Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Die multikulturelle Gesellschaft. Die Weltreligionen als Tor für Toleranz und Akzeptanz

Titel: Die multikulturelle Gesellschaft. Die Weltreligionen als Tor für Toleranz und Akzeptanz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 31 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jan Neumann, geb. Brüggemann (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema ‚Weltreligion‘ ist ein Thema welches heutzutage schon aus dem Religionsunterricht heraustritt und in unserem Alltag Einzug gefunden hat. Die Weltreligionen haben ihr Vorkommen nicht nur noch an ihren Ursprungsorten, sondern werden dort ausgeübt, wo die Menschen Das Thema ‚Weltreligion‘ ist ein Thema welches heutzutage schon aus dem Religionsunterricht heraustritt und in unserem Alltag Einzug gefunden hat. Die Weltreligionen haben ihr Vorkommen nicht nur noch an ihren Ursprungsorten, sondern werden dort ausgeübt, wo die Menschen Arbeit, Familie und ein Zuhause vorfinden. Es kommt zu einem Wechsel von der Homogenität zur Pluralität im Bereich der Kulturen, des Milieus und der Religionen (vgl. Schambeck, 2013, S, 21). Die Folge der weltweiten Verteilung der verschiedenen Religionen ist eine Konfrontation der unterschiedlichen Glaubensrichtungen und -auslegungen, die nicht immer friedlich ausgehen, wie die aktuellen Schlagzeilen auf Zeitungen und in den Nachrichten immer wieder zeigen. Die Menschen sind überfordert mit dem Zusammenleben der Religionen und Probleme treten auf, wo Menschen versuchen das Zusammenleben durch den Vergleich von Macht und Glaube zu regeln.

Um alltägliche Konflikte zu verhindern, ist es notwendig auch die Glaubensauffassungen der Religionen in Bezug auf den Alltag kennenzulernen und somit die Lebensweisen in verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu erfahren. Da die Konfrontationen zwischen den unterschiedlichen Religionen nicht erst bei den Erwachsenen zustande kommen, sondern bereits in Kindergarten oder in der Grundschule, muss schon in der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen auf eine Aufklärung von Vorurteilen und Fehlbildern gegenüber den fremden Religionen geachtet werden. Daher muss im Religionsunterricht neben der eigenen Religion ein Platz für die Weltreligonen geschaffen werden. Neben den Themen wie Geschichte, Lehre und Ethik ist es auch wichtig die Lebensweisen und Alltagsgebräuche der anderen Religionen kennen zu lernen. Der Religionsuntericht bietet damit die Möglichkeit „Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten aus dem Kontext ihrer eigenen religiösen Zeugnisse und Glaubensgrundlagen sehen zu lernen und aus ihrer eigenen Perspektive zu verstehen“ (Leimgruber, 2005, S. 131).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Theorie der fünf Weltreligionen

2.1 Judentum

2.2 Christentum

2.3 Islam

2.4 Buddhismus

2.5 Hinduismus

3. Religionsunterricht für alle – Das Hamburger Modell

4. Praxisbeispiel zur lebensnahen Umsetzung im Unterricht

4.1 Inhaltliche Schwerpunkte der Einheit

4.2 Stundenschwerpunkt – Zur Stellung von Sport und Freizeit in den fünf Weltreligionen

4.2.1 Lerngruppe

4.2.2 Sachanalyse

4.2.3 Didaktik

4.2.4 Methodik

4.2.5 Zielsetzung/ Kompetenzzuwachs

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie das Thema „Weltreligionen“ im Religionsunterricht genutzt werden kann, um Toleranz und Akzeptanz gegenüber religiöser Pluralität zu fördern. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die Stellung von Sport und Freizeit in den fünf Weltreligionen als lebensnaher Zugang für Jugendliche dienen kann, um interreligiöses Lernen zu initiieren und Vorurteile abzubauen.

  • Theoretische Grundlagen und Charakteristika der fünf Weltreligionen.
  • Das Hamburger Modell „Religionsunterricht für alle“ (RUA) als Integrationsansatz.
  • Analyse der religiösen Perspektiven auf Sport, Freizeit und körperliche Betätigung.
  • Konzeption einer Unterrichtseinheit für die Jahrgangsstufe 9 mit Fokus auf Kompetenzzuwachs.
  • Förderung der Urteilskompetenz und der Dialogfähigkeit bei Schülern.

Auszug aus dem Buch

Zur Theorie der fünf Weltreligionen

Der Begriff ‚Weltreligion‘ besteht aus den Wörtern ‚Welt‘ und ‚Religion‘. Die Welt kann sowohl als Universum wie auch als Blauer Planet verstanden werden. Die Erde, auf der die Pflanzen, Tiere und Menschen leben ist die einfachste Definition bei diesem Begriff, da das Verständnis so am leichtesten für den Zusammenhang mit dem Wort ‚Religion‘ ist. ‚Religion‘ ist ein Begriff, der einen Oberbegriff für Glaubensgemeinschaft ist und sich dadurch definiert, dass mehrere Menschen im Konsenz an ein und dasselbe glauben. Weltreligion bezieht sich somit auf den Planeten Erde und auf Vorstellungen, die mehrere Glaubensrichtungen miteinander teilen. Weltreligion wird immer plural verstanden, auch wenn dies ein singulares Wort ist.

