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Der unsichere Mann. Die Rolle des Mannes in der gegenwärtigen Gesellschaft zwischen soziologischen Deutungsansätzen und biblischem Männerbild

Title: Der unsichere Mann. Die Rolle des Mannes in der gegenwärtigen Gesellschaft zwischen soziologischen Deutungsansätzen und biblischem Männerbild

Bachelor Thesis , 2012 , 54 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Andreas Rehberg (Author)

Ethics
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Summary Excerpt Details

Die Printmedien versorgen ihre Leser regelmäßig mit den neuesten Ergebnissen aus der Männerforschung. So erschienen in diesem Frühjahr eine Reihe von Artikeln mit Titeln wie: „Die Schmerzensmänner“ oder „Welcher Mann darf’s sein?“ , die über die verweichlichte Männerwelt berichten. Sie zeigen auf teils humoristische Art und Weise die Problematik der Männer auf, die sich, wider den Erwartungen mancher Frauen, nicht entsprechend der traditionellen Rollenverteilung verhalten. So beschreibt auch Jenny Friedrich-Freksa in ihrem Artikel „Geschlechterrollen im Wandel - Küssen kann man nicht alleine“ , anhand Nina Pauers „Die Schmerzensmänner“, den hyperreflektierten jungen Mann, der den Anforderungen, „Fordernder müssten die Männer wieder sein, zielstrebiger, wie früher halt. Männlich.“, nicht gerecht wird, sondern in seinem Strickpulli und Hornbrille da sitzt und abwartet, anstatt der Dame, die ihm in der Bar gegenüber sitzt, einen Kuss zu geben. Friedrich-Freksa befürchtet eine wachsende Population „unmännlicher Männer“, die zwar über Gefühle reden kann, sich aber soweit an die Frauen angleicht, dass der Reiz am Gegenüber verloren geht. Denn „Anziehungskraft kommt erst durch Unterschied“ behauptet die Autorin und beschreibt die Veränderung vieler Männer zu einer Rolle hin, mit der nichts anzufangen sei. „Sie sehnt sich nach einem Kerl, der weiß was zu tun ist“ und ist sich dabei wohl bewusst, dass dies ein rückwärtsgewandter Gedanke ist. Wahrscheinlich würde sie ihm am liebsten zu rufen: „Sei ein Mann!“ Aber was würde das für ihr Gegenüber bedeuten? Woher weiß er, in welchem Verhältnis er zur Frau steht und welche Verhaltensnormen er seinem Handeln zugrunde legen soll? Wer schafft diese Erwartungshaltung? Was sind Aufgaben der Männer? Wer bestimmt, was Männer zu tun haben? Sind es Lebensberater, Psychologen, Sozialwissenschaftler, Frauen, Tradition, Religion oder die Natur selbst? Je nachdem, wie man diese Fragen beantwortet, erhält man distinkte Verhaltensschemata. Lässt man Fragen offen, resultiert daraus Unsicherheit in Verhaltensmustern gegenüber seinen Mitmenschen und im Bezug auf das eigene Sein, die eigene Identität. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINFÜHRENDE GEDANKEN

