Die Entwicklung niveaubestimmender Aufgaben im Bereich der Sportspiele speziell in der Sportart Badminton


Examensarbeit, 2014

78 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielstellung der Arbeit
1.3 Inhaltliche Strukturierung der Arbeit

2 Sport im Fachlehrplan
2.1 Bildung und Erziehung im Fach Sport
2.2 Entwicklung fachbezogener Kompetenzen
2.3 Kompetenzbereiche im Fach Sport
2.4 Bewegungsfelder im Fach Sport
2.5 Wissensbestände im Fach Sport
2.6 Kompetenzentwicklung in den Schuljahrgängen
2.7 Kompetenzbereiche im Bewegungsfeld Spielen
2.8 Niveaubestimmende Aufgaben
2.8.1 Funktion und Anlage

3 Badminton
3.1 Geschichte
3.2 Badminton als Schulsport
3.3 Voraussetzungen
3.3.1 Feld
3.3.2 Bälle
3.3.3 Schläger
3.4 Technik
3.4.1 Schlagtechnik
3.4.2 Die Grundstellung
3.4.3 Lauftechnik
3.5 Taktik
3.4.1 Einzeltaktik
3.4.2 Doppeltaktik
3.4.3 Mixed Taktik
3.5 Konditionelle Fähigkeiten
3.5.1 Ausdauerfähigkeiten
3.5.2 Kraftfähigkeiten
3.6 Die koordinativen Fähigkeiten
3.7 Fazit

4 Niveaubestimmende Aufgaben für die Sportart Badminton
4.1 Schuljahrgänge 5/6
4.1.1 Didaktische Analyse nach Klafki
4.2 Schuljahrgänge 7/8
4.2.1 Didaktische Analyse nach Klafki
4.3 Schuljahrgänge 9/10
4.3.1 Didaktische Analyse nach Klafki

5 Zusammenfassung

Literatur

Sekundärliteratur

Zeitschriften

Internet

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Kompetenzbereiche im Fach Sport (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S.4

Abb. 2 Wissensbestände im Fach Sport (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 12)

Abb 3: Badminton als Schulsport

Abb. 4 Das Badmintonfeld (A-Guti, 2013)

Abb. 5 Der Universalgriff (eigenes Foto)

Abb. 6 Der Bratpfannengriff (eigenes Foto)

Abb. 7 Der Kurzgriff (eigenes Foto

Abb. 8 Der Langgriff (eigenes Foto)

Abb. 9 Die Schlagarten (jimdo.com)

Abb. 10 Clear Phase I (eigenes Foto)

Abb. 11 Clear Phase II (eigenes Foto)

Abb.12 Clear Phase III (eigenes Foto)

Abb. 13 Clear Phase IV (eigenes Foto)

Abb. 14 Smash Phase I (eigenes Foto)

Abb. 15 Smash Phase II (eigenes Foto)

Abb. 16 Smash Phase III (eigenes Foto)

Abb. 17 Smash Phase IV (eigenes Foto)

Abb. 18 Der Drive (eigenes Foto)

Abb. 19 Rückhand Grundlinie Phase I (eigenes Foto)

Abb. 20 Rückhand Grundlinie Phase II (eigenes Foto)

Abb. 21 Rückhand Grundlinie Phase III (eigenes Foto)

Abb. 22 Rückhand Grundlinie Phase IV (eigenes Foto)

Abb. 23 Die Schlagbereiche (TUS-Eicklingen, 2012)

Abb. 24 Umsprung Phase I (eigenes Foto)

Abb. 25 Umsprung Phase II (eigenes Foto)

Abb. 26 Umsprung Phase III (eigenes Foto)

Abb. 27 Umsprung Phase IV (eigenes Foto)

Abb. 28 China-Sprung Phase I (eigenes Foto)

Abb. 29 China-Sprung Phase II (eigenes Foto)

Abb. 30 China-Sprung Phase III (eigenes Foto)

Abb. 31 China-Sprung Phase IV (eigenes Foto)

Abb. 32 Strukturelles Gefüge koordinativer Fähigkeiten (mod. Nach Zimmermann, 1998, S.221)

Abb. 33 Niveaubestimmende Aufgabe für die Klassen 5 und 6 (eigenes Foto)

Abb. 34 Niveaubestimmende Aufgabe für die Klassen 7 und 8 (eigenes Foto)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Kompetenzbereiche im Sportunterricht

Tabelle 2: Schulsportarten

Tabelle 3: Bewegungsfelder im Fach Sport

Tabelle 4: Abschlussniveau der SchülerInnen im Bewegungsfeld Spielen

Tabelle 5: Funktion niveaubestimmender Aufgaben

Tabelle 6: Didaktische Grundfragen nach Klafki

Tabelle 7: Kompetenzen in den Schuljahrgängen 5/6

Tabelle 8: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich I in den Schuljahrgängen 5/6

