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Das Gilles de la Tourette Syndrom - Erkennen, Verstehen und Umgehen

Title: Das Gilles de la Tourette Syndrom - Erkennen, Verstehen und Umgehen

Examination Thesis , 2002 , 161 Pages , Grade: 1+

Autor:in: Stephanie Zimmermann (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Menschen mit Tourette-Syndrom „tanzen aus der Reihe“(Hempel,2001). Sie sind ein Paradebeispiel für Andersartigkeit. Aufgrund ihrer Krankheit müssen sie Sachen machen, die in der Gesellschaft nicht akzeptabel sind....

Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen kleinen Beitrag zur Aufklärung über die weitgehend noch unbekannte neuropsychiatrische Erkrankung zu leisten.
Mein Anliegen besteht darin, dem Leser und speziell dem Lehrer einen Überblick über das Tourette-Syndrom zu vermitteln, ihn für das Tourette-Syndrom zu sensibilisieren, und ihm zu einem besseren Verständnis der Krankheit zu verhelfen, um somit einen respektvollen Umgang mit Betroffenen zu ermöglichen.

Die Arbeit gliedert sich in zwölf Kapitel.
Im Anschluss an das einleitende Kapitel folgt ein geschichtlicher Abriss des Tourette-Syndroms. Handelt es sich um eine neuzeitliche Erkrankung oder gab es das Tourette-Syndrom auch schon in anderen Epochen? Wer entdeckte die Krankheit und woher hat sie ihren Namen?
Kapitel drei befasst ich mit der Phänomenologie, dem Klinischen Erscheinungsbild des des Tourette-Syndroms. Das Krankheitsbild wird in die Reihe der Tic-Störungen eingeordnet und aufgezeigt, wie sich der Verlauf der Krankheit gestaltet.
Der darauffolgende Abschnitt - Kapitel 4 - beschreibt die oft mit dem Tourette-Syndrom einhergehenden neuropsychiatrische Verhaltensauffälligkeiten.
Wie weit das Tourette-Syndrom verbreitet ist, wie viele Betroffene es in Deutschland gibt, wird in Kapitel fünf dargestellt.
Im nächsten Kapitel wird den Ursachen der Krankheit auf den Grund gegangen.
Kapitel sieben widmet sich der Diagnosestellung und danach werden die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, die bisher beim Tourette-Syndrom Anwendung gefunden haben,vorgestellt.
Kapitel neun befasst sich kurz mit den behinderungsspezifischen Aspekten des Tourette-Syndroms.
In Kapitel zehn wird den psychosozialen Auswirkungen des Tourette-Syndroms nachgegangen. Im Mittelpunkt stehen hier die Bewältigungsstrategien, die der Betroffene und dessen Familie entwickelt, sowie die Reaktionen des näheren Umfeldes und der Gesellschaft.
In Kapitel elf werden die Ansprüche, die betroffene Kinder an Lehrer stellen erläutert und Anregungen gegeben, wie der Lehrer mit betroffenen Kindern umgehen kann und welche Förderungsmöglichkeiten sich ihm bieten.
Abschließend werden in einem letzten Kapitel alle Ergebnisse noch einmal kurz zusammengetragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Geschichte des Tourette-Syndroms

3 Phänomenologie des Tourette-Syndroms

3.1 Definition und Beschreibung von Tics

3.2 Einteilung der Tics

3.2.1 Motorische Tics

3.2.1.1 Einfache motorische Tics

3.2.1.2 Komplexe motorische Tics

3.2.2 Vokale Tics

3.2.2.1 Einfache vokale Tics

3.2.2.2 Komplexe vokale Tics

3.3 Klassifikation der Tic-Störungen

3.4 Sensorisches Vorgefühl

3.5 Krankheitsverlauf

4 Assoziierte neuropsychiatrische Verhaltensauffälligkeiten

4.1 Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

4.2 Zwangsstörungen

4.3 Mangelnde Impulskontrolle

4.4 Andere Verhaltenauffälligkeiten

5 Epidemiologie

6 Ätiopathogenese

7 Diagnostik

8 Therapie

8.1 Medikamentöse Therapie

8.2 Psychotherapie

8.3 Verhaltenstherapie

8.3.1 Selbstbeobachtung

8.3.2 Massierte Übungen

8.3.3 Entspannungstechniken

8.3.4 Kontingenzmanagement

8.3.5 Kombinationsbehandlung der Reaktionsumkehr

8.4 Alternative Methoden

9 Das Tourette-Syndrom als Behinderung

9.1 Der Begriff ‚Behinderung’

9.2 Rechtliche Bestimmungen – das Schwerbehindertengesetz

10 Psychosoziale Auswirkungen des Tourette-Syndroms - Bewältigungs- und Unterstützungsmöglichkeiten -

10.1 Stigmatisierung und deren Folgen

10.2 Familiäre Interaktion vom Krankheitsbeginn bis zur Diagnose

10.3 Bedeutung der Diagnose für Eltern und Kind

10.4 Krankheitsbewältigung durch den Betroffenen

10.5 Reaktionen der Familie

10.6 Die Bewältigung des Schulalltags

10.7 Reaktionen der Gesellschaft

11 Aspekte der Förderung durch den Lehrer

11.1 Vorbemerkung

11.2 Die Rolle des Lehrers

11.3 Der Umgang mit den Tics im Unterricht

11.4 Weitere Anregungen

11.5 Tourete-Syndrom und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

11.6 Tourette-Syndrom und Zwangsstörungen

11.7 Tourette-Syndrom und Impulskontrollstörung

12 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über das Tourette-Syndrom zu vermitteln, um Lehrkräfte und Betroffene für die neuropsychiatrische Erkrankung zu sensibilisieren und ein besseres Verständnis für einen respektvollen Umgang zu fördern.

  • Klinisches Erscheinungsbild und Phänomenologie von Tic-Störungen
  • Neuropsychiatrische Verhaltensauffälligkeiten und Komorbiditäten
  • Diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionsmöglichkeiten
  • Psychosoziale Auswirkungen auf Betroffene und ihr familiäres Umfeld
  • Pädagogische Anforderungen und Förderungsmöglichkeiten im Schulalltag

Auszug aus dem Buch

Die Geschichte des Tourette-Syndroms

Bis heute weiß niemand, wie lange es das rätselhafte Syndrom schon gibt und dennoch wirkt das Erscheinungsbild von TS-Betroffenen von jeher faszinierend auf die Mitmenschen. Man steht einem Menschen gegenüber, der Verhaltensweisen zeigt, die für die Gesellschaft nur schwer zu akzeptieren sind. Diese Andersartigkeit der Personen wirkt zum einen abschreckend, weckt aber auch gleichzeitig Neugierde.

Durch diese Faszination kam es in der Vergangenheit zu zahlreichen Personenbeschreibungen und zu Mutmaßungen über die Ursachen dieser Krankheit. In fast allen geschichtlichen Epochen finden sich Beschreibungen dieser Tic-Erkrankung. Ob es sich in diesen nun folgenden Beschreibungen wirklich um das Tourette-Syndrom, handelt, darüber lässt sich nur spekulieren. Es geht hier also nicht um eine nachträgliche Attestierung des Tourette-Syndroms, sondern vielmehr darum, zu belegen, dass diese Erkrankung schon immer als Andersartigkeit aufgefallen, ja sogar hervorgestochen ist und der adäquate Umgang mit Betroffenen die Menschen damals wie heute vor eine Herausforderung stellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Tourette-Syndroms ein und legt das Ziel der Arbeit fest, Lehrkräften ein grundlegendes Verständnis für die Erkrankung zu vermitteln.

2 Die Geschichte des Tourette-Syndroms: Dieses Kapitel zeichnet die historischen Beschreibungen von Symptomen nach, die heute dem Tourette-Syndrom zugeordnet werden, von der Antike bis zur medizinischen Kategorisierung durch Georges Gilles de la Tourette.

3 Phänomenologie des Tourette-Syndroms: Hier wird das klinische Erscheinungsbild mit der Einteilung von motorischen und vokalen Tics sowie der Verlauf der Störung detailliert beschrieben.

4 Assoziierte neuropsychiatrische Verhaltensauffälligkeiten: Dieses Kapitel behandelt häufig auftretende Begleiterscheinungen wie ADHS, Zwangsstörungen und Impulskontrollstörungen, die oft das primäre Störungsbild ergänzen.

