Investition stellt die Kapitalanlage in einem Unternehmen dar. Sie dient der Erhaltung, Erweiterung und auch oft der Verbesserung der Produktionsfaktoren. Damit diese Investitionen sich aber auch für ein Unternehmen lohnen, müssen im Vorfeld die unterschiedlichsten Aspekte berücksichtigt werden. Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, die verschiedenen Möglichkeiten der Investitionsrechnung herauszuarbeiten und die damit verbundenen Probleme zu erörtern. Hierbei soll jedoch nur auf die statische Investitionsrechnung eingegangen werden. Während das erste Kapitel den Begriff der Investition erläutert, wird im zweiten auf die unterschiedlichen Verfahren der Investitionrechnug eingegangen. Danach wird im folgenden Kapitel die statische Investitionsrechnung mit ihren verschiedenen Rechenarten ausführlich und mit Rechenbeispielen zur Verdeutlichung erläutert, bevor die entstehenden Probleme dieser Rechenart aufgezeigt werden. Das sechste und letzte Kapitel dient der Zusammenfassung der wesentlichen Punkte, verbunden mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was bedeutet Investition
3. Welche Arten von Investitionsrechnung gibt es?
4. Statische Investitionsrechnung
4.1 Kostenvergleichsrechnung
4.2 Gewinnvergleichsrechnung
4.3 Rentabilitätsvergleichsrechnung
4.4 Statische Amortisationsrechnung
5. Kritikpunkte
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die verschiedenen Methoden der statischen Investitionsrechnung detailliert darzustellen und ihre jeweilige Eignung sowie Grenzen in der betriebswirtschaftlichen Praxis zu erörtern. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Optimierung von Investitionsentscheidungen unter Anwendung vereinfachter Kalkulationsverfahren.
- Grundlagen und Definition des Investitionsbegriffs
- Differenzierung zwischen statischen und dynamischen Investitionsrechenverfahren
- Detaillierte Analyse der Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsvergleichsrechnung
- Kritische Würdigung der methodischen Genauigkeit statischer Verfahren
- Anwendungsgebiete in der betrieblichen Praxis
Auszug aus dem Buch
4.1 Die Kostenvergleichsrechnung
Die Kostenvergleichsrechnung (oder auch KVG) ist das einfachste Verfahren der Investitionsrechnung. Sie erstreckt sich einerseits auf die Ermittlung der kostengünstigsten Möglichkeit bei Vorliegen mehrerer Investitionsobjekte indem sie die verursachten Kosten der Objekte gegenüberstellt. Andererseits auf die Beurteilung, ob eine vorhandene Anlage zu einem bestimmten Zeitpunkt durch eine andere Investition ersetzt werden soll, z.B. weil sie kostengünstiger arbeitet. Kosten können u.a Betriebskosten, Materialkosten oder Instandhaltungskosten sein.
Bei der Gegenüberstellung der Kosten zweier Investitionsobjekte geht es darum, das auszuwählen, welches die geringsten Kosten verursacht (Alternativ-vergleich). Desweiteren erfolgt die Ermittlung der durchschnittlichen jährlichen Kostenersparnis im Rahmen einer Rationalisierungsinvestition, Ersatzinvestition oder auch Umstellungsinvestition, wobei die Kostendifferenz das Entscheidungskriterium ist.
Die Entscheidung muss dann lauten: Es ist im Verhältnis Kostenersparnis zu Jahreskosten das Objekt mit den niedrigsten, durchschnittlichen, jährlichen Kosten vorzuziehen.
KVG geht unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten auf die Betriebskosten und die Kosten der Finanzmittelnutzung (Kapitalkosten) ein. Die Betriebskosten schätzt man hierbei unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Auslastung des Objektes während sich die kalkulatorischen Zinsen als Kapitalkosten dadurch ergeben, dass sie auf der Basis des durchschnittlich gebundenen Kapitals unter Berücksichtigung des aktuellen Marktzinssatzes verglichen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Investitionsbegriff ein und legt das Ziel fest, die statischen Investitionsrechenverfahren zu analysieren.
2. Was bedeutet Investition: Hier werden die Grundlagen der Investitionsplanung und der Zusammenhang zwischen Investition und Finanzierung beleuchtet.
3. Welche Arten von Investitionsrechnung gibt es?: Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen Verfahren als Basis für Investitionsentscheidungen.
4. Statische Investitionsrechnung: Dieser Hauptteil erläutert die vier spezifischen Rechenarten (Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsvergleich) anhand praktischer Beispiele.
5. Kritikpunkte: Hier werden die methodischen Schwächen der statischen Verfahren, insbesondere deren Ungenauigkeit durch die Vernachlässigung zeitlicher Faktoren, kritisch hinterfragt.
6. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass die statische Investitionsrechnung trotz ihrer theoretischen Mängel aufgrund ihrer Einfachheit ein beliebtes und nützliches Werkzeug in der Praxis bleibt.
Schlüsselwörter
Investition, Investitionsrechnung, Kostenvergleichsrechnung, Gewinnvergleichsrechnung, Rentabilitätsvergleichsrechnung, Amortisationsrechnung, Statische Verfahren, Kapitalkosten, Wirtschaftlichkeit, Investitionsplanung, Kapitalbindung, Anschaffungskosten, Betriebskosten, Finanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem Überblick über die Methoden der statischen Investitionsrechnung und deren Anwendung zur Unterstützung unternehmerischer Entscheidungsfindungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Investitionen, die Abgrenzung zu anderen Finanzierungsprozessen sowie die detaillierte Darstellung vier spezifischer statischer Berechnungsverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der statischen Investitionsrechnung aufzuzeigen, deren Anwendung anhand von Beispielen zu veranschaulichen und dabei auftretende Probleme zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode verwendet, die auf betriebswirtschaftlicher Fachliteratur sowie Praxisbeispielen zur Investitionsrechnung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsvergleichsrechnung inklusive mathematischer Berechnungslogik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Investitionsauswahl, Statik, Rentabilität, Kostenersparnis und Kapitalrückfluss charakterisiert.
Warum ist die statische Investitionsrechnung trotz Kritik weit verbreitet?
Die Arbeit stellt fest, dass das Verfahren aufgrund seiner Anwenderfreundlichkeit, dem geringen Beschaffungsaufwand für Daten und der Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, in der Praxis sehr beliebt bleibt.
Welche Rolle spielt die Zeit bei statischen Verfahren?
Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass statische Verfahren Zeitaspekte vernachlässigen, da sie lediglich auf einer fiktiven, repräsentativen Jahresperiode basieren, was die intertemporalen Unterschiede ignoriert.
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- Tanja Kisters (Author), 2004, Methoden der statischen Investitionsrechnung im Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28327