Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Psicología - Trabajo, Empresa, Organización

Workaholism: Arbeitssucht als ein Beispiel einer pathologischen Bedeutung von Arbeit

Título: Workaholism: Arbeitssucht als ein Beispiel einer pathologischen Bedeutung von Arbeit

Trabajo , 2004 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anja Rössner (Autor)

Psicología - Trabajo, Empresa, Organización
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der heutigen westlichen Gesellschaft wird die soziale Stellung einer Person in besonderem Maße durch deren Arbeit bestimmt, die Arbeit einer Person gehört heute zu ihren zentralen Merkmalen. Auch in der Psychologie besteht Einigkeit darüber, dass Arbeit über ihre Funktion der Existenzsicherung hinaus auch eine sinnstiftende und eine identifikationsvermittelnde Bedeutung hat. „Arbeit ist eine Beschäftigung, die die Zeit vertreibt und die Möglichkeit bietet, soziale Kontakte herzustellen und persönliche Befriedigung zu erlangen. Daher würden auch über 70% der Menschen selbst dann weiter ihren Beruf ausüben, wenn sie es gar nicht müßten.“1

Aufgrund der Bedeutung, die der Arbeit in unserer heutigen Gesellschaft beigemessen wird, mag es auf den ersten Blick paradox erscheinen, sich auf die negativen Folgen von Arbeit zu konzentrieren oder auch Folgen eines falschen Umgangs mit der Arbeit zu beleuchten. Besonders die Folgen einer einseitigen Ausrichtung des Lebens auf die Arbeit sind bisher kaum erforscht worden - das wissenschaftliche Interesse schien sich eher auf andere Perspektiven der Arbeit zu richten, wie zum Beispiel auf die verschiedenen Auswirkungen bestimmter Arbeitssituationen. In den letzten Jahren aber hat sich die Wissenschaft zunehmend mit dieser „neuen“ Thematik beschäftigt. Hierbei wird meist als „Arbeitssucht“ bezeichnet, was das Produkt einer alleinigen Ausrichtung des Lebens auf die Arbeit ist. Mc Millan, O`Driscoll und Burke beschreiben „Arbeitssüchtige“ in diesem Zusammenhang als Menschen, die sich besonders schwer von ihrer Arbeit lösen können, einen übermäßigen Genuss bei der Arbeit verspüren, und folglich auch eine andere Art des Umgangs mit ihrer Freizeit haben, als Nicht- Arbeitssüchtige:

„Workaholism envolves difficulty disengaging from work, a strong drive to work, intense enjoyment of work , and a differing use of leisure time than others.“ 2

------

1 Schneider, Skala für Arbeitssucht, S. 3

2 Mc Millan et al., Workaholism: A Review of Theory, Research and Future Directions, S. 167

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG: Der Begriff Workaholism und seine Entstehung

II. WORKAHOLISM: ARBEITSSUCHT ALS BEISPIEL EINER PATHOLOGISCHEN BEDEUTUNG VON ARBEIT

II.1 Begriffliche Annäherung und die Schwierigkeit beim Umgang mit dem Syndrom der Arbeitssucht

II.2 Wo beginnt Arbeitssucht? Die Schwierigkeit der Abgrenzung

II.3 Erklärungsansätze zur Entstehung von Arbeitssucht

II.3.1 Das medizinische Modell der Arbeitssucht

II.3.2 Das psychologische Abhängigkeitsmodell der Arbeitssucht

II.3.3 Trait Theory

II.3.4 Kognitive Theorie

II.4 Diagnostik der Arbeitssucht

II.4.1 Klassifikationssysteme als Hilfe zur Diagnostik nach Poppelreuter

II.4.2 Psychologische Messverfahren nach Mc Millan et al.

II.5 Fazit

III. SCHLUSS: Ansätze zur Prävention und Intervention

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Arbeitssucht (Workaholism) als pathologische Form der Arbeitsausrichtung. Das primäre Ziel besteht darin, den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu analysieren, theoretische Erklärungsmodelle kritisch zu beleuchten und Ansätze zur Diagnostik sowie zur Prävention und Intervention aufzuzeigen.

  • Begriffliche Abgrenzung von gesundem Engagement zur pathologischen Arbeitssucht.
  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle (medizinische, psychologische und kognitive Theorien).
  • Kritische Auseinandersetzung mit bestehenden diagnostischen Klassifikationssystemen und Messverfahren.
  • Diskussion der empirischen Erkenntnisse zur individuellen Ausprägung des Störungsbildes.
  • Entwicklung von Perspektiven für Präventionsmaßnahmen und therapeutische Interventionen.

Auszug aus dem Buch

III.1 Das medizinische Modell der Arbeitssucht

Nach dem „medizinischen Modell“ tritt eine Abhängigkeit dann auf, wenn eine Person körperlich abhängig von Chemikalien wird, die entweder exogen, wie zum Beispiel Drogen oder Alkohol oder endogen, wie zum Beispiel Dopamin sind. Dem medizinischen Modell zufolge führt überlanges Arbeiten zu einer übermäßigen Adrenalinausschüttung. Durch die angenehmen Empfindungen, die durch die vermehrte Adrenalinausschüttung hervorgerufen werden, wird die Person somit vom Adrenalin abhängig und versucht, noch mehr zu arbeiten, um immer mehr Adrenalin zu produzieren.

