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Ästhetische Ernährungsbildung. Zur Bedeutsamkeit von sinnlicher Bildungskompetenz im Hinblick auf das kindliche Ernährungsverhalten

Title: Ästhetische Ernährungsbildung. Zur Bedeutsamkeit von sinnlicher Bildungskompetenz im Hinblick auf das kindliche Ernährungsverhalten

Diploma Thesis , 2013 , 90 Pages

Autor:in: Bettina Nicole Dorscheid (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Summary Excerpt Details

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die ästhetische Dimension von Ernährungsbildung im Hinblick auf eine schulische Konkretisierung im Ganztagsbereich. Dies impliziert die Kombination der Bereiche Ernährung, Gesundheit, Bildung mit den Bereichen Ästhetik und Schule.
Die leitende Hypothese ergibt sich dabei aus einer propagierten Entsinnlichung der
Bildungsprozesse, sowie der zunehmenden gesundheitlichen Problematik infolge von kindlicher Fehlernährung und besagt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen sinnlicher Kompetenz und gesundheitsförderlichem Ernährungsverhalten besteht. Dies impliziert die Annahme, dass sinnliche Wahrnehmungsprozesse zu bewussterem Umgang mit Nahrung und demzufolge zu gesünderem Essverhalten führen.
Diese Verknüpfung von Ernährung und Ästhetik ergibt sich aus den subjektbildenden
Potenzialen ästhetischer Erfahrungsprozesse und den angenommenen Auswirkungen auf die
kindliche Geschmacksbildung mit entsprechend optimiertem Ernährungsverhalten. Die
Betrachtung jenes Zusammenhangs im Kontext der Ganztagsschule impliziert die Annahme
einer möglichen Realisierung ästhetischer Bildungsprozesse im schulischen Bereich.
Dies führt zur untergeordneten Hypothese, dass sinnliche Erkenntnisfähigkeit als Teil
allgemeiner, subjektbezogener Bildung im Rahmen des formalen Schulsystems nicht nur
möglich, sondern auch erforderlich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ernährungsbildung

2.1 Begriffsbestimmung

2.1.1 Gesundheitspädagogik

2.1.2 Gesundheitsförderung

2.1.3 Erweiterter Gesundheitsbegriff

2.1.4 Gesundheitserziehung versus Gesundheitsbildung

2.1.5 Ernährungserziehung versus Ernährungsbildung

2.1.5.1 Modelle der Ernährungsbildung

2.1.5.1.1 REVIS

2.1.5.1.2 Food Literacy

2.1.6 Ästhetische Ernährungsbildung

2.2 Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit und ihre Aufgabenbereiche

2.3 Ernährung und Gesundheit

2.3.1 Aktuelle Ernährungssituation und gesundheitliche Folgen

2.3.2 Konzept der Optimierten Mischkost

2.4 Ernährung und Schule

2.4.1 Die Konzeption der Ganztagsschule

2.4.2 Die Mittagsverpflegung

3 Ästhetische Bildung

3.1 Aktuelles Bildungsverständnis

3.2 Bildungspolitische Aktualität subjektbezogener Bildung

3.3 Klärung und Differenzierung der Begrifflichkeiten

3.3.1 Ästhetische Erfahrung, ästhetische Erziehung und ästhetische Bildung

3.4 Bildungsbedeutsamkeit und -potenziale ästhetischer Erfahrungsprozesse

3.5 Vereinbarkeit ästhetischer Bildungsprozesse und formaler Schulstruktur

3.5.1 Schillers Theorie der ästhetischen Erziehung

3.5.1.1 Ästhetisches Spiel als besondere Form ästhetischer Bildung

3.5.2 Diskussion konträrer Positionen zur Vereinbarkeit ästhetischer Erfahrung und Schule

3.5.3 Realisierung ästhetischer Bildungsprozesse in formaler Schulstruktur

4 Ästhetische Ernährungsbildung

4.1 Individuelle und biographische Dimension von Ernährung

4.2 Sozio-kulturelle Dimension von Ernährung

4.2.1 Essverhalten im sozialen Kontext der Esskultur

4.2.2 Entwicklung und Transformation gegenwärtiger Esskultur

4.2.3 Das standardisierte und das gemeinsame Mahl

4.3 Physiologische und kommerzielle Dimension von Ernährung

4.3.1 Einflüsse veränderter Nahrung auf die kindlichen Sinne und das Essverhalten

4.3.2 Geschmacksstandardisierung und kommerzielle Beeinflussung

4.3.3 Lebensstil, Identität und Ernährungsgewohnheiten

4.4 Ästhetisch-sinnliche Dimension von Ernährung

4.4.1 Physiologie der Geschmackswahrnehmung

4.4.2 Pränatale und kindliche Geschmacksprägung

4.4.3 Sinnes- und Geschmacksbildung

4.4.3.1 Essen als ästhetische Bildungserfahrung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die ästhetische Dimension von Ernährungsbildung unter besonderer Berücksichtigung des schulischen Ganztagsbereichs. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sinnlicher Wahrnehmungskompetenz und einem gesundheitsförderlichen Ernährungsverhalten bei Kindern zu ergründen und bildungstheoretische Impulse für eine ganzheitliche Förderung zu liefern.

