Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Das System der Jugendberufshilfe für förderungsbedürftige Jugendliche

Titel: Das System der Jugendberufshilfe für förderungsbedürftige Jugendliche

Akademische Arbeit , 2006 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: MA Kay Ullrich (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Jugendberufshilfe muss sich dem Thema Arbeitsmarkt und Beruf in einer gesellschaftlichen Umbruchssituation stellen, in der Erwerbsarbeit zwar immer noch zentrales Medium der Sozialintegration ist und einen wesentlichen Bestandteil des Normalitätsmodells ausmacht, gleichzeitig aber die Modernisierung des Arbeitsmarktes zu einer Situation geführt hat, in der Erwerbsarbeit nicht mehr für alle vorhanden ist und absehbar nicht mehr für alle vorhanden sein dürfte. Es ist bereits deutlich geworden, dass die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf von dieser Entwicklung außerordentlich schwer betroffen sind. Für sie stellt das System der Jugendberufshilfe häufig den letzten Hoffnungsträger – in Bezug auf ihre berufliche Integration – dar. Entsprechend hoch ist der Anspruch, der an die Jugendberufshilfe gestellt wird. Unter dem wachsenden Druck der Jugendarbeitslosigkeit haben sich die Maßnahmen der Jugendberufshilfe in der Vergangenheit immer weiter differenziert und zu einem unüberschaubaren Netzwerk von Angeboten entwickelt. Nicht zu Unrecht wird diese Förderlandschaft heute häufig als „Maßnahmendschungel“ bezeichnet, der wenig gezielte Förderung zulässt und Maßnahmenkarrieren, Wanderbewegungen und Mehrfachförderungen begünstigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Der Benachteiligtenbegriff

2.2 Der Begriff der Behinderung

2.3 Benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit besonderem Förderbedarf?

3 Das System der Jugendberufshilfe

3.1 Trägerstrukturen innerhalb der Jugendberufshilfe

3.2 Jugendberufshilfe – Versuch einer Konkretisierung

3.3 Förderstrukturen der Bundesagentur für Arbeit

3.4 Orientierung: Berufsausbildungsvorbereitende Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit seit 1996

3.5 Weiterentwicklung zum neuen Fachkonzept für berufsvorbereitende Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit

3.5.1 Berufsausbildungsvorbereitung in der Neuen Förderstruktur

3.5.2 Wesentliche Änderungen im neuen Fachkonzept

4 Konzept der Lebensweltorientierung innerhalb der Jugendberufshilfe

4.1 Dimensionen von lebensweltorientierter Arbeit

4.2 Handlungsmaximen eines lebensweltorientierten Konzepts in der Jugendberufshilfe

4.3 Arbeitsorientierung versus Lebensweltorientierung

5 Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das System der Jugendberufshilfe im Kontext des schwierigen Übergangs von der Schule in das Erwerbsleben für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Ziel ist es, die aktuelle Förderpraxis der Bundesagentur für Arbeit kritisch zu analysieren und die Notwendigkeit sowie Sinnhaftigkeit einer lebensweltorientierten Perspektive innerhalb der Jugendberufshilfe aufzuzeigen, um den Jugendlichen bessere Unterstützungschancen zu bieten.

  • Analyse der gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der Jugendberufshilfe
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Benachteiligtenbegriff
  • Evaluation des Fachkonzepts für berufsvorbereitende Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit
  • Darstellung des Konzepts der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
  • Abwägung zwischen Arbeitsmarktorientierung und Lebensweltorientierung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3 Das System der Jugendberufshilfe

Die Jugendberufshilfe muss sich dem Thema Arbeitsmarkt und Beruf in einer gesellschaftlichen Umbruchssituation stellen, in der Erwerbsarbeit zwar immer noch zentrales Medium der Sozialintegration ist und einen wesentlichen Bestandteil des Normalitätsmodells ausmacht, gleichzeitig aber die Modernisierung des Arbeitsmarktes zu einer Situation geführt hat, in der Erwerbsarbeit nicht mehr für alle vorhanden ist und absehbar nicht mehr für alle vorhanden sein dürfte. Es ist bereits deutlich geworden, dass die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf von dieser Entwicklung außerordentlich schwer betroffen sind. Für sie stellt das System der Jugendberufshilfe häufig den letzten Hoffnungsträger – in Bezug auf ihre berufliche Integration – dar. Entsprechend hoch ist der Anspruch, der an die Jugendberufshilfe gestellt wird. Unter dem wachsenden Druck der Jugendarbeitslosigkeit haben sich die Maßnahmen der Jugendberufshilfe in der Vergangenheit immer weiter differenziert und zu einem unüberschaubaren Netzwerk von Angeboten entwickelt. Nicht zu Unrecht wird diese Förderlandschaft heute häufig als „Maßnahmendschungel“ bezeichnet, der wenig gezielte Förderung zulässt und Maßnahmenkarrieren, Wanderbewegungen und Mehrfachförderungen begünstigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf beim Übergang in das Erwerbsleben und den wachsenden Druck auf das System der Jugendberufshilfe.

2 Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel nähert sich der Zielgruppe durch eine kritische Auseinandersetzung mit den Begriffen Benachteiligung und Behinderung an und begründet die Wahl des Begriffs Jugendliche mit besonderem Förderbedarf.

3 Das System der Jugendberufshilfe: Es werden die Trägerstrukturen, das Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit sowie die wesentlichen Änderungen und Herausforderungen der berufsvorbereitenden Maßnahmen analysiert.

4 Konzept der Lebensweltorientierung innerhalb der Jugendberufshilfe: Das Kapitel führt in das Konzept nach Hans Thiersch ein, erläutert dessen Dimensionen und Handlungsmaximen und setzt es in Kontrast zur bisherigen Arbeitsmarktorientierung.

5 Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur): Dieses Kapitel bietet eine umfangreiche Zusammenstellung der verwendeten Quellen und weiterführender Literatur.

Schlüsselwörter

Jugendberufshilfe, besonderer Förderbedarf, Arbeitsmarkt, Lebensweltorientierung, berufsvorbereitende Maßnahmen, Arbeitslosigkeit, Integration, Jugendsozialarbeit, Prävention, Qualifizierung, Übergangssystem, Bildungsbegleitung, Handlungsmaximen, soziale Ungleichheit, Förderstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf beim Übergang von der Schule in den Beruf und der Rolle der Jugendberufshilfe in diesem Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmung der Zielgruppe, die Analyse der Förderstrukturen der Bundesagentur für Arbeit sowie die theoretische und praktische Fundierung durch das Konzept der Lebensweltorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die reine Arbeitsmarktorientierung der Jugendberufshilfe den heutigen Anforderungen für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf nicht mehr ausreicht und um lebensweltorientierte Ansätze erweitert werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit gesetzlichen Grundlagen sowie Fachkonzepten der Bundesagentur für Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das System der Jugendberufshilfe, die Entwicklung der Förderinstrumente der Bundesagentur für Arbeit zwischen 1996 und 2006 und erarbeitet die Grundelemente eines lebensweltorientierten Konzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Jugendberufshilfe, besonderer Förderbedarf, Lebensweltorientierung, Arbeitsmarktorientierung und berufsvorbereitende Maßnahmen.

Warum wird der Begriff „benachteiligte Jugendliche“ kritisch hinterfragt?

Der Autor argumentiert, dass dieser Begriff eine künstliche Zusammenfassung und eine defizitäre Sichtweise fördert, die den Fokus einseitig auf die Schwierigkeiten der Betroffenen legt, statt gesellschaftliche und strukturelle Bedingungen zu berücksichtigen.

Welche Rolle spielt die „Lebensweltorientierung“ für die Zukunft der Jugendberufshilfe?

Sie bietet der Jugendberufshilfe einen erweiterten Orientierungsrahmen, um neben der bloßen Qualifizierung auch individuelle Lebensumstände und alternative Beschäftigungsformen in den Blick zu nehmen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das System der Jugendberufshilfe für förderungsbedürftige Jugendliche
Hochschule
Katholische Hochschule NRW; ehem. Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Aachen
Note
1,3
Autor
MA Kay Ullrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
35
Katalognummer
V283516
ISBN (eBook)
9783656832485
ISBN (Buch)
9783668154216
Sprache
Deutsch
Schlagworte
system jugendberufshilfe jugendliche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Kay Ullrich (Autor:in), 2006, Das System der Jugendberufshilfe für förderungsbedürftige Jugendliche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283516
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  35  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum