Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Flick. Die Neuordnung des Konzerns 1945-1952

Titel: Flick. Die Neuordnung des Konzerns 1945-1952

Hausarbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Micha Luther (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Flick-Konzern überdauerte von 1915 bis 1972 mehrere politische Systemwechsel, wobei sogar die Konzernführung unter Friedrich Flick bis zu seinem Tod nahezu unverändert blieb. Zwar befand sich der Konzern beispielsweise nach der Weltwirtschaftskrise 1929 sowie nach Kriegsende 1945 in schwierigen Situationen, möglicherweise sogar kurz vor der Auflösung, er konnte aber nicht zuletzt mit Hilfe der politischen Führung immer wieder zu Stabilität und Aufschwung gelangen. Die Zeiten des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs verdienen eine genauere Untersuchung. Besonders die Frage, wie es möglich war, dass jemand, der durch seine Vorgeschichte im Nationalsozialismus so belastet war wie Flick, nach 1945 wieder zu einem der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands aufsteigen konnte, soll dabei im Vordergrund stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Rückblick: Flick vor 1945

III. Der Wiederaufstieg des Konzerns – Flick nach 1945

III.1 Sozialisierungsmaßnahmen in der SBZ

III.2 Sozialisierungsbestrebungen in Westdeutschland

III.3 Gescheiterte Entflechtung

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der durch die NS-Vergangenheit belastete Flick-Konzern nach 1945 trotz alliierter Maßnahmen zur Demontage und Entflechtung erneut zu wirtschaftlichem Erfolg gelangen konnte und welche Rolle politische Akteure dabei spielten.

  • Die historische Entwicklung des Flick-Konzerns vor 1945.
  • Sozialisierungsmaßnahmen und deren Scheitern in der SBZ.
  • Die politische Instrumentalisierung durch das Unternehmen in Westdeutschland.
  • Der Prozess der Entflechtung und die Rolle der Alliierten.
  • Der Wiederaufstieg des Konzerns als Ausdruck politisch-ökonomischer Kontinuität.

Auszug aus dem Buch

III. Der Wiederaufstieg des Konzerns – Flick nach 1945

1945 wurde Flick bei den Nürnberger Prozessen aufgrund von „Sklavenarbeit“, „Ausplünderung in besetzten Gebieten“ und der „finanziellen Unterstützung des Regimes durch den Freundeskreis Himmler“ zu sieben Jahren Haft verurteilt, von denen er fünf in Landsberg absaß. Noch im Gefängnis leitete Flick Maßnahmen gegen die drohende Auflösung bzw. Entflechtung des Konzerns durch die Alliierten ein.

III.1 Sozialisierungsmaßnahmen in der SBZ

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Flick-Konzern mit Neuordnungsplänen der Alliierten konfrontiert, welche eine umfassende Demontage und Dezentralisation sowie Entnazifizierung der deutschen Wirtschaft anstrebten. In der sowjetischen Besatzungszone versuchte Flick noch 1945 durch seine Vertreter und langjährige Mitarbeiter Odilo Burkhart und Konrad Kaletsch, Einfluss auf die Behörden zu nehmen um eine drohende Demontage und Enteignung zu verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Unerforschtheit des Flick-Konzerns und stellt die zentrale Forschungsfrage, wie das Unternehmen trotz der NS-Belastung seines Inhabers nach 1945 wieder aufsteigen konnte.

II. Rückblick: Flick vor 1945: Dieses Kapitel fasst die unternehmerische Karriere Friedrich Flicks vor dem Krieg zusammen, einschließlich seiner Profite aus der Aufrüstung und der „Arisierung“ jüdischer Unternehmen.

III. Der Wiederaufstieg des Konzerns – Flick nach 1945: Dieser Hauptteil analysiert die Widerstände und den Umgang mit dem Konzern durch die Besatzungsmächte, aufgeteilt in Sozialisierungsversuche in der SBZ, Bestrebungen in Westdeutschland sowie den Prozess der Entflechtung.

IV. Schluss: Der Schlussteil resümiert die Gründe für das Scheitern der alliierten Entflechtungspläne und bewertet die Kontinuität der unternehmerischen Macht Flicks in der Bundesrepublik.

Schlüsselwörter

Flick-Konzern, Friedrich Flick, Entflechtung, Demontage, Nationalsozialismus, Sozialisierung, Westdeutschland, SBZ, Wiederaufstieg, Montanindustrie, Allierte, Besatzungsbehörden, Wiederaufrüstung, Entnazifizierung, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte des Flick-Konzerns nach dem Zweiten Weltkrieg und analysiert die politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die den Wiederaufstieg des Unternehmens trotz belastender NS-Vorgeschichte ermöglichten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die alliierte Dekonzentrationspolitik, der Einfluss des Kalten Krieges, die Rolle der deutschen Politik sowie die aktive Interessenvertretung durch die Konzernführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Umstände zu klären, unter denen der Flick-Konzern die Maßnahmen zur Entnazifizierung und Entflechtung überdauerte und seine wirtschaftliche Machtbasis wiederherstellen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, die auf umfassenden Studien der letzten Jahre sowie zeitgenössischen Dokumenten aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Sozialisierungsbestrebungen in der SBZ, die Situation in Westdeutschland sowie die konkrete Entflechtungspraxis und die darauf folgende erfolgreiche Reorganisation des Konzerns.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören Flick-Konzern, Entflechtung, Entnazifizierung, Besatzungspolitik und wirtschaftlicher Wiederaufbau.

Wie reagierten die Landesregierungen auf die Entflechtungspläne der Alliierten?

Die Landesregierungen arbeiteten, sobald Sozialisierungen ausgeschlossen waren, meist im Sinne des Flick-Konzerns gegen die Vorhaben der Alliierten, da sie eine Schwächung der heimischen Wirtschaft fürchteten.

Welche Rolle spielte der Kalte Krieg für das Schicksal des Konzerns?

Die Verschärfung des Ost-West-Konflikts sorgte bei den Alliierten für einen Zielkonflikt zwischen Entflechtung und der Stärkung Deutschlands als ökonomischen Schutzwall gegen die Sowjetunion, was Flick zugutekam.

Wie nutzte Flick die Politik für seine Zwecke?

Flick instrumentalisierte politische Akteure, finanzierte Parteien und nutzte seine Kontakte, um die Maßnahmen der Alliierten in seinem Sinne zu beeinflussen oder abzuwenden.

Was war das Ergebnis der Entflechtung aus Sicht des Autors?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Entflechtung aus Sicht der Alliierten weit weniger durchgreifend war als geplant und Flick seine wirtschaftliche Machtbasis erfolgreich bewahren konnte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Flick. Die Neuordnung des Konzerns 1945-1952
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Micha Luther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V283183
ISBN (eBook)
9783656827306
ISBN (Buch)
9783656828754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
flick neuordnung konzerns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Micha Luther (Autor:in), 2010, Flick. Die Neuordnung des Konzerns 1945-1952, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283183
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum