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Soziale Arbeit in der Postmoderne nach Heiko Kleve

Título: Soziale Arbeit in der Postmoderne nach Heiko Kleve

Trabajo Escrito , 2014 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Viktoria Goebels (Autor)

Trabajo social
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Der seit Jahrzehnten im deutschsprachigen Raum geführte Fachdiskurs zur Wissenschaft der Sozialen Arbeit verläuft in höchtem Maße kontrovers. Die Forderung nach einer wissenschaftlichen Fundierung sozialarbeiterischer/sozialpädagogischer Praxis löste bis in die Gegenwart anhaltende Bemühungen zur Bestimmung und Definitionsbildung von Sozialer Arbeit als Wissenschaft aus. Die Fülle der zu diesem Thema diskutierten Publikationen ist kaum mehr zu überblicken. Den Anspruch der Relevanz einer Theorie der Sozialen Arbeit für die Praxis der Sozialen Arbeit soll zumeist eine systematische Reflexion der beruflichen Wirklichkeit erfüllen, mit dem Zweck, daraus methodische Vorgehensweisen für die Praxis abzuleiten und den sozialarbeiterisch/sozialpädagogisch Tätigen eine Grundlage zu schaffen, auf der sie ein spezifisches Professionsverständnis entwickeln können.

Kleves zentralen Aspekten einer Sozialen Arbeit in der Postmoderne widmet sich diese Arbeit.
Im ersten und zweiten Teil gehe ich der Frage nach, wie Kleve Soziale Arbeit und die Wissenschaft der Sozialen Arbeit definiert und inhaltlich bestimmt.
Im dritten Teil gehe ich auf Kleves Wissenschaftssystem ein und lege ich den Hintergrund dar, vor dem Kleves Perspektive einzuordnen und zu verstehen ist.
Im vierten Teil schließlich nehme ich eine Einschätzung Kleves Position vor, auch in Hinblick auf deren Relevanz für die (Weiter-)Entwicklung der Wissenschaft der Sozialen Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Arbeit und Wissenschaft der Sozialen Arbeit

2.1. Profession und Disziplin

2.2. Gegenstand der Sozialen Arbeit

2.3. Entstehung von Problemlagen

2.4. Postmodernismus

2.5. Zielsetzung der Wissenschaft der Sozialen Arbeit

2.6. Das Verhältnis zu den Bezugswissenschaften

3. Hintergrund und Wissenschaftssystem

4. Einschätzung und Relevanz

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept einer "postmodernen Sozialen Arbeit" nach Heiko Kleve auseinander. Das primäre Ziel ist es, Kleves Definition von Sozialer Arbeit und deren wissenschaftliche Fundierung in einem interdisziplinären Kontext zu beleuchten und auf ihre Relevanz für die Weiterentwicklung der Sozialarbeitswissenschaft zu prüfen.

  • Konzeptualisierung von Sozialer Arbeit als "postmoderne" Profession und Disziplin.
  • Systemtheoretische und konstruktivistische Grundlagen des Kleve'schen Denkmodells.
  • Bedeutung der strukturellen Ambivalenz und Transversalität in der professionellen Praxis.
  • Rolle der Wissenschaft der Sozialen Arbeit als "Koordinationswissenschaft".

Auszug aus dem Buch

2.4 Postmodernismus

Postmodernes Denken oder Postmodernismus besteht aus zahlreichen miteinander verbundenen Leitmotiven, allen voran die Ablehnung der modernistischen Präferenz für große, totale, allumfassende Welterklärungen, die aus dem „Glaubensverlust an die ‚großen Erzählungen‘“ (Kleve 2007, 94; vgl. Welsch 1991, 33) hervorgeht. Postmodernisten treten ein für die Pulralität von Rationalitätsformen und bevorzugen lokale, partikulare Theorien, wollen konstruktiv mit Mehrdeutigkeiten, Widersprüchen und Differenzen arbeiten, um über Verstehen und Respekt Veränderungen zu ermöglichen. Postmodernes Denken betont die notwendige Verbindung von Theorie und Praxis, ganz im Gegensatz zu den Separierungstendenzen in den Prinzipien modernen Denkens.

In seinem Konzept der postmodernen Sozialarbeit macht Kleve das „postmoderne Prinzip der Durchmischung und Grenzüberschreitung“ (Kleve 2002, Kap. 3 Abs. 6) an der „(postmoderne[n]) Auflösung“ (ebd.) der „(moderne[n]) Grenze zwischen Theorie und Praxis“ (ebd.) deutlich.

