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Wohlstandsmessung durch das Bruttoinlandsprodukt

Title: Wohlstandsmessung durch das Bruttoinlandsprodukt

Seminar Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Heinrich Wohlst (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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Ausgelöst durch die andauernde volkswirtschaftliche und politische Debatte, inwieweit das Bruttoinlandsprodukt (BIP) den Wohlstand einer Volkswirtschaft darstellen kann, wird in dieser Seminararbeit das Bruttoinlandsprodukt beschrieben und anschließend auf seine Eignung als Wohlstandsmaß geprüft.
Nach einer Beschreibung der Berechnungsarten und der Nennung aktueller internationaler Vergleichswerte wird der Wohlstandsbegriff definiert. Die zentralen Kritikpunkte, die sich aus der geschichtlichen und aktuellen Diskussion sowie entsprechender Literatur gegenüber dem BIP ergeben, werden anschließend betrachtet. Zusätzlich werden einige gängige Alternativansätze und Ergänzungen (HDI, NWI, Glücksforschung) aufgeführt sowie aktuelle Empfehlungen aus der deutschen Politik (Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft") zusammengefasst. Im Fazit dieser Seminararbeit wird die Bedeutung des BIP für die Wohlstandsmessung eingeordnet und verschiedene Kritikpunkte und Interpretationsansätze werden diesbezüglich bewertet. Dabei stellt sich heraus, dass das BIP nicht nur am besten darin erscheint, die Gesamtleistung einer Volkswirtschaft zu beurteilen sondern um als Grundlage oder Variable aller anderen gängigen Wohlstandsmaße zu fungieren. Es stellt sich heraus, dass manche Kritikpunkte berechtigt zu sein scheinen - die Grundlage der Kritik lässt sich in manchen Fällen jedoch auf eine mögliche Fehlinterpretation der eigentlichen Funktion des BIP zurückführen.

Schlagwörter: VWL, Ökonomik, Bruttoinlandsprodukt, BIP, Wohlstandsindikatoren, Maßstab für Wohlstand, Wohlstandsmaß, Frenkel, John, Samuelson, Human Development Index, Nationaler Wohlfahrtsindex.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bruttoinlandsprodukt

2.1 Definition

2.2 Berechnungsarten

2.2.1 Entstehungsrechnung

2.2.2 Verwendungsrechnung

2.2.3 Verteilungsrechnung

2.3 Aktuelle Zahlen und Tendenzen

2.4 Internationaler Vergleich

3. Wohlstand

3.1 Kritik an der Wohlstandsmessung durch das BIP

3.1.2 Einfluss von Naturkatastrophen und ökologischen Schäden

3.1.3 Nicht vom Markt erfasste Aktivitäten

3.1.4 Verteilung des BIP auf die Einwohner

3.2 Alternativen zur Messung des Wohlstands

3.2.1 Human Development Index und Nationaler Wohlfahrtsindex

3.2.2 Glücksforschung

3.2.3 Empfehlungen der Enquete-Kommission des deutschen Bundestages

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht, ob das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als geeigneter Indikator zur Wohlstandsmessung einer Volkswirtschaft dienen kann, und evaluiert dabei sowohl dessen methodische Grundlagen als auch alternative Ansätze zur Wohlfahrtsbestimmung.

  • Methodische Grundlagen der BIP-Berechnung (Entstehung, Verwendung, Verteilung)
  • Kritische Analyse der BIP-Aussagekraft hinsichtlich ökologischer und sozialer Aspekte
  • Vergleich von Alternativkonzepten wie HDI, NWI und der Glücksforschung
  • Einordnung politischer Empfehlungen zur Erweiterung der Wohlstandsmessung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Einfluss von Naturkatastrophen und ökologischen Schäden

Ökonomisch ist ein von der Katastrophe betroffenes Gebiet eine Bestandsgröße, die nicht in die BIP-Berechnung involviert ist. Somit stellt der entstandene Schaden innerhalb der BIP-Berechnung keine Wertreduktion und keinen Naturkapitalverlust dar. Der entsprechende Wiederherstellungs-Aufwand (Herbeiführen des Zustand, der vor der besagten Naturkatastrophe vorherrschte) wird als Stromgröße jedoch erfasst und führt zu einer Erhöhung des BIP. Faktisch wird demnach ein Güter- und Dienstleistungsaufwand betrieben, der lediglich dazu führt, dass sich das besagte Gebiet wieder in dem Zustand befindet, in dem es vor der Naturkatastrophe gewesen ist.

