Die Ansprüche und Erwartungen der Interessengruppen gegenüber Dienstleistungsunternehmen erweisen sich als zunehmend komplex und entwickeln sich aktuell mit hoher Dynamik. Neben typischen Dienstleistungsbranchen, wie beispielsweise das Informations- und Kommunikationswesen, Gesundheits- und Sozialwesen, Grundstücks- und Wohnungswesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, deckt die Hotellerie- und Gastronomie ein großes Spektrum ab. Die Gastronomie befasst sich mit der Verköstigung zahlreicher Gäste in Gaststätten und gehört zu dem Bereich der Gemeinschaftsverpflegung.
Das Gastgewerbe ist eine Branche, die sich sehr stark wandelt und regional großen Unterschieden unterliegt. Je nach Besucher ist der Gastronom anders eingerichtet und jedes Restaurant, jede Bar, jedes Café hat sein eigenes Flair, was einen großen Teil der Gäste ausmacht. Aus dieser Hinsicht lässt sich die Gastronomie als ein Wirtschaftszweig mit großem Entwicklungspotenzial beschreiben, der auf Grund der stetigen Veränderung der Märkte vor neuen Herausforderungen steht. Der immer stärker werdende Wettbewerbsdruck verlangt ein stimmiges Konzept und eine ausgefeilte Positionierung für eine positive Ausrichtung des einzelnen Unternehmens. Bei der optimalen Umsetzung der Unternehmenspositionierung spielen verschiedene Aspekte, wie bspw. die Lage, das Design, das Produkt-Angebot, der finanzielle Background, die Führung, die Mitarbeiter, das fachliche Know-How oder die Werbungs- und Marketingaktivitäten eine wesentliche Rolle.
Unternehmen haben erkannt, dass für den wirtschaftlichen Erfolg nicht nur die eigenen Stärken, sondern ebenso die Kommunikation der bestehenden und potentiellen Kunden zum richtigen Zeitpunkt mit Kontinuität ausschlaggebend ist. Große Herausforderungen sehen die meisten Gastronomen auch daran, die Probleme und Bedürfnisse der Gäste und die neuesten Trends frühzeitig zu erkennen, um daraus Innovationen ableiten zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zur Positionierungsstrategie
2.1. Definition
2.2. Aufgaben und Ziele
2.3. Anforderungen
3. Positionierungsmodelle
3.1. SWOT-Analyse
3.2. Ansoff´s Matrix
3.3. Porter‘s Wettbewerbsstrategie
4. Praktische Grundlagen zur Gastronomie
4.1. Definition
4.2. Erkenntnisse und Voraussetzungen
4.3. Vorstellung der Brasserie „Oskar Maria“
5. Umsetzung der strategischen Positionierung anhand eines Praxisbeispiels in der Gastronomie
5.1. Positionierung der Brasserie „Oskar Maria“
5.2. Mögliche Maßnahmen
5.3. Strategische Handlungsempfehlungen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung strategischer Positionierungsmodelle für kleine und mittelständische Unternehmen in der Gastronomie. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Differenzierung und Identifizierung von Kundenbedürfnissen ein langfristiger Wettbewerbsvorteil und ein starkes Markenimage in einem gesättigten Markt erreicht werden können.
- Grundlagen der strategischen Positionierung
- Anwendung gängiger Strategiemodelle (SWOT, Ansoff, Porter)
- Branchenspezifische Anforderungen in der Gastronomie
- Praxisbeispiel Brasserie „Oskar Maria“
- Strategische Handlungsempfehlungen für Gastronomen
Auszug aus dem Buch
3.1. SWOT-Analyse
Innerhalb der Marktpositionierung stellt die SWOT-Analyse ein Instrument zur strategischen Planung und zur Strategiefindung dar, und dient der Positionsanalyse für wettbewerbliche Aktivitäten.
Hinter dem Begriff SWOT-Analyse verbirgt sich eine Abkürzung für „Analysis of strengths, weakness, opportunities and threats“. Diese Untersuchungsform über Stärken und Schwächen, sowie über Chancen und Risiken ist einfach zu handhaben und lässt sich flexibel auf die Unternehmensstruktur anwenden.
