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Vorstellungen und Kenntnisse zu Schulnoten bei GrundschülerInnen

Eine Untersuchung in der ersten, zweiten und dritten Klasse

Titel: Vorstellungen und Kenntnisse zu Schulnoten  bei GrundschülerInnen

Examensarbeit , 2014 , 73 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Lisa Baßfeld (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die schulische Leistungsbeurteilung ist ein viel diskutiertes Thema im Alltag der Familien, in den Lehrerzimmern, aber auch im erziehungswissenschaftlichen Diskurs. Seit Jahren beschäftigen sich verschiedene Pädagogen mit der Funktion, den Ausprägungsformen, den Schwächen und Nebenfolgen der Leistungsbeurteilung durch Lehrkräfte. Insbesondere steht dabei die Zensur als Instrument der Leistungsbeurteilung im Mittelpunkt und zugleich werden Alternativen aufgezeigt und evaluiert. Erstaunlich ist hierbei jedoch, dass die eigentlich Betroffenen, die Schülerinnen und Schüler, bisher kaum in das Blickfeld der Forschung geraten sind. Noch weniger werden speziell Grundschüler von der Forschung in den Blick genommen. Dabei erhalten Schüler der Grundschule ab der dritten Klasse ebenfalls Noten.

In der Pädagogik sind viele verschiedene Meinungen zu finden, die für oder gegen eine Benotung von Schülern sprechen. Allen gemeinsam ist, dass Pädagogen stets bemüht sind, das Beste für die Schüler zu wollen. Dabei steht nach FROMM (1987) „die Sicherheit, mit der Pädagogen oder Bildungspolitiker Aussagen über Schüler treffen, auf schwachen Füßen. Es gibt kaum eine pädagogische Arbeit, in der nicht auch einige Aussagen über Schüler zu finden sind. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der über Schüler gesprochen und geschrieben wird, ist oft genug weder durch genaue Kenntnisse noch durch Nachfrage der Pädagogen gedeckt“.

Die eigene Befragung stellt genau diese Perspektive in den Mittelpunkt und nimmt hierbei auch den Blickwinkel der jüngsten Schülerinnen und Schüler, Grundschüler der ersten und zweiten Klasse ein, die bisher kategorisch ausgeschlossen wurden. Und dies hat auch seinen Grund. So wurde auch mir von Seiten der Schulen zu Beginn meiner Befragungen größte Skepsis entgegengebracht. Die Lehrkräfte fürchteten, dass die Befragung zum Ziel hat, für die Benotung ab der ersten Klasse zu plädieren, was keineswegs der Fall ist. Eine weitere Sorge bestand darin, dass ihre kleinen Schüler, die nach eigener Aussage bereits Noten wünschten und zu Beginn des ersten Schuljahres sogar erwarteten, in diesem Wunsch bestätigt würden. Zudem teilten manche Lehrkräfte gleich zu Beginn mit, dass sie das Thema Notengebung kategorisch aus Unterrichtsgesprächen ausschließen und ihre Schüler daher über kaum Wissen verfügen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in das Thema

