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Der Pisoprozess. Ein Vergleich zwischen dem Inhalt des "Consultum de Cn. Pisone Patre" und der "Annales" von Tacitus

Titel: Der Pisoprozess. Ein Vergleich zwischen dem Inhalt des "Consultum de Cn. Pisone Patre" und der "Annales" von Tacitus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Chali Xu (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit langem ist die Idee unter den Gelehrten im Bereich der Forschung der antiken Geschichtsschreibung entstanden, dass die Dokumente eine Hauptquelle sogar manchmal die einzige Quelle für antiken Geschichtsschreiber war. Dieser im modernen Sinn kaum zu bestreitende Schlusspunkt ist jetzt wegen einer Entdeckung eines antiken Dokuments in der reichsten Provinz Baetica des Imperium Romanum zu überprüfen. Die Hauptfiguren, die in diesem Zusammenhang behandelt werden, sind der antike Geschichtsschriftsteller Cornelius Tacitus und seine Beschreibung über den Pisoprozess im Jahr 20 nach unserer Zeitrechnung in Rom, während Tiberius der zweite Alleinherrscher über die römische Welt war.
Die Entdeckung und Lesung der Bronzetafeln vom SCPP haben uns eine Chance gegeben, dass wir den ausführlichen Text von Tacitus Annales über dieses historische Ereignis mit diesem Dokument vergleichen dürfen und nachdenken können, in wieweit die beiden übereinstimmten, ob die Meinung Tacitus vom Senatus Consultum abweicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

SCPP und entsprechende Artikel in Annales

1. Der Vergleich zwischen SCPP und Annales

1.1. Unterschiedlicher Umfang bei SCPP und Annales

1.2. Interessante Ereignisse in Annales im Detail

1.3. Merkwürdige Angelegenheiten im SCPP

A. Klagepunkt gegen Piso über Vonones

B. Visellius Karus und Sempronius Bassus als Begleiter von Piso

C. Danksagung an die plebs und die Soldaten in der Provinz

2. Die Nutzung der Quellen bei Tacitus

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis und die Diskrepanzen zwischen dem archäologisch belegten Senatus Consultum de Cn. Pisone Patre (SCPP) und der literarischen Darstellung des Pisoprozesses in den Annales des Historikers Tacitus, um die Zuverlässigkeit antiker Geschichtsschreibung kritisch zu hinterfragen.

  • Vergleich des Umfangs und der narrativen Schwerpunkte zwischen dem SCPP und Tacitus.
  • Analyse der Rolle von Germanicus und Piso im Kontext römischer Machtpolitik.
  • Untersuchung der quellenkritischen Herausforderungen bei der Arbeit von Tacitus.
  • Betrachtung der moralphilosophischen Dimensionen antiker Geschichtsschreibung.
  • Evaluation der Bedeutung öffentlicher Dokumente versus literarischer Gestaltung.

Auszug aus dem Buch

1. Der Vergleich zwischen SCPP und Annales

Betreffs beider Texte kann anschaulich gemacht werden, dass der Umfang bei beiden unterschiedlich ist und aus diesem Grund unterschiedliche Ereignisse erwähnt wurden, es wurden sogar die gleichen Ereignisse in unterschiedlicher Tiefe und Breite beschrieben.

1.1. Unterschiedlicher Umfang bei SCPP und Annales

Im SCPP wird über die Festlegung des Gerichtsprozesses und Senatsbeschlusses gegen Cn. Calp. Piso geschrieben, während in Tacitus Annales bezüglich der chronologischen Folge der Prozess und der Senatsbeschluss im Buch 3 Kapitel 17 und 18 genannt werden.

Die Gliederung des SCPPs kann wie folgt gesehen werden:

a Das Präskript in Z. 1-4

b Die relatio des Tiberius in Z. 4-11

c Dank des Senats an die Götter und an Tiberius in Z. 12-22

d Schilderung der Tatbestände, die zur Anklage und zur Verurteilung des Cn. Piso pater geführt haben in Z. 23-70

e Entscheidung des Senats über die vier Punkte der relatio des Tiberius in Z. 71-123

f Danksagungen des Senats in Z. 123-165

g Der Beschluss über die Publikation. Die Schlussformel in Z. 165-173

h Die subscriptio des Tiberius in Z. 174-176

Zusammenfassung der Kapitel

SCPP und entsprechende Artikel in Annales: Einleitende Darstellung der Bedeutung der Entdeckung der Bronzetafeln des SCPP für die Überprüfung der historischen Korrektheit von Tacitus’ Schriften.

1. Der Vergleich zwischen SCPP und Annales: Detaillierte Gegenüberstellung der inhaltlichen Ausgestaltung des Pisoprozesses im offiziellen Senatsdokument und in der historischen Erzählung.

2. Die Nutzung der Quellen bei Tacitus: Reflexion über die Arbeitsweise von Tacitus als Historiker und die Frage, inwieweit er offizielle Dokumente, Fama und literarische Mittel zur Konstruktion seiner Darstellung einsetzte.

Schlüsselwörter

Senatus Consultum de Cn. Pisone Patre, Tacitus, Annales, Pisoprozess, Tiberius, Germanicus, Quellenkritik, Antike Geschichtsschreibung, Römische Geschichte, Senatsbeschluss, Drama, Historische Authentizität, Politische Moral, Tradition, Imperium Romanum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen einem offiziellen antiken Dokument (dem SCPP) und der literarischen Geschichtsschreibung des Tacitus anhand des Pisoprozesses im Jahr 20 n. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen Kaiser Tiberius, Germanicus und Piso, die Bedeutung der Moral in der römischen Gesellschaft und die quellenkritische Einordnung antiker Texte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob und inwieweit die Darstellung des Tacitus vom SCPP abweicht und welche Gründe für diese Differenzen, insbesondere in der moralischen Bewertung, vorliegen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, bei der der Inhalt des Senatsbeschlusses direkt mit der erzählerischen Struktur in den Annales des Tacitus gegenübergestellt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den konkreten Vergleich der Prozessdokumente, die Analyse einzelner Fallbeispiele wie den Tod von Germanicus und Martina sowie die Reflexion über Tacitus’ Quellenwahl und seinen Anspruch als Historiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind SCPP, Tacitus, Pisoprozess, Quellenkritik, Tiberius, Germanicus und die antike Historiographie.

Welche Bedeutung kommt dem SCPP für die moderne Forschung zu?

Das SCPP dient als primäre Quelle, die es der modernen Forschung ermöglicht, die historische Genauigkeit und die literarische Freiheit von Tacitus' Berichterstattung empirisch zu überprüfen.

Warum spielt die Moral bei Tacitus eine so wichtige Rolle?

Für Tacitus ist die Geschichtsschreibung eng mit moralischen Urteilen verknüpft; der Verlust der alten republikanischen Werte unter dem Kaisertum ist ein Leitmotiv seiner Darstellung.

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Details

Titel
Der Pisoprozess. Ein Vergleich zwischen dem Inhalt des "Consultum de Cn. Pisone Patre" und der "Annales" von Tacitus
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2,3
Autor
Chali Xu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V282649
ISBN (eBook)
9783656818731
ISBN (Buch)
9783656818748
Sprache
Deutsch
Schlagworte
piso tacitus annales geschichtsschreibung vergleich antike rom
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Chali Xu (Autor:in), 2008, Der Pisoprozess. Ein Vergleich zwischen dem Inhalt des "Consultum de Cn. Pisone Patre" und der "Annales" von Tacitus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282649
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Leseprobe aus  21  Seiten
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