Formen und Wirkung von störenden chemischen Kampfstoffen


Akademische Arbeit, 2008

10 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Formen und Wirkung von chemischen Kampfstoffen

2. Reizkampfstoffe
2.1. Augenreizstoffe
2.2. Nasen- und Rachenreizstoffe

3. Psychokampfstoffe

Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Einleitung

In der heutigen Zeit ist der Einsatz von chemischen Kampfstoffen verpönt und wird geächtet. Trotzdem kann der Einsatz dieser nicht ausgeschlossen werden, wie aus der Geschichte der letzten Jahre ersichtlich ist. In vielen Ländern gibt es große Mengen an Restbeständen und Altlasten, die jederzeit einsatzbereit sind.

1. Formen und Wirkung von chemischen Kampfstoffen

Chemische Kampfstoffe werden in zwei Gruppen gegliedert. Dabei unterscheidet man verlustbringende Kampfstoffe und störende Kampfstoffe. Der Einsatz von verlustbringenden Kampfstoffen hat entweder den Tod oder längere Ausfälle zur Folge. Die Letalität ist dabei von der Dosis abhängig. Die Wirkung von störenden Kampfstoffen ist hingegen nur kurzfristig vorhanden, tritt jedoch schnell ein. Der Einsatz von störenden Kampfstoffen führt zu einer zeitweiligen Handlungsunfähigkeit von maximal 24 Stunden.

Die weitere Einteilung von chemischen Kampfstoffen erfolgt nach ihrer Wirkung auf den Menschen. Chemische Kampfstoffe werden im Allgemeinen in folgende Gruppen unterteilt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die folgende Arbeit geht ausschließlich näher auf die Gruppe der störenden Kampfstoffe ein. Dabei werden sowohl Eigenschaften und Struktur sowie Wirkung und Symptome der einzelnen Stoffe erläutert.

2. Reizkampfstoffe

Reizkampfstoffe gehören zur Gruppe der störenden Kampfstoffe. Der Zweck des Einsatzes von Reizkampfstoffen liegt darin, eine zeitweilige Handlungsunfähigkeit bei den kontaminierten Personen hervorzurufen. Die Wirkung dieser Kampfstoffart wird, anders als bei verlustbringenden Kampfstoffen, durch die Reizschwelle und die Erträglichkeitsgrenze definiert. Reizkampfstoffe werden einerseits in die Gruppe der Augenreizstoffe und andererseits in die Gruppe der Nasen- und Rachenreizstoffe gegliedert.

2.1. Augenreizstoffe

Augenreizstoffe, allgemein aufgrund ihrer Wirkung auch als Tränengase bekannt, verursachen bei den Betroffenen starken Tränenfluss. Die vorübergehende Kampfunfähigkeit wird durch eine Verminderung der Sehleitung erzielt. Augenreizstoffe sind halogenierte organische Verbindungen mit unterschiedlicher chemischer Struktur. Die bekanntesten Vertreter sind Chloracetophon (CN) und Chlorbenzylidenmalondinitril (CS).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 1

CN, auch Phenacylchlorid, ist ein farbloses kristallines Pulver. Die Farbe des technischen Produkts kann grau bis gelb sein. CN hat einen angenehmen, obstähnlichen Geruch. CN wird in Form von Aerosolen eingesetzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

CS, auch 2-Chlorbenzyliden-malonsäuredinitril, ist eine weiße kristalline Substanz mit pfefferartigem Geschmack. Der Stoff ist schlecht in Wasser, aber gut in organischen Lösungsmitteln löslich. CS ist das Standarttränengas von Polizeieinheizen und kommt als Aerosol zum Einsatz. CS wird auch bei Gas- und Schreckschusswaffen verwendet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Wirkung von Augenreizstoffen tritt sofort nach Kontakt mit dem Kampfstoff ein und endet mit dem Verschwinden des Kampfstoffes (beispielsweise durch Auswaschen der Augen). Der Einsatz von Augenreizstoffen führt zu Augenschmerzen, Tränenfluss, Fremdkörpergefühl, einem Lidkrampf, verbunden mit Sehschwächen und in Extremfällen vorübergehender Blindheit. Augenreizstoffe wirken in erster Linie auf die Augen. Bei hohen Konzentrationen kann eine Reizung der Atemwege auftreten. Dabei kommt es zu Husten, Brechreiz, Brennen in der Luftröhre und einem Engegefühl in der Brust. Solche Konzentrationen können auch zu einem Brennen auf der schweißnassen Haut und Hautrötungen führen.

2.2. Nasen- und Rachenreizstoffe

Diese Gruppe der Reizstoffe wirkt auf die Atemwege, die Speisewege und die Haut. Nasen- und Rachenreizstoffe sind organische Arsenverbindungen mit zwei aromatischen Resten. Diese Verbindungen enthalten eine Chlor- oder Cyanidgruppe und kommen in Form von Aerosolen zum Einsatz. Die bekanntesten Vertreter dieser Kampfstoffgruppe sin Clark I, Clark II und Adamsit.

[...]


1 Vgl. Trieb. 1995. a.a.O. Datenblätter.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Formen und Wirkung von störenden chemischen Kampfstoffen
Hochschule
Theresianische Militärakademie Wien  (Institut für Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie)
Veranstaltung
Lehrveranstaltung
Note
1
Autor
Jahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V282581
ISBN (eBook)
9783656770428
ISBN (Buch)
9783668139640
Dateigröße
442 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
formen, wirkung, kampfstoffen
Arbeit zitieren
Markus Schnedlitz (Autor), 2008, Formen und Wirkung von störenden chemischen Kampfstoffen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282581

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