2. Leistungsbewertung in der Schule

2.1 Grundsätze der Leistungsbewertung

2.1.1 Leistung

2.1.2 Leistungsermittlung

2.1.3 Leistungsbewertung

2.1.4 Leistungsbeurteilung

2.1.5 Bezugsnormen der Leistungsbeurteilung

2.2 Formen der Leistungsrückmeldung in der Grundschule

2.3 Zensuren als Instrument der Leistungsbeurteilung

2.3.1 Definition Zensur und Noten

2.3.2 Zensuren als Instrument der Leistungsbeurteilung

2.3.3 Erläuterung der Notenskala

2.4 Funktion von Zensuren

2.5 Anforderungen an Zensuren – die Gütekriterien

2.5.1 Homomorphie

2.5.2 Objektivität

2.5.3 Reliabilität

2.5.4 Validität

2.6 Probleme der schulischen Zensurengebung

2.6.1 Forschung zur Zensurengebung

2.6.2 Kritik an den Funktionen der Zensur

2.6.3 Die „Nebenwirkungen“ der Zensurengebung

2.6.4 Fehlende Alternativen – Eine Bestandsgarantie für Zensuren?!

3. Kinder und Leistungsbeurteilung

4. Methode

4.1 Interviews als Basis der Datenerhebung

4.2 Einsatz qualitativer Interviews mit Kindern

4.3 Methodisches Vorgehen der Befragung und der Auswertung

5. Auswertung Ergebnisse

5.1 Erste Klasse

5.2 Zweite Klasse

5.3 Dritte Klasse

6. Vergleich der Auswertungen

7. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Vorstellungen und den Kenntnisstand von Grundschulkindern der ersten, zweiten und dritten Klasse bezüglich Schulnoten. Das primäre Ziel ist es, die spezifische Perspektive der Kinder auf Leistungsbewertung zu erfassen, da diese Gruppe in der bisherigen Forschung weitgehend vernachlässigt wurde, obwohl auch Erstklässler bereits eine ausgeprägte Wahrnehmung des Themas durch ihr soziales Umfeld besitzen.

  • Theoretische Grundlagen zur Leistungsbewertung und Zensurengebung
  • Die Funktion und Gütekriterien von Schulnoten in der Pädagogik
  • Methodik der qualitativen Interviewführung mit Kindern
  • Erkenntnisse zum Kenntnisstand über Noten in verschiedenen Grundschulklassen
  • Vergleich der Schülermeinungen zum Thema Notengebung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung in das Thema

Die schulische Leistungsbeurteilung ist ein viel diskutiertes Thema im Alltag der Familien, in den Lehrerzimmern, aber auch im erziehungswissenschaftlichen Diskurs. Seit Jahren beschäftigen sich verschiedene Pädagogen mit der Funktion, den Ausprägungsformen, den Schwächen und Nebenfolgen der Leistungsbeurteilung durch Lehrkräfte. Insbesondere steht dabei die Zensur als Instrument der Leistungsbeurteilung im Mittelpunkt und zugleich werden Alternativen aufgezeigt und evaluiert. Erstaunlich ist hierbei jedoch, dass die eigentlich Betroffenen, die Schülerinnen und Schüler, bisher kaum in das Blickfeld der Forschung geraten sind. Noch weniger werden speziell Grundschüler von der Forschung in den Blick genommen (vgl. Jachmann, 2003, S. 13). Dabei erhalten Schüler der Grundschule ab der dritten Klasse ebenfalls Noten.

In der Pädagogik sind viele verschiedene Meinungen zu finden, die für oder gegen eine Benotung von Schülern sprechen. Allen gemeinsam ist, dass Pädagogen stets bemüht sind, das Beste für die Schüler zu wollen. Dabei steht nach FROMM (1987) „die Sicherheit, mit der Pädagogen oder Bildungspolitiker Aussagen über Schüler treffen, auf schwachen Füßen. Es gibt kaum eine pädagogische Arbeit, in der nicht auch einige Aussagen über Schüler zu finden sind. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der über Schüler gesprochen und geschrieben wird, ist oft genug weder durch genaue Kenntnisse noch durch Nachfrage der Pädagogen gedeckt“ (CZERWENKA et al., 1990, S. 19).

Die eigene Befragung stellt genau diese Perspektive in den Mittelpunkt und nimmt hierbei auch den Blickwinkel der jüngsten Schülerinnen und Schüler, Grundschüler der ersten und zweiten Klasse ein, die bisher kategorisch ausgeschlossen wurden. Und dies hat auch seinen Grund. So wurde auch mir von Seiten der Schulen zu Beginn meiner Befragungen größte Skepsis entgegengebracht. Die Lehrkräfte fürchteten, dass die Befragung zum Ziel hat, für die Benotung ab der ersten Klasse zu plädieren, was keineswegs der Fall ist. Eine weitere Sorge bestand darin, dass ihre kleinen Schüler, die nach eigener Aussage bereits Noten wünschten und zu Beginn des ersten Schuljahres sogar erwarteten, in diesem Wunsch bestätigt würden. Zudem teilten manche Lehrkräfte gleich zu Beginn mit, dass sie das Thema Notengebung kategorisch aus Unterrichtsgesprächen ausschließen und ihre Schüler daher über kaum Wissen verfügen. Die Rückmeldung der Lehrkräfte zeigte jedoch, dass das Thema Schulnoten bereits ab der ersten Klasse durchaus ein Thema in der Schulklasse ist, obwohl die Schüler noch keine Zensuren erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in das Thema: Das Kapitel führt in die Debatte um schulische Leistungsbeurteilung ein und begründet das Forschungsinteresse an der Perspektive von Grundschulkindern.

