Onlinewerbung ist für immer mehr Unternehmen eine wichtige Ergänzung zu den klassischen Werbekanälen. Ein großer Vorteil gegenüber den bisherigen Werbekanälen, ist die Rückkanalfähigkeit und die Möglichkeit der Dokumentation eines digitalen Werbeerfolgs. Dadurch kann bei einem digitalen Geschäftsabschluss ermittelt werden, welche Werbemaßnahme am wahrscheinlichsten zum Abschluss des Geschäfts geführt hat. Die Werbeleistung kann daraufhin entsprechend vergütet werden.
Im Internet entstanden ganz neue Vertriebsmöglichkeiten und Geschäftsideen, die nur auf dem Prinzip aufbauen, Werbeeinahmen zu generieren. Das Werben im Internet ist nicht nur großen Internetseitenbetreibern möglich, und wird deshalb von fast jedem kleinen Internetseitenbetreiber zur Refinanzierung seines Internetauftritts, eingesetzt. Unter der Vielzahl an Werbeflächenanbietern gibt es aber auch einige Betrüger, die mit unterschiedlichen Techniken versuchen, unberechtigte Provisionszahlungen zu erhalten. Für die im Internet werbende Unternehmen ist es wichtig, die bekanntesten dieser Methoden zu erkennen, und die richtigen Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um den möglichen Schaden so gering wie möglich zu halten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Definition Betrug
2.2 Definition Online-Marketing
2.3 Definition und Erklärung von Affiliate-Marketing
2.3.1 Die Geschichte des Affiliate-Marketing
2.3.2 Die Funktionsweise von Affiliate-Marketing
2.3.3 Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing
2.3.3.1 Pay-per Sale (PPS)
2.3.3.2 Pay-per Lead (PPL)
2.3.3.3 Pay-per Click (PPC)
2.3.3.4 Lifetime-Vergütung
2.3.3.5 Hybrid-Vergütungsmodelle
2.3.4 Trackingmethoden im Affiliate-Marketing
2.3.4.1 URL-Tracking
2.3.4.2 Cookie-Tracking
2.3.4.3 Session-Tracking
3.2.4.5 Fingerprint-Tracking
3.2.4.6 Customer Journey Tracking
2.3.4.7 Pixel-Tracking
3. Bekannte Betrugsmethoden im Online-Marketing
3.1 Die bekanntesten Betrugsmethoden im Affiliate-Marketing
3.1.1 Betrug durch die Affiliates
3.1.1.1 Cookie-Dropping
3.1.1.2 Eigenbuchungen
3.1.1.3 Betrug durch Software
3.1.1.4 Betrug durch Domains
3.1.1.5 Brand Bidding
3.1.1.6 Ad-Hijacking
3.1.1.7 Spiegelung von Internetseiten
3.1.1.8 Manipulation von fremden Webseiten
3.1.2 Betrug durch Agenturen
3.1.2.1 Provisionsunterschlagungen
3.1.2.2 Agenturen als Publisher
3.1.3 Betrug durch die Advertiser
3.2 Betrug bei Suchmaschinen
3.2.1 Keyword Stuffing
3.2.2 Versteckte Inhalte auf Webseiten
3.2.3 Cloaking bei Webseiten
3.2.4 Brückenseiten und Infopages
3.2.5 Suchmaschinen-Spamming
3.2.6 Page Hacking
3.2.7 Negative SEO
3.3 Betrug bei sozialen Medien
3.3.1 Der gekaufte Erfolg
3.3.2 Der ID-Klau in Sozialen Medien
4. Fazit und Zukunftsaussichten
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Facetten von Betrug im Online-Marketing, um Unternehmen für Gefahren und Schwachstellen in diesem Bereich zu sensibilisieren und Möglichkeiten zur Aufdeckung sowie Prävention aufzuzeigen.
- Definition und rechtliche Einordnung von Betrug und Online-Marketing.
- Detaillierte Analyse von Betrugsmethoden im Affiliate-Marketing.
- Untersuchung von Manipulationsversuchen bei Suchmaschinen (SEO-Betrug).
- Betrugsrisiken in sozialen Medien und Strategien zur Erkennung.
Auszug aus dem Buch
3.1.1.1 Cookie-Dropping
Diese Methode ist auch bekannt als: Cookie Spreading oder Cookie Stuffing.
Das Cookie-Tracking ist das am Weitesten verbreitete Trackingverfahren, und unterliegt deshalb häufig Manipulationsversuchen. Ziel der Manipulation ist es, bei einem Internetnutzer unbemerkt einen Cookie auf dem Computer zu hinterlassen, so dass es am Ende aussieht, als hätte er von sich aus auf die Werbeanzeige geklickt. Entsteht durch diesen Nutzer innerhalb der Cookielaufzeit bei einem Shop ein Sale, oder ein Lead, dann erhält der Cookie-Dropper dafür eine Provisionszahlung, zu der er nicht berechtigt gewesen ist. Um den Cookie unbemerkt auf den Computer des ahnungslosen Internetnutzers zu bringen, gibt es viele verschieden Wege.
Am Offensichtlichsten, und für den Merchant oder die Partnernetzwerke leicht zu erkennen, ist das Setzen eines Cookies, durch das Erzwingen von Klicks auf einen Affiliate-Link, bevor beispielsweise eine Datei heruntergeladen werden kann. Teilweise werden sogar automatische Weiterleitungen eingesetzt, bei denen der Besucher erst gar keine Wahl besitzt, ob er die Weiterleitungsseite überhaupt besuchen möchte.
Nicht auf den ersten Blick ersichtlich, und deshalb beliebt, war das Einsetzen von iFrames, denn dabei handelt es sich im Prinzip, um ein kleines Stück HTML-Code, der dazu genutzt werden kann, auf der eigenen Seite eine weitere Internetseite in einem Rahmen anzeigen zu können. Wird als anzuzeigende Seite der Affiliate-Link eines Shops eingestellt, und die Größe des Rahmens auf 1x1 Pixel gestellt, dann wird im Hintergrund die Seite geladen, und ein Cookie gesetzt, obwohl die Affiliate-Seite für den Besucher nicht zu sehen war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die rasante Entwicklung der Onlinewerbebranche ein und beschreibt das Aufkommen von betrügerischen Aktivitäten sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Betrug (Fraud), Online-Marketing und Affiliate-Marketing definiert sowie die Funktionsweise von Partnerprogrammen und verschiedenen Trackingmethoden erläutert.
3. Bekannte Betrugsmethoden im Online-Marketing: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert systematisch verschiedene Betrugstechniken im Affiliate-Marketing, bei Suchmaschinen und in sozialen Medien.
4. Fazit und Zukunftsaussichten: Abschließend wird die Notwendigkeit kontinuierlicher Überwachung und fachlicher Expertise betont, um sich in einem sich stetig wandelnden Umfeld gegen Betrug zu schützen.
Schlüsselwörter
Online-Marketing, Affiliate-Marketing, Betrug, Fraud, Cookie-Dropping, Suchmaschinenoptimierung, SEO, Negative SEO, Brand Bidding, Ad-Hijacking, Tracking, Klickbetrug, Social Media, Cyberkriminalität, IT-Sicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit betrügerischen Aktivitäten im Online-Marketing und untersucht, wie Akteure durch verschiedene Techniken unberechtigte Provisionszahlungen oder Vorteile erlangen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen das Affiliate-Marketing, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und die Aktivitäten in sozialen Netzwerken, wobei jeweils die entsprechenden Schwachstellen beleuchtet werden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Unternehmen über die gängigsten Betrugsmethoden aufzuklären, um sie in die Lage zu versetzen, Auffälligkeiten schneller zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von dokumentierten Fallbeispielen, um ein breites Spektrum an Betrugstechniken zu veranschaulichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Betrug im Affiliate-Marketing, Manipulationen bei Suchmaschinen-Rankings und betrügerische Praktiken im Bereich sozialer Medien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind neben allgemeinem Online-Marketing und Affiliate-Marketing vor allem Begriffe wie Fraud, Cookie-Stuffing, Brand Bidding, Ad-Hijacking und Negative SEO.
Welche Bedeutung kommt der ".htaccess"-Datei bei Betrugsversuchen zu?
Die Datei wird laut dem Autor unter anderem für den sogenannten ".htaccess-Trick" beim "Image Cookie Stuffing" genutzt, um beim Aufruf einer Datei im Hintergrund unbemerkt Schadcode oder Cookies auszuführen.
Wie unterscheidet der Autor "Black-Hat"- und "White-Hat"-Akteure?
Der "White-Hat" arbeitet innerhalb des gesetzlichen Rahmens, während der "Black-Hat" sein technisches Wissen gezielt einsetzt, um illegalen Profit zu erzielen oder Schaden anzurichten.
- Arbeit zitieren
- Maurice Wisser (Autor:in), 2014, Betrug im Online-Marketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283685