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Transatlantische Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik der EU

Title: Transatlantische Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik der EU

Seminar Paper , 2013 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Eisenhuber (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die transatlantischen Beziehungen sind eine der beständigsten Verbindungen auf staatlicher sowie überstaatlicher Ebene. Mit dem Begriff „transatlantisch“ wird in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik grundsätzlich die Beziehung zwischen den USA und der Europäischen Union verstanden. Dies ist einleuchtend, wenn man die sich sicherheitsstrategische Perspektive vor Augen hält. Die Dominanz der USA auf dem amerikanischen Kontinent und die dauerhafte Macht die dadurch ausgestrahlt wird, verstärkt die Position der USA als den Partner der EU in weltpolitischen Fragen. Es gibt vielerlei Gründe und Faktoren weswegen Europa, respektive die EU, grundsätzlich im Konsens mit den USA stehen.

Kurz- und mittelfristig sieht es zwar so aus, dass die EU und die USA eine voneinander abweichende Außen- und Sicherheitspolitik betreiben, aber unter anderem bei den Grundwerten sind sich die EU und die USA eher einer Meinung als zum Beispiel die EU mit China oder Russland. Dieser fundamentale Konsens über die Grundwerte sowie die enge Verflechtung zwischen europäischen und amerikanischer Wirtschafts- und Verteidigungspolitik wird im 2. Kapitel unter stabilisierende Faktoren beschrieben.

Demnach gibt es Grundpfeiler der „transatlantischen Beziehungen“ die einen Konsens eher erwarten lassen, als bei Staaten die nicht aufgrund zum Beispiel historisch enger Beziehungen, seit jeher einen regen Austausch betreiben. Im 3. Kapitel werden die Beziehungen zwischen den USA und der EU auf Basis von Strategieentwürfen analysiert. Vor allem nach dem Kalten Krieg versuchte die EU durch Abkommen eine neue Politik mit den USA zu prägen.

Das 4. Kapitel wird sich mit der „Rolle der NATO“ im Bezug auf Interessenskonflikte der EU-Staaten mit den NATO-Staaten beschäftigen. Dadurch, dass es Staaten gibt, die sowohl in der EU als auch in der NATO sind, besteht die Gefahr einer Vermischung der Interessen sowie eine Heterogenität der Meinungen unter den EU-Staaten. Seit 9/11 (11. September 2001) gibt es vermehrt Spannungen in der Ausrichtung der „Verteidigungspolitik“ von EU-Staaten und der USA. Auf diesen Punkt wird im 5. Kapitel eingegangen, wo die Diskrepanzen zwischen einzelnen EU-Staaten mit anderen EU-Staaten sowie der USA eingegangen wird, dabei wird auch die Rolle der NATO wieder ein gewichtiges Thema mitspielen, da durch die „Berlin-Plus-Vereinbarung“ die militärische Macht der EU schon kurz nach ihrer Formierung schon wieder geschwächt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DARSTELLUNG DER THEMATIK UND PRÄZISIERUNG DES BEGRIFFS „TRANSATLANTISCHE BEZIEHUNGEN“

2. STABILISIERENDE FAKTOREN DER „TRANSATLANTISCHEN BEZIEHUNGEN“

3. STRATEGIEENTWÜRFE

3.1. DIE TRANSATLANTISCHE DEKLARATION // THE TRANSATLANTIC DECLARATION

3.2. THE NEW TRANSATLANTIC AGENDA (NTA)

3.3. DIE EUROPÄISCHE SICHERHEITSSTRATEGIE // EUROPEAN SECURITY STRATEGY (ESS)

4. DIE ROLLE DER NATO

4.1. BERLIN PLUS VEREINBARUNG (2003): NATO // GASP DER EU

4.2. „AKTUELLE ENTWICKLUNGEN“

5. SPANNUNGEN DER TRANSATLANTISCHEN BEZIEHUNGEN

6. AUSBLICK DER TRANSATLANTISCHEN BEZIEHUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Dynamik und Herausforderungen der transatlantischen Beziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union im Kontext der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP). Ziel ist es, die stabilisierenden Faktoren dieser Partnerschaft aufzuzeigen, die Bedeutung zentraler Strategieentwürfe zu beleuchten und die Rolle der NATO sowie auftretende Spannungsfelder kritisch zu hinterfragen.

  • Historische und strukturelle Fundamente der transatlantischen Partnerschaft.
  • Analyse maßgeblicher Strategieentwürfe wie der Transatlantischen Deklaration und der New Transatlantic Agenda.
  • Die europäische Sicherheitsstrategie von 2003 als sicherheitspolitische Richtschnur.
  • Das Spannungsfeld zwischen EU-Sicherheitspolitik und der Rolle der NATO (Berlin-Plus-Vereinbarung).
  • Die Herausforderung der Konsensfindung in einer multipolaren Weltordnung.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die europäische Sicherheitsstrategie // European Security Strategy (ESS) 2003

Der Auslöser für eine neue Sicherheitsstrategie waren die Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 auf das World Trade Center. In der Einleitung der europäischen Sicherheitsstrategie von 2003 wird zunächst erklärt, dass durch die Schaffung der europäischen Union sich ein friedliches Europa etablieren konnte, in dem Streitigkeiten durch Konsenssuche und –findung gelöst werden. Rechtsstaatlichkeit und Demokratie konnten sich gegen autoritäre Regime durchsetzen. Die Vereinigten Staaten konnten, vor allem im Rahmen der Nato einen essentiellen Beitrag leisten um den Einigungsprozess Europas voranzutreiben. Durch die massive wirtschaftliche Stärke der EU Ländern (ein Viertel des weltweiten Bruttosozialprodukts wird von der EU erwirtschaftet), muss sich die EU zwangsläufig als einer der „Bigplayer“ der globalen Mächte verstehen und somit auch ihre Sicherheitsstrategie anpassen.