Aus ihr lassen sich weiterführende Geschäftsprozesse entwickeln und eine Neuausrichtung von Unternehmensstrukturen veranlassen. Wichtig ist, dass man im Vorfeld der Analyse ein Ziel formuliert, nach dem man die Analyse ausrichtet. Neben der Zielformulierung, ist die Informationsbeschaffung für die beiden zugrunde liegenden Analysen unerlässlich. Die SWOT-Analyse kann allein oder als Gruppenarbeit durchgeführt werden, wobei die Vorteile gruppendynamischer Prozesse sich sinnvoller ergeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Komplexität der Anforderungen an Gastronomiebetriebe und unterstreicht die Notwendigkeit einer ausgefeilten Positionierung zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs.
2. Theoretische Grundlagen zur Positionierungsstrategie: Das Kapitel definiert den Begriff der strategischen Positionierung als aktives Instrument der Marktgestaltung und erläutert dessen zentrale Aufgaben, Ziele und Anforderungen.
3. Positionierungsmodelle: Hier werden bewährte strategische Instrumente wie die SWOT-Analyse, die Ansoff-Matrix und die Wettbewerbsstrategie nach Porter vorgestellt, um Unternehmen bei der Identifikation und Umsetzung ihrer Marktstrategie zu unterstützen.
4. Praktische Grundlagen zur Gastronomie: Dieses Kapitel definiert den Gastronomiebegriff und stellt mit der Brasserie „Oskar Maria“ ein Praxisbeispiel vor, welches die theoretischen Erkenntnisse in einem realen Umfeld veranschaulicht.
5. Umsetzung der strategischen Positionierung anhand eines Praxisbeispiels in der Gastronomie: Basierend auf dem Beispiel der Brasserie „Oskar Maria“ werden konkrete Maßnahmen zur Profilbildung und strategische Handlungsempfehlungen für den Erfolg in der Gastronomie abgeleitet.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine saubere Positionierung und die Arbeit an Alleinstellungsmerkmalen unerlässlich sind, um in gesättigten Märkten langfristig zu bestehen.
Schlüsselwörter
Strategische Positionierung, Gastronomie, Wettbewerbsvorteil, SWOT-Analyse, Ansoff-Matrix, Porter, Zielgruppen, Markenimage, Alleinstellungsmerkmale, USP, Nischenstrategie, Unternehmensführung, Servicequalität, Kundenbindung, Brasserie Oskar Maria
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Positionierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, wobei der Fokus gezielt auf die Gastronomiebranche gelegt wird.
Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Positionierung, die Anwendung strategischer Modelle wie SWOT und Porter sowie deren praktische Umsetzung anhand eines konkreten Unternehmensbeispiels.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Lesern zu vermitteln, wie Gastronomen durch fundierte Strategien ein individuelles Profil entwickeln, um sich von der Konkurrenz abzuheben und langfristig Kunden zu binden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Fundierung der Strategiebegriffe sowie eine Fallstudienanalyse anhand der Brasserie „Oskar Maria“ zur Illustration der praktischen Umsetzung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Strategiemodelle und deren Übertragung auf die Gastronomie, gefolgt von der Analyse und Bewertung der Maßnahmen der Brasserie „Oskar Maria“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind strategische Positionierung, Wettbewerbsvorteil, Alleinstellungsmerkmal (USP) und Gastronomiemanagement.
Warum ist das Beispiel „Oskar Maria“ für die Arbeit relevant?
Es dient als praxisnahes Fallbeispiel, um zu zeigen, wie Faktoren wie Standortwahl, Architektur und Servicequalität zusammenwirken, um ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.
Welche Rolle spielt die Anlaufphase bei einer Positionierung?
Die Arbeit betont, dass eine Positionierung Zeit benötigt und eine Anlaufphase von mindestens drei Jahren realistisch ist, bevor sich ein Konzept am Markt konsolidiert.
- Arbeit zitieren
- B.A. Anita Goehr (Autor:in), 2011, Strategische Positionierung anhand eines Unternehmens im Gastronomiebereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283885