Was muss bei der Berichterstattung beachtet werden? (Unterrichtsplanung, Deutsch, 8. Schuljahr)


Unterrichtsentwurf, 2003

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Sachanalyse

2. Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.2 Didaktische Reduktion
2.3 Einordnung der Stunde in den Unterrichtsinhalt

3 Voraussetzungen für den Unterricht
3.1 Voraussetzungen bei den Schülern
3.2 Äußere Voraussetzungen

4 Lernziele
4.1 Grobziele
4.2 Feinziele

5 Überlegungen zur Unterrichtsmethode
5.1 Einstiegsmöglichkeiten
5.2 Artikulation
5.3 Sozial- und Aktionsformen
5.4 Medien
5.5 Unterrichtsprinzipien
5.6 Tafelbild

6 Unterrichtsverlauf
Deutschstunde am 12.03.03 Thema: Bericht

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

1 Sachanalyse

Ein Bericht ist ein informativer, im Allgemeinen kurzer sachlicher Text, bei dem bestimmte Dinge beachtet werden müssen.

Ein Bericht beschreibt stets eine Situation oder ein Ereignis und beinhaltet nur tatsächliche Ereignisse.

Da ein Bericht zu den Sachtexten gehört, muss man auf die äußere Form achten. Ein Bericht soll keine ausschmückenden oder Spannung erzeugenden Adjektive enthalten. Er sollte immer kurz gefasst sein und nur auf tatsächlichem Wissen beruhen, d.h. keine Vermutungen o.ä. enthalten. Meist steht ein Bericht im Präteritum, jedoch sind auch Ausnahmen gestattet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die zeitliche Abfolge, die eingehalten werden muss. Inhaltlich kann sich der Verfasser eines solchen Textes an den sogenannten „W-Fragen“ orientieren. Diese sind:

- Wann?
- Was?
- Wer?
- Wo?
- Wie?
- Warum?

Mit dem „Wann“ ist der Zeitpunkt gemeint, der möglichst genau angegeben werden sollte, z.B. „ Am Mittwoch den 12.03.2003 gegen 17.00 Uhr ...“ . Eine genaue Uhrzeit steht meistens nicht zur Verfügung und wäre auch nicht zweckdienlich, die ungefähre Angabe jedoch kann bei der Vorstellung der Umstände ( Dunkelheit, Stoßzeit, ...) hilfreich sein. Der Tag sollte als Datum angegeben werden und nicht mit Umschreibungen, wie z.B. „gestern“, da der Autor nicht weiß, wann der Leser den Bericht erhält.

Das „Was“ und das „Wer“ beschreiben das Geschehnis selbst und die Personen, die daran beteiligt sind. Dies können Opfer, Täter, direkt Betroffene, Zeugen, Auslöser oder anders zum Geschehnis beitragende Personen sein. Je nach Situation werden die Personen angegeben oder bleiben anonym. Bei einem Unfallbericht wären sie anonym, bei einem Polizeibericht würden sie benötigt werden.

Das „Wo“ fragt nach dem Ort, der ebenfalls im Bericht enthalten sein muss. Das können Land- und Stadtangaben oder z.B. die Kellertreppe, eine Straßenkreuzung oder der Spielplatz sein.

Mit dem „Wie“ wird nach dem genauen Vorgang des zu Berichtenden gefragt. Das zu Beachtende, wie z.B. die zeitliche Abfolge wurde oben bereits genannt.

Das „Warum“ fragt nach der Ursache des Geschehnisses, d.h. Angaben warum z.B. ein Auto auf eine anderes auffährt oder vorsätzliches Handeln, Affekt o.ä..

Wenn ein Text all diese inhaltlichen Aspekte enthält und die erklärte äußere Form beachtet wurde, handelt es sich bei diesem Sachtext um einen Bericht. Ein Bericht kann nicht nur im Beruf von Nutzen sein, sondern ist auch im Alltag gut zu gebrauchen. Ein Schüler könnte Zeuge einer illegalen Tat werden oder er könnte den Notarzt rufen müssen wobei nur die Beachtung der wichtigen Aspekte wichtig wäre, diese aber sehr detailgetreu. In diesen Situationen könnte der Schüler sein Wissen anwenden und bestimmte Alltagssituationen würden enorm erleichtert werden.

2. Didaktische Analyse

2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes

Das Thema „Was muss bei der Berichterstattung beachtet werden?“ ist die erste Stunde dieser Unterrichtseinheit, welche „Verfassen von Berichten“ heißt.

Da das Verfassen eines Berichtes zur Allgemeinbildung eines Erwachsenen gehört, sollte dieses Thema in der Schule behandelt werden. Es kann den Schülern und deren Umgebung das Alltagsleben erleichtern, wenn der Schüler z.B. Zeuge eines Unfalls wird und ein schriftliches Protokoll bei der Polizei abgeben muss. Da alle Schüler täglich aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, teilweise sogar schon motorisiert, können solche Situationen schnell eintreffen. Aber auch indirekt kann das Wissen um wichtige und unwichtige Angaben zum Geschehen dem Schüler nutzen, wenn er z.B. einen Notarzt verständigen muss, wird er sich nur auf die wichtigen Angaben konzentrieren, was die Rettung des Betroffenen stark vorantreiben kann.

Auch können sich Schüler bei diesem Thema über Berufsinteressen klar werden. Macht es einem Schüler große Freude Berichte zu verfassen, kann er sich nach entsprechenden Berufen erkundigen.