Mit dem Begriff ‚postmodern‘ - in Abgrenzung zu ‚modern‘ – meint Kleve „keine nach-moderne Epoche“ (Kleve 2007, 36), sondern bezieht sich in Anlehnung an die Philosophen Lyotard und Welsch auf spezielle „Gemüts- und Geisteshaltungen“ (Welsch 1991, 35; Kleve 2007, 31; Kleve 2009, 102) im Sinne bestimmter Formen der Reflexion und Bewertung von Phänomenen. So spricht Welsch von einem Bewusstsein (und geübten Umgang) mit der „irreduziblen Vielfalt der Sprach-, Denk- und Lebensformen“ (Welsch 1991, 35) und zwar „jenseits von Einheitsobsessionen“ (ebd.). Den substantivischen Ausdruck ‚Postmoderne‘ dagegen bezeichnet Welsch als nicht unumstritten (Welsch 1991, 9 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kontroverse um die wissenschaftliche Fundierung der Sozialen Arbeit ein und benennt Heiko Kleves postmodernes Denkmodell als zentralen Untersuchungsgegenstand.

2. Soziale Arbeit und Wissenschaft der Sozialen Arbeit: Das Kapitel differenziert zwischen der Profession und der Disziplin, definiert deren Gegenstände sowie die Bedeutung von Ambivalenz und Postmodernismus.

3. Hintergrund und Wissenschaftssystem: Hier werden die theoretischen Wurzeln von Kleves Ansatz erläutert, insbesondere die Bezüge zu Wolfgang Welsch, der Systemtheorie und dem Konstruktivismus.

4. Einschätzung und Relevanz: Dieses Kapitel bewertet Kleves Position hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und ihrer Bedeutung für das Verständnis von Sozialer Arbeit als reflexiver Koordinationswissenschaft.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Text verwendeten Quellen und weiterführenden theoretischen Schriften.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Sozialarbeitswissenschaft, Postmoderne, Heiko Kleve, Systemtheorie, Konstruktivismus, Ambivalenz, Transversalität, Profession, Disziplin, Lebensweltorientierung, Interdisziplinarität, Praxistheorie, Kontingenz, Reflexivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das von Heiko Kleve entwickelte Konzept einer "postmodernen Sozialen Arbeit" und analysiert, wie dieses Modell zu einer wissenschaftlichen Fundierung der Profession beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung von Sozialer Arbeit als Profession und Disziplin, der Bedeutung von Postmodernismus in der Theoriebildung sowie der Rolle der Interdisziplinarität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Kleves theoretische Perspektive auf die Soziale Arbeit systematisch darzustellen und ihren Mehrwert für die professionelle Praxis sowie die Weiterentwicklung der Sozialarbeitswissenschaft herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse, bei der Kleves Ansätze unter Einbezug systemtheoretischer und konstruktivistischer Theorien sowie einschlägiger Fachliteratur reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Profession und Disziplin, die Entstehung von Problemlagen sowie die systemtheoretischen Hintergründe des postmodernen Wissenschaftsverständnisses detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Postmoderne, Ambivalenz, Sozialarbeitswissenschaft, Konstruktivismus und das Konzept der transversalen Vernunft.

Wie definiert Kleve das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Kleve vertritt die Auffassung, dass eine klare Trennung zwischen Theorie und Praxis nicht möglich ist; stattdessen begreift er beide als in einem gegenseitigen, konstruktiven Wechselverhältnis stehend.

Was bedeutet der Begriff "Ambivalenzreflexion" in der Sozialen Arbeit?

Ambivalenzreflexion bezeichnet bei Kleve die Fähigkeit, in einem "Sowohl-als-auch" zu denken, anstatt komplexe soziale Probleme in ein vereinfachendes "Entweder-oder" zu zwingen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Arbeit in der Postmoderne nach Heiko Kleve
Universidad
Cologne University of Applied Sciences
Curso
Wissenschaft / Theorien der Sozialen Arbeit (WSA)
Calificación
1,0
Autor
Viktoria Goebels (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
21
No. de catálogo
V282885
ISBN (Ebook)
9783656822677
ISBN (Libro)
9783656838876
Idioma
Alemán
Etiqueta
Transversalität poly-kontextural heterarchisch Konstruktivismus Systemtheorie Ambivalenz Pluralität Funktionssystem selbstreferentiell Lyotard Welsch Postmodernismus Transdisziplinarität Sozialarbeitswissenschaft transversal
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Viktoria Goebels (Autor), 2014, Soziale Arbeit in der Postmoderne nach Heiko Kleve, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282885
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