Die vier Seiten des Nachrichtenquadrats nach Schulz von Thun. Störfaktoren der einzelnen Seiten und Maßnahmen zur Reduzierung


Seminararbeit, 2013
18 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

1. Einführung in die Thematik

2. Begriffserklärungen
2.1 Kommunikation
2.2 Nachricht / Botschaft
2.3 Sender und Empfänger

3. Die vier Seiten des Nachrichtenquadrats
3.1 Die Sachinhaltsseite
3.2 Die Appellseite
3.3 Die Beziehungsseite
3.4 Die Selbstoffenbarungsseite

4. Vorstellung ausgewählter Störfaktoren und Maßnahmen zur Reduzierung
4.1 Sachinhalt
4.2 Appell
4.3 Beziehung
4.4 Selbstoffenbarung

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abstract

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit dem Nachrichtenquadrat nach Schulz von Thun. Es wird dargestellt, welche Störungen bei der Kommunikation auftreten können und wie man diese vermeiden kann. Das Nachrichtenquadrat wird in seinen vier Seiten unterschieden. Ebenso wird eine Unterscheidung nach Sender und Empfänger durchgeführt. Dabei wird darauf abgezielt, die einzelnen Seiten getrennt voneinander zu betrachten, um aufzeigen zu können, dass genau durch diese Trennung immer wieder Störungen in der Kommunikation auftreten.

Ein Schwerpunkt liegt in der Darstellung der Störfaktoren der einzelnen Seiten. Es werden nicht nur Störungen vorgestellt, gleichzeitig werden Maßnahmen aufgezeigt, welche diese Störungen minimieren bzw. wie diese Störungen vermieden werden können. Neben definitorische Abgrenzungen zu Beginn der Arbeit werden im weiteren Verlauf Beispiele zur Veranschaulichung in die Ausarbeitung integriert.

1. Einführung in die Thematik

"Man kann nicht nicht kommunizieren."[1] Dieses Zitat des berühmten Kommunikationswissenschaftlers Watzlawick beschreibt den Stellenwert der Kommunikation in der heutigen Zeit. Denn immer wenn zwei Individuen aufeinandertreffen ist auch Kommunikation vorhanden. Diese Kommunikation kann sowohl auf der verbalen, als auch auf der non-verbalen Ebene stattfinden. Im Alltag kommunizieren wir auf ganz unterschiedliche Weisen. Das bezahlen an der Kasse, das Grüßen des Briefträgers oder auch der Smalltalk mit der Nachbarin sind Formen der Kommunikation. Doch was genau versteht man eigentlich unter Kommunikation und wie läuft sie ab? Diese Fragen sollen im Laufe der Seminararbeit beantwortet werden. Hierzu werden im zweiten Kapitel einige wichtige Begriffe erläutert, um einen ersten Überblick zu erlangen.

Im weiteren Verlauf wird das Nachrichtenquadrat nach Friedemann Schulz von Thun vorgestellt. Schulz von Thun ist ein Kommunikationswissenschaftler, welcher Kommunikation aus zwei Ansichten betrachtet. Auf der einen Seite wird die Sicht eines sogenannten Senders dargestellt, auf der anderen Seite stellt er die Seite eines Empfängers dar. Durch das Nachrichtenquadrat lässt sich erklären, wie der Sender eine Nachricht meint und wie diese beim Empfänger ankommt. Die Inspiration für dieses Quadrat hat Schulz von Thun von mehreren Kommunikationsmodellen, wozu auch die Kommunikationstheorie des oben genannten Watzlawick zählt.[2] Näher betrachtet wird das Quadrat im dritten Kapitel dieser Arbeit.

Es wird immer wieder festgestellt, dass es bei der Kommunikation zu Missverständnissen zwischen dem Sender und Empfänger kommt. Anhand des Quadrats werden im vierten Kapitel der Seminararbeit Beispiele für Störungen bei der Kommunikation aufgezeigt. Hierbei wird sowohl die Seite des Empfängers, als auch die Seite des Senders betrachtet. Gleichzeitig werden Maßnahmen dargelegt, wie diese Missverständnisse vermieden werden können.

2. Begriffserklärungen

2.1 Kommunikation

In der Literatur findet man zahlreiche Definitionen für Kommunikation. Einige ähneln sich und unterscheiden sich nicht gravierend, andere haben eine ganz andere Bedeutung. Hierbei ist entscheidend aus welcher Wissenschaftssicht man sich die Kommunikation betrachtet. So spielt die Kommunikation in der technischen Wissenschaft eine ganz andere Rolle als z.B. in der Sozialwissenschaft. Da es in dieser Arbeit um die zwischenmenschliche Kommunikation geht, werden die technischen Definitionen außer Acht gelassen und nur die Bedeutungen aus der Sozialwissenschaft berücksichtigt.