Tabelle 9: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich II in den Schuljahrgängen 5/6

Tabelle 10: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich III in den Schuljahrgängen 5/6

Tabelle 11: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich IV/ V in den Schuljahrgängen 5/6

Tabelle 12: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich VI in den Schuljahrgängen 5/6

Tabelle 13: Kompetenzen in den Schuljahrgängen 7/8

Tabelle 14: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich I in den Schuljahrgängen 7/8

Tabelle 15: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich II in den Schuljahrgängen 7/8

Tabelle 16: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich III in den Schuljahrgängen 7/8

Tabelle 17: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich IV in den Schuljahrgängen 7/8

Tabelle 18: Zielkompetenzen im Kompetenzbereich VI in den Schuljahrgängen 7/8

Tabelle 19: Kompetenzbereich in den Schuljahrgängen 9/10

1 Einleitung

1.1 Problemstellung der Arbeit

In den vergangenen Jahren wurde ein neuer Lehrplan für die Sekundarschulen Sachsen-Anhalts entwickelt. 2010/ 2011 befand sich dieser in der Erprobungsphase. Im folgenden Schuljahr wurden alle Jahrgänge mit einbezogen. Dieser Lehrplan wurde in dem Schuljahr 2012/ 2013 verabschiedet und folglich in Kraft gesetzt.

Seit November 2011 wurde eine ausführliche Evaluation betreffend „[...] des Grundsatzbandes, der Fachlehrpläne und der den Einführungsprozess unterstützenden Maßnahmen und Materialien (zum Beispiel niveaubestimmende Aufgaben) durchgeführt“ (LSA, 2014). Die niveaubestimmenden Aufgaben befinden sich momentan noch in der Entwicklungsphase und sind auf dem Landesbildungsserver einzusehen. Zurzeit sind noch nicht für alle Sportarten, die in der Schule eingesetzt werden können, niveaubestimmende Aufgaben entwickelt wurden.

Niveaubestimmende Aufgaben dienen einerseits einer kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung, können aber zugleich zum Erfassen von Leistungen genutzt werden. Somit ist durch die Aufgaben eine Steuerung und Überprüfung des Lernprozesses möglich. Des Weiteren kann durch die niveaubestimmenden Aufgaben die Kompetenzorientierung veranschaulichen und durch eine Analyse- und Interpretationshilfe konkretisiert werden. Der dritte Schwerpunkt der Aufgaben besieht sich auf die Entwicklung einer kompetenzorientierten Aufgabenkultur. Die Lehrkörper haben die Chance durch gegebene niveaubestimmende Aufgaben selbst welche zu entwickeln und so den Sportunterricht kompetenzorientiert zu steuern und zu überprüfen.

Die Sportart Badminton zählt zu dem Bereich der Sportspiele und ist bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10-18 nicht sehr beliebt[1]. In einem Top 20 Ranking belegt Badminton Platz 12. Zum jetzigen Stand gibt es im Bereich der Sportspiele lediglich zum Thema Spieltaktik niveaubestimmende Aufgaben. Aus diesem Grund und aus persönlichem Interesse habe ich es mir zur Aufgabe gemacht für die Sportart Badminton niveaubestimmende Aufgaben zu entwickeln auch mit dem Ziel, die Sportart für die Kinder und Jugendlichen attraktiver zu machen.

1.2 Zielstellung der Arbeit

Die folgende Arbeit thematisiert die Entwicklung niveaubestimmender Aufgaben für den Bereich der Sportspiele, speziell für die Sportart Badminton. Durch eine theoretische Betrachtung sollen mit Hilfe der grundlegenden Techniken, Taktiken und konditionellen und koordinativen Fähigkeiten drei niveaubestimmende Aufgaben für die Schuljahrgänge fünf und sechs, sieben und acht sowie neun und zehn entwickelt werden. Diese sollen weiterführend didaktisch analysiert und kritisch betrachtet werden, um resultierend festzustellen, ob niveaubestimmende Aufgaben im Bereich Badminton eingesetzt werden können.

