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Mediendidaktik im Fach Geschichte mit einer genaueren Betrachtung des Mediums Karte

Title: Mediendidaktik im Fach Geschichte mit einer genaueren Betrachtung des Mediums Karte

Master's Thesis , 2014 , 73 Pages , Grade: 1.8

Autor:in: Boris Mustermann (Author)

Didactics - History
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In den letzten Jahren haben Medien für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine immer größer werdende Alltagsrelevanz bekommen. Dementsprechend hat auch die Bedeutung der Medienpädagogik in unserer Gesellschaft stark zugenommen. Dieser Bedeutungszuwachs zeigt sich nicht nur an der immer wiederkehrenden Debatte der Mediengewalt durch Fernsehen und Videospiele oder an der Diskussion, welche pädagogischen Maßnahmen man ergreifen muss, um bei Kindern und Jugendlichen ein Medienbewusstsein zu erreichen. Das wird auch sehr deutlichen an dem Aspekt der unzureichenden Umsetzung des medienpädagogischen Handelns innerhalb der Schulen bzw. des Schulunterrichtes. Vor allem das Lehren und Lernen mit Computern, dem Internet und digitalen mobilen Medien im Schulalltag hat Nachholbedarf, damit diese didaktisch effektiv und sinnvoll im Schulunterricht eingesetzt werden können. Diese Masterarbeit besteht aus drei Teilen. Zu Beginn soll geklärt werden was man überhaupt unter Medienpädagogik versteht. Was sind eigentlich Medien? Welche Klassifikationen von Medien gibt es? Welche Rolle bzw. Stellungswert nimmt dabei die Mediendidaktik ein? Damit dies beantwortet werden kann, müssen sowohl die Begrifflichkeiten als auch der Bezug zum Schulalltag und den angestrebten Lehr -und Lernprozessen bzw. –zielen geklärt werden. Im zweiten Teil der Arbeit kommt es dann zu einer genaueren Betrachtung der Medienpädagogik im Geschichtsunterricht. Hierzu werden zunächst die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Medien im Fachunterricht untersucht und im Anschluss erfolgt, anhand von ausgewählten Beispielen, eine spezielle Gliederung der Medien für das Fach Geschichte. Dabei wird verstärkt auf deren Nutzen eingegangen und die Problematik der Unterscheidung von Medium und Quelle. Im dritten und letzten Teil wird dann das Medium Karte genauer betrachtet. Hierbei müssen verschiedene Fragen geklärt werden. Welche Funktionen können Karten im Unterricht übernehmen? Inwiefern können Karten den Betrachter durch gezielt ausgewählte gestalterische Mittel beeinflussen und manipulieren? Schaffen es Geschichtskarten überhaupt, historische Ereignisse objektiv darzustellen und wiederzugeben? Wie muss Kartenarbeit in den Unterricht eingebunden werden, damit diese auch die erhoffte Wirkung und Nutzen haben? All diese Fragen sind für die genauere Betrachtung des Mediums Karte im letzten Teil der Arbeit zu klären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Differenzierung von Medien, Medienpädagogik und Mediendidaktik

2.1 Medien

2.1.1 Begriffsbestimmung von Medien

2.1.2 Gesellschaftliche und schulische Mediatisierung

2.1.3 Allgemeine Klassifikation von Medien und deren schulische Verwendung

2.1.4 Medieneinsatz und -auswahl für Lehr- und Lernprozesse im Schulalltag

2.2 Medienpädagogik

2.2.1 Begriffsbestimmung von Medienpädagogik

2.2.2 Prinzipien der Medienpädagogik entsprechend der Entwicklungsstufen des Kindes nach Piaget

2.3 Mediendidaktik

2.3.1 Kurze Vorüberlegungen zur Mediendidaktik

2.3.2 Begriffsbestimmung von Mediendidaktik

2.3.3 Integration der Mediendidaktik als ein Bestandteil der Medienpädagogik

2.3.4 Beziehungsverhältnis von Mediendidaktik und Allgemeiner Didaktik

2.3.5 Mediendidaktik in der Schule und im Schulunterricht

3. Medienpädagogik im Geschichtsunterricht

3.1 Medieneinsatz im Geschichtsunterricht und Quellenproblematik

3.2 Spezielle Klassifikation von Medien und deren kritische Betrachtung zur Verwendung für den Geschichtsunterricht

3.2.1 Das klassische Schulbuch – schriftliche Medien

3.2.2 Die Tafel und die Zeitleiste - graphische Medien

3.2.3 Die bildliche Darstellungsform und der Film – visuelle Medien

3.2.4 Die Musik und Oral History - akustische Medien

3.2.5 Verschiedene Sachquellen und der Computer - gegenständliche Medien

4. Karten(-einsatz) im Geschichtsunterricht

4.1 Grundlegendes zu(m) Karten(-einsatz) im Geschichtsunterricht

4.2 Aktuelle Ausgangslage der Geschichtswissenschaften zur Kartenforschung

4.3 Klassifikationen von Karten in der Geschichtswissenschaft

4.4 Die Bedeutung von Karten im Geschichtsunterricht des 20./21. Jahrhunderts

4.5 Kriterien und Anforderungen an Karten im Geschichtsunterricht

4.6 Voraussetzungen und Methoden für das Kartenverständnis

5. Aufbau der Kartenkompetenz und Kartenkritik

5.1 Kartenbausteine und deren Bedeutung für das Kartenverständnis

5.2 Methoden zur Analyse von historischen Karten im Unterricht

5.3 Kurze Zusammenfassung der Ziele von Kartenarbeit

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung und den didaktischen Einsatz von Medien im Geschichtsunterricht zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie Medien – insbesondere Karten – effektiv und sinnvoll in den Lehr- und Lernprozess eingebunden werden können, um historische Sachverhalte zu veranschaulichen und eine kritische Auseinandersetzung mit Geschichte zu fördern.

  • Grundlagen der Medienpädagogik und Mediendidaktik im schulischen Kontext
  • Klassifikation und kritische Analyse verschiedener Medienarten
  • Spezifische Anwendungsmöglichkeiten von Medien im Fach Geschichte
  • Didaktische Anforderungen und Kriterien für den Einsatz von Geschichtskarten
  • Methoden zum Aufbau von Kartenkompetenz und Kartenkritik

Auszug aus dem Buch

3.2.5 Verschiedene Sachquellen und der Computer - gegenständliche Medien

Gegenständliche Medien sind auch unter dem Begriff Sachquellen bekannt. Hierunter werden direkt überlieferte „Überreste“ bzw. Gegenstände aus vergangenen Epochen verstanden. Aus diesen kann man dann geschichtliche Informationen entnehmen, wie diese Gegenstände entstanden und verwendet worden sind. In jeder Größenordnung lassen sich Sachquellen auffinden und letztendlich auch nutzen. Beginnend mit kleinen Fundstücken wie verschiedene Münzen über alltägliche Gegenstände wie Kleidungsstücke, maschinelle Bauten, Werkzeuge oder Schmuckstücke bis hin zu imposanten Bauwerken, Statuen, Denkmälern oder Grabstätten. Abgrenzen von Sachquellen muss man hierbei angefertigte Modelle und Kopien der Originale. Dennoch können diese im Zusammenhang mit der Thematik eine große Bedeutung (z.B. als Anschauungsmaterial) für den Unterricht haben. Der große Unterschied zu den bildlichen und schriftlichen Quellen besteht darin, dass Sachquellen einen viel anschaulicheren und konkreteren Charakter besitzen. Aufgrund ihrer fühlbaren Substanz (= Gegenständlichkeit) stellen sie für den Lernenden ein „aktives“ Medium dar, welches für diesen begreifbar ist. Der große Vorteil liegt also darin, dass sie die Quellen anfassen können und gleichzeitig auch ihre in der Vergangenheit ausgeübte Funktion nachempfinden. Somit kann die Lehrperson durch diese eine gewisse Authentizität erzeugen und das Thema bewusst zugänglich gestalten. Vor allem gegenüber den bildlichen Quellen sprechen sie die emotionale Dimension erheblich stärker an und können somit als ein Faktor für die Motivation der Schüler dienlich sein. Der didaktische Wert dieser spiegelt sich in dem Handhaben und Erproben wieder. Somit können eventuell Nachgestaltungen erfolgen und dadurch ein handlungsorientierter Unterricht geschaffen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz von Medien in der Gesellschaft und in der Schule und umreißt die dreiteilige Struktur der Arbeit.

2. Differenzierung von Medien, Medienpädagogik und Mediendidaktik: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe und diskutiert das Verhältnis von Medienpädagogik und Mediendidaktik sowie deren Einbettung in das schulische Lernen.

3. Medienpädagogik im Geschichtsunterricht: Hier wird der Medieneinsatz spezifisch auf das Fach Geschichte bezogen, wobei verschiedene Quellenarten und deren kritische Betrachtung analysiert werden.

4. Karten(-einsatz) im Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel widmet sich dem Medium Karte, erläutert dessen Funktionen und Anforderungen im Geschichtsunterricht sowie die Notwendigkeit der systematischen Einführung.

5. Aufbau der Kartenkompetenz und Kartenkritik: Hier werden die Bausteine einer Karte analysiert und methodische Ansätze zur kritischen Analyse von historischen Karten im Unterricht vorgestellt.

6. Schlussbemerkung: Diese Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit, Medien kompetent in den Geschichtsunterricht zu integrieren, um Lernziele effektiver zu erreichen und Schüler für mediale Einflüsse zu sensibilisieren.

Schlüsselwörter

Medienpädagogik, Mediendidaktik, Geschichtsunterricht, Medienkompetenz, Kartenarbeit, Geschichtskarte, historische Quellen, Kartenverständnis, Kartenkritik, Medieneinsatz, Sachquellen, Lernprozesse, Schulpädagogik, Multiperspektivität, Handlungs- und entwicklungsorientierte Medienpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Medien im Unterricht, mit einem besonderen Fokus auf den Geschichtsunterricht und das spezifische Medium der Geschichtskarte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Medienpädagogik, die Klassifikation und didaktische Einordnung von Medien sowie die gezielte Förderung von Medien- und Kartenkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Mehrwert von Medien für den Geschichtsunterricht aufzuzeigen und Kriterien für deren fachgerechten, kritischen und effektiven Einsatz im Schulalltag zu erarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und didaktische Reflexion, um theoretische Konzepte (wie die von Piaget) und praktische Methoden für den Unterricht zu verknüpfen.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine medienpädagogische Differenzierung, eine Untersuchung des Medieneinsatzes im Geschichtsunterricht und eine vertiefende Betrachtung der Kartenarbeit mit ihren spezifischen Anforderungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Medienpädagogik, Mediendidaktik, Geschichtsunterricht, Kartenkompetenz und historische Quellen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Historischen Karten" und "Geschichtskarten" für den Unterricht wichtig?

Diese Unterscheidung ist essenziell, da sie unterschiedliche Ursprünge und Funktionen haben: Während Geschichtskarten der heutigen Vermittlung historischen Wissens dienen, fungieren historische Karten aufgrund ihres Entstehungszeitpunktes selbst als Quellen der Vergangenheit.

Wie kann Kartenarbeit manipulativ wirken?

Kartenarbeit kann manipulativ wirken, indem durch kartografische Mittel wie Farbgestaltung, Pfeile oder einseitige Kartenuntertexte gezielt Feindbilder suggeriert oder historische Zusammenhänge subjektiv verzerrt dargestellt werden, um den Betrachter zu beeinflussen.

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Details

Title
Mediendidaktik im Fach Geschichte mit einer genaueren Betrachtung des Mediums Karte
Grade
1.8
Author
Boris Mustermann (Author)
Publication Year
2014
Pages
73
Catalog Number
V284325
ISBN (eBook)
9783656840619
ISBN (Book)
9783656840626
Language
German
Tags
mediendidaktik fach geschichte betrachtung mediums karte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Boris Mustermann (Author), 2014, Mediendidaktik im Fach Geschichte mit einer genaueren Betrachtung des Mediums Karte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284325
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