In der Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) wurden zunächst die Bedrohungen für Europa dargelegt. Basierend auf globalen Herausforderungen und (potenziellen) Bedrohungen wurden dann strategische Ziele definiert um eben diese Bedrohungen abzuwenden. Abschließend wurden in der ESS die Auswirkungen auf die europäische Politik diskutiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DARSTELLUNG DER THEMATIK UND PRÄZISIERUNG DES BEGRIFFS „TRANSATLANTISCHE BEZIEHUNGEN“: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und definiert die transatlantischen Beziehungen als strategisch wichtige Verbindung zwischen den USA und der EU.

2. STABILISIERENDE FAKTOREN DER „TRANSATLANTISCHEN BEZIEHUNGEN“: Es werden die historischen Wurzeln und wirtschaftlichen Verflechtungen aufgezeigt, die als Grundpfeiler der stabilen Partnerschaft zwischen Europa und den USA dienen.

3. STRATEGIEENTWÜRFE: Dieses Kapitel analysiert die wichtigsten politischen Abkommen und Strategiepapiere wie die Transatlantische Deklaration und die ESS, die den Rahmen der Zusammenarbeit definieren.

4. DIE ROLLE DER NATO: Der Fokus liegt hier auf dem Verhältnis der EU zur NATO, insbesondere der Berlin-Plus-Vereinbarung und den Herausforderungen bei militärischen Interessenüberschneidungen.

5. SPANNUNGEN DER TRANSATLANTISCHEN BEZIEHUNGEN: Es werden aktuelle Konfliktlinien wie der Irak-Krieg oder unterschiedliche strategische Ansätze beleuchtet, die die Kohärenz der EU auf die Probe stellen.

6. AUSBLICK DER TRANSATLANTISCHEN BEZIEHUNGEN: Das Kapitel reflektiert die Rolle der EU in einer multipolaren Welt und die Notwendigkeit einer klaren sicherheitspolitischen Positionierung.

Schlüsselwörter

Transatlantische Beziehungen, Europäische Union, USA, GASP, Sicherheitspolitik, NATO, Strategieentwürfe, Berlin-Plus-Vereinbarung, Terrorismusbekämpfung, Konsensfindung, Multilateralismus, Europäische Sicherheitsstrategie, Außenpolitik, Weltordnung, Global Player.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die transatlantischen Beziehungen zwischen den USA und der EU mit einem spezifischen Fokus auf die sicherheitspolitische Zusammenarbeit und die institutionelle Einbindung innerhalb der GASP.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung der Partnerschaft, die Analyse sicherheitspolitischer Strategiepapiere, die Rolle der NATO als institutioneller Akteur sowie die Analyse von Spannungen innerhalb der europäisch-amerikanischen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit der EU im Verhältnis zu den USA zu bewerten und die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Stimme bei der Bewältigung globaler Herausforderungen hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer Literaturstudie und der Untersuchung primärer Strategiedokumente und Abkommen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung stabilisierender Faktoren, eine Analyse relevanter Strategieentwürfe, die Auseinandersetzung mit der NATO-Rolle sowie eine Erörterung aktueller Spannungsfelder und Zukunftsperspektiven.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie transatlantische Beziehungen, Sicherheitsarchitektur, Konsensfindung, Global Player und Multilateralismus geprägt.

Welche Bedeutung hat die Berlin-Plus-Vereinbarung für das hier beschriebene Verhältnis?

Sie regelt das Vorrecht der NATO bei Kriseneinsätzen, was die Autorin/der Autor als Schwächung der eigenständigen militärischen Rolle der EU interpretiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der EU bei aktuellen Krisen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der EU aufgrund mangelnder Kohärenz bei der Entscheidungsfindung oft eine klare einheitliche Linie fehlt, was ihre Position als verlässlicher Partner schwächt.

Warum wird die Konsensfindung als Herausforderung identifiziert?

Weil unterschiedliche Interessen der Mitgliedstaaten innerhalb der EU die schnelle Entscheidungsfindung in einer multipolaren Welt erschweren, was im Gegensatz zur agileren Position der USA steht.

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Details

Title
Transatlantische Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik der EU
College
University of Vienna
Grade
1,0
Author
Sebastian Eisenhuber (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V282620
ISBN (eBook)
9783656819905
ISBN (Book)
9783656819882
Language
German
Tags
EU Sicherheitspolitik Außenpolitik USA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Eisenhuber (Author), 2013, Transatlantische Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282620
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