1.3 Inhaltliche Strukturierung der Arbeit

Im ersten Teil der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen manifestiert. Dazu wird das Fach Sport im Fachlehrplan vorgestellt. Im Fokus steht dabei die Bildung und Erziehung zum Sport und durch den Sport. Im weiteren Verlauf steht die Entwicklung der Fachbezogenen Kompetenzen im Vordergrund. Darauf folgend werden die Kompetenzbereiche des Fachs vorgestellt und die Bewegungsfelder in denen diese ausgebildet werden können. Ebenso werden die Wissensbestände des Unterrichtsfachs Sport determiniert und als Grundlage der Kompetenzentwicklung erläutert. Folgend wird eine kurze Übersicht über die Kompetenzentwicklung in den Schuljahrgängen im Bezug auf die Bewegungsfelder gegeben. Darauf folgt eine ausführliche Vorstellung der Kompetenzbereiche im Bewegungsfeld Spielen.

Der zweite Teil der Arbeit thematisiert Badminton als Rückschlagsportart und Sportspiel. Zunächst wird eine Systematisierung der Sportspiele gegeben, um Badminton als Sportspiel definieren zu können. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss wird erläutert, warum Badminton sich als Sportart in der Schule eignet. Im Anschluss werden die Voraussetzungen der Sportart dargestellt sowie die verschiedenen Techniken, Taktiken, welche konditionellen und koordinativen Fähigkeiten für die Sportart eine Bedeutende Rolle spielen.

Im dritten Teil werden drei niveaubestimmende Aufgaben vorgestellt. Dabei wird von einer einfachen Variante in den Jahrgängen fünf und sechs hin zur komplexen niveaubestimmenden Aufgabe in den Schuljahrgängen neun und zehn vorgegangen. Diese Aufgaben werden mit Hilfe der didaktischen Analyse nach Klafki analysiert.

Am Ende der Arbeit erfolgt eine Zusammenfassung.

2 Sport im Fachlehrplan

2.1 Bildung und Erziehung im Fach Sport

Laut dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt (2012, S. 2) ist der Auftrag des Schulsports, die […] Belastungs- und Entwicklungsreize zu setzen, um eine funktionale Anpassung des Körpers und Bewegungssicherheit im Alltag zu erreichen“.

Die SchülerInnen erwartet eine Berufs- und Lebenswelt mit sehr hohen Anforderungen. Diese betreffen u.a. die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit. Dem gegenüber stehen die medienorientierte Gesellschaft und die damit verbundene bewegungsdefizitäre Lebensführung. Durch den Sportunterricht soll den SchülerInnen die Voraussetzung bzw. die Grundlage „[...] für die vielfältige Gestaltung eines eigenen Bewegungslebens geschaffen [...]“ werden (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 2). Als Resultat erfahren die SchülerInnen ihre soziale Umwelt, sich selbst und die material-mediale Umwelt durch Bewegung und Erleben.

Dabei bezieht sich der Schulsport nicht nur auf die Vermittlung sportlicher Fertigkeiten und motorischer Fähigkeiten. Durch den modernen Sportunterricht werden die „[...] körperliche, soziale, emotionale, ästhetische und kognitive Entwicklung [...]“ gefördert (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S.2). Die SchülerInnen werden befähigt, sich selbst und ihre Leistungen einzuschätzen und Erfolgserlebnisse im Unterricht zu erfahren. Dies führt zu einer Selbstwertgefühlssteigerung, Fairness-, Toleranz-, Teamgeist- und Verantwortungsentwicklung sowie zu einer erhöhten Leistungsbereitschaft.

Die daraus folgenden Ziele und Aufgaben sind:

– Schaffung von Bewegungsangeboten zum Sammeln von Bewegungserfahrungen und Erlernen sportlicher Bewegungsabläufe
– Nutzung der Unterrichtsinhalte zur Gesunderhaltung
– Herausbildung und Erweiterung sozialer Verhaltensweisen
– Anwendung von sportspezifischem Wissen beim Erleben und Reflektieren sportlicher Tätigkeit
– Erkennen und Werten von Erscheinungen des Sports in der globalisierten Welt
– Förderung eines umweltbewussten Verhaltens im Zusammenhang mit Sport

(Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 2)

Der Übergang ins Berufsleben wird dadurch gefördert, dass die SchülerInnen sportliche Fertigkeiten und motorische Fähigkeiten erlernen, wodurch sie eine sportliche Handlungskompetenz erlangen. In Verbindung „[...] mit einer gesteigerten individuellen physischen und psychischen Belastbarkeit [...]“ kann der Übergang erfolgreich gestaltet werden (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S.3). Die SchülerInnen werden durch den Sportunterricht und die dabei erworbenen persönlichen Kompetenzen optimal auf die Ausbildung vorbereitet.

„Die im Unterricht erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sind eine wichtige Voraussetzung für das Sporttreiben über die Schule hinaus. Sie schaffen die Grundlage für ein lebensbegleitendes Bewegen im Sinne der Gesunderhaltung und geben Handlungsanleitung sowie Motivation für das persönliche individuelle sportliche Üben als auch für das gemeinsame Sporttreiben im Verein“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S.3).