In dieser Stunde werden vorerst das Grundlagenwissen um den Bericht erarbeitet. Das ist die Voraussetzung zur weiteren Arbeit mit diesem Thema.

2.2 Didaktische Reduktion

In dieser Unterrichtsstunde werden die Schüler erarbeiten, dass ein Bericht ein informativer, kurzer sachlicher Text ist, in dem :

- auf Unwesentliches verzichtet wird
- alles Wichtige berichtet wird
- die zeitliche Abfolge enthalten ist
- keine Ausschmückungen oder Spannung erzeugenden Adjektive enthalten sind.

Die Schüler werden darüber informiert, dass sie den Bericht im Präteritum erstellen sollen, da sie im Unterricht mit Unfallberichte arbeiten werden und dies auch die üblichere Weise ist. Zur Erleichterung der inhaltlichen Zusammenfassung, werden den Schülern die W-Fragen erklärt.

In dieser ersten Stunde sollen die Schüler bereits einen Bericht verfassen, der jedoch im Voraus in der Klasse besprochen wird. Auch werden auf einem Arbeitsblatt Satzanfänge zur Hilfe gegeben. Jedoch wird von der Klasse erwartet, dass sie sowohl alle inhaltlichen Aspekte beachtet, als auch, dass die äußere Form korrekt ist. Da die Schüler bereits im 8. Schuljahr sind und schon mehrere Textarten kennen gelernt haben und das Arbeiten mit diesen auch gewohnt sind, kann man eine solche Leistung erwarten.

2.3 Einordnung der Stunde in den Unterrichtsinhalt

Das Thema „Was muss bei der Berichterstattung beachtet werden?“ ist die erste Stunde der Unterrichtseinheit „Verfassen von Berichten“. Sie soll einen Überblick darüber geben, was beim Verfassen eines Berichtes zu beachten ist. Auch soll bereits ein Bericht mit geringer Hilfestellung verfasst werden, der zudem vorher noch mit der Klase besprochen wird. In der nächsten Stunde wird ein vorgeblicher Bericht, der unsachlich geschrieben wurde, korrigiert.

Inder darauffolgenden Stunde wird den Schülern eine Bildergeschichte vorgelegt, zu der sie nun selbständig einen eigene Bericht verfassen sollen.

Abgeschlossen wird diese Unterrichtseinheit mit einer Klassenarbeit, bei der die Schüler ebenfalls eine Bildergeschichte als Vorlage erhalten werden.

3 Voraussetzungen für den Unterricht

3.1 Voraussetzungen bei den Schülern

Die Klasse 8a besteht aus 20 Schülern. Davon sind 13 Jungen und 7 Mädchen.

Die Klasse hat eine gute Gemeinschaft, jedoch gibt es einige Außenseiter. Zwei Jungen fallen wegen sehr grobem verhalten auf. Jedoch richtet sich ihr Fehlverhalten ausschließlich gegen den Lehrer und im Allgemeinen nicht gegen Klassenkameraden. Eine Schülerin, die bisher der „Anführer“ der Mädchen war, ist seit einiger Zeit um gute Leistungen bemüht und wird deshalb nicht mehr voll anerkannt.

In der Klasse herrschen allgemein schlechte Umgangsformen und wenig Leistungsbereitschaft. Die Schüler sind nur schwer zu motivieren und zeigen, bis auf wenige Ausnahmen, wenig Interesse am Unterrichtsinhalt.

Viele Schüler sind Scheidungskinder und müssen mehrere unbewältigte Probleme verarbeiten, was die Aufmerksamkeit im Unterricht gerade zu verhindert.

3.2 Äußere Voraussetzungen

Der Unterricht findet im Klassensaal statt. Dort sitzt jeder Schüler auf einem festen Platz und der Saal ist mit Plakaten, welche die Schüler selbst entworfen haben, dekoriert.

In diesem Saal befindet sich auch ein Overheadprojektor, der für diese Stunde benötigt wird.

Er wird vor der Unterrichtsstunde bereitgestellt und die Folie ausgerichtet. Ein spezieller Folienstift, der auch benötigt wird, wird ebenfalls vor der Stunde bereit gelegt.

Die Merkblätter mit den Anhaltspunkten zur Berichterstattung werde kopiert und liegen auf dem Lehrerpult bereit.

Ein zweites Blatt, auf dem die Starthilfe für den zu verfassenden Bericht ist, wird auf die gleiche Weise vorbereitet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Was muss bei der Berichterstattung beachtet werden? (Unterrichtsplanung, Deutsch, 8. Schuljahr)
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für allgemeine Didaktik)
Veranstaltung
Blockpraktikum
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V28300
ISBN (eBook)
9783638301220
ISBN (Buch)
9783638957588
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Langplanung beschreint eine Stunde in der es um das Verfassen eines Berichts geht. Sie ist für ein 8. Schuljahr der Hauptschule konzipiert und wurde auch dort gehalten. Die Planung enthält Sachanalyse, didaktische Analyse, Voraussetzungen für den UNterricht, Lernziele, Überlegungen zur Methode, den Verlauf, das Tafelbild und ein von mir entworfenes Arbeitsblatt.
Schlagworte
Berichterstattung, Deutsch, Schuljahr), Blockpraktikum
Arbeit zitieren
Dorothee Schnell (Autor), 2003, Was muss bei der Berichterstattung beachtet werden? (Unterrichtsplanung, Deutsch, 8. Schuljahr), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28300

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