Somit hat dort trotz Anstieg des BIP weder die Lebensqualität zugenommen noch ist eine Wertsteigerung eingetreten (vgl. Frenkel und John, 2011, S.147). Dass dieser Punkt bei steigender Frequenz von Naturkatastrophen immer wichtiger wird, zeigen bereits Erhebungen aus dem Jahr 2000 wonach die Frequenz und die volkswirtschaftlichen Schäden zwischen 1970 und 1999 international exponentiell angestiegen sind (vgl. Berz, 2000, S.7).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die wissenschaftliche Debatte um die Eignung des BIP als Wohlstandsindikator und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.

2. Das Bruttoinlandsprodukt: Dieses Kapitel erläutert die Definition, die drei Berechnungsarten (Entstehung, Verwendung, Verteilung) sowie aktuelle Daten und einen internationalen Vergleich des BIP.

3. Wohlstand: Hier wird der Wohlstandsbegriff definiert, die Kritik am BIP dargelegt sowie verschiedene Alternativen und Ergänzungen wie HDI, NWI und die Glücksforschung diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass das BIP trotz Kritik eine elementare Grundlage bleibt, die durch andere Indikatoren sinnvoll ergänzt, aber nicht vollständig ersetzt werden sollte.

Schlüsselwörter

Bruttoinlandsprodukt, Wohlstandsmessung, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, BIP pro Kopf, Human Development Index, Nationaler Wohlfahrtsindex, Glücksforschung, Enquete-Kommission, Lebensqualität, Wirtschaftswachstum, Naturkapital, Schattenwirtschaft, Einkommensverteilung, materielle Wohlstand, Sozialprodukt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Aussagekraft des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Wohlstandsindikator für eine Volkswirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die methodischen Grundlagen der BIP-Berechnung, die Kritik an diesem Indikator sowie alternative Ansätze zur Messung von Wohlstand und Lebensqualität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Prüfung der Eignung des BIP als Wohlstandsmaß und die Einordnung der Relevanz von ergänzenden Wohlstandsindikatoren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Literaturstudium volkswirtschaftlicher Standardwerke und aktueller politischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der BIP-Berechnung, eine kritische Diskussion der Schwächen des BIP und die Vorstellung alternativer Messkonzepte wie dem HDI oder NWI.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen BIP, Wohlstandsmessung, Lebensqualität, HDI, NWI und die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

Warum wird das BIP oft kritisiert, wenn es um Wohlstand geht?

Kritisiert wird, dass das BIP ökologische Schäden, unentgeltliche Arbeit und die soziale Verteilung nicht adäquat berücksichtigt.

Was besagt das Easterlin-Paradoxon in diesem Kontext?

Das Easterlin-Paradoxon beschreibt, dass nach einer gewissen Befriedigung der Grundbedürfnisse kein systematischer Anstieg der Lebenszufriedenheit bei weiter steigendem BIP pro Kopf zu beobachten ist.

Welche Empfehlung gibt die Enquete-Kommission des Bundestages?

Die Kommission empfiehlt die Etablierung eines neuen, mehrdimensionalen Wohlstands- und Fortschrittsmaßes (W3-Indikatoren), das neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Faktoren beinhaltet.

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Details

Title
Wohlstandsmessung durch das Bruttoinlandsprodukt
College
University of Applied Sciences Essen
Course
Grundlagen der Ökonomik
Grade
1,7
Author
Heinrich Wohlst (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V283418
ISBN (eBook)
9783656826958
Language
German
Tags
Grundlagen der Ökonomik Ökonomik BIP Bruttoinlandsprodukt Wohlstand Wohlstandsindikator Indikator Human Development Index HDI NWI Nationaler Wohlfahrtsindex Kritik Frenkel John Diefenbacher Zieschank
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heinrich Wohlst (Author), 2014, Wohlstandsmessung durch das Bruttoinlandsprodukt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283418
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