2.2 Entwicklung fachbezogener Kompetenzen

Die Sportliche Handlungskompetenz ist die bedeutendste Kompetenz. Sie beinhaltet das selbstständige und zielgerichtete motorische aktiv werden in „[...] schulischen, beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 4). Des Weiteren führt sie zu einem sachgerechten, durchdachten und individuell sozialverantwortlichem Verhalten. Die Sportliche Handlungskompetenz wird über vier untergeordneten Kompetenzbereiche entwickelt. Diese sind Wahrnehmen und Gesunderhalten des Körpers, Erkennen gesellschaftlicher Zusammenhänge, faires Kooperieren und Konkurrieren sowie Erfahren, Gestalten und Leisten von Bewegung (Abb. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Kompetenzbereiche im Fach Sport (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S.4

Das Zentrum wird durch den Kompetenzbereich Erfahren, Gestalten und Leisten von Bewegung dargestellt. Die drei übrigen Kompetenzbereiche stehen untereinander in Verbindung und in direkter Abhängigkeit. Entwickelt wird die sportliche Handlungsfähigkeit „[...] mit Elementen aus den Sportarten und vielfältigen sportartungebundenen Bewegungsaktivitäten [...]“ in Bewegungsfeldern, wodurch die „Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur [...]“ ermöglicht wird (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 5).

2.3 Kompetenzbereiche im Fach Sport

Der Kompetenzbereich Erfahren, Gestalten und Leisten von Bewegung enthält neben der zeitlich, räumlich, emotional und dynamischen Variation von Bewegungen, auch, diese in differenten Situationen mit variablem Geräten zu gestalten. Dabei stoßen die SchülerInnen immer wieder an ihre Leistungsgrenzen. Die dabei genutzten motorischen Fertigkeiten werden folglich von den SchülerInnen eingesetzt, um eine Leistungssteigerung zu erreichen. Der Kompetenzbereich Wahrnehmen und Gesunderhalten des Körpers steht in einem engen Zusammenhang mit dem zuerst genannten Kompetenzbereich. „Im Rahmen des Erfahrens, Gestaltens und Leistens von Bewegungen gewinnen die Schülerinnen und Schüler Einsichten in gesellschaftspolitische Zusammenhänge [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 6) (Vgl. Tab. 1).

Tabelle 1: Kompetenzbereiche im Sportunterricht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Kompetenzbereiche im Sportunterricht

2.4 Bewegungsfelder im Fach Sport

Die zuvor erläuterte Sportliche Handlungskompetenz sowie die damit verbundenen Kompetenzbereiche sollen in Bewegungsfeldern entwickelt werden. Für die Realisierung dieser Aufgabe haben die Lehrkräfte die Möglichkeit aus Inhalten folgender Sportarten auszuwählen:

Tabelle 2: Schulsportarten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Schulsportarten

Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die Neigungen und Interessen der SchülerInnen berücksichtigt werden. Im Folgenden werden die einzelnen Bewegungsfelder benannt und beschrieben.

Bewegungsfeld Fitness fördern

Im Bewegungsfeld Fitness fördern sollen die SchülerInnen ein beständiges Fitness- und Gesundheitsbewusstsein entwickeln. Dieses Ziel wird durch körperliche Betätigung erreicht. Die Lehrkraft sollte bei der Planung und Bewertung auf eine Vielfalt und ein „[...] ausgewogenes Verhältnis zwischen messbaren und anderen Leistungen beim Erstellen von Übungsprogrammen, Demonstrieren von Techniken und Bewegungsfolgen, Gestalten von Stundensequenzen, Auswahl und Anwendung von Tests zur Ermittlung der Fitness [...]“ achten (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 6f).

Bewegungsfeld Spielen

Im Mittelpunkt des Bewegungsfeldes Spielen steht die „[...] kontinuierliche Entwicklung einer vielseitigen Spielfähigkeit“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 7). Für eine gute Entwicklung sind vorbereitende Spielformen von großer Bedeutung. Es sollte darauf geachtet werden, dass diese altersgerecht und bewegungsintensiv sind. Bei der Mannschaftswahl sollten die leistungsstarken und -schwachen SchülerInnen ausgeglichen verteilt werden. Daraus resultiert, dass jede SchülerIn in das Spiel einbezogen wird. Um die Entwicklung von Fairness, Rücksichtnahme und Toleranz zu fördern, ist es wichtig, „Formen des kooperierenden und konkurrierenden Spielens [...]“ einzusetzen (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 7). Die SchülerInnen sollen dabei lernen mit Erfolg und Misserfolg umzugehen.