A. Problembeschreibung

B. Problemspezifizierung

C. Der Zusammenhang von Identität und Rolle

D. Vorgehen und Aufbau

II. HAUPTTEIL

A. Historische Hinführung

B. Fazit

C. Sinus Sociovision Studie: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts

1. Der starke Haupternährer

2. Der Lifestyle-Macho

3. Der moderne „neue“ Mann

4. Der postmodern-flexible Mann

5. Der „durchschnittliche Mann“

6. Lebenswunsch und Wirklichkeit

D. Männer in Bewegung

1. Arbeitsteilung im Alltagsleben

2. Eigenschaften

3. Familie

4. Beruf

5. Religion

6. Fazit

E. Theoretische Sozialwissenschaftliche Ansätze

1. Pierre Bourdieu

2. Raewyn Connell

3. Sozialkonstruktivivmus

4. Gender Studies

5. Essentialismus/Biologismus:

III. BIBLISCHER BEFUND

A. Hermeneutische Vorüberlegungen

B. Identität

C. Rolle

D. Altes Testament: Der Mann als Ebenbild Gottes

1. Die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Genesis 1-3

2. Die Verschiedenartigkeit der Geschlechter in Genesis 1-3

E. Neues Testament: Der Mann als Grund der Existenz der Frau

1. Die Verschiedenartigkeit der Geschlechter im Neuen Testament

2. Epheser und Kolosser

3. Galater

4. Die Beziehung von Mann und Frau in der Gesellschaft

F. Fazit

IV. SYNTHESE

A. Soziologische Ansätze und die Bibel:

B. Mann und Rolle

C. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die aktuelle Krise des männlichen Rollenverständnisses, indem sie soziologische Erklärungsmodelle und Männerbilder einem biblischen Verständnis vom Mannsein gegenüberstellt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Entwicklungen die Identität des Mannes beeinflussen und inwieweit das biblische Zeugnis hierfür eine normative Orientierung bieten kann.

  • Analyse der soziologischen Faktoren für die aktuelle männliche Identitätskrise.
  • Darstellung moderner Männertypen anhand der Sinus-Studien.
  • Kritische Würdigung sozialwissenschaftlicher Ansätze wie Habitus und hegemoniale Männlichkeit.
  • Biblische Exegese des Verhältnisses von Mann und Frau (insb. Schöpfungsbericht und Haustafeln).
  • Synthese von soziologischer Männerforschung und christlichem Menschenbild.

Auszug aus dem Buch

I. EINFÜHRENDE GEDANKEN

Die Printmedien versorgen ihre Leser regelmäßig mit den neuesten Ergebnissen aus der Männerforschung. So erschienen in diesem Frühjahr eine Reihe von Artikeln mit Titeln wie: „Die Schmerzensmänner“ oder „Welcher Mann darf’s sein?“, die über die verweichlichte Männerwelt berichten. Sie zeigen auf teils humoristische Art und Weise die Problematik der Männer auf, die sich, wider den Erwartungen mancher Frauen, nicht entsprechend der traditionellen Rollenverteilung verhalten. So beschreibt auch Jenny Friedrich-Freksa in ihrem Artikel „Geschlechterrollen im Wandel - Küssen kann man nicht alleine“, anhand Nina Pauers „Die Schmerzensmänner“, den hyperreflektierten jungen Mann, der den Anforderungen, „Fordernder müssten die Männer wieder sein, zielstrebiger, wie früher halt. Männlich.“, nicht gerecht wird, sondern in seinem Strickpulli und Hornbrille da sitzt und abwartet, anstatt der Dame, die ihm in der Bar gegenüber sitzt, einen Kuss zu geben.

Friedrich-Freksa befürchtet eine wachsende Population „unmännlicher Männer“, die zwar über Gefühle reden kann, sich aber soweit an die Frauen angleicht, dass der Reiz am Gegenüber verloren geht. Denn „Anziehungskraft kommt erst durch Unterschied“ behauptet die Autorin und beschreibt die Veränderung vieler Männer zu einer Rolle hin, mit der nichts anzufangen sei. „Sie sehnt sich nach einem Kerl, der weiß was zu tun ist“ und ist sich dabei wohl bewusst, dass dies ein rückwärtsgewandter Gedanke ist. Wahrscheinlich würde sie ihm am liebsten zu rufen: „Sei ein Mann!“ Aber was würde das für ihr Gegenüber bedeuten? Woher weiß er, in welchem Verhältnis er zur Frau steht und welche Verhaltensnormen er seinem Handeln zugrunde legen soll? Wer schafft diese Erwartungshaltung? Was sind Aufgaben der Männer? Wer bestimmt, was Männer zu tun haben? Sind es Lebensberater, Psychologen, Sozialwissenschaftler, Frauen, Tradition, Religion oder die Natur selbst? Je nachdem, wie man diese Fragen beantwortet, erhält man distinkte Verhaltensschemata. Lässt man Fragen offen, resultiert daraus Unsicherheit in Verhaltensmustern gegenüber seinen Mitmenschen und im Bezug auf das eigene Sein, die eigene Identität.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINFÜHRENDE GEDANKEN: Einleitende Problemstellung zur Unsicherheit des heutigen Mannes sowie theoretische Klärung der Begriffe Identität und Rolle.

