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Die stellvertretende Bekräftigung im Kontext der Vorbildnachahmung

Titel: Die stellvertretende Bekräftigung im Kontext der Vorbildnachahmung

Facharbeit (Schule) , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Kröhnert (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es ist der psychologischen Forschung zu verdanken, dass uns heute der Einfluss von anderen auf das Erleben und das Verhalten des Einzelnen bekannt ist. Die Erkenntnis, wie sehr wir uns von Mitmenschen beeinflussen lassen, stellt natürlich die Eigenständigkeit des Menschen in seinen Entscheidungen, Meinungen und Einstellungen infrage. Doch diese Forschungsergebnisse sollten uns nicht zu dem Urteil verleiten lassen, dass andere lediglich die Selbstbestimmtheit in unserem Verhalten herabsetzen.

Als soziales Lebewesen ist der Mensch nunmal auf andere einflussnehmend, aber auch von der Gemeinschaft abhängig. So bedurfte es sicherlich im evolutionären Prozess oftmals der Hilfe anderer, um das eigene Überleben zu sichern und natürlich ist diese Abhängigkeit auch heutzutage noch gegeben. So sehr man sich doch oft auf die eigenen Entschlüsse verlässt, so haben die Ratschläge und Hinweise unserer Mitmenschen, wie es sich häufig im Nachhinein herausstellt, ihre Berechtigung. Die Gruppe schützt die einzelnen Mitglieder, zusätzlich hilft sie aber auch, dem
Einzelnen zu lehren, sich alleine zurechtzufinden - schließlich besteht die Gruppe auch nur aus mehreren Einzelnen, die ihren Beitrag erbringen müssen.

In meiner Facharbeit werde ich mich besonders mit dem Beobachtungslernen auseinandersetzen - einem Lernprozess, der ohne andere nicht möglich wäre. Ein besonderes Augenmerk werde ich dabei auf die sozial-kognitive Lerntheorie von Albert Bandura legen, und versuchen, einen Faktor zur Modifikation der Nachahmungswahrscheinlichkeit experimentell nachzuweisen, dem im Kontext der Vorbildsuche eine besondere Bedeutung zukommen könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

2.1 Vorbilder und Pubertät

2.2 Das Modelllernen

2.3 Das "Bobo-Doll-Experiment" von Albert Bandura

2.4 Bandura's sozial-kognitive Lerntheorie

3 Eigene Untersuchung zur stellvertretenden Bekräftigung

3.2 Methode

3.2.1 Erläuterung der Methode

3.3 Hypothese

3.4 Anmerkungen zur Durchführung

3.5 Ergebnisse

3.6 Interpretation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den psychologischen Mechanismus der stellvertretenden Bekräftigung und dessen Einfluss auf die Imitationsbereitschaft bei Jugendlichen. Ziel ist es, experimentell nachzuweisen, dass beobachtete positive Konsequenzen für ein Modell die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Lernende dieses Verhalten nachahmen, und damit Kriterien für die Vorbildsuche im Jugendalter zu erklären.

  • Beobachtungslernen und sozial-kognitive Lerntheorie
  • Einfluss der Modellverhaltenskonsequenz auf die Nachahmung
  • Experimentelle Untersuchung zur Imitationsbereitschaft
  • Bedeutung von Vorbildern in der Pubertät

Auszug aus dem Buch

2.4 Bandura's sozial-kognitive Lerntheorie

Mithilfe der Ergebnisse seiner Untersuchungen arbeitete Bandura seine eigene Lerntheorie heraus. Sie ist gegenwärtig die bekannteste und am breitesten akzeptierte Theorie zum Modelllernen und soll deswegen hier behandelt werden. Seine so benannte „sozial-kognitive Lerntheorie“ besagt, dass „die informierende Funktion der Modellierungseinflüsse die Voraussetzung für Lernen“ darstellt (Bandura, 1979, S.31). Nach der Auffassung des Autors muss beim Beobachtungslernen zwischen Erwerb und Ausführung (Akquisition und Performanz) unterschieden werden.

Unterteilung trifft er dabei zwischen Aufmerksamkeits-, Behaltens-, motorischen Reproduktions- und Motivationsprozessen. Beobachtungslernen beginnt mit den Aufmerksamkeitsprozessen. Einem beobachtbaren Verhalten muss erst einmal Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zusätzlich gilt es zwischen relevanten und irrelevanten Merkmalen des Beobachtbaren zu unterscheiden – in diesen Teilprozessen findet also die Wahrnehmung des Modellverhaltens statt. Anschließend folgen Behaltensprozesse: Das Beobachtete muss enkodiert und im Gedächtnis abgespeichert werden, um etwas Wahrgenommenes später auch nutzen zu können. Bandura spricht hierbei der symbolischen Repräsentation eine große Relevanz zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des sozialen Einflusses auf das menschliche Verhalten und führt in das Thema des Beobachtungslernens sowie die Relevanz der sozial-kognitiven Lerntheorie ein.

2 Forschungsstand: Dieses Kapitel erörtert die Rolle von Vorbildern in der Pubertät, definiert das Modelllernen und analysiert das berühmte Bobo-Doll-Experiment sowie Banduras Theorie des Beobachtungslernens.

3 Eigene Untersuchung zur stellvertretenden Bekräftigung: Hier wird das eigene Experiment beschrieben, welches den Einfluss von Konsequenzen auf die Nachahmungswahrscheinlichkeit bei Basketball-Wurftechniken prüft und die Ergebnisse interpretiert.

Schlüsselwörter

Beobachtungslernen, Modelllernen, stellvertretende Bekräftigung, Albert Bandura, Sozial-kognitive Lerntheorie, Pubertät, Vorbildnachahmung, Imitationsbereitschaft, Psychologie, Verhaltensänderung, Motivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Beobachten von positiven oder negativen Konsequenzen bei einem Vorbild das eigene Verhalten beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die sozial-kognitive Lerntheorie nach Bandura, der Prozess des Modelllernens und die Rolle von Idolen während der Pubertät.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der experimentelle Nachweis, dass stellvertretende Bekräftigung (also wenn man sieht, dass ein Modell für ein Verhalten belohnt wird) die Imitationsbereitschaft bei Jugendlichen erhöht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Der Autor führte ein experimentelles Design durch, bei dem 26 Schülerinnen und Schüler zwei verschiedenen Videos mit unterschiedlichen Konsequenzen (Erfolg/Misserfolg) von Basketball-Wurftechniken ausgesetzt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes und die detaillierte Darstellung, Durchführung sowie Auswertung des eigenen Experiments.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Modelllernen, Beobachtungslernen, Imitation, stellvertretende Bekräftigung und Sozial-kognitive Lerntheorie.

Warum spielt das Alter der Probanden eine Rolle?

Da die Arbeit den Fokus auf das Jugendalter legt, wird die besondere Bedeutung von Vorbildern und die Herausbildung einer gefestigten Identität in der Pubertät als Kontext genutzt.

Was sind die zentralen Ergebnisse der Untersuchung?

Die Ergebnisse stützen die Hypothese: Probanden bevorzugten in 61,54 % der Fälle die Wurftechnik, bei der sie zuvor im Video ein erfolgreiches Ergebnis beobachtet hatten.

Welche praktische Anwendung schlägt der Autor vor?

Der Autor empfiehlt Lehrkräften, Lerninhalte selbst erfolgreich zu demonstrieren, da positive Modellkonsequenzen die Motivation der Schüler steigern können.

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Details

Titel
Die stellvertretende Bekräftigung im Kontext der Vorbildnachahmung
Note
1,0
Autor
Maximilian Kröhnert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V283453
ISBN (eBook)
9783656834731
ISBN (Buch)
9783656834748
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vorbildnachahmung Lernpsychologie Beobachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Kröhnert (Autor:in), 2013, Die stellvertretende Bekräftigung im Kontext der Vorbildnachahmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283453
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Leseprobe aus  15  Seiten
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