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Mystik und Versuchung im 21. Kapitel des Romans "La Regenta" von Clarín

Titel: Mystik und Versuchung im 21. Kapitel des Romans "La Regenta" von Clarín

Ausarbeitung , 2013 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Schmedes (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gerade das Kapitel 21 in "La Regenta" welches im Folgenden unter Berücksichtigung der Topoi Mystik und Versuchung analysiert werden soll, zeigt eindrucksvoll inwiefern Clarín Gesellschaft und Kirche mithilfe parodistischer Elemente kritisiert. Die Kirchenkritik wird durch die durchgehend negativ-ironische Handhabung des kirchlichen Bereichs durchgesetzt, wodurch Claríns kritische Haltung gegenüber dem damals praktizierten Katholizismus und der Religionsauffassung der Gesellschaft zum Ausdruck kommt.

Der bekannteste Roman Claríns ist zu seiner Entstehungszeit in den Jahren 1884-1885 von der spanischen Gesellschaft abgelehnt und mit Missachtung gestraft worden, aufgrund der Behandlung prekärer Themen wie Ehebruch und Kritik an der katholischen Kirche. Heute hingegen wird er als einer der größten naturalistischen Romane des 19. Jahrhunderts gehandelt und sogar auf eine Ebene mit Gustave Flauberts „Madame Bovary“ gestellt.

Im Verlauf dieser Ausarbeitung eines Referats mit dem Thema: „Das 21. Kapitel: Mystik und Versuchung“ wird das Kapitel zunächst inhaltlich zusammengefasst, bevor es zur Analyse eben jener beiden Hauptmerkmale kommt. Insbesondere wird bei der Analyse hierbei der Fokus auf zwei der Protagonisten gelegt: Ana Ozores „La Regenta“ und Don Fermín de Pas, den Generalvikar. Besonders anhand von Textbeispielen in Bezug auf diese zwei Hauptcharaktere lässt sich veranschaulichen, inwiefern in parodistischer Art und Weise die Thematik zur Mystik und Versuchung in Claríns Werk dargestellt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Inhaltliche Zusammenfassung

3. Analyse und Interpretation

3.1 Superbia

3.2 Luxuria

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 21. Kapitel des Romans „La Regenta“ von Clarín unter Berücksichtigung der zentralen Motive von Mystik und Versuchung. Ziel ist es, die kirchenkritische Haltung des Autors durch die Analyse parodistischer und karnevalistischer Elemente in der Charakterzeichnung von Ana Ozores und Don Fermín de Pas zu verdeutlichen.

  • Parodistische Gestaltungsmittel als Werkzeug der Kirchenkritik
  • Die Darstellung von Mystik und religiösem Eifer bei Ana Ozores
  • Analyse des Generalvikars Don Fermín de Pas durch den Sündenkatalog
  • Die Umkehrung christlicher Symbole zur Demaskierung von Heuchelei
  • Karnevalisierung als Mittel zur Infragestellung gesellschaftlicher Werte

Auszug aus dem Buch

3.1 Superbia

Don Fermín kann als Inkarnation für hochmütiges Verhalten gesehen werden, denn bereits sein äußeres Erscheinungsbild, bedingt durch extravagante Kleidung und des Weiteren durch seine körperliche Konstitution, die körperliche Größe und physische Stärke beinhaltet, kennzeichnet ihn als „typus superbiae“.

Seine Anmaßung über andere Menschen richten zu dürfen, spiegelt sich insbesondere in seiner Beziehung zu Ana wider, da er in seiner egozentrischen Haltung über Anas Leben entscheiden will („[E]l magistral aprobaba su admiración, pero con menos calor que empleaba al hablar de ellos, de su amistad, y de la piedad acendrada que veía ahora en Anita.“). Dieser Wille nach Macht über Ana geht einher, mit der Liebe, die er für sie empfindet, die in seiner Eifersucht auf Teresa von Avila gipfelt und indes soweit führt, dass er versucht, Ana von der Verehrung der Heiligen wegzuführen und ihren Glauben auf frommes Schaffen hinzuführen, damit sie nicht in eine Art ekstatischen Glaubenseifer verfällt und erneut krank wird oder ihn über ihre Heiligenverehrung vergisst („Si se remontaba demasiado, le olvidaré a él, que al fin era un ser finito.“). Diese selbstsüchtige Haltung Don Fermíns charakterisiert ihn als „Parodie eines kirchlichen Würdenträgers und seiner christlichen Pflichten, der daraus resultierend in karnevalistischer Umkehrung zum Teufel stilisiert wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Einleitung erläutert den Stellenwert der Parodie in „La Regenta“ und führt in die kirchenkritische Zielsetzung der Untersuchung des 21. Kapitels ein.

2. Inhaltliche Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Handlung des 21. Kapitels zusammen, wobei insbesondere Anas Genesungsprozess, ihr verstärkter religiöser Eifer und die sich entwickelnde Dynamik zu ihrem Beichtvater Don Fermín im Fokus stehen.

3. Analyse und Interpretation: Hier werden die Topoi Mystik und Versuchung anhand des Sündenkatalogs sowie der Verfahren der Parodie und Karnevalisierung systematisch auf die Hauptcharaktere angewendet.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert die Analyseergebnisse und bestätigt, dass Clarín durch die Entlarvung der Protagonisten eine tiefgreifende Kritik an der Institution Kirche und deren korrupten Werten übt.

Schlüsselwörter

La Regenta, Clarín, Mystik, Versuchung, Superbia, Luxuria, Parodie, Karnevalisierung, Kirchenkritik, Ana Ozores, Don Fermín de Pas, Sündenkatalog, Naturalismus, Heuchelei, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das 21. Kapitel des Romans „La Regenta“ von Clarín hinsichtlich der Motive Mystik und Versuchung.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die Kritik an der katholischen Kirche sowie die Darstellung menschlicher Schwächen und Scheinheiligkeit innerhalb des christlichen Milieus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Autor durch parodistische Elemente und den christlichen Sündenkatalog die Heuchelei seiner Protagonisten demaskiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt literaturwissenschaftliche Ansätze, insbesondere die Kategorien des Sündenkatalogs sowie Konzepte der Parodie und Karnevalisierung nach Bettina Diederich.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung des Kapitels 21 sowie eine detaillierte Untersuchung der Sünden „Superbia“ (Hochmut) und „Luxuria“ (Wollust) an den Charakteren Ana und Don Fermín.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „La Regenta“, „Kirchenkritik“, „Sündenkatalog“, „Parodie“ und „Karnevalisierung“ beschreiben.

Wie spielt das Motiv der „Rose“ im Kontext der Analyse eine Rolle?

Die Rose, eigentlich ein Symbol für Unschuld und Reinheit, wird im Text in ihrer Bedeutung umgekehrt, um die Verführungskraft und die moralische Korruption der Figuren zu illustrieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Charakters Don Fermín?

Don Fermín wird als Scheinheiliger entlarvt, dessen Gefühle gegenüber Ana nicht priesterlich-väterlicher Natur sind, sondern die eines Mannes, der seine Machtposition ausnutzt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mystik und Versuchung im 21. Kapitel des Romans "La Regenta" von Clarín
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
2,0
Autor
Sandra Schmedes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V283228
ISBN (eBook)
9783656828068
ISBN (Buch)
9783656828174
Sprache
Deutsch
Schlagworte
La Regenta Clarín Naturalismus Spanien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Schmedes (Autor:in), 2013, Mystik und Versuchung im 21. Kapitel des Romans "La Regenta" von Clarín, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283228
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Leseprobe aus  15  Seiten
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