Als problematisch erweist sich allerdings die Tatsache, dass die Produktion von Adrenalin höchst unterschiedlich begründet sein kann, so dass der statistische Nachweis spezifischer Variablen hoch technische biologische Tests erfordern würde. Im Gegensatz zu anderen Suchtmitteln, wie Drogen oder Alkohol, ist Adrenalin nicht einfach zu isolieren und zu messen. Außerdem wurde keine der Abhängigkeitstheorien getestet, so dass die Grundvoraussetzungen zur Annahme der Theorie fehlen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Der Begriff Workaholism und seine Entstehung: Einführung in die gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit und die historische Entwicklung des Begriffs „Workaholism“.

II. WORKAHOLISM: ARBEITSSUCHT ALS BEISPIEL EINER PATHOLOGISCHEN BEDEUTUNG VON ARBEIT: Darstellung der begrifflichen Schwierigkeiten und der wissenschaftlichen Einordnung des Syndroms.

II.1 Begriffliche Annäherung und die Schwierigkeit beim Umgang mit dem Syndrom der Arbeitssucht: Analyse der Probleme bei der diagnostischen Eingrenzung aufgrund gesellschaftlich geprägter Arbeitsethik.

II.2 Wo beginnt Arbeitssucht? Die Schwierigkeit der Abgrenzung: Untersuchung der Differenzierung zwischen gesundem Arbeitsverhalten und psychischer Abhängigkeit.

II.3 Erklärungsansätze zur Entstehung von Arbeitssucht: Überblick über theoretische Ansätze zur Verursachung von Arbeitssucht.

II.3.1 Das medizinische Modell der Arbeitssucht: Diskussion des Erklärungsmodells über endogene biochemische Prozesse wie die Adrenalinausschüttung.

II.3.2 Das psychologische Abhängigkeitsmodell der Arbeitssucht: Erläuterung der psychologischen Abhängigkeit und lerntheoretischer Ansätze wie operanter Konditionierung.

II.3.3 Trait Theory: Betrachtung der Arbeitssucht als genetisch bedingtes, stabiles Persönlichkeitsmerkmal.

II.3.4 Kognitive Theorie: Zusammenfassung der Rolle von negativen Grundeinstellungen und Denkmustern bei der Entstehung von Arbeitssucht.

II.4 Diagnostik der Arbeitssucht: Erörterung der Herausforderungen bei der Erfassung und Kategorisierung des Phänomens.

II.4.1 Klassifikationssysteme als Hilfe zur Diagnostik nach Poppelreuter: Kritische Würdigung internationaler Standards wie ICD-10 und DSM-IV in Bezug auf Arbeitssucht.

II.4.2 Psychologische Messverfahren nach Mc Millan et al.: Vorstellung gängiger Verfahren wie WART, SNAP und WorkBAT.

II.5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Forschungslage und Betonung der Vielfalt des Phänomens.

III. SCHLUSS: Ansätze zur Prävention und Intervention: Diskussion notwendiger Schritte zur Aufklärung sowie therapeutischer Strategien zur Wiederherstellung einer gesunden Lebensbalance.

Schlüsselwörter

Arbeitssucht, Workaholism, psychische Abhängigkeit, Leistungsgesellschaft, Arbeitsethik, Diagnostik, Erklärungsmodelle, Adrenalin, operante Konditionierung, Trait Theory, Prävention, Intervention, Arbeitsbelastung, Poppelreuter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Untersuchung von Arbeitssucht, ihrer wissenschaftlichen Einordnung und der Frage, wie dieses Phänomen diagnostiziert und behandelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die begriffliche Abgrenzung von Arbeitssucht, theoretische Ursachenmodelle, diagnostische Messinstrumente sowie Konzepte für Prävention und therapeutische Intervention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Arbeitssucht kritisch aufzuarbeiten und die Notwendigkeit differenzierterer Diagnosekriterien und theoretischer Fundierungen hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien, insbesondere der Forschungsarbeit von Poppelreuter (1996) zur Typologisierung von Arbeitssüchtigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Annäherung, die Erläuterung verschiedener Abhängigkeitsmodelle (medizinisch, psychologisch, kognitiv, Trait Theory) und die kritische Analyse diagnostischer Verfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Arbeitssucht, Workaholism, psychische Abhängigkeit, Arbeitsethik, Diagnostik, Prävention und die individuelle Ausprägung des Suchtverhaltens.

Wie bewertet die Autorin die medizinischen Erklärungsmodelle?

Die Autorin weist darauf hin, dass medizinische Modelle, die auf Adrenalinausschüttung basieren, zwar theoretisch interessant sind, aber aufgrund fehlender empirischer Nachweisbarkeit und methodischer Messprobleme als unzureichend kritisiert werden.

Warum ist die Abgrenzung zur Normalität so schwierig?

Die Abgrenzung ist schwierig, weil Arbeit in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert besitzt und Arbeitssucht oft als "zugespitzte Normalität" innerhalb der Arbeitsethik erscheint, was eine klare klinische Trennung erschwert.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Workaholism: Arbeitssucht als ein Beispiel einer pathologischen Bedeutung von Arbeit
Universidad
LMU Munich  (Department für Psychologie)
Calificación
1,3
Autor
Anja Rössner (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
18
No. de catálogo
V28382
ISBN (Ebook)
9783638301794
Idioma
Alemán
Etiqueta
Workaholism Arbeitssucht Beispiel Bedeutung Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anja Rössner (Autor), 2004, Workaholism: Arbeitssucht als ein Beispiel einer pathologischen Bedeutung von Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28382
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint