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Gatekeeping im Online-Zeitalter

Kann die Gatekeepingfunktion im Internetzeitalter noch ausgeübt werden?

Title: Gatekeeping im Online-Zeitalter

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Petra Flaischlen (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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An den Begriff des Gatekeepers, der in der Kommunikationswissenschaft bereits seit den frühen 50ern ein Thema ist, ist auch immer die Frage nach einer Realitätsverzerrung durch die Medien gekoppelt: Werden dem Rezipienten Informationen, die außerhalb seiner Reichweite liegen, Vorkommnisse im Ausland beispielsweise, nur bruchstückhaft weitergeleitet oder gar vorenthalten? Diese Befürchtungen resultieren vermutlich aus einer Abhängigkeit der Rezipienten den Medien gegenüber und zwar in Bezug auf Informationen, die ihnen ohne die Massenmedien nicht -oder nur schwer- zugänglich wären. Den "klassischen" Massenmedien (Print, Radio, Fernsehen) wird also unterstellt, mittels einer Selektion und Interpretation durch Journalisten eine eigene, verzerrte „Medienrealität“ zu erschaffen. Im Folgenden soll ermittelt werden, inwieweit der Journalist heute, im Zeitalter eines neuen Hybrid-Mediums, des Internets, überhaupt noch in der Lage ist, diese Gatekeepingfunktion auszuüben und ob sich hinsichtlich des Rollenbildes des Journalisten in diesem Zusammenhang ein Wandel vollzogen hat.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien und Ansätze der Gatekeeperforschung

2.1 Die Ursprünge der Gatekeeperforschung/ der Individualistische Ansatz

2.2 Der Institutionelle Ansatz

2.3 Der Kybernetische Ansatz

2.4 Abschließende Beobachtung

3. ‚Klassische‘ Gatekeeper im Kontext des WWW

3.1 Die Studie NETSELECT

3.1.1 Selektionsdruck bei der Angebotsgestaltung im Netz

3.1.2 Nutzungshäufigkeiten und Glaubwürdigkeit

3.2 Politische Öffentlichkeit im Netz

3.3 Die Studie von Jane B. Singer – „Still guarding the gate?“

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Wandel der Gatekeeper-Rolle des Journalisten im Zeitalter des Internets. Im Fokus steht die Forschungsfrage, ob Journalisten angesichts der veränderten Informationslandschaft und des wegfallenden Selektionsmonopols im WWW ihre ursprüngliche Funktion als Filter noch ausüben können und wie sich ihr Rollenbild verändert hat.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Gatekeeperforschung.
  • Analyse der Selektionsprozesse und des Selektionsdrucks bei Online-Angeboten.
  • Bedeutung des Internets für die politische Öffentlichkeit und demokratische Prozesse.
  • Empirische Untersuchung des Rollenverständnisses von Journalisten durch Fallstudien.
  • Zukünftige Rolle des Journalismus als Garant für verlässliche Informationen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Studie NETSELECT

Im Sommer 1998 führte ein Forschungsteam des Instituts für Kommunikationswissenschaften an der LMU München eine Studie mit Namen ‚NETSELECT‘ zum Verhalten von Onlinekommunikatoren aus fünf verschiedenen Anbietergruppen durch.

Die Grundannahme der Studie war, „[...] dass sich die Selektions- und Produktionsprozesse für Webinhalte zwischen den einzelnen Anbietergruppen aufgrund der [...] spezifischen Kommunikationsabsichten und den jeweiligen Kommunikationsbedingungen unterscheiden.“ (Rössler 1999, S. 103) sowie, dass sich der Selektionsdruck bei der Gestaltung von Webangeboten verringere. (vgl. Rössler 1999, S. 98)

Die Personen, die bei der Studie schriftlich befragt wurden, stammten aus den Anbietergruppen der Privatpersonen, der Interessengruppen, der Parteien, der Unternehmer und der Medien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Gatekeeper-Problematik und Darstellung der Forschungsfrage zur Rolle des Journalisten im Internet-Zeitalter.

2. Theorien und Ansätze der Gatekeeperforschung: Überblick über klassische individualpsychologische, institutionelle und kybernetische Ansätze der Forschung.

