Virtuelle Frachtbörsen. Anwendung und Entwicklung


Hausarbeit, 2013
20 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung

2 Anwendung
2.1 Was sind Frachtbörsen
2.2 Anbieter von Frachtbörsen
2.3 Nutzer von Frachtbörsen
2.4 Formen von elektronischen Fracht- und Laderaumbörsen
2.5 Preisfindung
2.6 Differenzierung von Frachtvermittlungen
2.7 Unterschiedliche Marktphasen einer virtuellen Frachtbörse
2.7.1 Informationsphase
2.7.2 Vereinbarungsphase
2.7.3 Abwicklungsphase
2.8 Vorteile der Nutzung einer Frachtbörse

3 Entwicklung
3.1 Historie der Frachtenbörsen
3.2 Verkehrsträger
3.3 Sicherheit
3.4 Entwicklung der Verkehrsleistung
3.5 Umweltschutz und Zukunftsentwicklung

4 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ausgewählte Anbieter von Frachtbörsen

Abbildung 2: Verhandlungsmechanismen

Abbildung 3: Marktphasen von elektronischen Transportmärkten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Formen von elektronischen Fracht- und Laderaumbörsen

Tabelle 2: Charakteristika der unterschiedlichen Verkehrsträger

Tabelle 3: Checkliste zu Ladungsdiebstahl

Tabelle 4: Güterverkehr nach Verkehrszweigen in Prozent

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Heutzutage stellt sich für eine Vielzahl von Unternehmen die Frage nach geeigneten Transportmöglichkeiten für ihre Güter oder Frachten, sowie auch die Frage nach einer optimalen Auslastung der Kapazitäten von Frachtraum. Mit zunehmender Globalisierung und Öffnung der Märkte Ost-Europas kommen viele Anbieter hinzu, die qualitative Güter zu niedrigen Preisen auf dem Weltmarkt verkaufen. Der Wettbewerbs- und Preisdruck zwingt Unternehmen zu immer besseren und günstigeren Alternativen, die einen schnellen und vor allem sicheren Transport gewährleisten.[1] Hierfür muss auch meistens kurzfristig eine Fracht oder ein Laderaum organisiert werden, welches nicht immer sehr einfach erscheint.

1.2 Zielsetzung

Diese Arbeit setzt sich mit der Vielzahl an Anwendungsbereichen und die Entstehung von virtuellen Frachtbörsen auseinander. Hauptsächlich konzentriert sich diese Hausarbeit allerdings mit der Frage des Gütertransportes auf der Straße und der Schiene. Die Schifffahrt und der Luftverkehr werden hier weitestgehend ausgegrenzt. Es soll aufgezeigt werden welche Voraussetzungen bereits existieren und welche Tatsachen wichtig für Anbieter und Nachfrager erscheinen. Aufgrund der Tatsache, dass viele Online-Frachtbörsen nur nach einer Registrierung nutzbar und einsehbar sind, ergeben sich hieraus Einschränkungen für die Ausarbeitung dieser Arbeit. Vorteile zur Nutzung von virtuellen Frachtbörsen und Umsetzung von Möglichkeiten sollen aufgezeigt werden, sowie die Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft auch im Hinblick auf die Grüne Logistik.

2 Anwendung

2.1 Was sind Frachtbörsen

In der Fachliteratur gibt es bis heute keine eindeutige Definition für Frachtbörsen. Im weiteren Sinne werden diese auch häufig als Frachtenbörsen, Laderaumbörsen, Logistikplattform und Logistikbörse, Logistikmarktplatz, Transportplattform, Transportmarktplatz, Transportbörse, Fracht-und Laderaumausgleichsysteme bezeichnet.[2]

Virtuelle Frachtbörsen können also als elektronische Markplätze bezeichnet werden, auf denen die Nachfrage nach Frachten und Angebote an Laderaumkapazitäten zusammengebracht werden. Sie vermitteln also zwischen den Marktteilnehmern, Verladern, Frachtführern und Spediteuren, die entweder eine Fracht transportieren möchten oder noch freie Ladefläche haben, die nicht ungenutzt bleiben soll.[3] Wichtig ist hierbei der aktuelle Informationsaustausch, denn häufig benötigen Speditionen, Verlader oder Frachtführer kurzfristig Frachten oder Laderaum um mögliche Leerfahrten oder ausgefallene Transporte, die mit hohen Kosten verbunden sind und die der Unternehmer dann selbst zuzahlen hat, zu vermeiden.

2.2 Anbieter von Frachtbörsen

Im deutschsprachigen Raum existieren über 20 etablierte Anbieter elektronischer Frachtbörsen, die sich alle hinsichtlich ihrer Leistungen unterscheiden. In der folgenden Abbildung 1 befinden sich einige ausgewählte Anbieter von Frachtbörsen. Diese Anbieter unterscheiden sich alle hinsichtlich ihres Aufbaus, der Konditionen, der angebotenen Leistungen und der verwendeten Technologien. Timocom bietet für seine Nutzer aktuell eine 4-wöchige kostenlose Nutzung von TC Truck&Cargo® an. Meistens ist bei den Frachtbörsen ein spezielles Programm notwendig welches aber ebenfalls auf der Homepage zum Download zu finden ist, einige Frachtbörsen bieten komplett Internet-basierte Lösungen.

