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Wie und weshalb erzählt episches Theater? Eine Untersuchung von Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“

Title: Wie und weshalb erzählt episches Theater? Eine Untersuchung von Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“

Term Paper , 2014 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexandra Plechinger (Author)

German Studies - Modern German Literature
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„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Dieses bekannte Zitat stammt von einem der „größten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Theaters“- dem Dichter, Dramaturgen und Regisseur Bertolt Brecht.
Der antibürgerliche Schriftsteller betont immer wieder, dass die Welt, der Mensch und die Gesellschaft einer kontinuierlichen Veränderlichkeit unterliegen und er folgt den Wendungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in seiner Zeit, um dazu Stellung zu nehmen. Auch er selbst hatte den Willen, Veränderungen zu bewirken.

Um seine Beobachtungen und politischen Positionen wirkungsvoll ausdrücken zu können und um der Gesellschaft eine Änderungsmöglichkeit aufzuzeigen, schuf Brecht eine Form des Theaters, deren Erzählweise in der folgenden Hausarbeit anhand des epischen Theaterstücks "Der kaukasische Kreidekreis" analysiert werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begründer des epischen Theaters: Bertolt Brecht

2. Die Theorie des epischen Theaters

2.1 Ziele und Absichten des epischen Theaters

2.2 Mittel und Umsetzung der Theorie

3. Untersuchung des Stückes „Der Kaukasische Kreidekreis“

3.1 Form und Inhalt

3.2 Absichten des Stückes

3.3 Epische Merkmale des Theaterstücks

4. Abschließendes Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Theorie des epischen Theaters unter Berücksichtigung der erzählerischen Mittel und Absichten anhand des Theaterstücks „Der kaukasische Kreidekreis“ von Bertolt Brecht zu analysieren und dessen epische Struktur aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte des epischen Theaters nach Bertolt Brecht
  • Analyse der Zielsetzungen und der theatralen Distanzierungsmittel (Verfremdungseffekte)
  • Strukturelle Untersuchung des Stückes „Der kaukasische Kreidekreis“ in Bezug auf Form und Inhalt
  • Darstellung der epischen Erzählweise und der Funktion des Sängers als zentrale Instanz
  • Sozialkritische Perspektiven auf das Verhältnis von Armut, Reichtum und Gerechtigkeit im Werk

Auszug aus dem Buch

3.3 Epische Merkmale des Theaterstücks

Die wohl interessanteste Figur im Bezug auf die Theorie des epischen Theaters ist der Sänger, welcher die beiden Geschichten erzählt, kommentiert und insgesamt Macht über das Stück besitzt. Er bildet sozusagen die „Achse des Stücks“ und hat viele Funktionen. Er stellt die Figuren vor („[...] Ein Gouverneur mit Namen Georgi Abaschwili. [...]“), und führt in die Handlung mit Worten wie „In alter Zeit, in blutiger Zeit [...]“ ein. In poetischer Sprache und in Liedern teilt er dem Zuschauer mit, was die Figuren denken. Ein Beispiel dafür sind die Gedanken Grusches während der Gerichtsverhandlung, die der Sänger in Form eines Liedes dem Zuschauer, beziehungsweise dem Leser, vermittelt.

Er kommentiert die Handlung, was den Sinn hat, dass nicht alles auf der Bühne gezeigt werden muss, wie beispielsweise Grusches Flucht: „Als Grusche Vachnadze an den Fluß Sirra kam / Wurde die Flucht ihr zu viel, der Hilflose ihr zu schwer.“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begründer des epischen Theaters: Bertolt Brecht: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über Bertolt Brecht und erläutert seine Motivation, durch eine neue Theaterform politisch und gesellschaftlich wirksam zu werden.

2. Die Theorie des epischen Theaters: Hier werden die theoretischen Grundlagen des epischen Theaters, insbesondere die Abkehr vom aristotelischen Drama und die Einführung von Distanzierungsmitteln, dargelegt.

3. Untersuchung des Stückes „Der Kaukasische Kreidekreis“: Dieses Hauptkapitel analysiert das konkrete Stück hinsichtlich seiner Struktur, seiner inhaltlichen Intentionen und der angewandten epischen Stilmittel.

4. Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Brecht durch den Einsatz verfremdender Effekte eine neue Theatergattung schuf, um das Publikum zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gerechtigkeit zu bewegen.

Schlüsselwörter

Episches Theater, Bertolt Brecht, Der kaukasische Kreidekreis, Verfremdungseffekt, Sozialkritik, Erzählweise, Parabel, Distanzierung, Azdak, Grusche Vachnadze, Theatertheorie, Gesellschaftskritik, Dialektik, klassische Dramentheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das epische Theater von Bertolt Brecht am Beispiel seines Stückes „Der kaukasische Kreidekreis“ und analysiert dessen erzählerische Mittel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie des epischen Theaters, die Anwendung von Verfremdungseffekten sowie die gesellschaftskritische Dimension des Stückes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Theorie des epischen Theaters durch die Analyse der erzählerischen Mittel und inhaltlichen Absichten im „Kaukasischen Kreidekreis“ nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der werk- und theorieimmanenten Untersuchung des Theaterstücks in Verbindung mit Brechts Theatertheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die allgemeine Theorie des epischen Theaters als auch die detaillierte Analyse von Form, Inhalt und epischen Merkmalen des „Kaukasischen Kreidekreises“ behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Episches Theater“, „Verfremdungseffekt“, „Bertolt Brecht“ und „Sozialkritik“ definiert.

Welche Funktion hat der Sänger in Brechts Stück?

Der Sänger fungiert als Erzähler und „Achse des Stücks“, der die Handlung kommentiert, Figuren einführt und Distanz zwischen dem Geschehen und dem Publikum schafft.

Warum spielt die Figur des Richters Azdak eine so bedeutende Rolle?

Azdak dient als Ausnahme im Justizwesen, da er durch seinen zufälligen Status als Nicht-Jurist unkonventionell und außerhalb korrupter Strukturen Gerechtigkeit walten lassen kann.

Inwieweit wird das Verhältnis von Reichtum und Gerechtigkeit thematisiert?

Das Stück stellt Armut und Reichtum gegenüber und verdeutlicht, dass die Oberschicht durch ihren Wohlstand bessere Chancen vor Gericht hat, während Azdak als Gegenpol agiert.

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Details

Title
Wie und weshalb erzählt episches Theater? Eine Untersuchung von Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“
College
University of Regensburg  (Neuere Deutsche Literatur)
Course
Seminar
Grade
1,3
Author
Alexandra Plechinger (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V282994
ISBN (eBook)
9783656823001
ISBN (Book)
9783656822998
Language
German
Tags
theater eine untersuchung brechts kreidekreis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Plechinger (Author), 2014, Wie und weshalb erzählt episches Theater? Eine Untersuchung von Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282994
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