Bewegungsfeld Laufen, Springen, Werfen

In diesem Bewegungsfeld geht es neben Laufen, Springen und Werfen vor allem um die Bewegungserfahrung. Im Fokus steht das Erlernen wesentlicher „[...] Strukturmerkmale der erlernten sportlichen Fertigkeit [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 7). Durch dieses Wissen sollen die SchülerInnen in der Lage sein, ihre individuelle Leistungsfähigkeit zu verbessern. Bei der Bewertung ist ein gesundes Maß zwischen „[...] metrisch messbaren Ergebnissen, Bewegungsqualität, Lernfortschritt, sozialem Verhalten und Wissen [...]“ zu berücksichtigen (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 7).

Bewegungsfeld turnerisches Bewegen

Neben dem sozialen Lernprozess steht in diesem Bewegungsfeld die Sicherheit im Umgang. Die SchülerInnen sollen den richtigen Aufbau der Geräte selbstständig umsetzen, eine nach den geltenden Bestimmungen gerechte Mattensicherung vornehmen und die Betriebssicherheit gewährleisten. Die SchülerInnen arbeiten in Gruppen oder mit einem Partner und Helfen und Sichern sich gegenseitig beim Durchführen der Turnübungen. Dabei werden vor allem Bewegungslandschaften und Hindernisse bewältigt, es wird an Geräten geturnt und akrobatische Bewegungsaufgaben umgesetzt. Gerade hier sind vielfältige Bewegungserfahrungen von hoher Bedeutung.

Bewegungsfeld Rhythmisches Bewegen, Tanzen, Gestalten

Im Fokus des Bewegungsfelds Rhythmisches Bewegen, Tanzen und Gestalten steht die Entwicklung künstlerischen Ausdrucks und ästhetischen Empfindens. Neben der Förderung der Kreativität lernen die SchülerInnen „[...] Ausdrucksformen des Lebensgefühls fremder Kulturen“ kennen (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 8).

Bewegungsfeld Kämpfen

Die wichtigsten Prämissen sind der gegenseitige Respekt und die Unversehrtheit der PartnerIn. „Kämpfen umfasst die direkte körperliche Auseinandersetzung […] in geregelten Kampfsituationen [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 8). Schlag-, Tritt- und Stoßtechniken sind ohne Vollkontakt auszuführen. Das Anwenden von Würgetechniken ist im Schulsport nicht gestattet.

Bewegungsfeld Bewegen auf Rollen

In diesem Bewegungsfeld geht es darum, dass jeweilige Sportgerät zu beherrschen, d.h. die Geschwindigkeit zu regulieren und die Richtung zu steuern (Vgl. Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 8). Für die Umsetzung eignen sich Inlineskates, Fahrräder oder auch Skateboards. Die SchülerInnen lernen dabei das „[...] sichere Bewegen im öffentlichen Verkehrsraum [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 8). Dieses Bewegungsfeld kann allerdings nur umgesetzt werden, wenn genügen Material vorhanden ist, sodass alle SchülerInnen am Unterricht aktiv teilnehmen können.

Bewegungsfeld Bewegen im Wasser

Schwimmen ist eine lebenserhaltende Kompetenz, die jeder Schüler beherrschen sollte. Nach der Grundschule sollte diese Kompetenz weiterentwickelt werden, sodass die SchülerInnen sie in verschiedenen Gewässern ausdauernd durchführen können. Die SchülerInnen sollen dadurch befähigt werden sich „[...] andere Wassersportarten zu erschließen“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 9).

Bewegungsfeld Bewegen auf Wasser

Die SchülerInnen sollen sich den Bewegungsbereich Natur erschließen. Dabei ist es besonders wichtig, dass jeder Schüler Schwimmen kann, genügend Lehrkräfte zur Sicherheit vorhanden und Schutzausrüstung, wie z.B. eine Schwimmweste, zu tragen sind.

Bewegungsfeld Bewegen auf Schnee und Eis

Die SchülerInnen treiben gemeinsam Sport in der Natur. Dies kann zur Festigung „[...] des sozialen Zusammenhalts, der Wertschätzung der Natur und dem Gewinn von Einsichten in eine gesunde Lebensführung [...]“ führen (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 9).

2.5 Wissensbestände im Fach Sport

Die Grundlage der Kompetenzentwicklung bilden die Kenntnisse der SchülerInnen „[...] in den Kategorien Natur-, Kultur- und Sozialwissen“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 12).

Im Zentrum steht die Lebenswelt. Diese definiert sich durch die Beziehungen zwischen Mensch und Natur, Zeit, Raum, den Mitmenschen, Wirtschaft und der Technik. Um diese Lebenswelt herum sammelt der Schüler Naturwissen, Sozialwissen und Kulturwissen.

