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Die Entwicklung der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus

Titel: Die Entwicklung der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Wandel der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus, ausgehend von deren Stand in der Weimarer Republik. Unter dem Begriff „soziale Arbeit“ möchte ich im folgenden gemäß der Subsumtiomstheorie nach Albert Mühlum sowohl Handlungsfelder der Bereiche Sozialarbeit als auch der Sozialpädagogik fassen (vgl. Schilling 1997, 179). Eine spezifische Untersuchung des Wandels sämtlicher Handlungsfelder im Rahmen der Hausarbeit ist weder vorgesehen noch möglich. Die Arbeit behandelt daher vor allem den Bereich der Fürsorge, dieser ist sowohl in der Weimarer Zeit, als auch im Nationalsozialismus als „der institutionelle Kern der Sozialen Arbeit“ (vgl. Schnurr/Steinacker in Horn/Link (Hrsg.) 2011, 253) zu betrachten.Der Fokus der Arbeit liegt auf der professionellen Entwicklung der Sozialen Arbeit. Wie professionalisiert war sie zum Ende der Weimarer Republik und welchen Verlauf nahm ihre Entwicklung unter dem nationalsozialistischen System? Außerdem soll deutlich werden, wie die Soziale Arbeit für den Nationalsozialismus funktionalisiert wurde und welche Bedeutung ihr in diesem System zukam. Um einen umfassenden Einblick in die Ursachen des Wandels der Sozialen Arbeit zu erhalten, werden auch damit zusammenhängende sozialpolitische und gesellschaftliche Prozesse erläutert. Das zweite Kapitel stellt kurz die Entwicklung der Semantik sozialer Hilfe vom Mittelalter bis zum Ende des ersten Weltkriegs, sowie darauf folgend ausführlicher die Entstehung und Entwicklung der Sozialen Arbeit in der Weimarer Republik, die mit dem Ausbau eines Wohlfahrtsstaates begann, dar. Der Professionalisierungsniveau der Sozialen Arbeit in der Weimarer Republik wird unter Zuhilfenahme des Konzepts der Professionalisierung der Berufssoziologie verdeutlicht (siehe 2.2.3). Bezug nehmend auf den Stand der Sozialen Arbeit in der Weimarer Zeit wird das dritte Kapitel die Instrumentalisierung Sozialer Arbeit im Nationalsozialismus sowie die Gleichschaltung der Wohlfahrts- Ausbildung und Organisationen behandeln. Welche Auswirkung hatten die sozialpolitischen Veränderungen und ideologischen Vorstellungen im Nationalsozialismus für die Soziale Arbeit allgemein, ihre Aufgaben und ihr Professionalitätsniveau?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anfänge Sozialer Arbeit

2.1. Armenpflege vom Mittelalter bis 1918

2.2. Soziale Arbeit/Wohlfahrtspflege in der Weimarer Republik (1918- 1933)

2.2.1. Selbstbild und Adressaten der Sozialen Arbeit

2.2.2. Rechtliche Entwicklung

2.2.3. Stand der Professionalisierung der Sozialen Arbeit

3. Soziale Arbeit im Nationalsozialismus

3.1. Die Gleichschaltung und Instrumentalisierung der Sozialen Arbeit

3.2. Selbstbild und Adressaten der Sozialen Arbeit

3.3. Rechtliche Entwicklung

3.4. Stand der Professionalisierung der Sozialen Arbeit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der Sozialen Arbeit von der Weimarer Republik bis zur Zeit des Nationalsozialismus, mit einem besonderen Fokus auf die professionelle Entwicklung, die Funktionalisierung und die ideologische Beeinflussung des Berufsfeldes.

  • Entwicklung der Wohlfahrtspflege in der Weimarer Republik
  • Stellenwert und Professionalisierungsgrad der Sozialen Arbeit vor 1933
  • Gleichschaltung und Instrumentalisierung durch das NS-Regime
  • Auswirkungen der rassenhygienischen Ideologie auf die Fürsorge
  • Prozesse der Deprofessionalisierung im Nationalsozialismus

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Gleichschaltung und Instrumentalisierung der Sozialen Arbeit

Die Nationalsozialisten standen dem in der Weimarer Zeit ausgearbeiteten Wohlfahrtssystem mit seinen vielfältigen Einrichtungen und Verbänden entschieden negativ gegenüber. Die Soziale Arbeit wurde als letztendlich größtenteils überflüssig angesehen. Sobald die Volksgemeinschaft einmal frei von allen „schädlichen Elementen“ wie „Entartete, Lebensunwerte und Asoziale“ (Hering/Münchmeier 2007, 166) wäre, sollte sich die Soziale Arbeit auf ein Minimum reduzieren lassen. Bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Leistungen für Bedürftige sowie die Reichszuschüsse für die Wohlfahrtspflege deutlich gekürzt (vgl. ebd. 2007, 166). Obwohl die nationalsozialistische Führung die Wohlfahrt am liebsten sofort abgeschafft hätte, nahm die Bedeutung der Sozialen Arbeit in den Jahren des Nationalsozialismus zu, da sie als ein wichtiges Werkzeug der Selektion ins nationalsozialistische System eingebunden wurde (vgl. Schnurr 1988, 29,36 und Schnurr/Steinacker in Horn/Link (Hrsg.) 2011, 253, 267).

