Bilanzierung von Spielervermögen im professionellen Teamsport am Beispiel von Profifußball in Deutschland


Projektarbeit, 2014
28 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Vorgehensweise

2. Grundlegende Merkmale des Fußballsports

3. Rechnungslegungsvorschriften
3.1. Allgemeine Rechnungslegungsvorschriften
3.2. Rechtsformspezifische Rechnungslegungsvorschriften
3.3. Verbandspezifische Rechnungslegungsvorschriften

4. Bilanzierung von Spielervermögen
4.1. Begriff Spielervermögen
4.2. Charakterisierung des Spielervermögens
4.3. Ansatzvorschriften
4.3.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit
4.3.2 Konkrete Aktivierungsfähigkeit

5. Bewertungsvorschriften
5.1 Zugangsbewertung
5.1.1 Anschaffungskosten
5.1.2 Herstellungskosten
5.2 Folgebewertung
5.2.1 Planmäßige Abschreibung
5.2.2 Außerplanmäßige Abschreibung
5.2.3 Wertaufholung
5.2.4 Abgang

6. Ausweisvorschriften

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Rechtsformen in der Bundesliga und der 2. Bundesliga

Abb. 2: Abgrenzung der Forschungs- und Entwicklungsphase

1. Einführung

1.1. Relevanz des Themas

Fußball bewegt, jedoch nicht nur Millionen von Menschen, sondern auch Milliardenbeträge. So hat die Bundesliga in der Saison 2012/2013 erstmals einen Gesamtumsatz von 2,17 Mil- liarden Euro1 erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von fast 100 Prozent gegenüber der Saison 2003/2004. Von dieser nachhaltigen, wirtschaftlichen Entwicklung profitiert auch der deutsche Staat, der im gleichen Jahr mit einem Rekordbetrag von 850 Millionen Euro so vie- le Steuergelder und Sozialabgaben wie noch nie aus diesem Sektor einnehmen konnte. Die stetige Kommerzialisierung und der steigende Erfolg des einflussreichen Wirtschaftsfaktors Profifußball haben jedoch auch finanzielle Risiken. So belief sich die Gesamtverschuldung der Erstligisten in der abgelaufenen Saison auf 690 Mio. Euro. Um den stetig steigenden Fi- nanzierungsbedarf zu decken, versuchen die Clubs immer häufiger zusätzliche finanzielle Mittel, z.B. in Form von Eigenkapital, am organisierten Kapitalmarkt zu beschaffen. Dabei nutzen sie die Möglichkeit, ihre Lizenzspielerabteilungen in Kapitalgesellschaften auszuglie- dern2, um den Kreis der bisherigen Bilanzadressaten zu vergrößern und den potentiellen In- vestoren eine gute Anlagemöglichkeit zu bieten. Da sie mittlerweile als mittelständische bis große Wirtschaftsunternehmen auftreten,3 steigen dadurch auch die Anforderungen an eine funktionierende und ordnungsgemäße Rechnungslegung. Vor diesem Hintergrund und auf Grund der Entwicklung vergangener Jahre hinsichtlich der exorbitant hohen Ablösesummen bei der Verpflichtung neuer Fußballspieler4 wird dem Spielervermögen5 in den Bilanzen der Clubs daher eine bedeutende Rolle zugesprochen.6

1.2. Zielsetzung der Arbeit

Im Rahmen dieser Arbeit soll anhand des immateriellen Vermögensgegenstands des Anlagevermögens „Spielerwerte“ aufgezeigt werden, ob die Bilanzierungspraxis der Fußballclubs den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften entspricht und inwiefern das neue Bilanzierungswahlrecht hinsichtlich Bilanzierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands ausgeübt wurde. Dabei werden die im elektronischen Bundesanzeiger publizierten Jahresabschlüsse (HGB) sowie Anleiheprospekte von Fußballclubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga herangezogen und entsprechend untersucht.

