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Die Formen des Ichs nach Sigmund Freud. Der Konflikt zwischen den Instanzen bei einer Zwangsneurose

Titel: Die Formen des Ichs nach Sigmund Freud. Der Konflikt zwischen den Instanzen bei einer Zwangsneurose

Akademische Arbeit , 2004 , 26 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Ortrud Neuhof (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Formen des Ichs, wie sie während einer Zwangsneurose bestehen können. Sie bezieht sich dabei vorwiegend auf die Ausführungen Sigmund Freuds. Besprochen werden im Zuge dessen das archaische Es und die Ambivalenz, das hypermoralische, sadistische Über-Ich sowie das sogenannte überforderte Ich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das archaische Es und die Ambivalenz

1.1. Der phylogenetische - mythische Strang:

1.2. Der evolutionistische- genetische Strang:

2. Das hypermoralische, sadistische Über-Ich

2.1. Die extreme Härte und Strenge des Über-Ichs bei der Zwangsneurose

3. Das überforderte Ich

3.1. Die Handlungsstörung als Eigenart der zwangsneurotischen Ich-Struktur

3.1.1. Die Autonomie-Beweisnot

3.1.2. Der Autonomie-Abhängigkeitskonflikt

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der psychoanalytischen Betrachtung der Zwangsneurose, insbesondere dem inneren Konflikt zwischen den verschiedenen psychischen Instanzen. Ziel ist es, die spezifische Ich-Struktur sowie die Dynamik von Triebkonflikten und deren Auswirkungen auf das Handeln des Subjekts nach Freud zu erläutern.

  • Die Rolle des archaischen Es und die daraus resultierende Ambivalenz.
  • Die Entwicklung und Funktion des hypermoralischen, sadistischen Über-Ichs.
  • Die Belastungen und strukturellen Schwächen des Ichs bei Zwangsneurotikern.
  • Die Analyse von Handlungsstörungen und Autonomiekonflikten im Kindesalter.
  • Der Zusammenhang zwischen Libidoregression und Symptombildung.

Auszug aus dem Buch

1. Das archaische Es und die Ambivalenz

Das archaische Es des Zwangsneurotikers entspricht der anal-sadistischen Entwicklungsstufe, zeichnet sich aus durch undifferenzierte und unstrukturierte Triebansprüche und als Folge davon durch eine ausgeprägte Ambivalenz zwischen <Liebe und Hass>.

<Ambivalenz> ist ein Begriff von Bleuler. Laplanche/Pontalis zufolge setzte er ihn primär im affektiven Sinne ein. So wird er auch von Freud übernommen. Eine normalerweise bestehende Komplexität der Gefühle oder die Fluktuation von Verhaltensweisen zeigt sich in der Ambivalenz in „der Aufrechthaltung eines Gegensatzes vom Typ ja – nein, wo Bejahung und Verneinung simultan und unauflöslich sind.“ Betont wird die Konflikthaftigkeit gegensätzlicher Strebungen. Die positive und negative Komponente eines affektiven Verhaltens ist für das Subjekt gleichzeitig und unauflöslich, sodass Konflikte als „in einem nicht-dialektischen Gegensatz gegenwärtig und unüberwindlich“ erlebt werden. Diese Aufrechterhaltung des beschriebenen Gegensatzes lässt sich im psychischen Bereich häufig wiederfinden, zeigt sich deutlich in der Eifersucht und ist ebenso in der Trauerreaktion feststellbar. Dieser Gefühlsgegensatz ist beim Zwangsneurotiker extrem ausgebildet, gilt als eines der primären Kennzeichnungen dieses Neurosetypus und als Zeichen eines ausgeprägten Ambivalenzkonflikts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das archaische Es und die Ambivalenz: Dieses Kapitel erläutert die anal-sadistische Stufe des Es und die daraus resultierende tiefgreifende Ambivalenz zwischen Liebe und Hass beim Zwangsneurotiker.

2. Das hypermoralische, sadistische Über-Ich: Hier wird die Entstehung eines strengen und grausamen Über-Ichs analysiert, das als Folge von Triebentmischung und Identifizierungsprozessen das Ich unter Druck setzt.

3. Das überforderte Ich: Das Kapitel untersucht die Schwäche des Ichs in der Zwangsneurose, das zwischen den Forderungen des Es und der Strenge des Über-Ichs in Kompromissbildungen und Handlungsstörungen gefangen ist.

Schlüsselwörter

Zwangsneurose, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Ich, Es, Über-Ich, Ambivalenz, Triebentmischung, Autonomie, Handlungsstörung, Libidoregression, Sadismus, Todeswunsch, Charakterneurose, Abwehrmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die psychodynamischen Hintergründe der Zwangsneurose, insbesondere die instanzielle Struktur nach Sigmund Freud und deren Konfliktpotenzial.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Ambivalenzproblematik, die Rolle des sadistischen Über-Ichs sowie die strukturelle Überforderung des Ichs bei Zwangserkrankten.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die tiefenpsychologischen Prozesse aufzuzeigen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer zwangsneurotischen Struktur führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine psychoanalytische Literaturanalyse angewandt, die primär auf den Theorien von Sigmund Freud sowie ergänzenden Konzepten von Autoren wie Fenichel, Quint und Abraham basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des archaischen Es, die Funktion des Über-Ichs und die spezifischen Handlungsstörungen, die aus einer gestörten Ich-Entwicklung resultieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Zwangsneurose, Ambivalenz, Instanzenmodell, Autonomiebeweisnot und Triebentmischung.

Warum ist das Über-Ich bei Zwangsneurotikern so grausam?

Das Über-Ich wird aufgrund von Triebentmischung und der Regression auf die anal-sadistische Stufe als besonders rigide und strafend wahrgenommen, was das Ich in ständige Selbstqual versetzt.

Was bedeutet der Begriff „Autonomie-Beweisnot“?

Dieser Begriff beschreibt den Konflikt des Zwangsneurotikers, der sich einerseits durch Rebellion gegen Abhängigkeit abgrenzen muss, aber aufgrund innerer Hemmungen keine gesunde, autonome Handlungskompetenz entwickeln kann.

Wie erklärt die Arbeit den Unterschied zur Depression?

In Anlehnung an Abraham wird unterschieden, dass konservative Tendenzen des Behaltens zur Zwangsneurose führen, während destruktive Tendenzen des Vernichtens eher eine Depression begünstigen.

Welchen Stellenwert hat die Erziehung in diesem Kontext?

Die Arbeit betont, dass eine uneinfühlsame Erziehung, die frühkindliche Autonomiebestrebungen unterdrückt, die spätere Anfälligkeit für zwangsneurotische Konflikte maßgeblich mitprägt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Formen des Ichs nach Sigmund Freud. Der Konflikt zwischen den Instanzen bei einer Zwangsneurose
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
sehr gut
Autor
Ortrud Neuhof (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
26
Katalognummer
V284256
ISBN (eBook)
9783656837664
ISBN (Buch)
9783656864462
Sprache
Deutsch
Schlagworte
formen ichs sigmund freud konflikt instanzen zwangsneurose
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ortrud Neuhof (Autor:in), 2004, Die Formen des Ichs nach Sigmund Freud. Der Konflikt zwischen den Instanzen bei einer Zwangsneurose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284256
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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