Bedingt durch die rassistisch und erbbiologisch bestimmten Vorstellungen und Ideologien der Nationalsozialisten, verändert sich in deren Gefüge der Stellenwert der Aufgabenbereiche für die Soziale Arbeit. Die Gesundheitsfürsorge wurde zu einem bedeutenden Bestandteil des nationalsozialistischen Ziels, Teile der Gesellschaft auszusortieren (vgl. Hering/Münchmeier 2007,166). Die Gesundheitsfürsorge diente den „Machthabern des Dritten Reiches als Sachverwalter der Rassenhygiene“ ( André 1994, 78). Um den Kontrollmaßnahmen gerecht zu werden, die die Selektion der „Unwürdigen und „Erbkranken“ von den „Tüchtigen und Erbgesunden“ (Schnurr/Steinacker in Horn/Link (Hrsg.) 2011, 261) erforderte, kam es zu einem erhöhten Bedarf an Fachkräften im sozialen Bereich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Gegenstandsbereich der Sozialen Arbeit im institutionellen Kern der Fürsorge und umreißt die Fragestellung zur professionellen Entwicklung zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus.

2. Anfänge Sozialer Arbeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der mittelalterlichen Armenfürsorge bis hin zum Wohlfahrtsstaat der Weimarer Republik nach, in der die Soziale Arbeit erstmals eigenständige Konturen annahm.

3. Soziale Arbeit im Nationalsozialismus: Hier wird die Transformation der Sozialen Arbeit zu einem Instrument nationalsozialistischer Ideologie sowie der Prozess der Deprofessionalisierung und rassenhygienischen Ausrichtung beschrieben.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Professionalisierungsfortschritte der Weimarer Ära und deren gewaltsame Zerstörung bzw. Umdeutung durch den nationalsozialistischen Unterdrückungsapparat zusammen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Wohlfahrtspflege, Nationalsozialismus, Weimarer Republik, Professionalisierung, Deprofessionalisierung, Fürsorge, Sozialpädagogik, Rassenhygiene, NSV, Volksgemeinschaft, Gleichschaltung, Jugendhilfe, Instrumentalisierung, Geschichte der Sozialen Arbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der Sozialen Arbeit in Deutschland vom Ende der Weimarer Republik bis zur nationalsozialistischen Diktatur.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates, das Berufsbild der Wohlfahrtspflegerin, die Rolle der Verbände und die ideologische Vereinnahmung des sozialen Sektors durch den NS-Staat.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Professionalisierungsgrad der Sozialen Arbeit in der Weimarer Zeit aufzuzeigen und zu untersuchen, wie dieser im Nationalsozialismus systematisch untergraben wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Hausarbeit, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur und der Rekonstruktion zeitgeschichtlicher Prozesse basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wohlfahrtspflege in der Weimarer Zeit und die detaillierte Darstellung der Instrumentalisierung sozialer Strukturen unter nationalsozialistischer Herrschaft.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Professionalisierung, Instrumentalisierung, rassenhygienische Selektion und historische Kontinuitäten bzw. Brüche charakterisieren.

Wie wirkte sich die Ideologie des Nationalsozialismus auf die Ausbildung aus?

Die Ausbildung wurde „enttheoretisiert“ und anstatt wissenschaftlicher Inhalte traten ideologische Fächer wie „Deutsche Volkskultur“ in den Vordergrund, um die Absolventen auf die Volkspflege auszurichten.

Welche Bedeutung hatten die Fachschaften in der NS-Zeit?

Die Fachschaften dienten nicht mehr der Interessenvertretung, sondern agierten als Instrumente des nationalsozialistischen Systems, in denen fachliche Diskussionen unerwünscht waren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus
Hochschule
Universität Trier
Note
1.0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V284384
ISBN (eBook)
9783656846390
ISBN (Buch)
9783656846406
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung sozialen arbeit nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Die Entwicklung der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284384
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Leseprobe aus  17  Seiten
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