2.1 Die Ursprünge der Gatekeeperforschung/ der Individualistische Ansatz: Erläuterung des Ansatzes von David Manning White und seiner Input-Output-Analyse.

2.2 Der Institutionelle Ansatz: Diskussion der Bedeutung von Organisationen, redaktionellen Linien und strukturellen Zwängen.

2.3 Der Kybernetische Ansatz: Betrachtung von Medienbetrieben als Teil eines dynamischen Systems in Wechselbeziehung zur Umwelt.

2.4 Abschließende Beobachtung: Zusammenführung der verschiedenen Modelle in das integrative Modell von Pamela Shoemaker.

3. ‚Klassische‘ Gatekeeper im Kontext des WWW: Erörterung, ob traditionelle journalistische Selektionsregeln auf das Internet anwendbar sind.

3.1 Die Studie NETSELECT: Darstellung der Ergebnisse zur Verringerung des Selektionsdrucks und zum veränderten Publikationsverhalten.

3.1.1 Selektionsdruck bei der Angebotsgestaltung im Netz: Analyse, wie sich Kommunikationsabsichten und technische Rahmenbedingungen auf die Auswahl von Inhalten auswirken.

3.1.2 Nutzungshäufigkeiten und Glaubwürdigkeit: Untersuchung, warum Rezipienten klassischen Medienanbietern auch im Netz mehr Vertrauen entgegenbringen.

3.2 Politische Öffentlichkeit im Netz: Reflexion über die demokratischen Potenziale und die Umgehung traditioneller Gatekeeper durch politische Akteure.

3.3 Die Studie von Jane B. Singer – „Still guarding the gate?“: Vorstellung von Fallstudien zur Untersuchung des veränderten Selbstbildes von Journalisten.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Rollenwandels und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung journalistischer Qualitätssicherung.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Gatekeeper, Journalismus, Internet, Selektionsprozess, Online-Kommunikation, Medienrealität, Rollenwandel, Nachrichtenwerttheorie, NETSELECT, Medienwissenschaft, Informationselektion, politische Öffentlichkeit, Digitale Medien, Glaubwürdigkeit, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie sich die traditionelle Gatekeeper-Funktion des Journalisten durch die Entwicklungen des Internets verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Es werden kommunikationswissenschaftliche Theorien, die Dynamik von Online-Medien, politische Öffentlichkeit und das Selbstverständnis von Journalisten untersucht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ermitteln, ob Journalisten heute noch als Gatekeeper fungieren können und ob sich ihr berufliches Rollenbild im digitalen Zeitalter gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender kommunikationswissenschaftlicher Theorien sowie auf die Auswertung empirischer Studien wie NETSELECT und die Untersuchungen von Jane B. Singer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Gatekeeperforschung, die spezifische Situation im World Wide Web und Fallstudien zum Rollenbild des Journalisten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Gatekeeping, Journalismus, Online-Kommunikation, Selektionsdruck und Informationsüberflutung.

Welche Rolle spielt die Studie NETSELECT für die Argumentation?

Sie dient als Beleg für die These, dass im Internet der Selektionsdruck abnimmt, da die Kosten der Veröffentlichung sinken und eine Vielzahl neuer Kommunikatoren auftritt.

Wie bewerten die untersuchten Journalisten ihre Rolle in der Online-Welt?

Laut der Studie von Jane B. Singer wird der Begriff des Gatekeepers heute weniger negativ gesehen; Journalisten werden stattdessen als notwendige Instanzen zur Einordnung und Sinnstiftung von Informationen betrachtet.

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Details

Title
Gatekeeping im Online-Zeitalter
Subtitle
Kann die Gatekeepingfunktion im Internetzeitalter noch ausgeübt werden?
College
LMU Munich  (IFKW)
Grade
1,7
Author
Petra Flaischlen (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V28394
ISBN (eBook)
9783638301879
ISBN (Book)
9783638748346
Language
German
Tags
Gatekeeping Online-Zeitalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Flaischlen (Author), 2003, Gatekeeping im Online-Zeitalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28394
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