Bezüglich der Konditionen ist zwischen Festpreisen, Staffelpreisen, sowie nutzungsabhängigen Preisen zu unterscheiden. Einige Anbieter werben mit besonders hohen Mitgliederzahlen (Teleroute: 70.000 und Timocom: 85.000) um potentielle Neukunden zu gewinnen.[4]

Beispiele von Anbietern von Frachtbörsen:

Teleroute

Benelog

Cargoclix

TimoCom

Trans.eu

Nolis

LKW Walter

2.3 Nutzer von Frachtbörsen

Frachtführer: Frachtführer sind gewerbliche Unternehmer, die mit der Beförderung von Gütern beauftragt werden. Der Frachtführer schließt mit dem Absender einen Frachtvertrag (HGB §§ 407-452) und liefert anschließend die Güter an den Empfänger aus.[5] Frachtführer sind darauf angewiesen Leerfahrten so gut wie möglich zu vermeiden, da sich die meisten Beförderungen, aufgrund steigender Kosten, heutzutage nur noch dann finanziell lohnen, wenn eine Rückfracht gefunden werden kann.[6] Diese Kosten entstehen durch Maut und Benzinkosten, sowie Personalkosten.

Verlader: Als Verlader bezeichnet man diejenigen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, die den Transportprozess in die Wege leiten. Vorteile für Verlader ergeben sich aus der kurzfristig schnellen Auffindung von potentiellen Transaktionspartnern bei außerplanmäßigen Frachtausfällen.[7]

Spediteur: Von den Versendern wird gerne ein Fachmann eingeschalten, der Spediteur, der sich im Güterverkehr auskennt und für einen reibungslosen Ablauf für den nationalen und internationalen Warenaustausch sorgt. Auch hier erfolgt die Tätigkeit gewerbsmäßig durch Abschluss eines Speditionsvertrages (HGB §§ 453-466).[8]

Jeder Beteiligte setzt dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte, trotzdem ist ein gemeinsames Ziel die Kostensenkung. Die Abwicklung der Geschäfte soll schnell, effektiv und sicher erfolgen.

2.4 Formen von elektronischen Fracht- und Laderaumbörsen

Im Markt haben sich drei wesentliche Formen von elektronischen Fracht- und Laderaumbörsen etabliert, die sich jeweils an unterschiedliche Zielgruppen richten. Die traditionellen Frachtbörsen bieten die Fracht auf einem Spotmarkt an und zudem Überhangladungen. Kurzfristige Gesuche um Rückfahrten auszulasten und Leerfahrten zu vermeiden sind hier die Hauptgründe. Betreiber von Logistikplattformen und Ausschreibungsplattformen sich hauptsächlich auf Komplettladungen und längerfristige Kontrakte konzentrieren. Eine Übersicht dazu bietet Tabelle 1. Bei der Preisfindung ergeben sich auch viele unterschiedliche Möglichkeiten.[9]

Tabelle 1: Formen von elektronischen Fracht- und Laderaumbörsen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Winkler, Dietmar (2009); S.27

2.5 Preisfindung

Auf den elektronischen Märkten gibt es eine Vielzahl von Verhandlungsmechanismen. Der Preis der Frachten oder des Laderaums ist nicht immer sofort für einen Nachfrager ersichtlich, sondern muss entweder verhandelt oder hingenommen werden. Hierzu gibt Abbildung 2 eine Übersicht.

Auktion: Bei einer Aktion trifft ein Anbieter auf eine große Anzahl an Nachfragern, wobei jeder ein Angebot abgibt. Der Anbieter mit dem höchsten Gebot erhält den Zuschlag

Katalog: Beim Katalogverfahren gibt ein Anbieter einen Preis vor, den der Nachfrager nicht beeinflussen kann und die Möglichkeit zur Annahme oder Ablehnung hat.

Börse: Auf einer Börse kommen viele Anbieter und viele Nachfrager zusammen. Die Preise bilden sich durch gegenseitige Angebote.

Ausschreibung/Schwarze Bretter: Bei der Ausschreibung trifft ein Nachfrager auf viele Anbieter, die jeweils ein Angebot machen und von denen sich der Nachfrager das Beste aussuchen kann und dann anschließend mit dem Handelspartner direkt in Kontakt tritt.

[...]


[1] Vgl. Sänger, Frank (2004), S. 1

[2] Vgl. Klippert/Kowalski/Bruns (2010), S. 7

[3] Vgl. http://www.transportbranche.de/htdocs/frachtboersen.php

[4] Vgl. Wildemann, Horst:Logistik für Unternehmen (11/2009) , S. 3

[5] Vgl. Oelfke, Wolfgang (2000), S. 25

[6] Vgl. Marktbeobachtung Güterverkehr, Internetgestützte Frachtvermittlung (02/2006), S. 5

[7] Vgl. Sänger. Frank (2004), S. 77

[8] Vgl. Oelfke, Wolfgang (2000), S. 26

[9] Vgl. Wittenbrink, Paul (2011), S. 141-143

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Virtuelle Frachtbörsen. Anwendung und Entwicklung
Hochschule
Hochschule Mainz
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V283807
ISBN (eBook)
9783668667495
ISBN (Buch)
9783668667501
Dateigröße
589 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Virtuell, Frachtbörsen, Anwendung, Entwicklung, Gütertransport, Transport, Güter, Logistik
Arbeit zitieren
Julia Diehl (Autor), 2013, Virtuelle Frachtbörsen. Anwendung und Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283807

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