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Hunger und Lebensmittelverschwendung. Eine Analyse zu "Taste the Waste"

Title: Hunger und Lebensmittelverschwendung. Eine Analyse zu "Taste the Waste"

Elaboration , 2013 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jennifer Hein (Author)

Sociology - Miscellaneous
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„Immer noch wächst die Produktion von Nahrungsmitteln schneller als die Weltbevölkerung […]. Die globale Ernte erbringt etwa ein Drittel mehr, als für die kalorische Versorgung aller Menschen notwendig wäre“ (Weingärtner; Trentmann 2011: 51). Nach dieser Aussage zu urteilen, dürfte kein Mensch auf der Welt hungern. Leider ist die Realität erschreckend anders. Nach Schätzungen der UN-Welternährungsorganisation hat im Jahr 2009 die Anzahl der unterernährten Menschen die Milliardengrenze erreicht. Besonders zwischen 2005 und 2008 ist die Anzahl enorm gestiegen. Die Rohstoffpreise haben sich in den letzten Jahren enorm gesteigert, sodass sie in Entwicklungsländern im Jahr 2008 24% höher waren, als in den Jahren zuvor. Dadurch, dass die Rohstoffproduktion stärker wächst als die Bevölkerung, wird immer mehr weggeworfen. Wegwerfen führt zu einer Preissteigerung und diese Preissteigerung zu Hunger. Weiterhin landen immer mehr Rohstoffe in der Erzeugung von Energie oder Futtermitteln für die Massentierzucht, anstatt dort, wo die Menschen sie benötigen (vgl. Weingärtner; Trentmann 2011: 51; Bergstreser et. al. 2009: 44-45). In der vorliegenden Arbeit soll dargestellt werden, welche Ausmaße die Lebensmittelverschwendung bezüglich Hungers in der Welt hat. Besonders der Film ‚Taste the Waste‘ spielt bei dieser Betrachtung eine übergeordnete Rolle, da sich hauptsächlich die gezeigten Beispiele analysiert werden.
Zunächst wird sich mit der Definition und Erklärung von Hunger beschäftigt. Es wird dar-gestellt, dass Hunger immer durch eine Interdependenz aus endogenen und exogenen Faktoren entsteht. Weiterhin wird das Modell der Ursachen für Unterernährung vorgestellt und erklärt, da hieraus die einzelnen Faktoren deutlich werden. Nach dieser Erklärung von Hunger, werden die Lebensmittelverschwendung und die Widerverwertung von Müll analysiert. Zunächst soll anhand einiger ausgewählter Beispiele aus dem Film ‚Taste the Waste‘ das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung dargestellt werden. Zugleich werden endogene und exogene Faktoren der Lebensmittelverschwendung zum jeweiligen Beispiel dargestellt. Abschließend wird die Wiederverwertung von ‚Lebensmittelabfällen‘ analysiert und diese mit Pro- und Contra Argumenten aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hunger

III. Lebensmittelverschwendung und die Weiterverwertung von ‚Müll‘

1. Lebensmittelverschwendung

2. „Taste the Waste“ ;Lösungsansätze zur Hungerbekämpfung?!

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen der exzessiven Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen und dem Hunger in Entwicklungsländern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie globale Konsummuster und wirtschaftliche Interdependenzen indirekt zur globalen Unterernährung beitragen.

  • Analyse der Ursachen von Hunger unter Berücksichtigung endogener und exogener Faktoren.
  • Untersuchung des Ausmaßes der Lebensmittelverschwendung anhand der Filmdokumentation "Taste the Waste".
  • Kritische Bewertung von Lösungsansätzen wie Biogasanlagen, Tierfutterproduktion und Tafel-Organisationen.
  • Darstellung der globalen Auswirkungen von Massenkonsum und Agrar-Preisschwankungen.

Auszug aus dem Buch

1. Lebensmittelverschwendung

„Die Mülltonne ist der Spiegel unseres Lebens. Es ist alles drin“ (Taste the Waste 1:16:46min). Mit diesen erschreckenden Worten soll verdeutlicht werden, was im Folgenden in Zahlen ausgedrückt wird. Lebensmittelverschwendung hat ein Ausmaß angenommen, was die Vorstellungskraft der Menschen übersteigt. Pro Jahr werden allein in der EU 90 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Bildlich vorgestellt wäre dies, eine Lastwagenkolonie mit Lebensmitteln rund um den Äquator. Mit diesen Lebensmitteln, die jährlich in der EU und in Nordamerika weggeschmissen werden, könnte man alle hungernden Menschen auf der Welt dreimal ernähren.

