Ein Problem, das sich während dieser Hausarbeit abzeichnete, war der noch weiterhin andauernde Prozess des bearbeiteten Themas. So gaben die Angaben in etwas älteren Literaturquellen oftmals nicht den Status quo wieder.
Andererseits liegt es in der Natur der Sache, dass zu jüngsten Ereignissen, in diesem Fall zur Entwicklung seit Ende 2012, noch wenig Literatur zu finden ist.
Im Folgenden werde ich mich hauptsächlich auf die Sicherheitslage in Afghanistan konzentrieren. Ich werde beschreiben, welche Bestrebungen die Bundesrepublik unternimmt, um auch nach dem Übergabetermin Sicherheit zu gewährleisten. Die übrigen Entwicklungshilfe-Maßnahmen werde ich nur kurz erörtern; Sicherheit ist gewissermaßen das Fundament, auf dem dann alle weiteren Hilfsmaßnahmen aufgebaut werden sollten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Truppenabzug der Bundeswehrsoldaten
- Sicherheitsverantwortung in afghanischer Hand
- Derzeitige Sicherheitslage
- Derzeitiger Ausbildungsstand der afghanischen Sicherheitskräfte
- Gründe für den Abzug
- Abschwächung der Ziele der Isaf-Mission
- Es gibt keine militärische Lösung für Afghanistan
- Wiederherstellung der Souveränität Afghanistans
- Mangelnder Rückhalt für den Einsatz
- Argumente gegen einen übereilten Truppenabzug
- Ist Deutschland für die derzeitige Sicherheitslage mitverantwortlich?
- Das deutsche Engagement muss glaubwürdig bleiben
- Deutschlands Eigeninteresse an einem erfolgreichen Aufbau
- Worst Case-Szenario
- Deutschlands geplantes Engagement nach 2014
- Sicherheitsverantwortung in afghanischer Hand
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die möglichen Folgen des Abzugs der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan im Dezember 2014. Sie untersucht, ob und inwiefern der festgelegte Abzugstermin die afghanische Sicherheitslage und den erfolgreichen Wiederaufbau gefährden könnte. Dabei werden die derzeitige Sicherheitslage, der Ausbildungsstand der afghanischen Sicherheitskräfte sowie die Argumente für und gegen einen schnellen Truppenabzug betrachtet.
- Sicherheitslage in Afghanistan nach dem Truppenabzug
- Ausbildungsstand der afghanischen Sicherheitskräfte
- Risiken eines vorzeitigen Truppenabzugs
- Deutschlands Engagement nach 2014
- Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung der Hausarbeit dar, welche die potentiellen Gefahren des Truppenabzugs für die afghanische Sicherheitslage und den Wiederaufbau untersucht. Außerdem werden die verwendeten Quellen und die Methodik der Arbeit erläutert.
- Der Truppenabzug der Bundeswehrsoldaten: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für den Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan und untersucht die damit verbundenen Risiken. Es werden sowohl Argumente für als auch gegen einen übereilten Truppenabzug diskutiert, wobei besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der deutschen Soldaten, die Stabilität des Übergabeprozesses und die mögliche Eskalation der Sicherheitslage gelegt wird.
- Sicherheitsverantwortung in afghanischer Hand: Dieses Kapitel behandelt die Frage, ob die afghanischen Sicherheitskräfte in der Lage sind, die Sicherheitsverantwortung nach dem Abzug der internationalen Truppen zu übernehmen. Die aktuelle Sicherheitslage in Afghanistan wird analysiert, wobei die Fähigkeiten der afghanischen Nationalarmee und Nationalpolizei im Mittelpunkt stehen. Die Bedrohung durch die Taliban und andere bewaffnete Gruppen wird ebenfalls beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Afghanistan, Bundeswehr, Truppenabzug, Sicherheitslage, Wiederaufbau, Isaf-Mission, Taliban, afghanische Sicherheitskräfte, Ausbildung, Verantwortung, Risikoanalyse, politisches Engagement, und Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde der Truppenabzug aus Afghanistan für Ende 2014 geplant?
Der Abzug war Teil der Strategie, die Sicherheitsverantwortung schrittweise vollständig in afghanische Hände zu legen und die ISAF-Mission zu beenden.
Wie war der Ausbildungsstand der afghanischen Sicherheitskräfte zum Zeitpunkt des Abzugs?
Obwohl Fortschritte erzielt wurden, gab es erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der afghanischen Armee und Polizei, das Land ohne internationale Unterstützung gegen die Taliban zu stabilisieren.
Welche Argumente sprachen gegen einen übereilten Abzug?
Gegner warnten vor einem Sicherheitsvakuum, einem möglichen Bürgerkrieg und dem Verlust der bisherigen Erfolge beim Wiederaufbau und der Entwicklungshilfe.
Was war Deutschlands geplantes Engagement nach 2014?
Deutschland plante, sich weiterhin durch Beratung, Ausbildung und finanzielle Unterstützung am Wiederaufbau zu beteiligen, jedoch ohne aktives Kampfmandat.
Gab es eine militärische Lösung für den Konflikt in Afghanistan?
Die Analyse zeigt, dass es keine rein militärische Lösung gab; Sicherheit wurde als Fundament für politische Stabilität und zivile Entwicklung betrachtet.
- Quote paper
- Benjamin Klemen (Author), 2009, Truppenabzug aus Afghanistan bis Dezember 2014, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284349