1.3. Vorgehensweise

Demzufolge werden zunächst die wesentlichen Begriffe aus dem Umfeld des Fußballs so- wie die Bilanzierungspflicht der Fußballclubs erläutert. Danach werden auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen, die für das Spielervermögen geltenden allgemeinen Ansatz,- Bewertungs- und Ausweisvorschriften von immateriellen Vermögensgegenständen des An- lagevermögens anhand konkreter Beispiele dargestellt. Abschließend ist das Bilanzierungs- verhalten kritisch zu würdigen.

2.Grundlegende Merkmale des Fußballsports

Begriff: Profifußball

Der Profifußball ist ein Zusammenschluss der 36 Fußballvereine und Kapitalgesellschaften aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga, der unter dem Namen „Die Liga-Fußballverband e.V.“7 firmiert. Nach der grundlegenden Strukturreform, die vom „Deutschen Fußball-Bund (DFB) e.V.“8, dem Dachverband des deutschen Fußballs, auf Grund der zunehmenden fi- nanziellen Bedeutung und Kommerzialisierung des Fußballsports mit dem Ziel, die Entwick- lung, Vermarktung und Verwertung des Profifußballs in Deutschland zu optimieren, im Jahr 2000 durchgeführt wurde, bildet „Die Liga-Fußballverband e.V.“ die zweite Säule in der Or- ganisationsstruktur des DFB.9 10

3. Rechnungslegungsvorschriften

3.1. Allgemeine Rechnungslegungsvorschriften

Die überwiegende Anzahl der deutschen Fußballclubs wird nach wie vor als nicht wirtschaft- licher, rechtsfähiger Verein11 i.S.d. § 21 BGB geführt.12 Gerade die Entwicklungen der letzten Jahre hinsichtlich der gestiegenen Finanzkraft und der Milliardenumsätze lassen jedoch eine kritische Diskussion zu, ob der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb des eingetragenen Vereins wirklich noch durch das sogenannte Nebenzweckprivileg13 gedeckt sein kann.14 Nach herr-schender Meinung wäre es sinnvoller, auch den Idealvereinen des Profibereichs die für die Kapitalgesellschaften geltenden Rechtsnormen aufzuerlegen,15 denn bisher sind sie lediglich zur Vorlage einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sowie einer Vermögensaufstellung gesetzlich verpflichtet.16

3.2. Rechtsformspezifische Rechnungslegungsvorschriften

Als Reaktion auf das wachsende Milliardengeschäft im Profifußball und die daher als nicht mehr zeitgemäß empfundene Rechtsform des eingetragenen Vereins hat der DFB beschlossen, seit der Saison 1999/2000 eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilungen aus den Hauptvereinen in eine Kapitalgesellschaft zu ermöglichen.17

Fußballclubs, die eine Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft vollzogen haben, sind als Kaufleute nach § 6 HGB verpflichtet, die Vorschriften des § 242 HGB i.V.m. §§ 264 bis 289 HGB einzuhalten und einen Jahresabschluss aufzustellen, der mindestens aus einer Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang besteht.18 19 Durch die gesetzlich vorgeschrie- benen externen Rechnungs- sowie Offenlegungspflichten wird ein hohes Maß an Vergleich- barkeit erzeugt.20

3.3. Verbandspezifische Rechnungslegungsvorschriften

Die Voraussetzung, um am Spielbetrieb der Profiligen teilnehmen zu dürfen, ist die Erteilung einer Lizenz.21 Dies erfolgt im sogenannten Lizenzierungsverfahren des Ligaverbands.22 Der Zweck ist die Sicherung, Organisation sowie die Ausführung eines ordnungsgemäßen Spielbetriebs.23 Zu den wichtigsten Kriterien aus dem Anforderungskatalog24 für die Lizenzerteilung gehört der Nachweis über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die in Form ergänzender Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften25 zu erbringen ist.26 Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens wird den Fußballclubs somit rechtsformunabhängig die handelsrechtliche Rechnungslegungspflicht auferlegt.

