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Die Ursachen des Arabischen Frühlings in Ägypten

Titel: Die Ursachen des Arabischen Frühlings in Ägypten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Moritz Glenk (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Korany und El-Mahdi konstatieren, dass es drei fälschliche populäre Ansichten zum Arabischen Frühling, insbesondere in Ägypten, gibt: Zum Ersten, dass es ein abrupter, unerwarteter Umsturz gewesen wäre. Zweitens, dass es eine Facebook-Revolution gewesen wäre und somit die Technik der entscheidende Faktor gewesen wäre.Als letzten Punkt führen sie den „Mythos“ der Jugendrevolution an. Keineswegs leugnen sie, dass es durch kurzfristige Ereignisse beschleunigt wurde, die Kommunikation über die neuen Medien sehr hilfreich war und die Jugend ein elementarer Bestandteil der Protestbewegung war. Im Folgenden soll vor allem auf den ersten Punkt eingegangen werden. Der Anteil der neuen Medien und der Jugend wird hierbei auch aufgearbeitet, soll aber nicht zentraler Punkt der Analyse sein. Generell sollen in Kapitel zwei die Ursachen eines ausgemachten längeren Prozess der Destabilisierung der autoritären Herrschaft Mubaraks analysiert werden. Es soll die Frage beantwortet werden welche Ursachen dieser Prozess der Destabilisierung hatte. Welche Ursachen waren entscheidend für den Sturz des Regimes? In Kapitel drei sollen dann im Hinblick auf die 18 Tage des Protests und Mubaraks letztes Jahr im Amt kurzfristige Veränderungen aufgezeigt werden. Welche Ereignisse machten den, trotz jahrelanger Destabilisierung, unerwarteten Umsturz erst möglich? Diese sollen als entscheidende Auslöser für Mubaraks Rücktritt am 11. Februar 2011 herausgearbeitet werden. Als Konklusion aus Kapitel zwei und drei soll dann im letzten Teil benannt werden was letztendlich entscheidend für den Sturz des Regimes war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen der Revolution

2.1 Ökonomischer Wandel

2.2 Militär

2.3 Neue Protestkultur versus alte Methoden der Repression

2.4 Liberalisierung der Medien

3. Auslöser der Revolution

3.1 Beschleunigter Legitimitätsverlust

3.2 18 Tage des Protests

4. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Ursachen und kurzfristigen Auslöser, die zum Sturz des ägyptischen Regimes unter Hosni Mubarak im Jahr 2011 führten, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der sozioökonomischen Destabilisierung, der Rolle des Militärs und der veränderten Medienlandschaft liegt.

  • Analyse des wirtschaftlichen Wandels und der Erosion des gesellschaftlichen Paktes.
  • Untersuchung der unzufriedenen Rolle des Militärs im autoritären System.
  • Bewertung des Einflusses neuer Protestkulturen und der Liberalisierung der Medien.
  • Identifikation kurzfristiger Ereignisse als entscheidende Auslöser für den Umsturz.

Auszug aus dem Buch

2.1 Ökonomischer Wandel

Im Folgenden soll analysiert werden welche Rolle ökonomische Faktoren für den letztendlichen Umsturz Mubaraks spielten. Dieses Kapitel wird das umfangreichste dieser Arbeit darstellen weil, wie oben schon beschrieben, es maßgeblich mitentscheidend für alle Veränderungen im Land war. Zum Zweiten zeigen Umfragen, so sehr diese auch mit Vorsicht zu genießen sein mögen, dass für 64 Prozent der Teilnehmer an den entscheidenden Demonstrationen ab dem 25. Januar 2011 die niedrigen Lebensstandards und Arbeitslosigkeit die entscheidenden Gründe für die Partizipation an den Protesten waren.4 Zunächst einmal soll anhand der Ausführungen von Pfeifer der wirtschaftliche Wandel in Ägypten von Nasser zu Mubarak, und der damit verbundene Wandel von klientelistischer Einbindung der Bevölkerung, kurz veranschaulicht werden.