2. Leistungsbewertung in der Schule: Es werden theoretische Grundlagen zu Leistungsbegriffen, Bezugsnormen, Gütekriterien sowie Funktionen und Problematiken der Zensurengebung erläutert.

3. Kinder und Leistungsbeurteilung: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die aktuelle Forschungslage und Studien zur Einstellung von Grundschülern zu Noten.

4. Methode: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Leitfadeninterviews mit Kindern sowie das konkrete Vorgehen bei der Befragung und Auswertung dargestellt.

5. Auswertung Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert detailliert die Ergebnisse der Interviews, getrennt nach den Klassenstufen eins, zwei und drei.

6. Vergleich der Auswertungen: Hier werden die Ergebnisse der verschiedenen Schulstufen gegenübergestellt und die Entwicklung der Kenntnisse über Noten im Verlauf der Grundschulzeit analysiert.

7. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und beantwortet die Forschungsfragen hinsichtlich des Wissens und der subjektiven Wahrnehmung von Noten.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Zensuren, Grundschule, Schulforschung, Qualitatives Interview, Leistungsbeurteilung, Notengebung, Schülerperspektive, Gütekriterien, Bezugsnormen, Kinderforschung, Ziffernzeugnisse, Lernleistung, pädagogischer Diskurs, Leistungsrückmeldung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Vorstellungen und Kenntnissen, die Grundschüler der ersten bis dritten Klasse über Schulnoten und deren Vergabe besitzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Leistungsbewertung und Zensuren sowie die empirische Untersuchung der kindlichen Sichtweise auf dieses System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Kenntnisstand der Schüler zu erfassen und zu analysieren, ob und wie Grundschulkinder das System der Notengebung reflektieren, auch wenn sie selbst noch keine Noten erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode des qualitativen, teilstandardisierten Leitfadeninterviews, um die subjektive Perspektive der Kinder direkt zu erheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Leistungsbewertung und einen praktischen Teil, in dem die Interviews ausgewertet und schulstufenübergreifend verglichen werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leistungsbewertung, Zensuren, Grundschule, Schülerperspektive und qualitative Kindheitsforschung definiert.

Warum werden Schüler der vierten Klasse bewusst ausgeklammert?

Die vierte Klasse wurde ausgeschlossen, da Schulnoten dort durch den bevorstehenden Schulwechsel eine richtungsweisende Bedeutung für die Zukunft erhalten, was nicht Gegenstand dieser Forschungsfrage ist.

Welche Rolle spielen ältere Geschwister bei der Wissensbildung der Grundschüler?

Die Untersuchung zeigt, dass Kinder oft durch Geschwister, Eltern und Mitschüler mit dem Thema Noten in Berührung kommen und hierdurch ihre ersten Vorstellungen entwickeln.

Welches zentrale Problem beim Notensystem identifizieren die Grundschüler?

Viele Kinder verbinden Noten stark mit Angst vor negativen Reaktionen der Eltern oder der Sorge, ihre Leistungen könnten ohne Noten nicht angemessen wahrgenommen werden.

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Details

Titel
Vorstellungen und Kenntnisse zu Schulnoten bei GrundschülerInnen
Untertitel
Eine Untersuchung in der ersten, zweiten und dritten Klasse
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,5
Autor
Lisa Baßfeld (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
73
Katalognummer
V283664
ISBN (eBook)
9783656836292
ISBN (Buch)
9783656836308
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schule Noten Notensystem Benotung Schüler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Baßfeld (Autor:in), 2014, Vorstellungen und Kenntnisse zu Schulnoten bei GrundschülerInnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283664
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  73  Seiten
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