Abb. 1: Rechtsformen in der Bundesliga und 2. Bundesliga zum 31.12.2013 14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Untersuchung zusammengestellt anhand von Informationen der jeweiligen Vereinshomepage

4. Bilanzierung von Spielervermögen

4.1. Begriff Spielervermögen

Für den Begriff „Spielervermögen“ existiert bisher keine allgemeingültige Definition.27 Dane- ben finden sich im Schrifttum auch noch weitere Bezeichnungen wie „Spielerwerte“, „Hu- mankapital“, „Transferentschädigung“ oder „Spielerlaubnis“.28 Aus bilanzieller Sicht geht es nicht um den Spieler selbst, da die Bilanzierung von Humankapital nicht mit der Würde des Menschen29 vereinbar ist.30 Weiterhin gelten Menschen nicht als Sachen i.S.d. § 90 BGB und daher auch nicht als Vermögensgegenstand nach § 240 HGB.31 Aus diesem Grunde kann hier lediglich die Spielerlaubnis32, die der Spieler für die Teilnahme am Spielbetrieb benötigt, als Aktivierungsgegenstand in Betracht gezogen werden.33 Der Wert wird dabei nicht durch erwartete Einnahmenüberschüsse, sondern durch das Recht, den Spieler in den Wettbewer- ben einzusetzen, bestimmt.34

4.2. Charakterisierung des Spielervermögens

Die Bilanzierung von Spielervermögen wurde durch den BFH in seinem Urteil vom 26.08.199235 höchstrichterlich bestätigt.36 Demnach gehören neben Sachen und Rechten 5 Bilanzierung von Spielervermögen im professionellen Teamsport des Zivilrechts auch tatsächliche Zustände, Vorteile für den Betrieb sowie konkrete Möglichkeiten zu den Vermögensgegenständen.37 Die Spielerlaubnis entspricht dabei einem konzessionsähnlichen38 Recht i.S.d. § 266 Abs. 2 A I 2 HGB und gilt somit als immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens, der zu aktivieren und linear über die Nutzungsdauer abzuschreiben ist.39 Da es bisher keine einheitliche Vorgehensweise40 bei der bilanziellen Behandlung des Spielervermögens gab, hat sich dieses Urteil nach h.M. als Aktivierungsgrundlage in der Bilanzierungspraxis der Fußballclubs etabliert und wurde bereits in einer neuen Rechtsprechung41 des BFH bestätigt und weiterentwickelt.42

4.3. Ansatzvorschriften

4.3.1. Abstrakte Aktivierungsfähigkeit

Die wichtigste gesetzliche Grundlage zum handelsrechtlichen Ansatz von Spielervermögen ist das Vollständigkeitsgebot des § 246 Abs. 1 S. 1 HGB.43 Da es jedoch bis heute keine all- gemein gültige Legaldefinition des Vermögensgegenstandsbegriffs gibt,44 ist die Bilanzierung von Spielervermögen seit dem BFH-Urteil sehr umstritten.45 Besonders die aus der abstrak- ten Aktivierungsfähigkeit abgeleiteten Kriterien der Verkehrsfähigkeit sowie der selbstständi- gen Bewertbarkeit sind dabei häufiger Gegenstand kontroverser Diskussionen.46 Damit ein Vermögensgegenstand die Voraussetzungen für eine Bilanzierung erfüllt, muss er sowohl abstrakt47 als auch konkret48 aktivierungsfähig sein.49 Dazu haben sich im Schrifttum unter- schiedliche Meinungen gebildet.50

- Verkehrsfähigkeit

Dieses Kriterium wird vor allem durch die abstrakte Einzelveräußerbarkeit ausgedrückt, nach der es bereits ausreicht, wenn das Gut einzeln und unabhängig von den restlichen Gütern veräußert werden kann. Dabei muss keine konkrete Nachfrage bestehen, sondern lediglich die Möglichkeit für eine Veräußerung gegeben sein.51 Diese ist nach Ansicht des BFH gegeben, da sich ein Markt entwickelt hätte, auf dem es möglich ist, die Nutzungsrechte für Spieler zu kaufen oder zu verkaufen.52 Die Tatsache, dass es durch das Bosman-Urteil53 keine verbandsrechtlichen Vorschriften mehr zu den Transferentschädigungen gibt, schränkt die Veräußerbarkeit nicht ein, da die nötigen Verhandlungen über eine Ablösesumme an deren Stelle getreten sind.54

- Selbstständige Bewertbarkeit

Dieses Kriteriums ist im Allgemeinen immer dann gegeben, wenn das Gut bei einer fikti- ven Betriebsveräußerung klar vom restlichen Vermögen abgrenzbar ist und eigenständig bewertet werden kann.55 Der BFH urteilte in der Rechtsprechung von 2011, dass das Kriterium der selbstständigen Bewertbarkeit erfüllt wird, da die Spielerlaubnis für einen einzelnen Spieler klar von den übrigen Vermögensgegenständen unterschieden werden kann und zudem gerade die Zahlung einer Ablösesumme als bewertbarer Preis die Über- tragbarkeit darstellt.56 Somit besteht ein enger inhaltlicher Zusammenhang zwischen dem Kriterium der Verkehrsfähigkeit und der selbstständigen Bewertbarkeit. Nach Ansicht des BFH reicht die Erfüllung des zuletzt genannten Kriteriums bereits aus, um auch von einer Verkehrsfähigkeit auszugehen.57

- Selbstständige Verwertbarkeit

Eine selbstständige Verwertbarkeit liegt vor, wenn das zu behandelnde Gut außerhalb des Unternehmens gegenüber Dritten selbstständig verwertet werden kann, d.h. wenn es durch den Verkauf, durch den Verzicht oder die Überlassung des Nutzungsrechts in mo- netäre Mittel umgewandelt werden kann. Nur dadurch erlangt das Gut sein wirtschaftlich, verwertbares Potenzial und seine Schuldendeckungsfähigkeit.58 Ob das Spielervermögen dieses Kriterium erfüllt, wird unterschiedlich beurteilt.

[...]


1 Zu den Zahlenangaben auf dieser Seite vgl. Bundesliga Report (2014) v. 28.01.2014.

2 Weitere Anmerkungen zur Ausgliederung in Kapitel 3.2 dieser Arbeit.

3 Vgl. Madeja (2007), S.2 f.

4 Der bilanzielle Wert des Spielervermögens ist von 160,42 Mio. € im Jahr 2005 auf 413,77 Mio. € im Jahr 2013 gestiegen.

5 Zur Begriffsabgrenzung siehe Punkt 4.1 dieser Arbeit

6 Vgl. u.a. Madeja (2007), S. 2; Schuska (2006) S. 4 f.

7 Die Liga-Fußballverband e.V. wird auch als „Ligaverband“ bezeichnet. Die operative Geschäfte werden von seiner Durchführungsgesellschaft, der „DFL Deutsche Fußball-Liga GmbH“ (DFL) durchgeführt. Vgl. hierzu ausführlich u.a. Jäger (2007), S. 16; Weber (2012), S. 9.

8 Zu DFB e.V., vgl. ausführlich u.a. Weber (2012), S.7 f.; Jäger (2007), S. 14; Oerterer (2009), S. 15; DFBNachhaltigkeitsbericht (2013), S. 12 ff.

9 Zur Organisationsstruktur vgl. Anlage 1 dieser Arbeit.

10 Vgl. hierzu ausführlich u.a. Weber (2012), S. 8; Clever (2005), S. 10; Jäger (2007), S. 14 f.

11 Für die weitere Diskussion wird der geläufige Begriff „Idealverein“ eingeführt.

12 Vgl. Madeja (2007), S. 25.

13 Danach darf die wirtschaftliche Tätigkeit verglichen mit der gemeinnützigen Hauptsatzungstätigkeit lediglich von untergeordneter Bedeutung sein.

14 Vgl. u.a. Madeja (2007), S. 25 f.; Küting / Strauß (2010), S.793 ff.

15 Vgl. Beiderbeck (2008), S. 11 f.; Küting / Strauß (2010), S. 793 ff.

16 Vgl. u.a. Madeja (2007), S. 27; Jäger (2007), S. 21.

17 Zur Ausgliederung ausführlich: vgl. u.a. Weber (2012), S. 12; Jäger (2007), S. 19; Madeja (2007), S. 21; Rade/Stobbe (2009),

S. 1109.

18 Bei Erfüllung der Größenkriterien des § 267 Abs. 2 u. 3 HGB ist zusätzlich ein Lagebericht zu erstellen.

19 Vgl. u.a. Jäger (2007), S. 20; Weber (2012), S.23 f.; Madeja (2007), S. 22.

20 Vgl. Beiderbeck (2008), S. 11.

21 Vgl. u.a. Lillhemann / Brast / Stübinger in StuB Nr. 24 (2002), S. 1196; § 8 Nr. 3 der Satzung des Ligaverband e.V.; § 1 Nr. 1 der Lizenzordnung; Madeja (2007), S. 20 und 33; Jäger (2007), S. 18; Oerterer (2009), S. 16.

22 Vgl. Weber (2012), S. 34 ff.; Madeja (2007), S. 33.

23 Vgl. Beiderbeck (2008), S. 28 f.

24 Sportliche, rechtliche, personelle, administrative infrastrukturelle, sicherheitstechnische, medientechnische und finanzielle Kriterien.

25 Zu Rechnungslegungsvorschriften vgl. § 242 HGB i.V.m. §§ 264-289 HGB sowie §§ 317,321,323 HGB.

26 Vgl. u.a. Lillhemann / Brast / Stübinger (2002), S. 1196; Beiderbeck (2008), S. 29; Jäger (2007), S. 18; Ausführlicher auch in: § 2 Lizenzordnung des Ligaverband e.V.

27 Vgl. Weber (2012), S. 51.

28 Vgl. Rade / Stobbe (2009), S. 1110.

29 Vgl. Art. 1 I GG

30 Vgl. u.a. Oerterer (2009), S. 18 f.; Weber (2012), S. 51.

31 Vgl. Jäger (2007), S. 44.

32 Die Spielererlaubnis wird auf Grundlage der Lizenzordnung Spieler (LOS) durch Ligaverband, erteilt; vgl. hierzu §13 der LOS

33 Vgl. u.a. Jäger (2007), S. 45; Schuska (2006), S. 5; Rade / Stobbe (2009), S.1110.

34 Vgl. Rade/Stobbe (2009), S. 1110; Jäger (2007), S. 43.

35 BFH v. 26.08.1992 - I R 24/91, BStBl. 1992 II, 977

36 Vgl. u.a. Rade/Stobbe (2009), S. 1110; Teschke/Knipping/Sundheimer (2012), S. 1137.

37 Vgl. Hoffmann (2006), S. 130.

38 Eine Konzession ist eine öffentliche-rechtliche Befugnis zur Ausübung bestimmter wirtschaftlicher Tätigkeiten. Ein ähnliches Recht muss mindestens dadurch gekennzeichnet sein, dass ein Erlaubnischarakter vorliegt. Vgl. hierzu: Clever (2005), S. 15.

39 Vgl. u.a. Rade / Stobbe (2009), S. 1110; Teschke / Knipping / Sundheimer (2012), S. 1137.

40 In der gängigen Literatur wurden vor allem Bedenken hinsichtlich der Aktivierbarkeit und der unterstellten Behandlung von Menschen als Sache geäußert, vgl. u.a.: Oerterer (2009), S. 19; Hoffmann (2006), S. 130.

41 BFH v. 14.12.2011 - I R 108/10 ist die Bestätigung und Weiterentwicklung des BFH-Urteils vom 26.08.1992 betreffend Bilanzierung von Ablösezahlungen, Provisionen an Spielervermittler und Ausbildungsentschädigungen im Profifußball.

42 Vgl. u.a. Weber (2012), S. 52; Lillhemann / Brast / Stübinger in StuB Nr. 24 (2002), S. 1198; Oerterer (2009), S. 19; Hoffmann (2006), S. 130; Kirsch/Weber (2012), S. 1716; Teschke / Knipping / Sundheimer (2012), S. 1137; Schülke (2012), S. 121.

43 Danach sind in der Bilanz alle Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten anzusetzen, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

44 Vgl. ausführlich: Rade / Stobbe (2009), S. 1109 und 1111; Ähnlich: Teschke/Knipping/Sundheimer (2012), S. 1137.

45 Der BFH bestätigte in seinem Urteil die abstrakte Aktivierungsfähigkeit, verwies jedoch ausdrücklich darauf, dass es sich bei dem Aktivierungsgegenstand nicht um den Fußballer selbst, sondern um die Spielerlaubnis handelt; Vgl. hierzu: Hoffmann (2006), S. 130.