In der Kategorie Naturwissen erlernen die SchülerInnen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, erste Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Menschen, erhalten erste Einblicke in die Trainingslehre, verstehen Sport als Mittel eines gesunden Lebensstils und erlernen „[...] wesentliche Strukturmerkmale sportlicher Bewegungen“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 12).

In der zweiten Kategorie, dem Sozialwissen, erlernen die SchülerInnen neben Organisations- und Sozialformen auch Übungsformen und Trainingsmethoden, aber auch Regeln, Werte und Normen, die sie durch das ganze Leben begleiten werden. Des Weiteren lernen sie unterschiedliche Kooperationsformen kennen.

Die dritte Kategorie bezieht sich auf das Kulturwissen. Dies beinhaltet neben Organisationsstrukturen, Fachtermini und historischen Aspekten auch die Kommerzialisierung des Sports und Maßnahmen zur Ersten Hilfe.

Es folgt die Abbildung 2 zur besseren Übersicht der Wissensbestände im Fach Sport.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Wissensbestände im Fach Sport (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 12).

2.6 Kompetenzentwicklung in den Schuljahrgängen

Bei der Planung des Sportunterrichts bilden die Bewegungspflichtfelder (P) eins bis vier die Grundlage. In den Jahrgängen fünf und sechs werden diese durch drei bis vier Wahlfelder (W) ergänzt. In dem Doppeljahrgang 7/8 werden die Pflichtfelder durch zwei Wahlfelder erweitert.

In den Klassen neun und zehn wird in Wahlkursen unterrichtet. Dabei werden zwei bis vier Bewegungsfelder pro Schuljahr ausgewählt. Inhalte aus den Bewegungsfeldern eins bis vier sind verbindlich (Vgl. Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 13).

Tabelle 3: Bewegungsfelder im Fach Sport

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Bewegungsfelder im Fach Sport

2.7 Kompetenzbereiche im Bewegungsfeld Spielen

In folgender Tabelle aus dem Fachlehrplan für Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt werden die zu erlernenden Kompetenzen als Abschlussniveau formuliert.

Tabelle 4: Abschlussniveau der SchülerInnen im Bewegungsfeld Spielen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Abschlussniveau der SchülerInnen im Bewegungsfeld Spielen

2.8 Niveaubestimmende Aufgaben

2.8.1 Funktion und Anlage

Die im Fachlehrplan erläuterten Kompetenzbereiche und die damit verbundene Entwicklung soll mittels niveaubestimmender Aufgaben „[...] exemplarisch und repräsentativ [...]“ abgebildet werden (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 4).

Tabelle 5: Funktion niveaubestimmender Aufgaben

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Funktion niveaubestimmender Aufgaben

Die niveaubestimmenden Aufgaben sind sehr komplex und bilden eine Brücke zur „[...] Lebens- und Erfahrungswelt der Lernenden [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 4).

Im Fachlehrplan werden die einzelnen Kompetenzbereiche hierarchisch beschrieben. Bei den niveaubestimmenden Aufgaben spiegelt sich diese in der Formulierung der Schwerpunktsetzung wieder. Der Kompetenzbereich „Erfahren, Gestalten und Leisten von Bewegung“ bildet bei allen Aufgaben die Basis. An passenden bzw. geeigneten Stellen werden dann die weiteren Kompetenzbereiche thematisiert. Die Lehrkraft entscheidet, welche Kompetenzbereiche sie den Fokus rückt sowie „[...] über die didaktische Funktion der Aufgaben“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 4).

Aufgrund von differenzierten Anforderungen an Lehrkräfte und SchülerInnen werden die niveaubestimmenden Aufgaben in unterschiedliche Anforderungsbereiche aufgegliedert.

Anforderungsbereich I – Reproduktionsleistungen

„Das Lösen der Aufgabe erfordert sportliche Handlungskompetenz zur Reproduktion erlernter Bewegungsabläufe unter Nutzung grundlegender Wissensbestände [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 5). Das bedeutet, dass Bewegungen auf Grund der Verbesserung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten und der Nutzung neu erworbener Kenntnisse eigenständig ausgeführt werden (Vgl. Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012).

Anforderungsbereich II – Reorganisationsleistungen, Transferleistungen

„Das Lösen der Aufgabe erfordert das Kombinieren erlernter Bewegungsabläufe und deren Transfer auf neue Situationen unter Nutzung grundlegender Wissensbestände [...]“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 5). Die Reorganisations- und Transferleistungen betreffen das Verbinden erlernter Bewegungen. Im Anforderungsbereich II werden die Bewegungen selbständig, in Gruppen oder mit Partnern unter angepassten bzw. veränderten Bedingungen ausgeführt. Dabei wenden die SchülerInnen Kenntnisse, konditionelle und koordinative Fähigkeiten sowie motorische Fertigkeiten an.