Kommunikation wird von dem lateinischen Wort „communicatio“ abgeleitet und bedeutet Mittelung bzw. Verständigung. Man kann sie in drei Techniken unterteilen:

Primärtechnik hierzu zählt die direkte Kommunikation von Menschen (z.B. Gespräch, Gestik)

Sekundärtechnik hierunter fällt die indirekte Kommunikation von Menschen (z.B. Brief)

Tertiärtechnik hierbei findet eine einseitige Kommunikation statt (z.B. Radio)[3]

Matthias von Saldern versteht unter Kommunikation „die Verständigung, die Übermittlung oder Mitteilung von Informationen und die Übertragung von Bedeutungsinhalten.“ Gleichzeitig sieht er in ihr die „Bildung einer sozialen Einheit durch die Verwendung von Zeichen und Sprache.“ Für ihn ist Kommunikation somit nicht nur die Weitergabe von Informationen, er betrachtet auch die Wirkung der Kommunikation. Saldern ist der Meinung, dass viel Kommunikation die Ausdrucksweise von Menschen verändert und das man sich leichter in ein neues Umfeld integrieren kann.[4]

Für diese Arbeit ist sowohl die inhaltliche Ebene als auch die soziale Beziehung der Kommunikation von Bedeutung. Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation wird immer eine Vielzahl von verbalen und nonverbalen Signalen gleichzeitig ausgetauscht. Dabei geschieht die nonverbale Kommunikation meist unbewusst. Aus diesem Grund beeinflusst nicht nur die verbale Kommunikation (Gespräch) den Gesprächsverlauf, sondern auch die nonverbale Ausdrucksweise (Mimik, Gestik) kann zu Missverständnissen führen.[5]

2.2 Nachricht / Botschaft

Unter Nachricht versteht man die „Menge aller von einem Absender ausgesendeten Signale.“[6] Diese Signale können sowohl verbal als auch nonverbal sein und sind daher für die Kommunikation unverzichtbar. Es gibt allerdings keinen festgelegten Signalumfang, der eine Nachricht definiert. Sie könnte daher ein einziges Wort oder eine bestimmte Körperbewegung sein, aber auch ein Fließtext.

Jede Nachricht besteht aus mehreren Botschaften, durch welche man die Qualität einer Nachricht bestimmen kann. So gibt es zum einen die klar formulierten (expliziten) Botschaften, bei welchen der Empfänger keinen Spielraum für Interpretationen hat. Zum anderen gibt es indirekte, angedeutete (impliziten) Botschaften. Hierbei wird die Botschaft nicht ausdrücklich genannt, sondern der Empfänger muss die Botschaft interpretieren.

Man kann allerdings auch eine Einteilung der Nachricht nach kongruent und inkongruent vornehmen. Bei einer kongruenten Nachricht sind die enthaltenen Botschaften aufeinander abgestimmt (z.B. wütender Blick in Verbindung mit einer lauten Stimme). Die inkongruente Nachricht ist schwieriger zu deuten, da hier die sprachlichen und nicht-sprachlichen Botschaften nicht zueinander passen (z.B. ein weinender Mensch sagt, dass es ihm gut geht).[7]

In den meisten Fällen stimmen die gesendeten (vom Sender kodiert) und die empfangenen (vom Empfänger entschlüsselt) Botschaften einer Nachricht überein, sodass eine Kommunikation stattfindet. Allerdings gibt es in manchen Fällen Unklarheiten und Missverständnisse, da eine Nachricht aus verschiedenen Seiten betrachtet werden kann. So kann es sein, dass der Sender die Nachricht auf einer anderen Seite verfasst, als sie beim Empfänger ankommt. In der folgenden Grafik sind vier verschiedene Seiten aufgezeigt, welche eine Nachricht enthalten kann. Auf die einzelnen Seiten wird im Kapitel 3 der Arbeit näher eingegangen.

Abb. 1: Nachrichtenquadrat

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schulz von Thun, Friedemann (Nachrichtenquadrat, 2010), S.13

[...]


[1] Watzlawick, Paul; Beavin, Janet H.; Jackson, Don D. (Axiom, 2003),S. 53

[2] vgl. Schulz von Thun-Institut für Kommunikation (Hrsg.) (Inspiration, o.J)

[3] vgl. Lexikon-Institut Bertelsmann (Hrsg.) (Kommunikation, 1992), S. 237

[4] van Saldern, Matthias (Gespräche, 1998), S. 54

[5] vgl. Westermann, Fritz (Bedeutung, 1992) S. 707-717

[6] Springer Gabler Verlag (Hrsg.) (Definition Nachricht, o.J.)

[7] vgl. Schulz von Thun, Friedemann (Nachrichtenquadrat, 2010), S.33-35

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Die vier Seiten des Nachrichtenquadrats nach Schulz von Thun. Störfaktoren der einzelnen Seiten und Maßnahmen zur Reduzierung
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
1,2
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V284601
ISBN (eBook)
9783656843344
ISBN (Buch)
9783656843351
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
seiten, nachrichtenquadrats, schulz, thun, störfaktoren, maßnahmen, reduzierung
Arbeit zitieren
Patricia Seitz (Autor), 2013, Die vier Seiten des Nachrichtenquadrats nach Schulz von Thun. Störfaktoren der einzelnen Seiten und Maßnahmen zur Reduzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284601

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