sportmedizinischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich kapitelweise in die Beschreibung der drei Hauptpathologien, wobei für jedes Krankheitsbild Definition, Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie detailliert aufbereitet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Achillodynie, Insertionstendopathie, Bursitis, Sportorthopädie und degenerative Sehnenschäden charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Diagnostik der Achillodynie von der distalen Insertionstendopathie?
Während die Druckdolenz bei der Achillodynie eher flächig durch einen Zangengriff auslösbar ist, zeigt sich die Schmerzhaftigkeit bei der distalen Insertionstendopathie punktuell am Sehnenansatz.
Warum ist eine exzentrische Dehnung bei der Therapie der Achillodynie so wichtig?
Exzentrisches Training der Wadenmuskulatur zeigt wissenschaftlich belegt eine hohe Wirksamkeit bei der Regeneration der Sehne, da es die belastungsinduzierten degenerativen Veränderungen positiv beeinflusst.
- Arbeit zitieren
- Marcel Basler (Autor:in), 2014, Chronische Achillessehnenbeschwerden in der Sportorthopädie. Diagnostik und Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282566