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Die Förderung empathischer Fähigkeiten des Beraters mit dem klientenzentrierten Ansatz nach C. Rogers. Auswirkungen auf die Klient-Beraterbeziehung

Titel: Die Förderung empathischer Fähigkeiten des Beraters mit dem klientenzentrierten Ansatz nach C. Rogers. Auswirkungen auf die Klient-Beraterbeziehung

Hausarbeit , 2014 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Corinna Schneider (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Berater fokussiert sich vor allem auf die emotionale, kognitive und praktische Problemlösung von Klienten beziehungsweise Systemen, wie z. B. Gruppen, Familien, Einzelperson etc. (vgl. Sickendieck 2008). In der sozialen Arbeit handelt es sich mittlerweile um eine professionelle Intervention in unterschiedlichen Bezügen. Professionelle Berater sollten über Fachwissen verfügen, welches in den unterschiedlichen Bereichen der sozialen Arbeit (Drogenberatung, Erziehungsberatung, Familienberatung) angewendet werden kann, das sogenannte handlungsspezifische Wissen. Die (Sozial)psychologie liefert zur besseren Systematisierung von Beratungssituationen und deren Zielsetzungen verschiedene Konzepte. Ein viel betrachtetes Konzept, welches auch dieser Arbeit zugrunde liegen soll, ist der klientenzentrierte Ansatz von C. Rogers (1902). Rogers rückt hier die Beziehung zwischen Berater und dessen Klienten in den Fokus, wobei er ein besonderes Augenmerk auf diejenigen Eigenschaften des Beraters legt, die eine erfolgreiche Beratung maßgeblich beeinflussen. Zu diesen Eigenschaften zählt vor allem die Fähigkeit des Beraters, Empathie für sein Gegenüber zu empfinden. Der klientenzentrierte Ansatz wird meistens mit einer Therapie verbunden, jedoch wendet sich C. Rogers mit dem Konzept nicht nur an Psychologen, sondern an alle Fachleute, die einen Wandel der Einstellungen bei ihren Klienten bewirken wollen, wie z.B.: in der Schul- oder Eheberatung etc., also auch an Sozialarbeiter/innen (vgl. Weinberger 2008, S. 33).
In der praktischen Umsetzung des klientenzentrierten Ansatzes stellt sich nun die Frage, inwieweit empathisches Verhalten überhaupt trainierbar ist und wie es sich konkret auf die Beziehung zwischen Berater und Klienten auswirkt. Ziel dieser Hausarbeit ist es daher, die Möglichkeiten des Erlernens empathischer Züge zu diskutieren und so wertvolle Handlungsempfehlungen für die alltägliche Beratung in der sozialen Arbeit abzuleiten.
Dazu werden im Folgenden zunächst die definitorischen Grundlagen gelegt (Punkt 2). Anschließend erfolgt ein Überblick über die Fördermöglichkeiten von empathischen Fähigkeiten (Punkt 3). Daran angeknüpft werden die Auswirkungen, entstehend aus den empathischen Fähigkeiten des Beraters, auf die Klienten beziehungsweise die Beraterbeziehung dargestellt (Punkt 4). Unter Punkt fünf werden die Ereignisse sowie daran anschließende, noch offene Fragestellungen zusammenfassend dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung

2.1 Sozialpsychologische Definition von Empathie

2.2 C. Rogers Definition von Empathie

3 Fördermöglichkeiten von empathischen Fähigkeiten

4 Auswirkungen auf die Klient-Beraterbeziehung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Empathie im Kontext des klientenzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers und analysiert, inwieweit empathische Fähigkeiten für Berater in der sozialen Arbeit erlernbar und trainierbar sind, um die Qualität der Klient-Berater-Beziehung nachhaltig zu verbessern.

  • Grundlagen der sozialpsychologischen Empathiedefinition
  • Klientenzentriertes Verständnis von Empathie nach Rogers
  • Trainingsmethoden zur Förderung empathischer Teilkompetenzen
  • Einfluss von Empathie auf die professionelle Beziehungsgestaltung
  • Zusammenhang zwischen Empathie und der Förderung des Selbstkonzepts beim Klienten

Auszug aus dem Buch

C. Rogers Definition von Empathie

Carl Rogers (1902-1987) gilt heute als Hauptvertreter der humanistischen Psychologie. Ab 1942 entwickelte er das Konzept der klientenzentrierten Therapie. Carl Rogers zeichnet in seinen Konzepten ein überwiegend positives Menschenbild, welches sich unter anderem aus der Selbstaktualisierungstendenz des Menschen ergibt (vgl. Eckert 2006, S.27 f.). Der Mensch hat demnach die Fähigkeit und die Tendenz, sich fortlaufend weiterzuentwickeln.