Pfeifer sieht drei übergeordnete Phasen der Ökonomie Ägyptens seit 1952. Diese wären die Erste von den 1950ern bis in die 1970er-Jahre die Ära der staatlich geführten Entwicklung, die zweite Ära bis Anfang der 1990er-Jahre der graduellen Erosion ebenjener staatlich geführten Entwicklung und darauf folgend die Ära des Neoliberalismus.5 Im weiteren Verlauf sollen diese drei Phasen näher beschrieben werden, mit einem besonderen Fokus auf der letzten, der Revolution vorgehenden, Phase. Aufgezeigt werden soll hierbei vor allem welche Auswirkungen die Veränderungen in der Wirtschaftspolitik in der Gesellschaft mit sich brachten. Konkretisiert: Inwiefern und in welchen Teilen der Gesellschaft festigte oder, noch wichtiger für diese Arbeit, verlor das Regime durch seine wirtschaftspolitischen Maßnahmen seine Unterstützung?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fehlerhafte Wahrnehmung der Stabilität des ägyptischen Regimes vor 2011 und definiert die zentrale Fragestellung nach den Ursachen der Destabilisierung.

2. Ursachen der Revolution: Dieses Kapitel analysiert umfassend die ökonomischen, militärischen und gesellschaftlichen Faktoren, die über Jahre hinweg zur Erosion der Herrschaft Mubaraks beitrugen.

3. Auslöser der Revolution: Hier werden die unmittelbaren Ereignisse und die Dynamik der 18-tägigen Protestphase betrachtet, die letztendlich den Rücktritt des Präsidenten erzwangen.

4. Konklusion: Die Konklusion fasst zusammen, dass der Sturz des Regimes das Resultat eines längerfristigen Prozesses der Legitimitätsverengung und der wirtschaftlichen sowie politischen Überforderung war.

Schlüsselwörter

Arabischer Frühling, Ägypten, Mubarak, Autoritarismus, Ökonomischer Wandel, Militär, Protestkultur, Medienliberalisierung, Legitimitätsverlust, Revolution, Rentierstaat, Neoliberalismus, Sozialwissenschaften, Partizipation, Korruption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Auslöser des Sturzes des ägyptischen Regimes unter Hosni Mubarak während des Arabischen Frühlings.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der ökonomische Wandel, die Rolle des Militärs, die Entwicklung einer neuen Protestkultur sowie die Bedeutung der Medienliberalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erklären, warum der Umsturz stattfand und welche Faktoren für die Destabilisierung der autokratischen Herrschaft entscheidend waren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Ursachenanalyse unter Einbeziehung relevanter sozialwissenschaftlicher Literatur und Berichte zu Reformprozessen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die langfristigen sozioökonomischen Destabilisierungsfaktoren und anschließend die akuten Auslöser im letzten Amtsjahr Mubaraks analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Schlagworte sind unter anderem Arabischer Frühling, Ägypten, Rentierstaat, Legitimitätsverlust und wirtschaftliche Liberalisierung.

Welche Rolle spielte der Wandel vom Rentierstaat zum Steuerstaat laut der Analyse?

Der Wandel wird als wesentlicher Faktor für den Machtverlust Mubaraks identifiziert, da er den gesellschaftlichen Pakt der Fürsorge aufkündigte, ohne politische Mitbestimmung zu gewähren.

Warum war das Militär für den Sturz Mubaraks so entscheidend?

Das Militär verhielt sich zurückhaltend, weil es seine eigenen wirtschaftlichen Privilegien durch den weiteren Verbleib Mubaraks oder eine unklare Nachfolge durch dessen Sohn gefährdet sah.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ursachen des Arabischen Frühlings in Ägypten
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,7
Autor
Moritz Glenk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
25
Katalognummer
V282933
ISBN (eBook)
9783656823513
ISBN (Buch)
9783656823520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ägypten Arabischer Frühling Ursachen Mubarak Legitimitätsverlust
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Glenk (Autor:in), 2014, Die Ursachen des Arabischen Frühlings in Ägypten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282933
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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