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Medienreflexion in Joshua Grannells "All About Evil" und Katsura Hashinos "Catherine"

Analysen nach Hartmut Winklers Apparatus-Theorie

Titel: Medienreflexion in Joshua Grannells "All About Evil" und Katsura Hashinos "Catherine"

Seminararbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Vasniszky (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Text wendet Hartmus Winklers Apparatus-Theorien auf das Medium Film an und zeigt darüber hinaus, dass sich die zentralen Thesen auch auf das Medium Videospiel übertragen lassen. Exemplarische Anwendungsbeispiele sind der Film All About Evil (Joshua Grannell, 2010) und das Videospiel Catherine (Katsura Hashino, 2012).

Beide Werke sind in höchstem Maße selbstreflexiv, konstatieren also Aussagen über die eigene mediale Existenz. Im Rahmen dessen erweist es sich als ergiebig, Winklers Ausführungen zur Apparatus-Theorie mit selbstreferentiellen Werken ein Einklang zu bringen und Rückschlüsse über die Medien an sich zu ziehen.

Wie Winklers Gedanken sich in den Anwendungsbeispielen ausdrücken und was der Film und das Videospiel über ihr eigenes Medium aussagen, soll in der vorliegenden Arbeit aufgezeigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Zuschauer und die filmische Technik

2. Anwendungsbeispiele

2.1 Film: All About Evil

2.2 Videospiel: Catherine

3. Selbstreflektion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Apparatus-Theorie von Hartmut Winkler auf das Medium Film sowie das Medium Videospiel, um die mediale Selbstreflexivität in ausgewählten Werken zu analysieren und Rückschlüsse über die Medien an sich zu ziehen.

  • Apparatus-Theorie nach Hartmut Winkler
  • Mediale Selbstreflexivität in Horrorfilmen und Videospielen
  • Analyse von All About Evil (Film)
  • Analyse von Catherine (Videospiel)
  • Verhältnis zwischen Zuschauer/Spieler, Technologie und Medium
  • Inversion von Platons Höhlengleichnis und Freuds Traumdeutung

Auszug aus dem Buch

2.1 Film: All About Evil

Der US-amerikanische Film All About Evil ist zwischen den Genres Horror und Schwarzer Komödie angesiedelt und handelt von einem B-Horrorfilm-Kino im San Francisco der Gegenwart. Das sogenannte Victoria Theatre fällt, nach dem Tod seines Besitzers (Robin Calvert), dessen Tochter Deborah Tennis (Natasha Lyonne) zu. Eines Abends, während das Kinopublikum auf den bevorstehenden Film wartet, kommt es im Foyer zwischen Deborah und ihrer Stiefmutter (Julie Caitlin Brown), die das Kino verkaufen will, zu einem Erbstreit, in dessen Verlauf Deborah die Stiefmutter mit einem Messer brutal ersticht. Die einzigen Zeugen für das Verbrechen sind die installierten Überwachungskameras. Deborah startet dann vermeintlich den Film, in den Kinosaal werden jedoch die Bilder der Überwachungskameras des Foyers übertragen, so dass ihr Vergehen auf Großleinwand zu sehen ist. Der senile Filmvorführer Mr. Twigs (Jack Donner), der sichtlich am Victoria Theatre hängt, reagiert schnell und deklariert die gezeigten Bilder als einführenden Kurzfilm, der frische Impulse in das Kinoprogramm bringen soll. Das Publikum ist davon sichtlich begeistert.

Die Überwachungskamera, die die Filmkamera des 'Kurzfilms' ist, hat eine aufnehmende, weniger eine repräsentierende Funktion. Doch das Publikum nimmt diesen Unterschied nicht wahr. Das Werk wird als fiktiv betrachtet, weil die Zuschauer von der Produktion des Films abgeschnitten sind. Auch die Erwartungshaltung im Rahmen Kino spricht für die Glaubwürdigkeit als fiktives Werk. Der Horrorfilm-Nerd Steven (Thomas Dekker) spricht gar von der Geburt eines neuen Genres "surveillance slaughter".

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Zuschauer und die filmische Technik: Dieses Kapitel führt in die Apparatus-Theorie von Hartmut Winkler ein und erläutert die Grundannahmen über das Verhältnis von Zuschauer und filmischer Technologie.

2. Anwendungsbeispiele: Hier wird Winklers Theorie auf den Film "All About Evil" und das Videospiel "Catherine" angewendet, um deren jeweilige mediale Selbstreflexivität und den Umgang mit Technologie aufzuzeigen.

3. Selbstreflektion: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, wie beide Medien durch ihre spezifische Inszenierung die Apparatus-Theorie bestätigen und erweitern.

Schlüsselwörter

Apparatus-Theorie, Hartmut Winkler, Filmtheorie, All About Evil, Catherine, Selbstreflexivität, Kino, Videospiel, Medienreflexion, Horrorfilm, Subjektivität, Technologie, Platon, Höhlengleichnis, Freud

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die mediale Selbstreflexivität in modernen Medien wie dem Film "All About Evil" und dem Videospiel "Catherine" manifestiert, basierend auf der Apparatus-Theorie von Hartmut Winkler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verhältnis zwischen Zuschauer bzw. Spieler und der eingesetzten Technologie, die Konstruktion von Realitätseindrücken und die Rolle des Mediums als Ort der rituellen Gemeinschaftsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu zeigen, dass sich Winklers apparaturtheoretische Thesen, die ursprünglich für den Film entwickelt wurden, auf das Medium Videospiel übertragen lassen und beide Medien in ihrer Struktur als selbstreflexiv entlarvt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf medienwissenschaftliche und filmtheoretische Analysen, insbesondere auf die Anwendung der Apparatus-Theorie nach Hartmut Winkler in Kombination mit psychoanalytischen Ansätzen nach Freud und Lacan.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Film "All About Evil" sowie das Videospiel "Catherine" und arbeitet heraus, wie diese Werke ihre eigene Medialität und die psychologischen Mechanismen des Zuschauers bzw. Spielers thematisieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Apparatus-Theorie, mediale Selbstreflexivität, Filmtheorie, Videospielanalyse, Technologiekritik und die psychologische Wirkung auf den Rezipienten.

Inwiefern stellt der Film "All About Evil" eine Inversion von Platons Höhlengleichnis dar?

Während bei Platon der Ausstieg aus der Höhle zur Wahrheit führt, kehrt der Film diese Struktur um, indem die "Realität" (die echten Verbrechen) in den Kinosaal (die Höhle) hineinprojiziert wird, was den Apparatus sichtbar macht.

Was verdeutlicht der "Bruch mit der Vierten Wand" im Videospiel "Catherine"?

Der Bruch zeigt die Uneindeutigkeit des Lacan'schen Subjekts innerhalb des medialen Rahmens auf und demonstriert die undurchschaubare Verbindung zwischen der Spielmechanik und der Kontrolle durch den Spieler.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienreflexion in Joshua Grannells "All About Evil" und Katsura Hashinos "Catherine"
Untertitel
Analysen nach Hartmut Winklers Apparatus-Theorie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,0
Autor
Thomas Vasniszky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V283101
ISBN (eBook)
9783668047716
ISBN (Buch)
9783668047723
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hartmut Winkler Apparatus-Theorie Joshua Grannell Catherine All About Evil Medienreflexion Katsura Hashino
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Vasniszky (Autor:in), 2014, Medienreflexion in Joshua Grannells "All About Evil" und Katsura Hashinos "Catherine", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283101
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Leseprobe aus  18  Seiten
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