Empirische Sozialforschung. Fragebogenkonstruktion


Essay, 2004

9 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

Was einen Fragebogen definiert

Die Konstruktion eines Fragebogens
- Überlegungen zur Grundgesamtheit und die Auswahl der Stichprobe
- Schritte zur Erstellung eines Fragebogens
- Design, Format und Layout eines Fragebogens
- Einen Fragebogen in Umlauf bringen
- Der Datensatz und die Grundauswertung
- Berichterstattung

Der Pretest

Interviewerschulung

Fazit

Quellennachweis
Primärliteratur

Was einen Fragebogen definiert

Der Fragebogen ist ein „Instrument der empirischen Sozialforschung und der Psychologie zur Durchführung standardisierter Befragungen zu Meinungen, Verhaltensweisen, Persönlichkeitsmerkmalen; (er) setzt sich zusammen aus Identifikationsfragen (Fragen zur Individualität der Erhebungseinheit), Informationsfragen (die eigentlichen Fragen zur Sache) und Kontrollfragen.“[1]

Die Konstruktion eines Fragebogens

Ist es entschieden, eine Fragebogenaktion durchzuführen, folgen eine Reihe von Überlegungen: „Welche Personen sollen einen Fragebogen erhalten und ausfüllen? Welche Fragen kommen in den Fragebogen? Was passiert mit den ausgefüllten Fragebogen? […]“[2]

Diese Hauptfragen sollten in der Vorarbeit geklärt sein, um einen reibungslosen Forschungsablauf zu garantieren.

Überlegungen zur Grundgesamtheit und die Auswahl der Stichprobe

Über wen will man eine Aussage treffen? Wer soll den Fragebogen ausfüllen? – Das sind die Fragen, die als erstes geklärt werden müssen. Zunächst muss man sich Gedanken machen, was untersucht werden soll. Eine ausformulierte konkrete Fragestellung ist bei der schriftlichen Befragung sehr wichtig. Man möchte auf der Basis der Fragebogen – Erhebung zuverlässige Aussagen treffen können. Hat man seine Grundgesamtheit ausgewählt, so muss man sich an die Arbeit setzten und eine Stichprobe aussuchen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Stichprobe ein möglichst getreues Abbild der Gesamtpopulation ist. Häufig erreicht man dies durch die zufällige Stichprobenauswahl, da jedes Element (Forschungsobjekt, welches in die Grundgesamtheit gehört) dieselbe Chance hat, in die Stichprobe aufgenommen zu werden.

Schritte zur Erstellung eines Fragebogens

Konstruktionskriterien

Man nimmt oft an, dass Fragenstellen eine einfache Sache ist, da sie im täglichen Leben nicht von der Seite der Menschen weicht. Allerdings ist sie in Verbindung mit einem Fragebogen nicht mehr ganz einfach. Bei der Ausarbeitung eines Fragebogens, wird jeder Wissenschaftler von drei wichtigen Fragen begleitet:

„[…] Welche Art von Informationen werden gesucht?

Welche formale Struktur sollen Fragen und Antwortvorgaben haben?

Welche inhaltliche Struktur müssen Fragen und Antwortvorgaben haben?“[3]

Bevor man sich an die Arbeit macht, um Fragen zu stellen, sollte man sich Schwerpunkte setzten, die man beantwortet haben möchte. Für den Interviewten ist es sicher einfacher, wenn er zu Beginn des Fragebogens Fragen zum ‚Aufwärmen’ erhält. Es sollten solche sein, die schnell und leicht zu beantworten sind, um die Hemmschwelle der befragten Person zu mindern. Diesen so genannten Einleitungsfragen kommt eine große Bedeutung zu. Durch sie entscheiden sich das Interesse und das Engagement des Befragten. Nutzt man Einleitungsfragen, die sich erwartungsgemäß nur auf einen Teil der befragten Personengruppe bezieht und einige müssen schon am Anfang eine ‚trifft – nicht – zu’ Antwort geben, könnte es leicht den Eindruck erwecken, dass der gesamte Fragebogen die betreffenden Personen nichts angeht.

Außerdem muss der Wissenschaftler auf weitere Aspekte achten: er sollte zu einem Themenbereich immer mehrere Fragen stellen; Fragen, die denselben Aspekt des Themas behandeln (Fragenkomplex) nacheinander abfragen und neue Fragenkomplexe mit Überleitungsfragen einleiten.[4]

Treten Fragen auf, die nicht für jede Person relevant sein könnte, setzt man Filterfragen ein. Diese leiten die betreffende Person an eine nächste Stelle. Mit Hilfe dieser Fragenkonstruktion kann man das Vorhanden- beziehungsweise Nichtvorhandensein eines bestimmten Merkmals untersuchen.

Ein weiteres wichtiges Merkmal für die Fragebogenkonstruktion ist der Umgang mit sensiblen und schwierigen Fragen. Diese sollten immer erst am Ende des Fragebogens auftreten, um einen vorzeitigen Abbruch der befragten Person auszuschließen.

[...]


[1] F.A. Brockhaus GmbH u.a. (1997): „Der Brockhaus. In fünfzehn Bänden.“ Leipzig – Mannheim, Band 4 – Eis bis Fra

[2] S. Kirchhoff, S. Kuhnt, P. Lipp, S. Schlawin (2003): „Der Fragebogen. Datenbasis, Konstruktion und Auswertung.“ Eine Arbeitsgemeinschaft der Verlage […], Leske und Budrich, S. 13

[3] Schnell, Hill, Esser (1999): „Methoden der empirischen Sozialforschung.“ München, Wien, R. Oldenbourg Verlag, 6. Auflage, S. 303

[4] vgl. Schnell, Hill, Esser (1999): „Methoden der empirischen Sozialforschung.“ München, Wien, R. Oldenbourg Verlag, 6. Auflage, S. 321

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Empirische Sozialforschung. Fragebogenkonstruktion
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V28398
ISBN (eBook)
9783638301916
ISBN (Buch)
9783638956864
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fragebogenkonstruktion, Methoden, Techniken, Sozialforschung
Arbeit zitieren
Saskia Pohl (Autor), 2004, Empirische Sozialforschung. Fragebogenkonstruktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28398

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