Um eine Entwicklung bei einem Menschen im Rahmen der Beratung gewährleisten zu können, befasst sich C. Rogers mit den sogenannten Berater- oder Therapeutenvariablen, Empathie, Wertschätzung und Echtheit (vgl. Weinberger 2008, S. 28). Diese Variablen sollte ein Berater als Grundhaltung gegenüber dem Klienten in sich tragen, so dass eine gute Berater-Klient-Beziehung zustande kommen kann. In diesem Kontext bedeutet Empathie beziehungsweise das einfühlende Verstehen laut Rogers: „[…] den inneren Bezugsrahmen des anderen möglichst exakt wahrzunehmen, mit all seinen emotionalen Komponenten und Bedeutungen, gerade so, als ob man die andere Person wäre, jedoch ohne jemals die ‚Als-ob‘-Position aufzugeben“ (Rogers 1959, S. 37 zit. n. Weinberger 2008, S. 38).

Empathie beschreibt demnach das Verständnis für die Gefühle des Klienten. Der Berater versetzt sich in die Lage beziehungsweise in die Welt des Klienten und sieht dessen Sichtweise und Gefühle aus seiner Perspektive. Er beachtet Sprechpausen, Tonfall, Gestik und Mimik sowie die Körperhaltung. Empathie bedeutet dabei nicht die Wertung einer Aussage des Klienten durch den Berater, wie zum Beispiel die Aussage „Ja, das kann ich gut nachvollziehen.“, sondern beinhaltet vielmehr die Wiederholung der Empfindungen des Klienten, woraufhin der Klient sich dann aus einer gewissen Distanz wahrnehmen kann. Ein Beispiel dafür wäre das Schreiben eines Tagebuches (vgl. Weinberger 2008, S. 38). Ein empathisches Verhalten stellt nach dem klientenzentrierten Ansatz eine wichtige Eigenschaft eines guten Beraters dar. Im nächsten Abschnitt soll deshalb diskutiert werden, inwieweit diese Fähigkeiten für erfolgreiche Beratungsgespräche erlernbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Beratung in der sozialen Arbeit ein und stellt den klientenzentrierten Ansatz nach C. Rogers als zentralen Bezugsrahmen vor.

2 Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert Empathie sowohl aus sozialpsychologischer Perspektive als auch im spezifischen Verständnis von Carl Rogers.

3 Fördermöglichkeiten von empathischen Fähigkeiten: Hier wird diskutiert, inwiefern empathisches Verhalten durch Training, Rhetorik und Techniken wie aktives Zuhören und Paraphrasieren entwickelt werden kann.

4 Auswirkungen auf die Klient-Beraterbeziehung: Das Kapitel beleuchtet, wie Empathie das Selbstkonzept des Klienten unterstützt und die professionelle Beziehung positiv beeinflusst.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Empathie zwar ein Persönlichkeitsmerkmal ist, durch gezielte Übungen jedoch in seiner Anwendung für die professionelle Beratung vertieft werden kann.

Schlüsselwörter

Empathie, klientenzentrierter Ansatz, Carl Rogers, Sozialarbeit, Beratungsbeziehung, Selbstkonzept, aktives Zuhören, Paraphrasieren, Gesprächsführung, emotionale Kompetenz, therapeutische Variablen, Beraterverhalten, Sozialpsychologie, Selbsterfahrung, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Empathie im Rahmen des klientenzentrierten Beratungsansatzes und deren Bedeutung für die professionelle Arbeit in sozialen Berufen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Empathie, die Möglichkeiten ihrer Förderung bei Beratern sowie die Auswirkungen einer empathischen Grundhaltung auf die Beziehung zum Klienten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie empathische Fähigkeiten trainiert werden können, um eine erfolgreiche und beziehungsstarke Beratungspraxis in der sozialen Arbeit zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den klientenzentrierten Ansatz theoretisch zu fundieren und daraus praktische Handlungsempfehlungen für die Beratungsarbeit abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung durch Begriffsdefinitionen, eine Analyse von Fördermöglichkeiten (wie Rhetorik- und Gesprächsführungstechniken) sowie eine Darstellung der Auswirkungen auf die Klient-Berater-Beziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Empathie, klientenzentrierter Ansatz, professionelle Beziehungsgestaltung, aktives Zuhören, Selbstkonzept und soziale Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Empathie-Altruismus-Hypothese in der Beratung?

Die Hypothese besagt, dass Empathie das Helfen aus altruistischen Gründen fördert; in der Beratung bedeutet dies, dass durch Empathie des Beraters der Klient positive Erfahrungen in sein Selbstkonzept integrieren kann.

Warum ist das "Spiegeln" oder Verbalisieren so bedeutend?

Es gilt als wichtigste Methode der Gesprächsführung, da sie dem Klienten ermöglicht, eigene Gedanken und Gefühle distanzierter wahrzunehmen und Missverständnisse effektiv zu klären.

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Details

Titel
Die Förderung empathischer Fähigkeiten des Beraters mit dem klientenzentrierten Ansatz nach C. Rogers. Auswirkungen auf die Klient-Beraterbeziehung
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Corinna Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V284677
ISBN (eBook)
9783656849674
ISBN (Buch)
9783656849681
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung fähigkeiten beraters ansatz rogers auswirkungen klient-beraterbeziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Corinna Schneider (Autor:in), 2014, Die Förderung empathischer Fähigkeiten des Beraters mit dem klientenzentrierten Ansatz nach C. Rogers. Auswirkungen auf die Klient-Beraterbeziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284677
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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