46 Vgl. u.a. Lillhemann / Brast / Stübinger (2002), S. 1198; Teschke / Knipping / Sundheimer (2012), S: 1137; Der BFH

hingegen hat das Vorliegen dieser beiden Kriterien in Bezug auf das Spielervermögen in seinen beiden Urteilen bestätigt, da nach dessen Ansicht das Mitbestimmungsrecht, zu welchem Verein der Wechsel vollzogen wird, als ausreichend empfunden wurde. Vgl. hierzu: Rade / Stobbe (2009), S. 1112.

47 Vgl. u.a. Jäger (2007), S. 27 f.; Kirsch/Weber (2012), S. 1717, die beschreiben, dass die abstrakte Aktivierungsfähigkeit im Allgemeinen als die Eignung eines Guts, um in die Bilanz aufgenommen zu werden, bezeichnet wird. Sie wird durch die Kriterien des Aktivierungsgrundsatzes und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) bestimmt.

48 Vgl. Kirsch/Weber (2012), S. 1717, die erläutern, dass die konkrete Aktivierungsfähigkeit von den handelsrechtlichen

Aktivierungsvorschriften abhängig und erfüllt ist, wenn keine gesetzlichen Vorschriften eine Aktivierung verhindern. Vgl. auch Kapitel 4.3.2 dieser Arbeit.

49 Vgl. u.a. Weber (2012), S. 53; Oerterer (2009), S. 20.

50 Vgl. Rade / Stobbe (2009), S. 1111; Teschke / Knipping / Sundheimer (2012), S. 1137. Bereits bei der Abgrenzung der Kriterien zueinander gibt es keine einheitliche Meinung, so dass viele Interpretationen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Dies verdeutlicht bereits die Schwierigkeit der Begriffsbestimmung des Vermögensgegenstands.

51 Vgl. u.a. Rade / Stobbe (2009), S. 1111; Jäger (2007), S. 29 f.; Söffing (1996), S. 523 f.

52 Vgl. Teschke / Knipping / Sundheimer (2012), S. 1139.

53 Die sogenannte Bosman-Entscheidung war ein Urteil des EuGH vom 15.12.1995 - Rs. C-415/93, welche die bis dato übliche Zahlung einer Transferentschädigung auch nach Ablauf des Arbeitsvertrages als Verstoß gegen das Freizügigkeitsgebot des Art. 39-EG Vertrag wertet, so dass ein Spieler seitdem nach Ablauf seines Vertrags ablösefrei wechseln kann und die Voraussetzung einer Transferentschädigung für die Erteilung einer Lizenz aus der LOS gestrichen wurde. Unberührt davon bleibt jedoch die Zahlung einer Ablösesumme für einen vertraglich gebundenen Spieler. Vgl. hierzu: Weber (2012), S. 53; Hoffmann (2006), S. 130; Rade / Stobbe (2009), S. 1110.

54 Vgl. BFH v. 14.12.2011 - I R 108/10.

55 Vgl. BFH v. 14.12.2011 - I R 108/10; Schülke (2012) , S. 122.

56 Vgl. Teschke / Knipping / Sundheimer (2012), S. 1139.

57 Vgl. Schülke (2012), S. 122.

58 Vgl. u.a. Weber (2012), S. 53 f.; Kirsch / Weber (2012), S. 1717; Rade / Stobbe (2009), S. 1111 f.; Schülke (2012), S. 122.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Bilanzierung von Spielervermögen im professionellen Teamsport am Beispiel von Profifußball in Deutschland
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V282934
ISBN (eBook)
9783656824558
ISBN (Buch)
9783656838739
Dateigröße
907 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spielervermögen;, Spielerwerte;, Rechnungslegung;, Bilanzierung;, Immaterielle Vermögensgegenstände, Profifußball, Bundesliga
Arbeit zitieren
Andreas Braune (Autor), 2014, Bilanzierung von Spielervermögen im professionellen Teamsport am Beispiel von Profifußball in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282934

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