  • Ernährungsbildung im Kontext des schulischen Ganztags
  • Verknüpfung von Ästhetik, sinnlicher Bildung und Gesundheit
  • Analyse der kindlichen Essbiographie und sozio-kultureller Esskulturen
  • Kritik an der Entsinnlichung der Bildungsprozesse
  • Förderung von sinnlicher Intelligenz als präventive Gesundheitsressource

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die ästhetische Dimension von Ernährungsbildung im Hinblick auf eine schulische Konkretisierung im Ganztagsbereich. Dies impliziert die Kombination der Bereiche Ernährung, Gesundheit, Bildung mit den Bereichen Ästhetik und Schule. Die Themenwahl sowie die Verbindung von Ernährung und Ästhetik im Terminus der ästhetischen Ernährungsbildung basiert dabei auf mehreren Gründen:

Hinsichtlich des Bereichs der Ernährung und ihrer Wirkung auf Gesundheit lässt sich von einer zunehmenden Brisanz sprechen. Aktuelle Studien zur Kinderernährung bestätigen ein ungünstiges Ernährungsverhalten und verweisen auf entsprechende gesundheitliche Risiken und chronische Folgeerkrankungen (Vgl. BMELV, S.9, 20.01.2013). Entsprechende Ernährungsweise wird mit sich verändernden Sozialstrukturen und Lebensstilen in Zusammenhang gebracht. Die daraus erwachsenden neuen Anforderungen an den kindlichen Essalltag ergeben sich ebenso infolge des Ganztagsschulausbaus, der das Thema Ernährung und Verpflegungsorganisation ins Blickfeld rückt und es zur umfassenden Bildungsaufgabe werden lässt (ebd.). Die Reform des Bildungswesens infolge der PISA-Studie – welche den Ausbau der Ganztagsschulen mitbedingt hat – weist auf die propagierte Relevanz der ästhetischen Dimension.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der ästhetischen Dimension von Ernährungsbildung im schulischen Ganztagsbereich ein und formuliert die zentrale Hypothese zum Zusammenhang von sinnlicher Kompetenz und gesundheitsförderlichem Ernährungsverhalten.

2 Ernährungsbildung: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe wie Gesundheitspädagogik und Ernährungserziehung und stellt Modelle der Ernährungsbildung vor, während es gleichzeitig die Rolle der Sozialen Arbeit im Ganztag beleuchtet.

3 Ästhetische Bildung: Hier werden das Bildungsverständnis und die bildungspolitische Aktualität ästhetischer Erfahrungsprozesse erörtert sowie deren Vereinbarkeit mit formalen Schulstrukturen kritisch diskutiert.

4 Ästhetische Ernährungsbildung: Das Kapitel führt die vorangegangenen Aspekte zusammen und untersucht die verschiedenen Dimensionen der Ernährung – von biographischen bis hin zu physiologischen Aspekten – unter ästhetisch-sinnlichen Gesichtspunkten.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Integration ästhetischer Bildungsprozesse zur Förderung von Identität und gesundheitsförderlichem Verhalten eine bildungsrelevante Notwendigkeit im schulischen Kontext darstellt.

Schlüsselwörter

Ästhetische Ernährungsbildung, Ernährungsbildung, Gesundheitspädagogik, Ganztagsschule, Ästhetische Bildung, Sinnesbildung, Geschmacksprägung, Ernährungsbiographie, Salutogenese, Gesundheitsförderung, Esskultur, Sozialpädagogik, Essverhalten, Schillers Ästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ästhetische Dimension von Ernährungsbildung bei Kindern im schulischen Ganztagskontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verbindet die Disziplinen Ernährung, Gesundheit, Bildung, Ästhetik und Soziale Arbeit zu einem ganzheitlichen Bildungsansatz.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass sinnliche Wahrnehmungskompetenz zu einem bewussteren Umgang mit Nahrung und einem gesünderen Essverhalten führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Auseinandersetzung mit erziehungs- und gesundheitswissenschaftlichen Diskursen sowie einer kritischen Analyse bildungspolitischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Ernährungsbildung, ästhetische Bildung und deren Verknüpfung unter Analyse individueller, sozio-kultureller und physiologischer Ernährungsdimensionen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit befasst sich intensiv mit Begriffen wie Ästhetische Ernährungsbildung, Sinnesbildung, Geschmacksprägung und Salutogenese im Setting Schule.

Warum wird die Rolle der Sozialen Arbeit als wichtig erachtet?

Soziale Arbeit übernimmt im Ganztag eine Schlüsselrolle, da sie durch ihre Kooperation mit Schulen und Jugendhilfe neue, nicht-formale Bildungsräume für gesundheitsförderliches Verhalten schaffen kann.

Welche Bedeutung kommt der "Optimierten Mischkost" im Text zu?

Das Konzept dient als aktueller wissenschaftlicher Standard für gesunde Kinderernährung und bildet die Basis, auf der ästhetisch-sinnliche Bildungsmomente aufbauen können.

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Details

Title
Ästhetische Ernährungsbildung. Zur Bedeutsamkeit von sinnlicher Bildungskompetenz im Hinblick auf das kindliche Ernährungsverhalten
Author
Bettina Nicole Dorscheid (Author)
Publication Year
2013
Pages
90
Catalog Number
V283526
ISBN (eBook)
9783656832546
ISBN (Book)
9783656830658
Language
German
Tags
Ästhetik Ernährung Schulwesen Ganztagsschule Bildungskompetenz Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Nicole Dorscheid (Author), 2013, Ästhetische Ernährungsbildung. Zur Bedeutsamkeit von sinnlicher Bildungskompetenz im Hinblick auf das kindliche Ernährungsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283526
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