Anforderungsbereich III – eigenständige Problemlösungen

„Das Lösen der Aufgabe erfordert, dass die Schülerinnen und Schüler eigenständig Bewegungsaufgaben gestalten und lösen sowie kritisch deren Ausführung reflektieren“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 5). Um den dritten Anforderungsbereich zu erfüllen, müssen die SchülerInnen ihre erworbene Auswahl an Bewegungsmöglichkeiten sowie ihre Kenntnisse nutzen, um daraus resultierend Problemstellungen flexibel und selbständig lösen zu können (Vgl. Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012).

Bei der Stellung niveaubestimmender Aufgaben ist es besonders wichtig, den Sicherheitsaspekt niemals zu vernachlässigen. Dies trifft vor allem „[...] beim Transfer erlernter Bewegungsabläufe auf neue Situationen oder beim eigenständigen Lösen und Gestalten von Bewegungsaufgaben“ zu (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, 2012, S. 5).

3 Badminton

Döbler (1998) systematisiert die Bewegungsspiele in Volkstümliche Spiele, kleine Spiele und große Sportspiele. In der Kategorie der großen Sportspiele differenziert er in Tor-, Mal- und Korbspiele, Rückschlagspiele, Schlagball- oder Abwurfspiele sowie in Ziel- und Treibspiele. Badminton gehört zu den Rückschlagspielen ebenso wie z.B. Tennis, Tischtennis und Volleyball (Vgl. Döbler, 1998).

Den Spielgedanken der Rückschlagspiele terminiert Stöber (2005) wie folgt: Das Spielobjekt soll so in das gegnerische Feld gespielt werden, dass es ihm nicht gelingt, dass Spielobjekt regelkonform wieder zurückzuspielen. Ebenso gilt es zu verhindern, dass dem Gegenspieler das Gleiche gelingt. Rückschlagspiele werden als Einzel, Doppel- und Mannschaftsspiele ausgetragen. Das Doppelspiel erfordert eine gute Abstimmung mit dem Partner, da die Kooperationsmöglichkeiten nur sehr begrenzt sind. Das Spielobjekt ist direkt zurückzuschlagen. In den Mannschaftsspielen sind die Kooperationsmöglichkeiten auf drei Ballkontakte limitiert. Daraus resultieren sehr hohe Anforderungen an die Kooperation (Vgl. Stöber, 2005).

Bei den Sportspielen stehen die Gegner in ständiger Konkurrenz. Die Auseinandersetzung mit dem Konkurrenten kann auf drei verschiedene Arten erfolgen. Zum ersten ist es möglich, dass die Gegner zur gleichen Zeit im gleichen Aktionsfeld handeln. Eine zweite Variante besteht darin, dass eine räumliche Trennung vorgenommen wurde. Bei der dritten Form handeln die Gegner zeitlich nacheinander (Vgl. Stöber, 2005).

Bei den Rückschlagspielen spielen die Gegner gleichzeitig auf einem zweigeteilten Spielfeld, wobei die Auseinandersetzung über das Spielobjekt, z.B. den Federball oder den Volleyball erfolgt.

Wie bereits erwähnt zählt Badminton ebenfalls zu den Rückschlagspielen. Badminton wird mit einem Schläger pro Person und einem Federball gespielt. Die Spieler versuchen den Ball so über das Netz zu spielen, dass es dem Gegner nicht gelingt, den Ball regelkonform zurückzuschlagen. Badminton wird in den Disziplinen Einzel, Doppel und Mixed in der Halle gespielt. Aufgrund der Schnelligkeit und Laufintensität erfordert Badminton eine extrem hohe körperliche Fitness.

3.1 Geschichte

Badminton hat seinen Ursprung bereits vor mehr als 2000 Jahren. Eine in Indien entdeckte Höhlenzeichnung belegt, dass vor ca. 2000 Jahren bereits „[...] mit abgeflachten Hölzern kleine, mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle geschlagen wurden“ (Blankenburg, 2012). Aber nicht nur in Indien, sondern auch bei den Azteken und Inkas wurden badmintonähnliche Rückschlagspiele ausgeführt.

In Europa entwickelte sich das Rückschlagspiel vor allem durch den Adel. Zur Zeit des Barock war es unter den Namen „Battledore and Schuttlecock“ oder auch „Jeu de Volant“ bekannt. Ziel des Spiels war es damals, sich den Ball mit seinem Partner so lange als möglich zuzuspielen. Dabei durfte der Ball nicht den Boden berühren. In Aufzeichnungen aus dem Jahr 1830 wird ein Rekord, urkundlich festgehalten, erwähnt. Dieser besagt einen Ballwechsel mit 2217 Schlägen zwischen zwei „[...] Mitgliedern der Sommerset-Familie“ (Blankenburg, 2012).

1872 brachten Kolonialoffiziere ein Spiel mit dem Namen Poona aus Indien mit und stellten es auf einem englischen Landsitz vor. Dieser gehörte dem „[...] Duke of Beaufort aus der Grafschaft Gloucestershire“ (Blankenburg, 2012). Der Landsitz trug den Namen Badminton, woher das heutige Spiel seinen Namen bekam.

Der erste Badmintonverband wurde 1893 in England gegründet. 1899 wurden zum ersten mal die All England Championships ausgespielt. Dieses Turnier wird auch als das Wimbledon der Badmintonfans bezeichnet. Der Sport erfreute sich großer Beliebtheit. Die Schwierigkeit bestand darin, geeignete Spielstätten zu akquirieren. Zu dieser Zeit boten Kirchen die besten Voraussetzungen. „Das hohe Mittelschiff einer Kirche bot dem Federball freie Flugbahn, und die Kirchenbänke dienten den Zuschauern als Logenplätze“ (Blankenburg, 2012).

1903 wurde der Bad Homburger Badminton-Club in Deutschland gegründet. Der erste deutsche Badminton-Club außerhalb Englands. Da sich der Sport in den zwanziger Jahren in Nordeuropa und Nordamerika auf organisierte Art und Weise ausbreitete, wurde bereits 1934 die International Badminton Federation (IBF) gegründet. Die IBF ist der Welt-Dachverband.

1953 fanden Mitte Januar die ersten Deutschen Meisterschaften statt. Genau an diesem Wochenende gründete sich der Deutsche Badminton-Verband (DBV). Noch im gleichen Jahr trat dieser in die IBF ein. Hans Riegel aus Bonn war der erste Präsident. 1954 wurde der DBV bereits in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen. Als sich 1967 die European Badminton Union (EBU) gründet, gehört der DBV zu den Gründungsmitgliedern. Der 1958 in der DDR entstandene Badmintonverband wurde 1990 in den DBV eingegliedert (Vgl. Hintze, 2010).

Während die Mitgliederzahlen in den sechziger Jahren stagnierten, kam es in den Siebzigern zu einem wahren Boom. Dieser hielt bis in die achtziger Jahre an. Seit der Jahrtausendwende sind die Mitgliederzahlen nun leicht rückgängig und das, obwohl Badminton in den Schulsport integriert wurde.

Badminton zählte 1972 zu den Demonstrationssportarten bei den olympischen Spielen in München. Demonstrationssportarten haben eine lange Tradition. Bei den Demonstrationswettbewerben, welche nicht mit olympischen Medaillen geehrt werden, haben Sportarten die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit und den Medien zu präsentieren (Vgl. Enzyklo, 2014). 1988 zählte es zum zweiten Mal zu den Demonstrationssportarten bei den Spielen in Seoul. Die erfolgreiche Vorstellung wurde 1992 geehrt, als Badminton bei den olympischen Spielen in Barcelona zum ersten Mal zu den olympischen Sportarten zählte. Gespielt wurden damals die Disziplinen Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel und Damendoppel. 1996 wurde in Athen zum ersten Mal auch das Mixed in den Wettkampf der olympischen Spiele integriert (Vgl. Blankenburg, 2012). Deutsche Badmintonspieler konnten bis heute noch keine olympische Medaille gewinnen (Vgl. Graubner, 2011).

[...]


[1] Die Daten wurden aus diversen Studien der Forschungsstelle „Kommunale Sportentwicklungsplanung“ der Bergischen Universität Wuppertal (Leiter: Prof. Dr. Horst Hübner) erstellt (Pfitzner ,2009, S. 2-6)

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung niveaubestimmender Aufgaben im Bereich der Sportspiele speziell in der Sportart Badminton
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Departement Sportwissenschaft)
Note
2,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
78
Katalognummer
V284492
ISBN (eBook)
9783656843184
ISBN (Buch)
9783656843191
Dateigröße
1492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
niveaubestimmende, Aufgaben, Sport, Badminton, Kompetenzorientiert, Lehrplan, Entwicklung
Arbeit zitieren
Robert Oehlert (Autor), 2014, Die Entwicklung niveaubestimmender Aufgaben im Bereich der Sportspiele speziell in der Sportart Badminton, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284492

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Titel: Die Entwicklung niveaubestimmender Aufgaben im Bereich der Sportspiele speziell in der Sportart Badminton



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