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Dynamisch verhandelte Online-Ausschreibungen im Bereich der öffentlichen Hand

Kommunale Ausschreibungen am Beispiel der Stadt Mainz - Chancen, Probleme und Auswirkungen auf die regionalen Lieferstrukturen

Title: Dynamisch verhandelte Online-Ausschreibungen im Bereich der öffentlichen Hand

Diploma Thesis , 2002 , 99 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Björn Koch (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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Einleitung
Der Einsatz von Informationstechnologien in den Geschäftsprozessen von Unternehmen und Verwaltung ist bereits seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Bis Ende der 70er Jahre lag der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Forschung auf der Gestaltung abteilungsorientierter
Geschäftsprozesse. Mit der aufkommenden Bedeutung datenintegrierter Lösungen, z.B. SAP verschob sich der Betrachtungswinkel in den 80er Jahren auf unternehmensweite Geschäftsprozesse (vgl. Brenner/ Zarnekow 2001, S. 488). Durch die Etablierung elektronischer Kommunikationsnetzwerke, insbesondere des Word Wide Web (WWW) in den
90er Jahren, haben sich jedoch nochmals völlig neue Möglichkeiten ergeben, auch die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse sind in den Fokus gewandert. Allein ein Blick auf die Entwicklung der Benutzerzahlen macht deutlich, welches Potenzial sich im Bereich Business to Customer direkt eröffnet hat (vgl. zu den Begriffen auch Kap. 2.1). Für das Erreichen von 50 Mio. Benutzern in den USA hat das Radio noch 38 Jahre gebraucht, das Internet brauchte dafür nur 5 Jahre (vgl. Abb. 1).
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Bedeutung der Internetökonomie

2.2 Öffentliche Vergabe von Leistungen

2.2.1 Rechtliche Grundlagen

2.2.2 Ziele der Beschaffungspolitik

2.3 Grundlagen der Auktionstheorie

2.4 Kosten der Beschaffung

2.5 Electronic Commerce

2.5.1 Erweiterte Beschaffungsmöglichkeiten

2.5.2 Elektronische inverse Auktionen

2.5.3 Erfolgsfaktoren elektronischer inverser Auktionen

2.5.4 Erläuterung der Trade2B Internet-Plattform für dynamische Ausschreibungen

2.6 Die räumliche Komponente des eBusiness

3 Die Beschaffung der öffentlichen Hand

3.1 Der Beschaffungsvorgang

3.1.1 Eingliederung der Beschaffungsaufgabe in die Verwaltung

3.1.2 Güterstruktur der öffentlichen Beschaffung

3.1.3 Anforderungen an das beschaffende Personal

3.1.4 Probleme der derzeitigen Beschaffungspraxis

3.1.5 Beschaffung bei der Stadt Mainz

3.2 Aktivitäten zum Thema öffentliche elektronische Beschaffung

3.2.1 „Öffentlicher Eink@uf Online”

3.2.2 „Bremen Online Services”

3.2.3 Die Qualifizierte Digitale Signatur

3.3 Durchführung von vier Pilotbeschaffungen mithilfe inverser Auktionen

3.3.1 Beschaffung zweier Server

3.3.2 Beschaffung zweier Bauleistungen

3.3.3 Beschaffung einer Schulverwaltungssoftware

3.3.4 Beschaffung eines Großflächenrasenmähers

4 Auswertung

4.1 Einsparungen

4.2 Auswirkungen auf die regionalen Lieferbeziehungen

4.3 Künftige Anforderungen an die beschaffende Seite

4.4 Künftige Herausforderungen an die Lieferanten

5 Resümee und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit dynamisch verhandelte Online-Ausschreibungen mittels inverser Auktionen ein geeignetes Instrument für die öffentliche Hand darstellen, um Beschaffungsprozesse effizienter zu gestalten und Einstandspreise zu senken. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Nutzbarkeit dieses Instruments unter den spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen der deutschen Vergabepraxis.

  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für elektronische Auktionen bei der öffentlichen Vergabe.
  • Untersuchung von Prozesskosteneinsparungen und Reduktion der Einstandspreise durch eProcurement.
  • Praktische Erprobung und Auswertung von Pilotbeschaffungen der Stadt Mainz.
  • Beleuchtung der räumlichen Auswirkungen elektronischer Beschaffungsverfahren.
  • Herausforderungen und Anforderungen an öffentliche Auftraggeber und Lieferanten.

Auszug aus dem Buch

2.5.2 Elektronische inverse Auktionen

Bezüglich des Preises wird im traditionellen Schrifttum im Wesentlichen auf drei sich dynamisch verändernde Komponenten eingegangen. Dies sind die Zielfunktionen eines Unternehmens, die Kosten für die Herstellung eines Produktes und die Markt- und Wettbewerbssituation (vgl. Wirtz 2000, S. 200). Hilke sieht eine Zielfunktion dann als dynamisch an, wenn ein Unternehmen nicht zeitindifferent bezüglich des Absatzes seiner Produkte ist (vgl. Hilke 1978, S. 16 f.). Die Veränderungen der Markt- und Wettbewerbssituation ist die wichtigste der drei dargestellten Komponenten, wie auch Wirtz feststellt (vgl. Wirtz 2000, S. 201). Auktionen sind in der Lage, Preise flexibel beim Aufeinander treffen von Angebot und Nachfrage in Abhängigkeit der Markt- und Wettbewerbsbedingungen zu bilden und hierbei vier wesentliche Funktionen zu erfüllen (vgl. Wirtz 2000, S. 201):

! Koordinationsfunktion: Auktionen ermitteln markträumende Preise, die das Angebot und die Nachfrage so koordinieren, dass alle Produkte abgesetzt werden können.