In französischen Lebensmittelmärkten werden Frischeprodukte sechs Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) aus den Regalen sortiert und weggeworfen, da diese Lebensmittel keiner mehr kauft. Auch Hilfsorganisationen werden diese Lebensmittel nicht gespendet, da sie zu schnell ablaufen. Dadurch, dass die Vorsorge in der EU immer wichtiger wird und immer mehr Gesetzte verabschiedet werden, die diese Vorsorge unterstützen, wird das MHD immer kürzer. Daraus ergibt sich, dass ein durchschnittlicher Supermarkt in Frankreich zwischen 500-600 Tonnen Lebensmittel im Jahr entsorgt, obwohl viele Produkte noch genießbar wären. Gründe für die Lebensmittelverschwendung sind die strengen Vorgaben der EU und die Ansprüche der Konsumenten. An diesem Beispiel kann gezeigt werden, dass exogene Faktoren, wie die Vorgaben der EU interdependent mit den endogenen Faktoren, den hohen Ansprüchen der Verbraucher sind. Die Verbraucher möchten stets frische Lebensmittel, die EU reagiert darauf und erhöht die Richtlinien. Dadurch erhöht sich wiederrum der Anspruch des Verbrauchers (vgl. Taste the Waste 04:00:00min 07:00:00min).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Problem der globalen Lebensmittelverschwendung ein und verdeutlicht, dass trotz ausreichender weltweiter Nahrungsmittelproduktion der Hunger massiv zunimmt.

II. Hunger: Dieses Kapitel definiert Hunger und Unterernährung und erläutert anhand eines Modells, wie endogene und exogene Faktoren in einem komplexen System zusammenwirken.

III. Lebensmittelverschwendung und die Weiterverwertung von ‚Müll‘: Hier werden die Ausmaße der Verschwendung im globalen Vergleich aufgezeigt und Methoden zur Wiederverwertung sowie deren Ambivalenz kritisch analysiert.

1. Lebensmittelverschwendung: Dieses Unterkapitel illustriert mit konkreten Zahlen und Beispielen aus Handel und Haushalten, welche Rolle Konsumentenansprüche und EU-Richtlinien bei der Verschwendung spielen.

2. „Taste the Waste“ ;Lösungsansätze zur Hungerbekämpfung?!: Hier werden Lösungsansätze wie die energetische Nutzung von Abfällen oder die Tafel-Organisation hinterfragt, wobei insbesondere die indirekten negativen Folgen für die Welternährung beleuchtet werden.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Lebensmittelverschwendung und Hunger untrennbar verbunden sind und mahnt ein Umdenken bei den Konsummustern in Industrieländern an.

Schlüsselwörter

Lebensmittelverschwendung, Hunger, Unterernährung, globale Wirtschaft, Massenkonsum, Taste the Waste, Agrarmärkte, Nachhaltigkeit, Mindesthaltbarkeitsdatum, Globalisierung, Ressourcenmanagement, Welternährung, Biogasanlagen, Tafel, Industrienationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Lebensmittelverschwendung in Industrieländern und dem Hunger in Entwicklungsländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Hauptthemen sind die Definition von Hunger, Ursachen von Unterernährung, die Analyse von Lebensmittelverschwendung sowie die kritische Prüfung von Lösungsansätzen für überschüssige Nahrungsmittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Interdependenz zwischen den Konsumansprüchen in entwickelten Regionen und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Ernährungssituation weltweit darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der detaillierten Auswertung der Filmdokumentation "Taste the Waste" zur Veranschaulichung der Verschwendungsprozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Faktoren der Hungerentstehung, dokumentiert das enorme Ausmaß der Müllproduktion und hinterfragt ökologische sowie soziale Ansätze der Wiederverwertung kritisch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lebensmittelverschwendung, globale Interdependenz, Massenkonsum und Hungerbekämpfung.

Warum wird die energetische Verwertung von Lebensmitteln im Buch kritisch gesehen?

Die Arbeit kritisiert, dass durch die Nachfrage nach Agrarrohstoffen für Biogas- oder Futtermittel die Preise am Weltmarkt steigen, was die Hungerkrise für einkommensschwache Bevölkerungen verschärft.

Welche Rolle spielt der Film "Taste the Waste" in der Argumentation?

Der Film dient als primäre Quelle für Fallbeispiele, um zu verdeutlichen, dass Verschwendung nicht nur ein individuelles Problem ist, sondern systemisch durch Handelsnormen und Konsumwünsche vorangetrieben wird.

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Details

Title
Hunger und Lebensmittelverschwendung. Eine Analyse zu "Taste the Waste"
College
University of Vechta
Course
Hunger
Grade
2,0
Author
Jennifer Hein (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V282661
ISBN (eBook)
9783656819516
ISBN (Book)
9783656819523
Language
German
Tags
hunger lebensmittelverschwendung eine analyse taste waste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Hein (Author), 2013, Hunger und Lebensmittelverschwendung. Eine Analyse zu "Taste the Waste", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282661
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