Der Unterrichtsentwurf enthält Ideen zu einer Unterrichtsstunde für den Leistungskurs Geschichte, die sich mit dem Thema "Die Revolte der Frauen in der 68er-Bewegung" beschäftigt.
Der Unterrichtsentwurf beschreibt konkret eine mögliche Unterrichtsstunde und außerdem lassen sich im Entwurf angestrebte Arbeitsergebnisse, ein tabellarischer Unterrichtsverlauf, Bemerkungen zu einer fiktiven Lerngruppe sowie didaktische und methodische Reflexionen finden.
Inhaltsverzeichnis
1. Arbeitsergebnisse
2. Tabellarischer Unterrichtsverlauf
3. Bemerkungen zur Lerngruppe
4. Didaktische Reflexion
5. Methodische Reflexion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit entwirft eine Unterrichtsstunde für den Geschichts-Leistungskurs der 12. Klasse, die sich kritisch mit der Rolle und der Revolte der Frauen innerhalb der 68er-Bewegung auseinandersetzt und die Frage nach der Bedeutung der Gleichstellung für eine lebendige Demokratie thematisiert.
- Die 68er-Bewegung und ihre interne Heterogenität
- Die Rolle der Frau und der Aktionsrat zur Befreiung der Frau
- Konfliktlinien zwischen Frauenbewegung und SDS
- Aktualität der Gleichstellungsdebatte und Demokratieverständnis
- Didaktische Konzepte zur Quellenarbeit im Geschichtsunterricht
Auszug aus dem Buch
Das Thema in der Fachwissenschaft
Im Folgenden soll dargelegt werden, wie das Thema vonseiten der Fachwissenschaft dargestellt und bewertet wird. Aufgrund von zementierten gesellschaftlichen Rollenbildern und entsprechenden gesetzlichen Regelungen waren Frauen in den 60er Jahren hinsichtlich beruflicher und politischer Entfaltungsmöglichkeiten gegenüber Männern klar benachteiligt. Diese Benachteiligung kam für Frauen besonders deutlich zum Tragen, sobald sie Kinder zur Welt brachten. Die bestehenden Rollenvorstellungen ließen nicht zu, dass Männer die Aufgabe der Kindererziehung übernahmen, darüber hinaus war es um Betreuungsmöglichkeiten für „arbeitswillige“ Mütter äußerst schlecht bestellt. Um sich Abhilfe zu verschaffen, schlossen sich Anfang des Jahres 1968 in Berlin Frauen zu einem Aktionsrat zusammen und gründeten die ersten Kinderläden. Diese Einrichtungen dienten dem Zweck, die Mütter zu entlasten, damit diese die frei gewordenen zeitlichen Kapazitäten für politische Arbeit nutzen konnten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Arbeitsergebnisse: Hier werden die zentralen Thesen der Unterrichtsstunde bezüglich der Benachteiligung von Frauen in den 60er Jahren und der Aufspaltung innerhalb der 68er-Bewegung kompakt zusammengefasst.
2. Tabellarischer Unterrichtsverlauf: Dieser Abschnitt bietet einen detaillierten, phasenorientierten Plan der Unterrichtsstunde inklusive Lernzielen, methodischen Hinweisen und zeitlicher Strukturierung.
3. Bemerkungen zur Lerngruppe: Das Kapitel analysiert die Zusammensetzung, das Lernklima und die individuellen Voraussetzungen des Geschichtsleistungskurses, um den Unterricht optimal anzupassen.
4. Didaktische Reflexion: Hier wird die Unterrichtsstunde theoretisch in den Lehrplan und die fachwissenschaftliche Debatte um die 68er-Bewegung sowie die Rolle der Frau eingebettet.
5. Methodische Reflexion: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der Sozialformen, die Lernwege und die methodischen Entscheidungen zur Aktivierung der Schülerinnen und Schüler.
Schlüsselwörter
68er-Bewegung, Frauenbewegung, Aktionsrat zur Befreiung der Frau, SDS, Gleichstellung, Demokratisierung, Geschichtsdidaktik, Emanzipation, Kinderläden, Helke Sander, Christian Semler, Rollenbilder, Unterrichtsentwurf, politische Partizipation, Geschichtsunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtsstunde für den Geschichtsunterricht, die das Thema der Frauenrevolte innerhalb der 68er-Bewegung behandelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Rolle der Frau in der Studentenbewegung, das Verhältnis zum SDS, der Konflikt um private versus politische Themen sowie die Bedeutung der Gleichstellung für die Demokratie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Schülern durch eine gezielte Auseinandersetzung mit historischen Quellen ein differenziertes Bild der 68er-Bewegung zu vermitteln und die Aktualität der Gleichstellungsfrage aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch-methodische Analyse vorgenommen, die historische Quellenauswertung mit unterrichtspraktischen Überlegungen verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Darstellung der Frauenrevolte, die Planung und methodische Gestaltung des Unterrichts sowie die Analyse der Lerngruppe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind 68er-Bewegung, Frauenbewegung, Emanzipation, Gleichstellung und Demokratieverständnis.
Welche Rolle spielt der SDS in der Argumentation der Frauen?
Der SDS dient als Beispiel für eine männlich dominierte Organisation, die die Anliegen der Frauen als „privat“ abtat und damit den Widerstand sowie die eigenständige Organisation der Frauen erst provozierte.
Warum wird das Buchcover von Kristina Schröder am Ende der Stunde thematisiert?
Das Cover dient als Impuls, um die historische Debatte mit der heutigen Diskussion über Rollenbilder und Gleichstellung zu verknüpfen und die Aktualität des Themas zu unterstreichen.
- Quote paper
- B.Ed. Christoph Hendrichs (Author), 2014, Die Revolte der Frauen in der 68er-Bewegung. Entwurf einer Unterrichtsstunde für den Leistungskurs Geschichte Klasse 12, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284182