II. HAUPTTEIL: Umfassende Analyse der Männerrolle durch historische Betrachtungen, soziologische Studien und theoretische Ansätze wie den männlichen Habitus.

III. BIBLISCHER BEFUND: Untersuchung des biblischen Männerbildes auf Basis hermeneutischer Vorüberlegungen mit Fokus auf Schöpfung und neutestamentliche Aussagen.

IV. SYNTHESE: Abgleich der gesellschaftlichen Anforderungen an den Mann mit dem biblischen Anspruch und Bewertung der Kompatibilität.

Schlüsselwörter

Männerforschung, Männlichkeit, Identität, Geschlechterrolle, Sozialkonstruktivismus, Biblisches Männerbild, Hegemoniale Männlichkeit, Essentialismus, Schöpfungsordnung, Soziale Identität, Rollenverteilung, Habitus, Gender Studies, Christliche Ethik, Gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Identitätskrise des modernen Mannes, die durch den Wandel von Rollenbildern und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die empirische Männerforschung, soziologische Theorien zur Geschlechterkonstruktion sowie eine fundierte biblisch-theologische Analyse von Mann und Frau.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie moderne soziologische Ansätze zum Mannsein mit einem biblisch begründeten Männerbild vereinbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine deskriptive Auswertung soziologischer Studien mit einer hermeneutisch-exegetischen Analyse biblischer Texte, um daraus eine Synthese zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Hinführung, die Präsentation von Sinus-Studien über verschiedene Männertypen, die Darstellung soziologischer Theorien (z. B. Pierre Bourdieu, Raewyn Connell) und eine Exegese relevanter Bibelstellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Männlichkeit, Identität, Rollenerwartung, Schöpfungsordnung, hegemoniale Männlichkeit und der „neue“ Mann.

Inwiefern beeinflussen soziale Milieus die Männerrolle laut Sinus-Studie?

Die Sinus-Studie zeigt, dass sich Männlichkeit in verschiedenen sozialen Milieus unterschiedlich konstituiert, wobei Typen wie der Haupternährer, der Lifestyle-Macho oder der moderne „neue“ Mann jeweils eigene Werte und Lebensentwürfe verfolgen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen der „Form“ und dem „Inhalt“ bei biblischen Aussagen?

Der Autor wendet einen hermeneutischen Ansatz an, bei dem zeitgebundene kulturelle Formen von zeitlosen, schöpfungstheologischen Inhalten unterschieden werden, um die Gültigkeit biblischer Prinzipien heute zu bewahren.

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Details

Title
Der unsichere Mann. Die Rolle des Mannes in der gegenwärtigen Gesellschaft zwischen soziologischen Deutungsansätzen und biblischem Männerbild
Course
Ethik
Grade
3,0
Author
Andreas Rehberg (Author)
Publication Year
2012
Pages
54
Catalog Number
V284236
ISBN (eBook)
9783656839743
ISBN (Book)
9783656839750
Language
German
Tags
Theologie Soziologie Mann Krise Rolle Identität Interdisziplinär Männer Unsicher
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Rehberg (Author), 2012, Der unsichere Mann. Die Rolle des Mannes in der gegenwärtigen Gesellschaft zwischen soziologischen Deutungsansätzen und biblischem Männerbild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284236
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