! Preisbildungsfunktion: Auktionen können auch für kaum oder selten gehandelte Güter Preise ermitteln, ohne auf Schätzungen zurückgreifen zu müssen.

! Allokationsfunktion: Auktionen können als Allokationsmechanismus für schwer zu vermarktende/ beschaffende Produkte dienen.

! Distributionsfunktion: Auktionen sind geeignet, eine große Zahl von Bietern anzuziehen und stellen damit einen separaten Distributionskanal dar, welcher zum Teil neue Kundenschichten erreicht; entsprechendes gilt für die Lieferantensuche.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die wachsende Bedeutung von Informationstechnologien und E-Business in Geschäftsprozessen und stellt den Fokus auf den Bereich der öffentlichen Beschaffung dar.

2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die theoretischen Aspekte der Internetökonomie, des Vergaberechts, der Auktionstheorie sowie der Kosten der Beschaffung und elektronischer Einkaufsinstrumente.

3 Die Beschaffung der öffentlichen Hand: Hier wird der traditionelle Beschaffungsvorgang analysiert und durch die Vorstellung verschiedener E-Beschaffungsprojekte sowie Pilotbeschaffungen der Stadt Mainz praktisch beleuchtet.

4 Auswertung: Das Kapitel analysiert die erzielten Ergebnisse der Pilotprojekte im Hinblick auf Einsparungspotenziale, räumliche Auswirkungen sowie künftige Anforderungen an die Beteiligten.

5 Resümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass unter Einhaltung spezifischer Rahmenbedingungen inverse Auktionen ein wertvolles Instrument für die öffentliche Hand sein können.

Schlüsselwörter

Öffentliche Beschaffung, E-Procurement, Inverse Auktionen, Internetökonomie, Prozesskosten, Vergaberecht, Stadt Mainz, Auktionsplattform, elektronische Vergabe, Einstandspreise, B2G, Transaktionskosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die öffentliche Hand von modernen E-Business-Methoden, insbesondere inversen Online-Auktionen, bei ihren Beschaffungsvorgängen profitieren kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind das deutsche Vergaberecht, die Anwendung von Auktionsmodellen in der öffentlichen Verwaltung, die Optimierung von Prozesskosten und die Auswirkungen auf regionale Lieferbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu ergründen, ob durch die Ablösung traditioneller papierbasierter Verfahren durch internetbasierte elektronische Verfahren Einsparungen bei Prozesskosten und Einstandspreisen erzielt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine theoretische Literaturanalyse mit der praktischen Fallstudie von Pilotbeschaffungen bei der Stadt Mainz kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Grundlagen der Auktionstheorie und dem praktischen Vergleich zwischen traditioneller Vergabe und dem Einsatz von Auktionssoftware am Beispiel der Stadt Mainz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "Öffentliche Beschaffung", "E-Procurement", "Inverse Auktionen" und "Vergaberecht" beschreiben.

Warum spielt die Stadt Mainz eine zentrale Rolle?

Die Stadt Mainz diente als Praxispartner, bei dem mehrere Pilotbeschaffungen mittels der Auktionsplattform Trade2B durchgeführt wurden, um empirische Daten für die Auswertung zu gewinnen.

Welches sind die größten Hindernisse bei der elektronischen Vergabe?

Die größte Hürde stellt die Rechtssicherheit und die Vereinbarkeit der dynamischen Auktionsprozesse mit den strengen, oft starren vergaberechtlichen Vorschriften (VOB/VOL) dar.

Warum scheiterte die Beschaffung des Großflächenrasenmähers?

Das Projekt scheiterte an einer marktseitigen Gebietsaufteilung der Händler, die dazu führte, dass keine ernsthaften Gebote abgegeben wurden, da die Händler den Wettbewerb scheuten.

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Details

Title
Dynamisch verhandelte Online-Ausschreibungen im Bereich der öffentlichen Hand
Subtitle
Kommunale Ausschreibungen am Beispiel der Stadt Mainz - Chancen, Probleme und Auswirkungen auf die regionalen Lieferstrukturen
College
University of Hannover  (Geographie)
Grade
2,3
Author
Björn Koch (Author)
Publication Year
2002
Pages
99
Catalog Number
V28271
ISBN (eBook)
9783638300988
ISBN (Book)
9783640861019
Language
German
Tags
Dynamisch Online-Ausschreibungen Bereich Hand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Koch (Author), 2002, Dynamisch verhandelte Online-Ausschreibungen im Bereich der öffentlichen Hand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28271
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