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Die Theorie der Landnutzung nach Heinrich von Thünen

Titel: Die Theorie der Landnutzung nach Heinrich von Thünen

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Susanne Faaß (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Johann Heinrich von Thünen ist noch heute weltbekannt für seine Forschungsergebnisse. Seine Theorien, allen voran die Theorie der Landnutzung, erlangten Weltruhm. Es gab viele Große Namen in der Geographie, den Wirtschaftswissenschaften und den Sozialwissenschaften, doch von Thünen sticht aufgrund der Betrachtung des Ganzen heraus. Auch ist er einer der wenigen, die bereits zu seiner Zeit Zusammenhänge in der Größe und Wichtigkeit versuchte zu analysieren und zu erklären. Kaum ein Mann vor und nach ihm lieferte solch aussagekräftige Ergebnisse wie von Thünen es tat, Aussagen, die noch für unsere heutige Zeit eine Rolle spielen. (Voppel G. 1999, S. 46f)
Seine „Erbsenzählerei“ wurde erst belächelt, später hat es sich für ihn jedoch mehr als ausgezahlt. Von Thünens bekannteste Theorie, die Theorie der Landnutzung, verdient eine nähere Betrachtung. Sie beschreibt im Allgemeinen, dass die Lagerente, also „die Bodenrente abzüglich der Transportkosten zum Konsumenten“ (Leser H. 2010, S. 473), mit der Entfernung zum Markt abnimmt. (Fasse M. 1999)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Theorie der Landnutzung – eine kurze Einleitung

2 Zur Person Johann Heinrich von Thünen

3 Die Theorie der Landnutzung

3.1 Annahmen Thünens

3.2 Berechnung der Lagerente

4 Die thün`schen Ringe

4.1 Anordnung der Ringe

4.2 Veränderung des Grundmodells

4.3 Das Schnapsbrennerproblem

5 Die Theorie der Landnutzung heute

6 Kritik an von Thünens Theorie

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Theorie der Landnutzung von Johann Heinrich von Thünen, erläutert dessen methodische Ansätze zur Bestimmung der Lagerente und analysiert die räumliche Struktur landwirtschaftlicher Nutzungsmuster in Form von konzentrischen Ringen unter Berücksichtigung von Transportkosten und ökonomischen Standortfaktoren.

  • Biografie und wissenschaftliches Wirken von Johann Heinrich von Thünen.
  • Die mathematische Berechnung und ökonomische Logik der Lagerente.
  • Strukturanalyse des thün’schen Ringmodells und dessen räumliche Anordnung.
  • Anpassung des Grundmodells an reale Gegebenheiten (z.B. Flussläufe).
  • Kritische Würdigung der Modellannahmen im Kontext heutiger ökonomischer Bedingungen.

Auszug aus dem Buch

4.3 Das Schnapsbrennerproblem

Baut ein Landwirt in Ring 6 Getreide an, macht er unweigerlich Verluste. Die Marktbelieferung ist beschränkt auf die Gewinnbringenden Ringe. Von Thünen erwähnte eine Möglichkeit, wie Landwirte trotzdem im 6 Ring Getreide oder andere Produkte anbauen könnten, ohne aber Verluste zu machen: die Veredelung agrarischer Produkte. Getreide zum Beispiel kann zu Schnaps weiterverarbeitet werden. Alkohol ist nicht so voluminös wie Getreide, daher sind die Transportkosten für Alkohol auch geringer als die für Getreide. Ähnlich verhält es sich mit Produkten wie Käse, Butter oder Trockenfrüchte. Auch Überschüsse können so weiterverarbeitet werden und haltbarer gemacht werden.

Durch ihr geringeres Gewicht minimieren sich die Transportkosten und der Landwirt fährt wieder Gewinne ein. Wenn Produkte nicht die geeignete Lage haben, kann man die Flächen auch für Sonderkulturen und Sonderprodukte, wie Hopfen oder Wein, nutzen. Gerade die Ideen einzelner Personen fördern agrare Innovationen. Produkte können so solange verkauft werden, bis sie keinen Markt mehr finden. Somit können sich auch innerhalb von weiträumigen betrieblichen Spezialisierungen kleinere Formationen herausbilden. Beispiele für solche Formationen wären Bourbon- Whisky in Kentucky und Tennesse oder Schottland Whisky. Gerade in Schottland war Getreideanbau lange ergiebiger als Schafzucht. Als jedoch Getreidegesetze aufgehoben wurden, wurde Getreide unverkäuflich. So bildeten sich Schottische Whisky Formationen um Inverness und auf der Insel Islay. Die Optimale Ressourcenkombination an Standorten spielt keine Rolle, so lange die Produkte qualitativ hochwertig und absetzbar sind. So kommt es zu einer zufälligen Standortanordnung innerhalb der Thünschen Ringe, denn nun war die Erzeugung von Produkten an beliebigen Standorten möglich. (Ritter W. 1998, S.48)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theorie der Landnutzung – eine kurze Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung und den anhaltenden Einfluss der Theorie von Johann Heinrich von Thünen ein.

2 Zur Person Johann Heinrich von Thünen: Das Kapitel beleuchtet das Leben, das unternehmerische Wirken auf Gut Tellow sowie die wissenschaftliche Bedeutung von Johann Heinrich von Thünen als Raumwirtschaftstheoretiker.

3 Die Theorie der Landnutzung: Hier werden die theoretischen Annahmen sowie die mathematische Herleitung der Lagerente als entscheidender Faktor der Standortwahl dargestellt.

4 Die thün`schen Ringe: Dieser Abschnitt beschreibt die räumliche Ausgestaltung der Landnutzungszonen, deren Modifikation durch externe Faktoren wie Flüsse und das ökonomische Konzept der Veredelung von Agrarprodukten.

5 Die Theorie der Landnutzung heute: Eine Betrachtung über die Anwendbarkeit des Modells unter modernen Bedingungen von Globalisierung, technischem Fortschritt und veränderten Transportkosten.

6 Kritik an von Thünens Theorie: Das Kapitel diskutiert die Grenzen der Modellannahmen, insbesondere in Bezug auf Flächenhomogenität und das Verhalten von Selbstversorger-Landwirten.

7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung von Thünens als Meilenstein der Geographie und Ökonomie, trotz der heutigen eingeschränkten praktischen Anwendbarkeit seines Modells.

Schlüsselwörter

Johann Heinrich von Thünen, Theorie der Landnutzung, Lagerente, Raumwirtschaftslehre, Standorttheorie, thün'sche Ringe, Transportkosten, Agrarwirtschaft, Modellbildung, Bodenrente, Wirtschaftsgeographie, Intensitätstheorie, Differentialprinzip, Gut Tellow, Standortwahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und ökonomische Bedeutung des landwirtschaftlichen Standortmodells von Johann Heinrich von Thünen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Standorttheorie, die räumliche Anordnung landwirtschaftlicher Produktion und die ökonomische Berechnung der Lagerente.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erläuterung, wie Transportkosten und Marktpreise die räumliche Verteilung von Landnutzungsformen bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der formalen Darstellung theoretischer ökonomischer Modelle (Partial- und Marginalanalyse).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Annahmen Thünens, die Berechnung der Lagerente, die Struktur der Ringe sowie deren Veränderung und Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Lagerente, Standorttheorie, thün'sche Ringe, Transportkosten, Bodenrente und Raumwirtschaftslehre.

Was besagt das "Schnapsbrennerproblem"?

Es beschreibt die Strategie, durch Veredelung agrarischer Produkte (z.B. Getreide zu Alkohol) Transportkosten zu senken und somit auch in weit entfernten Zonen profitabel zu wirtschaften.

Warum ist das Thünen-Modell heute nur noch begrenzt anwendbar?

Aufgrund moderner Logistik, veränderter Verkehrsmittel und globaler Märkte sind die Voraussetzungen wie lokale Märkte oder homogene Flächen heute kaum noch gegeben.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Theorie der Landnutzung nach Heinrich von Thünen
Hochschule
Universität Augsburg
Note
2,0
Autor
Susanne Faaß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V282906
ISBN (eBook)
9783656823469
ISBN (Buch)
9783656838975
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theorie landnutzung heinrich thünen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Faaß (Autor:in), 2010, Die Theorie der Landnutzung nach Heinrich von Thünen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282906
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Leseprobe aus  13  Seiten
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