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Die Abspaltung der States Rights Party 1948. Ein später Geburtsfehler der New Deal Koalition?

Titel: Die Abspaltung der States Rights Party 1948. Ein später Geburtsfehler der New Deal Koalition?

Hausarbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Raphael Heim (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 6.November 2012 blickte die Welt voll Spannung nach Amerika, denn wieder einmal sollte entschieden werden, wer die Nation in den nächsten vier Jahren führen sollte, der liberale, demokratische Amtsinhaber Barack Obama oder sein konservativer, republikanischer Herausforderer Mitt Romney. Der Wahlausgang schien tatsächlich bis zum Wahltag noch offen zu sein, in den Umfragen lieferten sich die beiden beständig Kopf-an-Kopf-Rennen. Nur eines schien wirklich sicher zu sein: Der Süden würde wohl wieder, wie schon in den vergangenen Präsidentschaftswahlen, mit großer Mehrheit an die Republikaner gehen. Und genau so sollte es dann schließlich auch kommen: Die Staaten des Südens wählten mit beeindruckender Geschlossenheit wieder republikanisch, nur Florida konnte von den Demokraten gewonnen werden.

Doch diese fast schon zementierte Bindung des Südens an die republikanische Partei entstand erst in der jüngsten Vergangenheit. Vor 1948 stimmten die Südstaaten mit überwältigender Mehrheit seit über 60 Jahren, nämlich seit dem Ende der „Reconstruction“ 1877, bei jeder Wahl für den demokratischen Kandidaten. Da diese regionale Wahlentscheidung für die demokratische Partei so unumstößlich wirkte, bekam der Süden Amerikas u.a. den Beinamen „solid south“, dass eine andere Partei hier gewinnen könnte schien mehr als unwahrscheinlich. Doch mit der Wahl 1948 änderte sich die Situation radikal: Vier Staaten des ,,solid south“ gewannen nicht wie üblich die Demokraten, sondern die neu gegründete States Rights Party unter Führung ihres Präsidentschaftskandidaten J. Strom Thurmond, welche schnell den Beinamen ,,Dixiecrat“ erhielt. Um ihren Unmut über den Kurs der nationalen demokratischen Partei auszudrücken und diese an die Relevanz des Südens als Bastion der Demokraten zu erinnern, hatte sich diese Gruppe radikaler Südstaatler nach dem demokratischen Nationalkonvent 1948 in Philadelphia von der Mutterpartei abgespalten um mit ihrer eigenen Partei an den Präsidentschaftswahlen teilzunehmen.

Der Hauptgrund für diese Abspaltung war die neu eingeschlagene Bürgerrechtspolitik der demokratischen Partei, welche vor allem auf die Vorteile der schwarzen Bevölkerung gemünzt war und somit die Stimmen der Afro-Amerikaner sichern sollte. Diese wählten zwar bereits seit Beginn des New Deal demokratisch, doch nun sollten sie für die Zukunft fest an die Partei gebunden werden und endlich auch als freie Bürger des Landes behandelt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Der New Deal und die New Deal Koalition

2. Spannungen oder Konsens in der New Deal Koalition?

3. Die Koalition und die Bürgerrechte nach Roosevelts Tod

4. Die Spaltung der demokratischen Partei

5. Die Spaltung ein „Geburtsfehler“?

II. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Abspaltung der "States Rights Party" (Dixiecrats) im Jahr 1948 und geht der Forschungsfrage nach, ob dieser Bruch bereits in der Struktur der New Deal Koalition angelegt war oder primär durch das politische Handeln von Harry Truman nach dem Tod Franklin D. Roosevelts ausgelöst wurde.

  • Die historische Zusammensetzung und innere Widersprüchlichkeit der New Deal Koalition
  • Der Einfluss der "States Rights" auf die Politik der Süddemokraten
  • Die Rolle der Bürgerrechtsfrage als zentrales Konfliktpotenzial
  • Der Wandel der demokratischen Partei von 1932 bis 1948
  • Die Auswirkungen politischer Weichenstellungen durch Harry Truman auf den Parteizusammenhalt

Auszug aus dem Buch

Die Spaltung der demokratischen Partei

Was würde auf dem Nationalkonvent in Philadelphia im Juli 1948 geschehen? Würde sich eine Mehrheit für die Aufnahme der Bürgerrechte in die „platform“ finden? Würden die Süddemokraten ihre Drohungen wirklich ernst machen und sich von der nationalen Partei abspalten? Hatte Truman ohne die Stimmen des Südens und ohne die Stimmen jener, die sich gemeinsam mit dem ehemaligen Vize-Präsidenten Henry Wallace im selben Jahr bereits von der demokratischen Partei abgespalten hatten überhaupt noch Aussichten, gegen seinen republikanischen Herausforderer Dewey zu gewinnen? Und schließlich: War diese Entwicklung wirklich von langer Hand absehbar und ein „Geburtsfehler“ der New Deal Koalition oder führte viel mehr Trumans Politik nach Roosevelts Tod erst zu dieser offenen Konfrontation der beteiligten Parteien?

Bereits kurz nach Trumans „civil rights proposal“ im Kongress Anfang Februar trafen sich die Mitglieder der „Southern Governor’s Conference“ am 23.Februar mit dem nationalen Parteivorsitzenden McGrath, um die Ablehnung von Trumans Bürgerrechtspolitik von ihm zu fordern. Da sämtliche Forderungen von McGrath abgelehnt wurden, entschlossen sich die Gouverneure jedem Kandidaten als Präsident oder Vize-Präsident die Unterstützung zu verweigern, der sich für Bürgerrechte einsetzte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Ausgangslage der US-amerikanischen Parteienlandschaft ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Gründen für die Parteispaltung 1948.

1. Der New Deal und die New Deal Koalition: Dieses Kapitel definiert die Begriffe des New Deal sowie der New Deal Koalition und erläutert die verschiedenen Wählergruppen, die diese Allianz bildeten.

2. Spannungen oder Konsens in der New Deal Koalition?: Hier werden die internen Widersprüche der Koalition analysiert, insbesondere das Spannungsfeld zwischen den konservativen weißen Süddemokraten und den afro-amerikanischen Interessen.

3. Die Koalition und die Bürgerrechte nach Roosevelts Tod: Das Kapitel behandelt die politische Neuausrichtung unter Harry Truman und wie die Debatte um Bürgerrechte die Koalition nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter Druck setzte.

4. Die Spaltung der demokratischen Partei: Der Fokus liegt auf den Ereignissen des Nationalkonvents 1948 und der formellen Abspaltung der Dixiecrats unter Strom Thurmond.

5. Die Spaltung ein „Geburtsfehler“?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der These, ob die Spaltung historisch determiniert war oder durch kurzfristige politische Entscheidungen forciert wurde.

II. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Instabilität der New Deal Koalition vor dem Hintergrund der Bürgerrechtsfrage.

Schlüsselwörter

New Deal, New Deal Koalition, States Rights Party, Dixiecrats, Franklin D. Roosevelt, Harry Truman, Bürgerrechte, Segregation, Süddemokraten, Parteispaltung, Solid South, Wahlrecht, Rassismus, US-Politik, Geschichte der amerikanischen Parteien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Abspaltung der "States Rights Party" von der demokratischen Partei im Jahr 1948 und deren Auswirkungen auf die politische Kohäsion der New Deal Koalition.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Rolle der Südstaaten innerhalb der Demokraten, die Entwicklung der Bürgerrechtspolitik, die politische Strategie von Harry Truman und der soziopolitische Wandel der amerikanischen Wählerschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die Spaltung der Partei 1948 als "Geburtsfehler" der New Deal Koalition zu betrachten ist, da sie in sich widersprüchliche Gruppen vereinte, oder ob sie auf spezifische Entwicklungen nach 1945 zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Primärquellen wie Reden und Memoiren sowie dem Vergleich politischer Konstellationen zwischen 1932 und 1948 basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung der New Deal Koalition, die Analyse der internen Spannungen, die Auswirkungen des Führungswechsels von Roosevelt auf Truman und den Eskalationsprozess, der zum Parteibruch in Philadelphia führte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie New Deal Koalition, Dixiecrat Revolt, Bürgerrechte, Segregation und die politische Transformation der US-Südstaaten geprägt.

Warum war die "Solid South"-Bindung für die Demokraten so wichtig?

Der "Solid South" bildete über 60 Jahre lang die unanfechtbare Machtbasis der Demokraten, weshalb der Verlust dieser Region bei der Wahl 1948 eine radikale Zäsur darstellte.

Welche Rolle spielt der Begriff "Geburtsfehler" in der Argumentation?

Er dient als metaphorische Leitfrage, um zu prüfen, ob der Zusammenhalt von Unterdrückern (reaktionäre Süddemokraten) und Unterdrückten (Afro-Amerikaner) innerhalb derselben Partei von vornherein zum Scheitern verurteilt war.

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Details

Titel
Die Abspaltung der States Rights Party 1948. Ein später Geburtsfehler der New Deal Koalition?
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,0
Autor
Raphael Heim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V283163
ISBN (eBook)
9783656827047
ISBN (Buch)
9783656828525
Sprache
Deutsch
Schlagworte
States Rights Party New Deal Koalition Amerika Wahlen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raphael Heim (Autor:in), 2013, Die Abspaltung der States Rights Party 1948. Ein später Geburtsfehler der New Deal Koalition?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283163
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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