Nach Hutter (2014) gibt es für die Weltreligionen bestimmte Kriterien. Der universelle Geltungsanspruch beinhaltet eine Ambition, die ab ovo intendiert, dass die religiöse Botschaft über alle Grenzen hinweg weitergetragen wird. Diese Bedingung trifft lediglich bei drei von den fünf thematisierten Religionen (Islam, Buddhimus und Christentum) zu. Eine zweite Bedingung ist die geographische Verbreitung bzw. die Zahl der Anhänger. Je nach Region sind bestimmte Glaubensgemeinschaften weiter verbreitet als andere und besitzen ihr festes Einzugsgebiet. Weltweit, neben den bereits genannten Religionen, ist das Judentum sowie der Hinduismus zu nennen. Auf den Daoismus, der nach Einheit und Harmonie strebt, trifft dieser Aspekt außerdem zu, da praktizierende Buddhisten und Konfuzianer zu dieser Glaubensrichtung zählen. Ein hohes Alter ist ein weiteres Argument, was aber lediglich verwendet wird, um den jüngeren Religionsrichtungen Einhalt zu gebieten. Auf die fünf Religionen, die im Folgenden thematisiert werden, trifft ein hohes Alter zu. Für Hutter ist das Alter nicht entscheidend. Er bezieht sich hierbei auf den Religionswissenschaftler Friedrich Max Müller, der die Schrift als wesentliches Merkmal einer Weltreligion sieht. Müller geht hierbei vom christlichen Standpunkt aus, da die Bibel das zentrale Merkmal des Christentums ist und damit auch den Grundstein für das christliche Leben legt (vgl. Hutter, 2014, S. 2 – 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Relevanz interreligiöser Bildung in einer multikulturellen Gesellschaft und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie den Fokus auf das Hamburger Modell dar.

2. Zur Theorie der fünf Weltreligionen: Bietet einen Überblick über die Definitionen, Ursprünge und Glaubensgrundlagen von Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus.

3. Religionsunterricht für alle – Das Hamburger Modell: Diskutiert das Hamburger Konzept eines konfessionell übergreifenden Religionsunterrichts als Pilotprojekt zur Förderung des interreligiösen Dialogs.

4. Praxisbeispiel zur lebensnahen Umsetzung im Unterricht: Präsentiert ein konkretes didaktisches Modell zur Behandlung von Sport und Freizeit in den fünf Religionen für die 9. Jahrgangsstufe.

5. Fazit: Reflektiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, Vorurteile abzubauen und den Religionsunterricht als Chance für gegenseitigen Austausch zu nutzen.

6. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und weiterführende Literatur auf.

Schlüsselwörter

Weltreligionen, Interreligiöses Lernen, Hamburger Modell, Religionsunterricht, Toleranz, Akzeptanz, Sport, Freizeit, Glaubensgemeinschaft, Didaktik, Multikulturelle Gesellschaft, Urteilskompetenz, Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle der Weltreligionen als Mittel zur Förderung von Toleranz und Akzeptanz innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft, speziell im schulischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der fünf Weltreligionen, der Implementierung eines integrativen Religionsunterrichts sowie der praktischen Anwendung anhand des Themas „Sport und Freizeit“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen lebensnahen Zugang für Jugendliche zu schaffen, der durch den Vergleich von religiösen Perspektiven auf Alltagsthemen ein besseres Verständnis für die Vielfalt der Weltreligionen ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die theoriegestützte Erkenntnisse über Weltreligionen mit praktischen Unterrichtskonzepten des interreligiösen Lernens verknüpft.

Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Religionen sowie eine praxisbezogene Ausarbeitung, wie Lehrer das Thema „Sport und Freizeit“ nutzen können, um ethische und kulturelle Fragen im Unterricht zu bearbeiten.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind interreligiöses Lernen, Hamburger Modell, Weltreligionen, Toleranz, Sport- und Freizeitgestaltung sowie religionsdidaktische Kompetenz.

Was unterscheidet das „Hamburger Modell“ von konventionellem Religionsunterricht?

Das Hamburger Modell integriert muslimische Lehrkräfte und fördert einen religionsübergreifenden Unterricht für alle Schüler, statt die Konfessionen strikt voneinander zu trennen.

Warum ist das Thema Sport für den interreligiösen Dialog so relevant?

Sport ist ein wesentlicher Teil der Lebenswelt Jugendlicher. Durch die Analyse der religiösen Einflüsse auf Sportarten und Kleidungsvorschriften entstehen lebensnahe Diskussionsgrundlagen, die Vorurteile und Konflikte thematisierbar machen.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die multikulturelle Gesellschaft. Die Weltreligionen als Tor für Toleranz und Akzeptanz
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,3
Autor
Jan Neumann, geb. Brüggemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V284474
ISBN (eBook)
9783656845263
ISBN (Buch)
9783656845270
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesellschaft weltreligionen toleranz akzeptanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Neumann, geb. Brüggemann (Autor:in), 2014, Die multikulturelle Gesellschaft. Die Weltreligionen als Tor für Toleranz und Akzeptanz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284474
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  31  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum