Das Zeitalter der Digitalisierung hat schon längst begonnen und breitet sich weiter aus, wodurch sich unsere gesamte Umwelt verändert. Nachdem sich Geschäftsabläufe durch die Vereinfachung von Technologien, das Konsumverhalten durch den Onlinehandel und das Kommunikationsverhalten, durch soziale Netzwerke wie Facebook verändert haben, ist die Digitalisierung auch im Finanzsektor angekommen. Neben neuen Regulierungen, einem anhaltend niedrigen Zinsniveau und dem noch immer misstrauischen Kundenverhalten gegenüber den Kreditinstituten, zählt die Digitalisierung mit zu den Herausforderungen im Retail Banking. Die Digitalisierung mit ihren technischen Erneuerungen und technikaffinen, unzufriedenen Bankkunden fordert Veränderungen in der Bankenbranche. Vor allem verlangt die Digitalisierung eine grundlegende Reorganisation des Retail-Geschäfts. Wie jedoch sehen diese Veränderungen aus? Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das Retail-Banking?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Abgrenzung zentraler Begrifflichkeiten und Grundlagen
2.1. Begriffsbestimmung „Digitalisierung“
2.2. Begriffsbestimmung „Retail Banking“
2.3. Digitalisierungsrelevante Veränderungen der Rahmenbedingungen
2.3.1. Veränderungen der Umweltfaktoren
2.3.1.1. Neue Technologien
2.3.1.2. Soziodemografischer Wandel
2.3.1.3. Eintritt neuer Wettbewerber
2.3.2. Gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen
3. Bestandsaufnahme von Finanzdienstleistern auf das Retail Banking im Zeitalter der Digitalisierung
3.1. Non Banks/Near Banks
3.2. Direktbanken
3.3. Traditionelle Banken
4. Auswirkungen der Digitalisierung auf das Retail Banking
4.1. Aktivgeschäft
4.2. Passivgeschäft
4.3. Dienstleistungsgeschäft
4.3.1. Zahlungsverkehr
4.3.1.1. Electronic Payment
4.3.1.2. Mobile Payment
4.3.2. Neue Vertriebsmöglichkeiten im Retail Banking
4.3.2.1. Omni-Channel
4.3.2.2. Crowdbanking
4.3.2.3. Neue Filialformate
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Transformation des Retail Bankings durch die Digitalisierung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie technologische Entwicklungen und ein verändertes Kundenverhalten die Geschäftsmodelle der Banken beeinflussen und welche Reorganisationsmaßnahmen sowie Handlungsalternativen für Kreditinstitute zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit notwendig sind.
- Digitalisierungsrelevante Veränderungen der Rahmenbedingungen und Umweltfaktoren.
- Bestandsaufnahme und Wettbewerbsanalyse von Banken, Direktbanken und Non Banks.
- Auswirkungen der Digitalisierung auf Aktiv-, Passiv- und Dienstleistungsgeschäft.
- Etablierung innovativer Vertriebswege wie Omni-Channel und Crowdbanking.
- Transformation und Neuausrichtung traditioneller Filialkonzepte.
Auszug aus dem Buch
2.3.1.2. Soziodemografischer Wandel
Nicht nur die Technologie hat sich weiter entwickelt, sondern auch die Gesellschaft trägt zu einem gesteigerten Interesse für die Veränderung der Digitalisierung bei. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die Anonymisierung, die Mobilität und die Globalisierung. Früher wurden die Menschen fremd bestimmt, was sich jedoch mit der Industrialisierung und mit der Nachkriegszeit geändert hat. Die Abwendung von traditionellen Gefügen, sowohl von der Religion als auch von der Familie, bedingte eine selbstbestimmte Lebensweise. Dieses Phänomen ging einher mit dem Fortschritt der Technologie. Die interaktive Nutzung von Kommunikationsmedien und die Abfrage von Wissen anhand elektronischer Gerätschaften förderte die Anonymisierung.
Die Menschen können nun virtuell ohne jeglichen physischen Kontakt in Verbindung treten und verlagern somit das Zusammenleben, ganz oder zum Teil, in die digitale Welt. Dies wiederum führt zu mehr Mobilität natürlich auch durch die Globalisierung. Das Angebot weltweiter Dienste, der überregionale Kontakt und die Kontaktpflege sowie die zahlreichen Netzwerkeffekte bzw. Plattformen ziehen internationale Verflechtungen mit sich und erlauben es der Gesellschaft, mehr Verbindungen und menschliche Beziehungen überall auf der Welt aufzubauen. Diese neue global aufgebaute Welt drängt förmlich nach mehr Freiheit, Ideologie und einer Verknüpfung der virtuellen mit der realen Welt. Die soziodemografische Veränderung geht einher mit einem neuen Kundenverhalten, welches vom Internet stark beeinflusst wurde und weiterhin wird. Dies spiegelt sich in Abbildung 4 (S. 11) wider. In Abbildung 4 sieht man auf der X-Achse das Alter ab 14 und auf der Y-Achse den prozentualen Anteil.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Internetnutzung und den digitalen Wandel im Finanzsektor als zentrale Herausforderungen für das Retail Banking.
2. Abgrenzung zentraler Begrifflichkeiten und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe Digitalisierung sowie Retail Banking und analysiert die technologischen und regulatorischen Rahmenbedingungen des Wandels.
3. Bestandsaufnahme von Finanzdienstleistern auf das Retail Banking im Zeitalter der Digitalisierung: Es erfolgt eine Analyse der verschiedenen Marktteilnehmer, von Non Banks und Direktbanken bis hin zu traditionellen Kreditinstituten.
4. Auswirkungen der Digitalisierung auf das Retail Banking: Das Hauptkapitel untersucht die konkreten Konsequenzen der Digitalisierung für das Aktiv-, Passiv- und Dienstleistungsgeschäft sowie neue Vertriebskanäle und Filialkonzepte.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für Finanzdienstleister, um im digitalen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Retail Banking, Omni-Channel, Crowdbanking, Finanztechnologie, Mobile Payment, Kundenverhalten, Bankfiliale, Direktbanken, Non Banks, Social Media, Online-Banking, Transformation, Kundenbindung, Zahlungsverkehr
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Retail Banking und beleuchtet, wie Banken ihre Geschäftsmodelle an die technologischen Fortschritte und das veränderte Kundenverhalten anpassen müssen.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die technologischen Umweltfaktoren, die Wettbewerbssituation durch neue Anbieter (Non Banks, Fintechs), die Neugestaltung des Filialgeschäfts sowie moderne Vertriebsansätze wie Omni-Channel.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Retail Banking zu durchleuchten und konkrete Handlungsalternativen für traditionelle Banken abzuleiten, um trotz des steigenden Wettbewerbs erfolgreich zu bleiben.
Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit angewandt?
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Auswertung von Studien und Marktberichten, um den aktuellen Stand der Digitalisierung und zukünftige Trends im Retail Banking fundiert darzustellen.
Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Marktakteure und eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen auf das Aktivgeschäft, das Passivgeschäft sowie das Dienstleistungsgeschäft inklusive Zahlungsverkehr und Filialmanagement.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte sind Digitalisierung, Retail Banking, Omni-Channel, Crowdbanking und die Transformation des Kundenverhaltens.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der klassischen Bankfiliale in der Zukunft?
Die Autorin argumentiert, dass die klassische Filiale nicht verschwinden wird, aber eine grundlegende Transformation durchlaufen muss – weg vom reinen Abwicklungsort hin zu modernen Formaten wie Flagships oder Kompetenzcentern, die das Kundenerlebnis in den Mittelpunkt stellen.
Was ist unter dem in der Arbeit beschriebenen "Crowdbanking" zu verstehen?
Crowdbanking beschreibt die Neugestaltung des Bankgeschäfts unter Nutzung sozialer Netzwerke, was von der Informationsbeschaffung über Interaktionen zwischen Kunden und Experten bis hin zum direkten Abschluss von Produkten reicht.
- Arbeit zitieren
- Julia Lehmann (Autor:in), 2014, Auswirkungen der Digitalisierung auf das Retail Banking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283051