5 Epidemiologie: Hier wird die Häufigkeit des Tourette-Syndroms innerhalb der Bevölkerung sowie in Deutschland diskutiert.

6 Ätiopathogenese: Es werden die biologischen und genetischen Ursachen untersucht, insbesondere die Funktionsstörung der Basalganglien und die Rolle von Neurotransmittern wie Dopamin.

7 Diagnostik: Dieses Kapitel erläutert das klinische Vorgehen bei der Diagnosefindung sowie die Abgrenzung zu anderen neurologischen Erkrankungen.

8 Therapie: Es werden verschiedene Behandlungsansätze vorgestellt, darunter die medikamentöse Therapie und diverse verhaltenstherapeutische Methoden wie das Habit-Reversal-Training.

9 Das Tourette-Syndrom als Behinderung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition von Behinderung im Kontext des Tourette-Syndroms und den damit verbundenen rechtlichen Aspekten gemäß dem Schwerbehindertengesetz.

10 Psychosoziale Auswirkungen des Tourette-Syndroms - Bewältigungs- und Unterstützungsmöglichkeiten -: Hier wird die Stigmatisierung der Betroffenen und die Belastungssituation für Familien sowie die Bewältigung des Schulalltags analysiert.

11 Aspekte der Förderung durch den Lehrer: Dieses Kapitel gibt konkrete Empfehlungen für den Umgang mit betroffenen Schülern im Unterricht, inklusive pädagogischer Hilfestellungen und Klassenraumgestaltung.

12 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Zusammenführung der zentralen Erkenntnisse und einem Plädoyer für mehr Aufklärung und gesellschaftliche Akzeptanz.

Schlüsselwörter

Tourette-Syndrom, Tic-Störung, Neuropsychiatrie, ADHS, Zwangsstörungen, Basalganglien, Dopamin, Verhaltenstherapie, Inklusion, Stigmatisierung, Lehrerausbildung, Schulalltag, Pädagogische Förderung, Krankheitsbewältigung, Soziale Integration

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt das Tourette-Syndrom mit dem Ziel, ein tiefgreifendes Verständnis für die medizinischen und psychosozialen Aspekte zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf den schulischen Kontext.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Das Spektrum reicht von der historischen Entwicklung und der medizinischen Phänomenologie über die Ursachenforschung und Diagnostik bis hin zu therapeutischen Optionen und pädagogischen Fördermöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Sensibilisierung von Lehrkräften und anderen Bezugspersonen, um einen respektvollen und förderlichen Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie auf der Auswertung von Erfahrungsberichten und Experteninterviews basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Symptomatik, den Begleiterkrankungen, den medizinischen Erklärungsmodellen sowie den psychosozialen Herausforderungen und konkreten Handlungsempfehlungen für den Unterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Tourette-Syndrom, Tic-Störung, Komorbidität, pädagogische Förderung, Inklusion und Krankheitsbewältigung.

Wie unterscheidet sich die Koprolalie von anderen Tics?

Die Koprolalie ist ein komplexer vokaler Tic, bei dem sozial inakzeptable oder obszöne Wörter unwillkürlich geäußert werden, was für die Betroffenen oft eine große soziale Belastung darstellt.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Unterstützung eines TS-Schülers?

Die Lehrkraft spielt eine entscheidende Rolle, indem sie ein stressfreies Umfeld schafft, den Schüler in den Klassenverband einbettet, über die Symptome aufklärt und durch gezielte Förderung sowie flexiblere Arbeitsbedingungen den Schulalltag erleichtert.

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Details

Title
Das Gilles de la Tourette Syndrom - Erkennen, Verstehen und Umgehen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Psychologie)
Grade
1+
Author
Stephanie Zimmermann (Author)
Publication Year
2002
Pages
161
Catalog Number
V28374
ISBN (eBook)
9783638301725
Language
German
Tags
Gilles Tourette Syndrom Erkennen Verstehen Umgehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Zimmermann (Author), 2002, Das Gilles de la Tourette Syndrom - Erkennen, Verstehen und Umgehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28374
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