„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Dieses bekannte Zitat stammt von einem der „größten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Theaters“- dem Dichter, Dramaturgen und Regisseur Bertolt Brecht.
Der antibürgerliche Schriftsteller betont immer wieder, dass die Welt, der Mensch und die Gesellschaft einer kontinuierlichen Veränderlichkeit unterliegen und er folgt den Wendungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in seiner Zeit, um dazu Stellung zu nehmen. Auch er selbst hatte den Willen, Veränderungen zu bewirken.
Um seine Beobachtungen und politischen Positionen wirkungsvoll ausdrücken zu können und um der Gesellschaft eine Änderungsmöglichkeit aufzuzeigen, schuf Brecht eine Form des Theaters, deren Erzählweise in der folgenden Hausarbeit anhand des epischen Theaterstücks "Der kaukasische Kreidekreis" analysiert werden soll.
Inhaltsverzeichnis
- Der Begründer des epischen Theaters: Bertolt Brecht
- Die Theorie des epischen Theaters
- Ziele und Absichten des epischen Theaters
- Mittel und Umsetzung der Theorie
- Untersuchung des Stückes „Der Kaukasische Kreidekreis“
- Form und Inhalt
- Absichten des Stückes
- Epische Merkmale des Theaterstücks
- Abschließendes Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert die Theorie des epischen Theaters anhand des Stückes „Der kaukasische Kreidekreis“ von Bertolt Brecht. Ziel ist es, die erzählerischen Mittel und Absichten des epischen Theaters aufzuzeigen und zu verstehen, wie Brecht mit seinem Gegenentwurf zur klassischen Dramentheorie eine neue Form des Theaters schaffen wollte.
- Die Ziele und Absichten des epischen Theaters
- Die Mittel und Umsetzung der Theorie
- Die Form und der Inhalt von „Der kaukasische Kreidekreis“
- Die Absichten des Stückes
- Die epische Erzählweise des Theaterstücks
Zusammenfassung der Kapitel
Im ersten Kapitel wird Bertolt Brecht als Begründer des epischen Theaters vorgestellt und seine Biografie sowie seine politischen Ansichten beleuchtet. Das zweite Kapitel erläutert die Theorie des epischen Theaters und beschreibt Brechts Ziele und Absichten mit dieser neuen Form des Theaters. Es werden die Mittel und die Umsetzung der Theorie vorgestellt, die Brecht zur Verwirklichung seiner Ziele einsetzte. Das dritte Kapitel untersucht das Stück „Der kaukasische Kreidekreis“ im Detail. Es werden die Form und der Inhalt des Stückes beschrieben, die Absichten Brechts mit diesem Werk erläutert und die epischen Merkmale des Theaterstücks aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Episches Theater, Bertolt Brecht, „Der kaukasische Kreidekreis“, Verfremdungseffekt, dialektisches Spiel, politische und soziale Themen, Gesellschaftsschicht, Proletariat, Bürgertum, Veränderung der Welt.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptmerkmale des epischen Theaters nach Bertolt Brecht?
Zentrale Merkmale sind der Verfremdungseffekt (V-Effekt), das Durchbrechen der Illusion, die Erzählerrolle und das Ziel, den Zuschauer zum kritischen Nachdenken und Handeln anzuregen.
Worum geht es in dem Stück „Der kaukasische Kreidekreis“?
Es thematisiert die Frage nach Gerechtigkeit und Besitzansprüchen, illustriert durch den Streit zweier Mütter um ein Kind, der durch den Richter Azdak gelöst wird.
Was ist der Verfremdungseffekt (V-Effekt)?
Ein Mittel, um dem Zuschauer Vertrautes als fremd oder auffallend erscheinen zu lassen, damit er eine distanzierte, analysierende Haltung einnimmt.
Welche politischen Absichten verfolgte Brecht mit seinem Theater?
Brecht wollte auf soziale Missstände hinweisen und zeigen, dass die Gesellschaft veränderbar ist, wobei er oft Positionen des Proletariats gegen das Bürgertum vertrat.
Wie unterscheidet sich das epische Theater vom klassischen Drama?
Während das klassische Drama auf Einfühlung und Katharsis setzt, zielt das epische Theater auf Erkenntnis und die Aktivierung des Publikums ab.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Plechinger (Autor:in), 2014, Wie und weshalb erzählt episches Theater? Eine Untersuchung von Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282994